Ich versuch das mal der Reihe nach:
finanziert. Das heißt, es bleiben jetzt noch 10 Jahre zum
„abbezahlen“ an die Bank.
Da gehts ja schon los. Der Kreditnehmer hat auf jeden Fall nach 10 Jahren ein Sonderkündigungsrecht! BGB § 489. Diese Dame hat also durchaus die Möglichkeit, aus dem Vertrag herauszukommen. OK, es bleibt natürlich die Frage, wie hoch in so einem Fall der Zinsschaden für die Bank beziffert wird.
Haus mieten im Sinne vom Mietkauf. Es gibt eine festgesetzte
monatliche Rate an die Bank. Diese Rate wird auch die
Da spricht so erstmal nix gegen…
100% auf die Kaufsumme angerechnet werden. Sogesehen bezahlen
wir 50% der Summe was das Haus eigentlich mal gekostet hat.
Quatsch, da zahlste eher noch drauf! Diese Bankrate, die zukünftig eure Miete sein soll, enthält ja schließlich auch Zinsen in nicht zu knapper Höehe - 5 oder 6 % würde ich sicherheitshalber ruhig mal veranschlagen!
Lass dir von der Dame lieber einmal den letzten Jahreskontoauszug vorlegen - per 30.12.10 müsste ja so langsam vorliegen, und schau mal, wieviel Restkredit sie da noch zurückzahlen musst. Diese Summe musst du dann die nächsten 10 Jahre zurückzahlen, plus jeweils eben die 5, 6 % Zinsen, jeden Monat auf die dann ausstehende Restkreditsumme. Rechne dir das sehr gut aus!
Zusätzlich gibt es im Haus mehrere Wohnungen die vermietet
sind. Die Mieteinnahmen wird der Mieter des Hauses(also Ich)
Und wenn mal die eine oder andere oder mehrere mal unvermietet sind? Kann immer mal vorkommen. Dann hast du den Mietausfall und kannst möglicherweise die Rate nicht mehr zahlen. Die Rate muss daher auf jeden Fall aus eigener Tasche zahlbar sein, und darf niemals von irgendwelchen Mieteinnahmen abhängen!
Ist so ein Mietkauf abgesichert? Nicht, dass nach 9 Jahren die
Besitzerin wieder kommt und sagt, ich kündige euch den
Mietvertrag und wir stehen dann da.
Das ist doch jetzt nicht so schwer. Ein Hauskauf muss immer über einen Notar abgewickelt werden, damit solche elementaren Kaufentscheidungen auch wirklich sicher sind. Was ihr da letztzendlich mit der Dame vereinbart, könnt ihr doch selbst entscheiden. Ihr könntet euch z.b. entschließen, selbst das Darlehen zu den bestehenden Konditionen fortzuführen, und die Tante wird dann aus dem Vertrag entlassen. Kommt zwar so häufig nicht vor, aber warum nicht.
Und wenn ihr nicht sicher seid, wie man so einen Mietkauf formuliert, lasst euch halt von dem Notar beraten. Oder vorab zu einem Anwalt gehen, der sich mit Grundstücksrecht o.ä. auskennt.
Aber bitte niemals nicht einen Mietvertrag abschließen, der irgendwo formuliert hat, dass ihr das Haus nachher bekommt. Ihr müsst unbedingt damit zu einem Notar!!
Wie sieht es aus mit den Arbeiten am Haus. Wenn ich Arbeiten
durchführe und diese steuerlich geltend machen will, wem
gehören die Rechnungen für Instandsetzungen? Mir oder dem
Verkäufer?
Dem Auftraggeber.
Ich würde ehrlichgesagt die Finger von sowas lassen. Wenn die 10 Jahre jetztz wirklich rum sind, würde ich von dem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen und die Hütte verkaufen.
Nur mal angekommen, das Haus kostete urspr. 200.000 Euro, dann sind derzeit noch etwa 130.000 Euro zu zahlen. Plus die Zinsen an die Bank! Plus die 70.000 Euro, die die Dame ja wohl auch noch zurück haben will… Mit einem Hypothekenrechner kann man sowas leicht nachvollziehen.
Viel Glück und ein gutes Händchen bei der Entscheidung!