Mietrecht: Viel Lärm wenig Ruhe

Hallo,
wir (A) sind verheiratet und haben keine Kinder. Seit ca. 10 Jahren wohnen (A) in einem sechsparteien Mietshaus. Das Haus ist hellhörig und die Nachbarschaftsbeziehungen sind quasi nicht vorhanden. (A)s Nachbar oben ist vor einem Jahr ausgezogen. Mit ihm gab es keinerlei Probleme. Vor ca. 11 Monaten ist eine alleinerziehende sehr junge Frau (B) mit ihrem Freund dort eingezogen. (A) hat (B) sofort willkommen geheissen. (B) hat die Wohnung komplett mit Laminat auslegen lassen, was die Hellhörigkeit des Hauses bzw. Wohnung noch verstärkte. Vom Gemüt her sind (A) und seine Frau sehr ruhige Menschen, die das auch schätzen, also mehr Richtung Bücherwürmer. Es kam wie befürchtet: zunächst mehrmals die Wochen über mehrere Stunden hinweg laute Musik. Daraufhin hat (A) dreimal das Gespräch gesucht und sein Anliegen sachlich vorgetragen. Nach anfänglicher Ablehnung hat (B) sich auch bereit erklärt die Lärmbelästigung auf ein akzeptables Niveau zu senken. Das Hämmern im Kopf hörte auf. Nun hat (A) ein weiteres Problem. Das Kind der Nachbarn (B) kann bereits gehen und laufen. Dass Kinderlärm hinzunehmen ist kann ich verstehen. Aber, dass immer wieder Möbel verschoben werden, Sachen klirrend auf den Boden fallen, Erwachsene mit dem Kind auf dem Boden trollen und das man mit Stöckelschuhen in der Wohnung umherläuft kann (A) nicht nachvollziehen. Schliesslich sind es Dinge die aus Rücksicht ohne weiteres eingestellt werden können. (A) versuche solche Konflikte immer im persönlichen Gespräch ohne ausfallend zu sein zu klären; mit Freundlichkeit kommt man weiter!. Letztens hat (A) seine Nachbarin (B) mit ihrem Kleinen im Treppenhaus angetroffen. Wohl ahnend, dass (A) nach dem kurzen Plausch mich mit (B) über den Lärm unterhalten möchte, hat (B) sich kurzen Hand davon gemacht. Schade.
(A) wird noch eine Weile warten und (B) vor ihrer Wohnungstür explizit darauf ansprechen. (A) rechnet allerdings mit einer defensiven Haltung.

Nun wollte (A) das weitere Vorgehen eruieren. Option I wäre die verbleibende Nachtruhe genießen und alles andere hinzunehmen. Option II sieht so aus, dass (A) sich über die Lärmbelästigung beim Vermieter beschwert und ankündig ggf. die Miete zu mindern. Wobei (A) vom Vermietern verlangen wird, dass dieser einen Nachweis über die ordnungsgemäße Verlegung des Laminats vom Nachbarn (B) verlangen soll: : Trittschalldämmung und Abkopplung von den Wänden.

Welche Möglichkeiten sollte (A) in Erwägung ziehen?

MFG
1678753

Hallo,

sorry, ich bin leider absolut kein Experte, habe mich nur einmal kurz hier auf der Webseite in eigenener Sache registriert… Sorry, dass ich nicht weiterhelfen kann!!
Frederic

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Hallo (A): Ich hatte mich hier eher auf Beratung als auf Hilfe eingestellt, aber das Thema ist passend. Bei mir war es genau so, allerdings war ich (B),und bin nach einiger Zeit selbst wieder ausgezogen!
Mein Motto ist: „Leben und leben lassen“!
Klar, ihr wollt eure Ruhe und (B) will nicht drauf achten ob sie einen stören oder nicht.
Das hätte der Vermieter vor Einzug von (B) klar darlegen müssen. Unbewusst wird so viel hingenommen, von Leuten die wir mögen, andrerseits suchen oder warten wir nur drauf, dass wir uns mal wieder beschweren können. (Was jetzt nichts heißen soll)!
Ihr kommt nicht an einem Gespräch vorbei, auch wenn (B) das wohl nicht will, ladet sie mal freundlich ein, macht ne Flasche Wein auf und lasst mal jemanden mit Stöckelschuhen in ihrer Wohnung herumlaufe, dann wissen sie wie das ist. Und es wird sich vielleicht geeinigt, denn ihr scheint ja nett und kompromissbereit zu sein. Ansonsten bleibt euch nur eine Beschwerde beim Vermieter.

Hätte da auch noch andere Ideen aber muss jetzt schlafen gehen, meldet euch doch bitte noch mal.

Meine e-Mail: [email protected]

Lieben Gruß, Claus

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