Mietminderung bei 'schwitzenden Fenstern' ?

Hiho

Wir wohnen in einem erst kürzlich sanierten Altbau. Aus Gründen
des Denkmalschutzes haben wir keine neuen Fenster bekommen.
Nun haben wir das große Problem das besonders im Wohn -und Schlafzimmer die Fenster dermaßen stark anlaufen, das sich das Wasser seinen Weg durch die Ritzen der alten Fenster ins innere
der Wohnung bahnt.

Also wir könnten auf den Fensterbänken ( innen ) locker ein Schwimbad aufmachen. Jeden Morgen große Pfützen. Manchmal wurden wir auch schon durch das Geräusch von Wassertropfen die auf den Boden aufschlagen geweckt.

In beiden Räumen wird nur sehr selten geheizt, aber dafür regelmäßig gelüftet.

Reicht dieser Zustand schon aus um die Miete zu mindern ??

oder gibt es irgendwo Leute die dasselbe Problem haben ???

MfG

Hi Mogli,

Wir wohnen in einem erst kürzlich sanierten Altbau. Aus
Gründen
des Denkmalschutzes haben wir keine neuen Fenster bekommen.
Nun haben wir das große Problem das besonders im Wohn -und
Schlafzimmer die Fenster dermaßen stark anlaufen, das sich das
Wasser seinen Weg durch die Ritzen der alten Fenster ins
innere
der Wohnung bahnt.

Wasser kennt viele Wege. Kann es sein, daß das Schwitzwasser nicht von draußen kommt sondern Restfeuchtigkeit der Sanierung ist?

Also wir könnten auf den Fensterbänken ( innen ) locker ein
Schwimbad aufmachen. Jeden Morgen große Pfützen. Manchmal
wurden wir auch schon durch das Geräusch von Wassertropfen die
auf den Boden aufschlagen geweckt.

In beiden Räumen wird nur sehr selten geheizt, aber dafür
regelmäßig gelüftet.

Das wird man euch als erstes sagen: falsches Lüften.

Wenn ihr feuchte Luft von draußen reinlaßt und dann die Fenster schließt schlägt sich die Feutchte an den kalten Wänden ab, wenn sich die Raumluft durch die warme Wohnungsluft etwas erwärmt.

Erster Tipp zur Abhilfe:

Räume durchgehend auf etwas 17 - 19 Grad heizen. Thermostateinstellung 1 - 2.
Täglich einmal 10min lüften. Wenn die Wände immer warm sind und die Luft trocknet, dann löst sich das Problem. Gleichmäßiges permanentes Heizen ist übrigens billiger als die Zimmer abkühlen zu lassen und dann die kalten Wände wieder aufzuheizen.

gruss
winkel

Hi Winkel

hm hört sich irgendwie logisch an, aber da stelle ich mir dan doch die Frage

Man kann mir doch nicht vorschreiben wie und wann ich heizen muß damit die Fenster nicht beschlagen. Das mit den 17-19 Grad wäre nicht schlecht, wenn die Heizungsthermostate auf die Einstellung "Stufe 1-2 " reagieren würde, leider ist es aber so, dass es erst bei Stufe 4 -5 so richtig warm wird.

Kann es nicht vielleicht auch an den „alten Fenstern“ liegen.
Da das Haus Denkmalgeschützt ist wurde bei der Sanierung auch keine neuen Fnester eingebaut.

MfG

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Man kann mir doch nicht vorschreiben wie und wann ich heizen
muß damit die Fenster nicht beschlagen.

Doch, der Vermieter kann, da andernfalls Schimmel und andere Schäden an Fenstern und Wänden drohen.

Das mit den 17-19 Grad
wäre nicht schlecht, wenn die Heizungsthermostate auf die
Einstellung "Stufe 1-2 " reagieren würde, leider ist es aber
so, dass es erst bei Stufe 4 -5 so richtig warm wird.

Kann es nicht vielleicht auch an den „alten Fenstern“ liegen.
Da das Haus Denkmalgeschützt ist wurde bei der Sanierung auch
keine neuen Fnester eingebaut.

Vermutlich an der Verglasung, wenn es Einfachverglasung ist, haben sie einen schlechteren K Wert. Aber auch neue Fenster schwitzen und das sogar an den Rahmen, wenn sie die kälteste Stelle im Raum sind, wird sich das Wasser dort niederschlagen. ZUdem sind die oft viel dichter als alte Fenster, so daß praktiv gar keine Luft mehr zirkuliert.Dir hilft nur heizen und regelemäßig und kurz Stoßlüften. Die Zimmer nicht von der Wärme aus anderen Zimmern überschlagen lassen, sonst hast Du das gleiche Problem.

Gruß Maja

Wasserbinder
Hey,

mir ist da grad noch was eingefallen. Es gibt da so weißes Zeug, das bindet Wasser. Wenn die Räume selten genutzt werden, kannst Du doch im Winter Behälter mit dem Zeug aufstellen, vieleicht wär das zusätzlich zum geringen Heizen auch was.
Ich muß mal überlegen, wie das Zeugs hiess…
Gruß Maja

Hallo Mogli,

weiß der Vermieter von dem Problem?
Stell´Dir vor, Ihr verreist 2-3 Wochen in die Alpen zum Skifahren. Da kann man sich vorstellen, dass der Parkettboden Schäden davon abbekommt, für die Ihr eventuell aufkommen müßt, wenn Ihr auszieht. Wenn Ihr den Vermieter vorab auf das Problem hingewiesen habt - am besten schriftlich - dann ist es zumindest seine Angelegenheit geworden, und seine Sache darauf zu reagieren.
Ob da ein Sachverhalt für eine Mietminderung vorliegt ist die Frage. Soweit ich weiß, geht das, wenn Fenster undicht sind, man also mit Einschränkung der Wohnqualität rechnen muß, oder die Heizkosten sind unangemessen hoch. Das kann zum B. ein Verein wie der Mieterbund beantworten.
Ich denke, dass das Argument mit dem Denkmalschutz nicht reicht, um als Mieter mit diesen Fenstern zurecht kommen zu müssen. Wahrscheinlich gibt es Möglichkeiten die vorhandenen Fenster so zu isolieren, dass wenigstens das Schwitzwasser nicht so in die Bude rinnt. Auch das ist eine Angelegenheit, die ein Fachmanns beurteilen kann.
Diesen Link habe ich gefunden:
http://www.mieterbund.de/frame/recht.html
Ansonsten kann ich den Beitritt in so einen oder ähnlichen Verein empfehlen, wenn Ihr vorhabt, auf Dauer in der Wohnung zu bleiben, aber zu ahnen ist, dass das Mietverhältnis nicht immer unproblematisch sein wird. Uns hat es bisher jedenfalls geholfen.

viele Grüße
Claudia

Hallo Maja,

geht mit jedem Salz, Viehsalz ist die billigste Lösung.

Salz möglichst in einem grossflächigem Gefäss in den Raum stellen, wenn es duchnässt ist, austauschen.

Nasses Salz trocknen, dann kann man es wieder verwenden.

Gruss

Gerd

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Hi Mogli,

hm hört sich irgendwie logisch an, aber da stelle ich mir dan
doch die Frage

Man kann mir doch nicht vorschreiben wie und wann ich heizen
muß damit die Fenster nicht beschlagen.

Der Vermieter schreibt dir das vor, weil du für die ordnugnsgemäße Lüftung zuständig bist. Wenn du andererseits ein gesundes Raumklima und eine Schimmelfreie Wohnung haben möchtest, dann schreibt es dir lediglich die Vernunft vor, richtig zu heizen und zu lüften.

Bedenke: allein das Trockenlüften nach dem Tapezieren dauert mindestens 7 Tage. Bei dir kommt offensichtlich noch hinzu, daß Wände gänzlich oder teilweise neu gemauert und geputzt sind.

Das mit den 17-19 Grad

wäre nicht schlecht, wenn die Heizungsthermostate auf die
Einstellung "Stufe 1-2 " reagieren würde, leider ist es aber
so, dass es erst bei Stufe 4 -5 so richtig warm wird.

Da hilft das regelmäßige Entlüften und Prüfen des Leitungsdruckes nach dem Entlüften. Sollte keine Besserung eintreten und es u.U. alte Rippenheizkörper sein, dann fordere den Vermieter auf neue flachheizkörper einzubauen, ansonsten du nicht für trockene und Schimmelfreie Wohnung sorgen kannst.

Als Soforthilfe kann man nur einen Heizlüfter (keinen rollenden Heizkörper) empfehlen.

Kann es nicht vielleicht auch an den „alten Fenstern“ liegen.
Da das Haus Denkmalgeschützt ist wurde bei der Sanierung auch
keine neuen Fnester eingebaut.

Schau mal im Baumarkt, da gibt es Isolierfolien, die die Wärmedämmung von Einfachglas erhöhen. Kostet nicht die Welt. Bedenke zudem, daß du langfristig damit heizkosten sparst. die Folie rentiert sich sehr schnell.

gruss
winkel

Hallo Mogli,

Man kann mir doch nicht vorschreiben wie und wann ich heizen
muß damit die Fenster nicht beschlagen. Das mit den 17-19 Grad
wäre nicht schlecht, wenn die Heizungsthermostate auf die
Einstellung "Stufe 1-2 " reagieren würde, leider ist es aber
so, dass es erst bei Stufe 4 -5 so richtig warm wird.

Stufe 4 entspricht in etwa bei herkömmlichen Ventilen um die 18 Grad Celsius. Ohne nun die Besonderheiten zu kennen, kann es sich durchaus um Restfeuchtigkeit aus der Sanierung handeln. Setze Dich unbedingt mit dem Vermieter in Verbindung. Es muss in den Räumen die Luftfeuchtigkeit gemessen werden. Du kannst Dir auch selbst einen Hydrometer in einem Fachgeschäft kaufen zur Sicherheit. Das Gerät gibt es bereits ab 10 EURO. Möglicherweise müssen professionelle Entfeuchtungsgeräte aufgestellt werden.

Das nächste Problem ist, dass bei saniertem Wohnraum mindestens täglich 6-8 Stosslüftungen mit mindestens jeweils 5 Minuten, besser 10 Minuten durchgeführt werden. In der Wohnung selbst, insbesondere in der Nacht, wird Körperflüssigkeit ausgeschieden. Ausserdem, wenn dieser Raum nicht beheizt wird, andererseits von aussen die Wand kalt ist, kommt es zur Bildung von weiterer Feuchtigkeit. Deshalb muss bei saniertem Wohnraum noch mehr als in Neubauten gelüftet werden.

Kläre das Problem mit dem Vermieter. Er muss sich an den Mehrkosten der Beheizung beteiligen.

Gruss Günter