Migräne

Hallo,

ja, ich bin auch einer der geplagten Menschen. Gerade dieses Wochenende scherte es mich 2 Tage total aus. Es ist eben schlecht, wenn die Schmerztabletten nicht greifbar sind.

Nun bin ich nicht der Typ, der alles ausprobiert. Helfen tut Titralgan in hoher Dosis (erst 4 Tabletten, dann nach 2 Stunden nochmal 2, dann alle 4 Stunden eine, bis der Anfall weg ist).

Nun finde ich diese Lösung nicht besonders befriedigend, denn ich brauche meine Leber sicher noch :wink:

Untersuchungen beim Neurologen o.B. Auch EEG, Magnetoskopie (oder wie das heißt?) brachten keine Ergebnisse. Ich weiß, das es kaum eine Lösung gibt.

Aber was verursacht einen derartigen Anfall? Bei mir scheint es mit dem Wetter was zu tun zu haben, zum Glück passiert es in derartiger Stärke nur alle viertel Jahre (unregelmäßig). Die kleineren Attaken zwischendurch „bekämpfe“ ich mit ASS 500 (2 Tabletten, und gut ist, dies aber so jede Woche irgendwann einmal).

Wenn man die Ursachen genau kennen würde, so könnte ein Anfall vermieden werden, zumindest gemildert. Wo fange ich an? OK, Tagebuch führen, doch was gehört da rein, was ist relevant?

Fragende Grüße

André

Hallo,

Aber was verursacht einen derartigen Anfall? Bei mir scheint
es mit dem Wetter was zu tun zu haben, zum Glück passiert es
in derartiger Stärke nur alle viertel Jahre (unregelmäßig).

Migräne ist auch u.a. wetterabhängig, aber ich bekomme es meist
auch am WE, d.h. wenn der größte Stress nachläßt.
Na ja und hormonelle Ursachen (Menstruation) können wir bei Dir
ja ausschließen…:wink:
Bist Du ganz sicher, daß es Migräne ist, kein (Ver)spannungs-
kopfschmerz?
Akkupunktur könnt ich noch als Alternative nennen, hat bei mir
während der Schwangerschaft, wo Tbl.-Einnahme nicht mgl. war, ganz gut geholfen. Kann aber auch daran liegen, dass ich einfach
glaubte, es m u s s einfach helfen, weil nichts anderes mgl. war.

Die kleineren Attaken zwischendurch „bekämpfe“ ich mit ASS 500
(2 Tabletten, und gut ist, dies aber so jede Woche irgendwann
einmal).

Das hier spricht eher für Spannungskopfschmerzen, denn richtige Migräneanfälle, kommen tatsächl. anfallsartig.
Bei mir z.B.: ich bücke mich, will was aufheben und plötzlich ist es da. Oder gleich früh nach dem Aufwachen, dann ist medik.
nichts mehr zu machen. Schon allein der Übelkeit wegen, ist es nur zäpfchenmäßig oder via Injektion möglich (Paracetamol u./o.
Cocktail bestehend aus mehreren Med.).

OK,Tagebuch führen, doch was gehört da rein, was ist relevant?

Vielleicht sollte man es tun, aber ich denke, dadurch konzentriert man sich zu sehr auf das Ereignis. M.M. nach
müssen Migränepatienten ihr Augenmerk mehr auf allgemeine
Entspannungsübungen ausdehnen. Lernen mit Stress besser umgehen
zu können. Vielleicht, falls Du rauchst, das Rauchen aufgeben,
da sich die Schmerzsymptomatik durch das Zusammenziehen der Gefäße bemerkbar macht.

Und jetzt zu meiner Frage, ebenfalls an die Experten und an Dich: Bei mir kündigt sich so ein „Anfall“ (zum Glück sehr selten) oft durch eine gewisse depressive Phase (ich weiss es
nicht anders zu beschreiben) an. Geht es anderen auch so, oder
ist diese depressive Stimmungslage aufgrund der Migräne, die ja manchmal völlig schmerzfrei sogar ist u. ich nur durch die beständige Übelkeit und Lichtempfindlichkeit weiss, dass sie da ist??
Das wollt ich immer sc hon mal wissen, weil es mir zieml. unangenehm ist und zu schaffen macht, da es so gar nicht zu mir
passt.

Auch fragende Grüße
hd

Hallo Andre,
Was du schreibst hört sich sehr resignativ an.
Gib nicht so schnell auf. Ich bin sicher, dass es auch für dich Möglichkeiten der Behandlung oder zumindest Linderung gibt.
Mit einer Kombinationstherapie von Akupunktur und Homöopathie habe ich bei der Migränebehandlung bisher ganz gute Erfahrungen gemacht. Schau doch mal, ob es bei dir in der Nähe einen Arzt oder Heilpraktiker gibt, der sich damit auskennt.
Gruß
Crotalus

Du als Experte könntest vielleicht auch meine (s.u.) Frage beantworten…

Gruesse
hd

Und jetzt zu meiner Frage, ebenfalls an die Experten und an Dich: Bei mir kündigt sich so ein
„Anfall“ (zum Glück sehr selten) oft durch eine gewisse depressive Phase (ich weiss es nicht anders zu beschreiben) an. Geht es anderen auch so, oder ist diese depressive Stimmungslage aufgrund der Migräne, die ja manchmal völlig schmerzfrei sogar ist u. ich nur durch die beständige Übelkeit und Lichtempfindlichkeit weiss, dass sie da ist??
Das wollt ich immer sc hon mal wissen…

iss, trink, schlafe und beweg dich genug.

sobald der zucker abfällt, wirst du schmerzempfindlicher, gerade wenn du so viel maluchst, wie im moment, kommt so was selbstverständliches wie das regelmäßige essen gelegentlich zu kurz. oder trink was energiereiches. ein malz zum beispiel kostet dich kaum zeit und schafft dir bestimmt einen puffer von zwei stunden. deine homepage ist soo schön geworden. danke.

ja, ich bin auch einer der geplagten Menschen. Gerade dieses
Wochenende scherte es mich 2 Tage total aus. Es ist eben
schlecht, wenn die Schmerztabletten nicht greifbar sind.

Nun bin ich nicht der Typ, der alles ausprobiert. Helfen tut
Titralgan in hoher Dosis (erst 4 Tabletten, dann nach 2
Stunden nochmal 2, dann alle 4 Stunden eine, bis der Anfall
weg ist).

Nun finde ich diese Lösung nicht besonders befriedigend, denn
ich brauche meine Leber sicher noch :wink:

Untersuchungen beim Neurologen o.B. Auch EEG, Magnetoskopie
(oder wie das heißt?) brachten keine Ergebnisse. Ich weiß, das
es kaum eine Lösung gibt.

Aber was verursacht einen derartigen Anfall? Bei mir scheint
es mit dem Wetter was zu tun zu haben, zum Glück passiert es
in derartiger Stärke nur alle viertel Jahre (unregelmäßig).
Die kleineren Attaken zwischendurch „bekämpfe“ ich mit ASS 500
(2 Tabletten, und gut ist, dies aber so jede Woche irgendwann
einmal).

Wenn man die Ursachen genau kennen würde, so könnte ein Anfall
vermieden werden, zumindest gemildert. Wo fange ich an? OK,
Tagebuch führen, doch was gehört da rein, was ist relevant?

Fragende Grüße

André

Hallo Dilarah,
Diese depressive Stimmungslage vor der Migräneaura wird als „cortical spreading Depression“ bezeichnet. Es handelt sich hier um eine vorübergehende Störung der elektrischen Hirnaktivtät, bei der von einigen Forschen eine cerebraler Magnesiummangel als Ursache vermutet wird.
Ein Versuch mit einer Magnesiumsubstitution könnte hier sinnvoll sein. Wenn du es mal versuchen möchtest, dann solltest du ein Präparat nehmen, dass ausreichend Magnesium in einer Form enthält, die gut verwertet werden kann, wie z.B. das „Magnerot Classic“ 2 x 1 Tbl.

Gruß
Crotalus

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Hallo,
Serotonin spielt bei Kopfschmerzen insbesondere bei Migräne
evtl. eine Rolle. Es wird vermutet, daß zum Zeitpunkt des
Schmerzes der Pegel erniedrigt ist, evtl. bedingt durch eine
vorherige zu heftige Ausschüttung. Deine depressive
Verstimmung könnte daher rühren. Der Tip mit dem präventiv
Zucker einverleiben scheint mir daher sinnvoll (auch aus
eigener Erfahrung, bei mir sind es allerdings Spannungs-
kopfschmerzen, die bei körperlicher Überanstrengung
auftreten).
Das die Anfälligkeit mit der Periode „synchronisiert“ ist,
wird wiederrum mit dem Einfluß, der sich dort ändernden
Hormone auf das Serotonin begründet.

Gruss
Enno

PS:
Ganz guter Überblick:
http://www.m-ww.de/krankheiten/schmerz/kopfschmerz/i…

Was zu möglichen Gegenmaßnahmen:
http://www.multimedica.de/public/fachportal/anaesthe…

Ganz gute (engl.sprach.) Quelle:
http://www.pubmed.gov
Schlagwörter (migraine, menstrual, serotonin)

…das mal, vor allem Dank für die Links.

Herzl. Gruß
hd

Hallo,

Migräne ist auch u.a. wetterabhängig, aber ich bekomme es
meist
auch am WE, d.h. wenn der größte Stress nachläßt.
Na ja und hormonelle Ursachen (Menstruation) können wir bei
Dir
ja ausschließen…:wink:

Stimmt in allen Punkten :wink:)
Aber sich ankündigender Wetterumschwung und Wochenende ist ein Killer. Hab in der Richtung noch gar nicht verglichen.

Bist Du ganz sicher, daß es Migräne ist, kein (Ver)spannungs-
kopfschmerz?

Ganz sicher. Peng! Und da ist es. Nur, manchmal sehr doll, manchmal nicht so stark. Bekämpft man den Schmerz nicht, dann wars das. Hat sicher was mit einer gewissen Erwartungshaltung oder Angststellung zu tun. Wegen Akkupunktur frag ich mal die Krankenkasse, gute Idee.

Und jetzt zu meiner Frage, ebenfalls an die Experten und an
Dich: Bei mir kündigt sich so ein „Anfall“ (zum Glück sehr
selten) oft durch eine gewisse depressive Phase (ich weiss es
nicht anders zu beschreiben) an. Geht es anderen auch so, oder
ist diese depressive Stimmungslage aufgrund der Migräne, die
ja manchmal völlig schmerzfrei sogar ist u. ich nur durch die
beständige Übelkeit und Lichtempfindlichkeit weiss, dass sie
da ist??

Also Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit ist immer. Aber nur in Verbindung mit Kopfschmerz. Vielleicht löst das eine das andere mit aus? Depressive Stimmung würde ich nicht unbedingt als Ursache annehmen, aber die Freude und Erleichterung auf ein ruhiges Wochenende („jetzt kann ich entspannen“) und dann tritt es nicht ein? Dann kommt Ärger und Streß, der Rest ist klar.

Gruß
André

Hallo, liebe Leidgeplagte, vielleicht findet Ihr in eurer Umgebung jemanden der mit manueller Segmentmassage eetwas anzufangen weiß. Ich hab als Masseur die Erfahrung gemacht, dass man mit Segmenttherapie den Anfall in sehr kurzer Zeit ausschalten kann - wohlgemerkt den Anfall. Normalerweise klärt man dann an den nächsten Tagen die Vorgeschichte ab und macht eine ordentliche Anamnese, bevor man eine Behandlung beginnt.
Zur Behandlung habe ich die besseren Erfahrungen mit Akupunktmassage gemacht.
Da auch die Meinung gefallen ist es gäbe hin und wieder so etwas wie ein leicht depressives Vorzeichen. Es gibt dafür eine sehr gute Erklärung. Da die meisten Migräneanfälle von energetischer Seite aus dem Bereich Leber/Galle ausgelöst werden, spricht dies auch für die Stimmungsschwankungen die ja von der Leber gesteuert werden.
Diese Anfälle beginnen fast alle ganz zeitig in der Früh, sodass man bereits mit Kopfschmerzen munter wird.
Der zweithäufigste Auslöser ist meist hormonell bedingt - deshalb sind mehr Frauen durch die hormonellen Schwankungen mit Migräne geplagt als Männer. Erst an dritter Stelle kommen dann zervikale Verspannungen und orthop. Probleme.
Adressen von APM Therapeuten kann ich gerne weitergeben oder sind über http://www.apm-penzel.de erhältlich.
Alles Gute, Franz

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Hallo André,
üblicherweise geht man das Problem in zwei Schritten an:

  1. versuchen den Auslöser zu finden,
  2. Therapie.
    Beispiel:
    Meine Frau hatte mehrmals im Monat eine extreme Migräne, sie führte Tagebuch über alles was sie tat, aß usw. Es zeigte sich, dass die Migräne mit dem Saubermachen der Küche korreliert war. Der Auslöser war Sofix, ein Seifenmittel, das man ins Wischwasser gibt. Noch heute tritt bei ihr Migräne auf, wenn sie in ein Gebäude kommt, in dem mit Sofix gereinigt wurde.
    Akupunktur ist ein hervorragend geeignete Therapie. Das Problem ist nur der Therapeut. Es wird heute an „jeder Straßenecke“ akupunktiert. Ein guter Akupunkteur hat sich aber über Jahre mit der Behandlung beschäftigt und war vielleicht sogar einige Zeit in China, um vor Ort zu lernen.
    Das als Beitrag, obwohl es sicher viele andere Erfahrungen und Lösungen gibt. Das Ausgefallendste, was ich im Bekanntenkreis gehört habe ist die Anwendung von Lapislazuli als Heilstein, aber damit ist auf dem Weg in die Esoterik.
    Gruß Fritz

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Hallo an alle Geplagten,

ich habe seit ca. 25 Jahre Migräne und habe schon alles ausprobiert und kann nur sagen, an den Wochenenden zur gleichen Zeit aufstehen wie an normalen Arbeitstagen, dadurch verringert
such die Wahrscheinlichkeit einer Migräne erheblich.
Der Körper brauch immer den gleichen Schlaf und Wachrhytmus.
Ich nehme bei einem akuten Anfall nur noch Triptane, ist das einzige was sicher hilft.
Aber man muß unterscheiden zwischen Spannungskopfschmerz, Migräne und einem Medikamentenkopfschmerz.
Übrigens habe in den vergangenen Jahren 3 x 15 Sitzungen Akupunktur hinter mir und es hat keinen dauerhaften Erfolg gebracht.

Gruß Jaclyn