Hallo,
folgender Sachverhalt. Ich bin am Überlegen, ob ich mir eine Eigentumswohnung kaufe oder doch lieber eine Mietwohnung nehmen soll.
Wie kann ich mir die Vorteile ausrechnen?
Angenommen ich würde eine Wohnung für 140 TEuro kaufen und hätte 20 TEuro Eigenkapital - oder ich würde in die gleiche Wohnung z.B. ziehen und 400 Euro Miete zahlen.
Wo kann ich mich „Schlau“ machen z.B. Rentabilitäsrechner, Tipps usw. usw. ?
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage
Hallo,
eins ist klar. Wenn du 120000 nehmen musst auf 30 Jahre kommst du nicht mit 400 €/Monat hin.
Ob sich das für dich lohnt musst du selber wissen.
mfg
Bert
Hallo Sauerländer!
Hier kannst Du Dir ausrechnen wie hoch die monatliche Belastung ist:
http://www.finanzpartner.de/rechner/hcalc.htm
Wichtig ist daran zu denken, dass es nach Zinsbindung eine Restschuld gibt, die dann mit einem anderen Zinssatz abbezahlt wird (die Banken rechnen üblicherweise mit einem Zinsatz zwischen 7 und 8%).
Und hier ein Kalkulator, der Dir ausrechnet, wie hoch der maximale Kaufpreis bei Eigennutzung ist, wenn Du Deine Miete zugrunde legst:
http://www.haspa.de/Haspa/Privat/Eigenheim_20_26_20I… (Link: „Maximaler Kaufpreis bei Eigennutzung“).
Viele Grüße Stefanie
Hallo.
Der Vorteil Eigentumswohnung gegenüber einer Mietwohnung lag bei uns in der Tatsache das wir nicht bereit waren unserem Vermieter die Wohnung zu „bezahlen“. Statt Miete zahlen wir nun eben unsere monatl. Rate.
Gruß
KikA
Ich teilte deine Meinung, bis vor einigen Monaten. Es gab da einige Ereignisse, die mich etwas nachdenklich gemacht haben. Insbesondere die steigenden Nebenkosten, die Tatsache dass eine Familie schnell auseinanderbrechen kann, dass gesundheitlich und im Falle einer Scheidung das gesamte Eigentum drauf gehen kann und vor allem aber, dass man nicht so viel Geld spart, wie manche denken.
Klar gehört mir das Haus nach vielleicht 30 Jahren, aber … man bedenke, dass mehr dazu gehört, als dass der Name im Grundbuchamt eingetragen wird.
Gesetzliche Auflagen führen dazu, dass die Heizungsanlagen immer wieder modernisiert werden müssen, um die Emmisionsbestimmungen einhalten zu können. Ich wollte jetzt nicht in eine Palletheizung investieren, wenn man bedenkt wie sehr die derzeit gut verkaufen, kann man davon ausgehen, dass die Pallets in den nächsten Jahren relativ teuer werden, denn steigende Nachfrage = steigender Preis.
Hinzu kommen Renovierungsarbeiten, Sanierungsarbeiten und viele kleinere Sachen, wie Steuern, Versicherungen, Abfallentsorgung, Abwassergebühren, … Kleinvieh macht auch Mist!
Dann kommt noch hinzu, dass man mit den Nachbarn auf der Verdeih und Verderb auskommen muss. Im Falle einer finanziellen Notlage besteht dann noch die Gefahr, das Haus komplett zu verlieren - im Falle einer Zwangsversteigerung vielleicht noch Schulden zu haben, obwohl einem das Haus nicht mehr gehört!
So gesehen bleibe ich lieber flexibel und spare mir etwas Geld zusammen und vor allem aber habe ich jederzeit die Möglichkeit, wo anders hinzuziehen und brauche mir keine Gedanken über teure Sanierungskosten zu machen und habe ferner keine Schulden!
Ich habe in den letzten Monaten mich eingehend mit dem Thema „Bauen“ auseinandergesetzt und war immer wieder erstaunt, dass viele die Sanierungskosten und Reparaturkosten einfach nicht mit einkalkulieren. Nach 30 Jahren fällt an einem Neubau auch schon mal ne größere Reparatur an - an einem Altbau erst recht!
Also vielleicht hilft mein Beitrag dem einen oder anderen bei seinen Überlegungen.
Bis dann
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Hallo Dennis34.
Das mit den Nebenkosten ist sicherlich nicht ganz falsch, aber größere Reparaturen werden durch den monatl. Beitrag in die „Hauskasse“ bewältigt. Da spart man ja auch nicht allein eine größere Summe an, sondern mit der kompletten Hausgemeinschaft. So ist dann meistens schon ein größerer Betrag vorhanden bis das Dach dann mal evtl. neu eingedeckt oder der Hausflur renoviert werden muß. Das mit den Nachbarn ist so eine Sache. Da hast 100%ig recht. Aber das kann Dir auch bei einer Mietwohnung passieren, die Du gerade neu renoviert, und in die Du evtl. viel Geld investiert hast.
Gruß
Kika
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Ich teilte deine Meinung, bis vor einigen Monaten. Es gab da
einige Ereignisse, die mich etwas nachdenklich gemacht haben.
Insbesondere die steigenden Nebenkosten, die Tatsache dass
eine Familie schnell auseinanderbrechen kann, dass
gesundheitlich und im Falle einer Scheidung das gesamte
Eigentum drauf gehen kann und vor allem aber, dass man nicht
so viel Geld spart, wie manche denken.Klar gehört mir das Haus nach vielleicht 30 Jahren, aber …
man bedenke, dass mehr dazu gehört, als dass der Name im
Grundbuchamt eingetragen wird.Gesetzliche Auflagen führen dazu, dass die Heizungsanlagen
immer wieder modernisiert werden müssen, um die
Emmisionsbestimmungen einhalten zu können. Ich wollte jetzt
nicht in eine Palletheizung investieren, wenn man bedenkt wie
sehr die derzeit gut verkaufen, kann man davon ausgehen, dass
die Pallets in den nächsten Jahren relativ teuer werden, denn
steigende Nachfrage = steigender Preis.Hinzu kommen Renovierungsarbeiten, Sanierungsarbeiten und
viele kleinere Sachen, wie Steuern, Versicherungen,
Abfallentsorgung, Abwassergebühren, … Kleinvieh macht auch
Mist!Dann kommt noch hinzu, dass man mit den Nachbarn auf der
Verdeih und Verderb auskommen muss. Im Falle einer
finanziellen Notlage besteht dann noch die Gefahr, das Haus
komplett zu verlieren - im Falle einer Zwangsversteigerung
vielleicht noch Schulden zu haben, obwohl einem das Haus nicht
mehr gehört!So gesehen bleibe ich lieber flexibel und spare mir etwas Geld
zusammen und vor allem aber habe ich jederzeit die
Möglichkeit, wo anders hinzuziehen und brauche mir keine
Gedanken über teure Sanierungskosten zu machen und habe ferner
keine Schulden!Ich habe in den letzten Monaten mich eingehend mit dem Thema
„Bauen“ auseinandergesetzt und war immer wieder erstaunt, dass
viele die Sanierungskosten und Reparaturkosten einfach nicht
mit einkalkulieren. Nach 30 Jahren fällt an einem Neubau auch
schon mal ne größere Reparatur an - an einem Altbau erst
recht!Also vielleicht hilft mein Beitrag dem einen oder anderen bei
seinen Überlegungen.Bis dann
Hallo!
Da möchte ich noch eine Überlegung dagegensetzen: Eine „Katastrophe“ wurde vergessen. Wenn Du arbeitslos wirst und findest keine neue Stelle, musst Du nach einer Weile Dein angespartes Kapital verbrauchen.
Hast Du aber eine Wohnung gekauft, die nicht unangemessen groß ist, darfst Du sie behalten und das Amt zahlt auch noch die Zinsen dafür.
Steigende Nebenkosten hast Du in einer Mietwohnung genauso - sie hängen schließlich auch von Deinen Heizgewohnheiten ab.
In einer guten WEG reichen die Rücklagen normalerweise für die fälligen Renovierungen. Und auch als Mieter muss man für Kleinreparaturen bezahlen.
Nachbarschaftsstreit kann man auch in einem Mietshaus haben. Und eine Scheidung ist immer ziemlich besch… egal, ob mit Miet- oder Eigentumswohnung. Notfalls kann man eine Wohnung auch vermieten.
Apropos vermieten: Am Rentabelsten wäre es, Du würdest die Wohnung kaufen und vermieten und selbst weiter zur Miete wohnen. Je nach Einkommen kann das steuerlich interessant sein. Vorausgesetzt, Du findest einen ordentlichen Mieter und keinen Mietnomaden.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich ohne Eigentumswohnung jetzt viel schlechter dastände. Eine solche Investition ist nämlich auch ein Anlass, überflüssige Geldausgaben zu vermeiden und mehr Vermögen anzusparen. Außerdem war ich ziemlich lange arbeitslos und konnte - nur durch die Wohnung - mein „Vermögen“ in Form dieser Wohnung behalten. Ohne sie wäre alles weg gewesen!
Viele Grüße
Anne
Das Problem ist aber: Wenn du selbst keine Notwendigkeit für eine Sanierung siehst und mehr als die Hälfte der Eigentümer der Meinung sind, ein Farbwechsel wäre erfrischend oder ein Künstler soll sich für mehrere Zig Tausend Euro austoben, dann ist man am „A…“.
Das weitere Problem sind aber nach wie vor die Nebenkosten - sprich insbesondere Reparaturen. Ich finde den Gedanken erschreckend, dass man nach einigen Jahren immer neue Kredite aufnehmen muss, um die laufenden Kosten zu decken - ohne eine Wertsteigerung, weil es ja nur dem Werterhalt dient.
Moin,
Angenommen ich würde eine Wohnung für 140 TEuro kaufen und
hätte 20 TEuro Eigenkapital - oder ich würde in die gleiche
Wohnung z.B. ziehen und 400 Euro Miete zahlen.
Man rechnet ca. 10% vom Kaufpreis für Nebenkosten wie Makler, Grunderwerbssteuer und Notar. Das wären in deinem Beispiel 10% von. 140 TE, also 14.000 Euro. Von 14.000 Euro kannst du allein 35 Monate, also knapp 3 Jahre 400 Euro Miete monatlich bezahlen.
Nur mal so zur Ergänzung angemerkt.
Gruß
Marion