Liebe Experten und Expertinnen,
ich habe ein erhebliches Problem mit meiner Vermieterin und hoffe, daß Ihr mir einen Rat geben könnt, wie ich damit umgehen soll bzw. was ich noch weiter unternehmen soll.
Ich bin im März 2001 in meine jetzige Wohnung eingezogen.
Bei der Wohnungsübergabe wurde festgestellt, daß ich im Wohnzimmer eine feuchte Ecke habe und darüber hinaus sagte die Vermieterin mir zu - leider nur mündlich, das war wohl mein Fehler - daß sie das Bad zum Winter hin neu machen lassen wollte. Vor dem Einzug wurden Waschbecken, Toilette und Toilettenkasten schon ersetzt, der Rest, nämlich Duschwanne ersetzen und alles neu fliesen lassen, sollte dann später gemacht werden, weil das Bad wirklich fürchterlich aussieht (Dusche etc. waren im 70’er-Jahre-Moosgrün und die Fliesen sind uralt und mehrmals laienhaft übergestrichen mit etlichen Bläschen sowie Stellen, wo die Fliesenfarbe abgeplatzt ist).
Soweit, so gut. Über den Sommer hin trocknete die feuchte Stelle im Wohnzimmer und über das Bad machte ich mir auch erstmal keine Gedanken.
Von meiner Vermieterin kam irgendwann die Information, daß sie demnächst wegziehen wolle. Das Telefon sei bereits abgemeldet. Dann hab ich nie wieder was von ihr gehört.
Im Winter kam die feuchte Stelle im Wohnzimmer wieder und außerdem kam bei mir natürlich die Frage auf, wann denn das Bad nun gemacht werden soll. Durch einen Zufall bekam ich die neue Adresse meiner Vermieterin heraus, die sie mir gar nicht mitgeteilt hatte. Eine Telefonnummer war auch hier wieder nicht vorhanden.
Ich schrieb sie Anfang Februar an. Sie schlug mir einen Besichtigungstermin vor bezüglich der feuchten Ecke. Über die Badsanierung schrieb sie, daß sich das Unterfangen „als kostspieliger herausgestellt“ habe, als sie gedacht hatte.
Ich schrieb zurück, daß sie mich dann telefonisch kontaktieren solle, weil Terminabsprachen schriftlich ein bißchen kompliziert seien. Auf diesen Brief hin bekam ich keine Antwort mehr.
Im Juni habe ich meiner Vermieterin nochmals einen Brief geschrieben. Darin schrieb ich, daß die feuchte Ecke im Wohnzimmer natürlich in der Zwischenzeit wieder verschwunden sei und daß ich somit einen weiteren Winter mit Schimmel an den Wänden vor mir haben würde. Außerdem schlug ich ihr vor, die Badsanierung während eines Zeitraums ab ca. August, wenn ich für 2-3 Monate nicht hier sein würde, machen zu lassen, weil der Zeitraum ideal geeignet sei.
Ich hab wieder keine Antwort auf diesen Brief bekommen. Ich weiß allmählich nicht mehr, was ich machen soll. Miete kürzen? Das Problem ist auch, daß sie lediglich Eigentümerin dieser Wohnung ist und nicht des ganzen Hauses. Als ich einzog, ging die Zuständigkeit bezüglich der feuchten Ecke hin und her zwischen Vermieterin der Wohnung, die für alles INNERHALB der Wohnung zuständig sei, und Hausverwaltung, die von der Eigentümergemeinschaft beauftragt ist, die für Fassade etc. zuständig sei, weil keiner feststellen konnte, woher die feuchte Stelle kommt.
Außerdem ist dieses Bad wirklich eine Zumutung. Mein Problem ist, daß ich mir das bei Einzug nicht habe schriftlich geben lassen, daß das gemacht werden soll.
Einen Umzug kann ich mir aus finanziellen Gründen derzeit überhaupt nicht leisten und abgesehen von den angesprochenen Problemen fühle ich mich hier eigentlich auch wohl. Ich weiß nur bald nicht mehr, was ich noch machen soll.
Meine Anwältin auch hiermit beauftragen?
Ich wäre echt froh, wenn ich hier eine Expertenmeinungen hören könnte.
Viele Grüße,
Fabienne