migräne

Liebe/-r Experte/-in,eine Frage:

ich leide seit Jahren unter starken Migräneafällen. Ich habe alle Ärzte in meinem Gebiet ausgeschöpft. Jetzt konnte ich eine Migräneklinik finden, leider lehnte eine Behandlung meine Krankenkasse ab!
Stress am Arbeitsplatz ist der Hauptgrund und ich merke, dass ich da total „blockiert“ bin und nur eine kleine Debatte mit einem Vorgesetzten, schon beginnt dieses ungeheuerliche Kopfweh.

Mir wurde geraten, einen Behindertenantrag zu stellen, weil ich sehr oft von der Arbeit gehen muß…3 Fragen, hoffentlich auch Antworten? Danke, gerd

Hallo Gerd,
was Dir wohl helfen würde, wäre eine Verhaltenstherapie. Und das bezahlt auch in der Regel die KRankenkasse. Du musst lernen, mit Stress besser umzugehen und andere Kanäle finden, um ihn rauszulassen. Sei froh, dass bei Dir die Auslöser so klar zu sein scheinen. Bei vielen - wie auch bei mir - ist das alles nicht so klar bzw. nicht so schnell „abschaltbar“.
Einen Behindertenantrag wegen Migräne? Sorry, aber davon habe ich noch nichts gehört. Und wenn überhaupt, käme da vielleicht eine Schwerbeschädigung raus, aber mit so wenig Prozenten, dass die eh nichts nützen.

Lass Dich mal zu einem Psychologen überweisen, der Dir Dich dann an einen Psychotherapeuten überweisen kann (ist kompliziert, aber nur so geht das).

Viel Glück und vor allem gute Besserung
Sabine

hi gerd,
beschreib doch mal den auftritt deiner kopfschmerzen, wann, also welche tageszeit, wie häufig treten sie auf,
gibt es außer extremstress noch andere auslöser wie alkohol,bestimmte nahrungsmittel z.b. käse schokolade, zitusfrüchte können sogenannte trigger sein.
was hast du schon alles unersuchen lassen? bevor eine kopfschmerzkrankheit diagnostiziert wird muss alles andere was starke kopfschmerzen verursacht ausgeschlossen sein. wenn das dann der fall ist, muss man differenzieren. es gibt die reine migräne es gibt clusterkopfschmerz, es gibt spannungskopfschmerzen die alle sehr stark sind und sich überschneidend ähneln. je genauer man dann beschreiben kann, desto besser die diagnose und damit verbundene therapien.
gruß wolfgang

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Gerd,

leider weiss ich nicht, ob man wegen Migraene einen Schwerbehindertenausweis beantragen kann. Der bringt aber zunaechst auch nur fuenf Tage Urlaub zusaetzlich. Ob Dir das hilft?

Auch wie man eine Krankenkasse ueberreden kann, eine Klinikbehandlung zu bezahlen, die sie nicht bezahlen wollen, weiss ich leider nicht. Aber was die Krankenkassen bezahlen sind Besuche in der Erste-Hilfe-Abteilung einer Klinik. Bei einer akuten Schmerzattacke hat mir immer eine Dosis Aspisol (intravenoes) geholfen. Die kann man in der Notaufnahme jeder Klinik bekommen. Und je oefter man schnell reagiert und die Schmerzattacke fruehzeitig unterbricht, desto besser wird das „Schmerzgedaechtnis“ geloescht. Zusaetzlicher angenehmer Effekt ist, dass man dann auch nicht die naechsten beiden Tage ausgeknockt ist, so wie sonst oft nach einer Attacke.

Was uebrigens die Krankenkassen auch bezahlen, ist eine Psychotherapie - so als eine Art Coaching zur Vermeidung der Ausloeser. Man kann sich beibringen lassen, wie es leichter klappt dem Chef innerlich den Mittelfinger zu zeigen oder was sonst so gegen Stress hilft. Das wuerde ich mir jederzeit wieder goennen - hat mir sehr geholfen.

Ich wuensche Dir alles Gute
und ein schmerzfreies Wochenende,
Griselda.

Hallo, Gerd,

Ich habe auch jahrelang unter Migräne gelitten, und es gab keinen schnellen Weg, sie loszuwerden.

Meine Meinung ist: Migräne ist ein Symptom, daß etwas im Leben richtig falsch läuft, und zwar so grundsätzlich, dass es nicht reicht, eine Kleinigkeit zu verändern. Es geht um eine grundsätzlich Lebensveränderung, z.B. vielleicht ein neues Selbstbild, neue Verhaltensweisen gegenüber Autoritäten, mehr Selbstliebe…

ein langer Weg, auf dem früher oder später das Symptom wegbleiben kann. Ein Weg, der sich lohnt, nicht nur weil du Schmerzen los wirst, sondern entschieden an Lebensqualität gewinnst.

Also mein Vorschlag: Such dir einen guten Psychotherapeuten, der auch moderne Methoden wie EMDR, Hypnose und Klopftechniken (z.B. EFT) verwendet. So geht es schneller. Nicht nur Gesprächstherapie!

Wo wohnst du und kannst du evtl auch selbst die Therapie finanzieren? Sonst sind die Wartezeiten oft lang.

Nimmst du schon Triptane? Die helfen im akuten Anfall und ermöglichen oft ein normales „Funktionieren“.

Hypnose, als Selbsthypnose praktiziert, nicht erst im Anfall, sondern täglich, als Prophylaxe, soll auch helfen.

Die MEG gibt eine Therapeutenliste heraus, nach PLZ geordnet:

www.meg-hypnose.de

Viel Erfolg und Fortschritt auf deinem Weg! Nur Mut - es gibt ihn - deinen Weg aus dem Leiden.

LG Irene

Kannst gerne weiterfragen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Gerd,

die Behandlung in einer spezialisierten Migräne-Klinik bzw. durch einen spezialisierten Arzt ist sicherlich der beste Weg zu einer optimalen Migränetherapie. Die Ablehnung durch die KK muss da vielleicht nicht das letzte Wort sein - hier empfiehlt es sich meines Erachtens, möglichst umgehend Unterstützung in der Argumentation durch den behandelnden Migräne-Spezialisten zu suchen.

Viele Grüße und gute Besserung,

litterae

Hallo Gerd

Migräne hat die Ursache im Stoffwechsel bzw Säure-Basen-Haushalt.
Ich würde dich gern dazu genauer informieren oder und Alternativen aufzeigen. In unserem Umfeld befinden sich mehrere Bekannte die das Problem Migräne in denGriff bekommen haben.
Melde dich doch mal bitte unter
[email protected] direkt bei mir.

Gruß
Peter