Hallo. Bei einer Bekannten haben sich die Migräneanfälle, die sie bereits seit Jahren hat, langsam richtig übel. Nach solchen Anfällen ist sie oft auch einseitig gelähmt, was sich dann bisher aber immer wieder zurückbildete. Wohin kann das denn noch führen? MvFG und vielen Dank im Voraus.
… langsam richtig übel. Nach solchen Anfällen ist sie oft auch einseitig gelähmt, was sich dann bisher aber immer wieder zurückbildete. Wohin kann das
denn noch führen? …
Hallo, dass die Lähmungen noch nach den Anfällen vorhanden sind, ist eher ungewöhnlich. Meist hat man die Aura (wozu auch Lähmungen gehören) vor dem eigentlichen Schmerzanfall. In aller Regel hört die Aura auch bereits vor Beginn oder mit Beginn der Kopfschmerzen auf.
Grundsätzlich sind hier Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, denn in bestimmten Kombinationen besteht ein deutlich erhöhtes Schlaganfallrisiko. Zu nennen sind in erster Linie die Pille (insbesondere östrogenhaltige Pillen), wobei hier Pillen, die aus kosmetischen Gründen verschrieben werden (gegen Akne) an vorderster Front stehen. Bei diesen Symptomen sind östrogenhaltige Kontrazeptiva sofort abzusetzen. Sie sind gewissermaßen kontraindiziert. Auch können sie manchmal Ursache sein.
Ähnliches gilt für das Rauchen. Besonders gefährlich ist die Kombination Aura-Migräne, östrogenhaltige Kontrazeptiva, Rauchen.
Wenn die Anfälle sehr häufig und wie beschrieben schwer sind, dann empfiehlt es sich über eine Prophylaxe nachzudenken. Die kann medikamentös sein (Ärzte werden im Allgemeinen nur so etwas empfehlen), was aber abzuwägen ist, da die Nebenwirkungen oftmals gravierend sind. Es gibt nur wenige Prophylaktika, die gemäß Studien sehr häufig die Aura-Frequenz und -Stärke reduzieren, z. B. das Antiepileptika Lamotrigin (dies ist der Wirkstoff, nicht der Medikamentenname).
Mehr darüber liest du z. B. hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Lamotrigin
Empfehlenswert könnte auch die Durchführung der beiden Online-Tests auf www.miginfo.de sein (Hypoglykämisch? Habe ich Migräne?), die oftmals Einiges über die Hintergründe der Erkrankung hervorbringen.
Bei schwerer Epilepsie haben sich kohlenhydratarme Diäten bewährt. Darüber hat man sogar einen Film mit Meryl Streep in der Hauptrolle gedreht:
http://www.amazon.de/dp/B00008DI1W/
Zu nennen sind insbesondere die ketogene und die Atkins-Diät. Für beide liegen überzeugende Studien sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen vor. Es gibt auch Bücher von Medizinern darüber:
http://www.amazon.de/dp/3830432143/
Es ist aber seit vielen Jahren bekannt, dass speziell die Aura-Migräne sehr viel Ähnlichkeit mit Epilepsie besitzt. Hier ein Artikel von Prof. Mumenthaler dazu:
http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2002/2002-07/20…
Aus diesem Grund wirken oftmals die gleichen prophylaktischen Medikamente sowohl bei Epilepsie als auch Migräne.
Auf meiner Migräne-Website
http://www.miginfo.de
empfehle ich die Einhaltung einer kohlenhydratarmen Diät auch bei Migräne aus genau diesen Gründen. Mit Ende 30 stand ich kurz vor der Frühverrentung, seit 20 Jahren bin ich damit geheilt. Dies setzt aber sehr viel Energie und anfänglich eine hohe Frustrationstoleranz voraus, über die schwere Migräniker oftmals nicht verfügen. Wie bei allen Maßnahmen wirkt auch diese Empfehlung nicht bei allen Betroffenen. In diesem Fall bliebe aber immerhin noch die medikamentöse Alternative.
Viele Grüße
Peter
hallo Nadja,
aus Ihrer Anfrage lese ich, dass Sie sehr besorgt sind.
Eine konkrete Antwort auf Ihre Frage >>„Wohin kann das denn noch führen?“ http://de.wikipedia.org/wiki/Migr%C3%A4ne gibt es eine recht gute Beschreibung der unterschiedlichen Formen, wie z.B. der familiären hemiplegischen oder der spontanen hemiplegischen Migräne.
Wenn es Ihnen Möglich ist, stellen Sie mit Ihrer Bekannten einen Plan auf, damit sie mehr Sicherheit für die Notfallsituation bekommt.
LG
Sandra
Hallo,
das kann ich dir leider auch nicht sagen. Mit Lähmung , das kenne ich nicht, was sagt denn der Arzt dazu? Viele Grüße mbcatdog
Hallo,bei einer Migräne, wenn es dann eine ist, gibt es viele Faktoren die einen Anfall auslösen bzw. begünstigen können, sogenannte Trigger. Die gilt es herauszufinden. Z.B. kann es Alkohol sein , Zitusfrüchte, rohe Tamaten, Schokolade, Käse usw.
Ein starker Auslöser kann z.b. eine starke Missachtung
der inneren Uhr sein , was da heißt am wochenende viel länger als sonst aufzubleiben, tagsdrauf sehr lange zu schlafen. da muss man lange recherchieren. Am besten führt man ein Migränetagebuch. mann schreibt auf was man die letzten 24 Std. vor dem Migräneanfall gegessen und getrunken hat was man sonst so besonderes gemacht hat. nach einer Zeit stellen sich dann evtl.Übereinstimmungen herraus.
Aber vor allem anderen muss man sicherstellen ob es eine Migräne ist (ARZT!!!). Es gibt noch andere Kopfschmerzursachen.
Gute Besserung
Wolle
Hallo ReiseNadja,
wenn ich eine Migräne fühle nehme ich gleich ein Triptan. Auf das Medikament Allegro kann ich mich verlassen.Nach zwei bis vier Stunden wirkt es und abgesehen von etwas Übelkeit und weichen Beinen habe ich keine Nebenwirkungen.Meine Migräne waren so stark,daß ich einen Tag nicht mehr arbeiten konnte und einmal wäre ich fast unter den Zug,aber ich konnte zum Glück nicht mehr auf die Beine stehen.Habe dann natürlich einiges versuchtund zweimal jährlich eine siebenwöchige Kur mit Ginkgo hat bewirkt,daß die Anfälle schwächer geworden sind.Soweit mein Fall.Hat Deine Bekannte es schon einmal mit einem Triptan-Medikament versucht?Wohin das führen kann,frägst Du mich.Ich weiß es nicht,kann nur raten, ein gut wirkendes Medikament aus DER Triptan-Familie zu versuchen.Alles andere bringt meiner Ansicht nach nicht viel oder sogar garnichts. Natürlich hilft mit etwas Glück mal ein Kaffee mit Zitronensaft.Aber das ist dann ein Zufall.Ich bin jetzt 66 Jahre alt und die Anfälle haben vor 35 Jahren angefangen. Eine Migräneselbsthilfegruppe hat mir auch sehr viel gebracht.Das ist gut für die Psyche,man fühlt sich verstanden und zu den Leuten kann man wirklich vertrauen haben.Daind auch Ärzte,die sehr viel über Migräne wissen.Soviel für heute.Wenn Du was anderes von mir erwartet hast,sage es mir bitte.Ich werde mich bemühen Euch zu helfen.
Freundliche Grüße Werner
solchen Anfällen ist sie oft auch einseitig gelähmt, was sich
dann bisher aber immer wieder zurückbildete. Wohin kann das
denn noch führen? MvFG und vielen Dank im Voraus.
Hallo,
ich möchte Dir raten, schicke Deine Freundin zu einem Neurologen. Denn solch einen schlimmen Anfall hatte ich noch nicht. Ich bin wegen meiner Migräne auch zum Neurologen gegangen. Hatte leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Das soll nicht heißen, dass es bei Deiner Bekannten auch so sein muss.
Auf jeden Fall, wenn eine Lähmung auftritt ist dringendst der Neurologe gefragt. Begleite sie, das hilft, falls sie etwas Angst hat.
Ich wünsche Ihr auf diesem Weg, dass alles nicht so schlimm ist und Gute Besserung.
Mich würde es dann schon interessieren, was dabei herausgekommen ist. Wenn Du magst, dann teile mir doch das Ergebnis mit.
Lg.
Marie
Diese Frage kann ihr nur ein Neurologe beantworten. Sie sollte sich schleunigst vom Hausarzt eine Überweisung zu einem guten Neurologen geben lassen. Hier gibt es noch wichtige Information zur Verhütung von Migräneanfällen:
http://www.gutefrage.net/frage/migraene----pathologisch
Viel Erfolg und Gute Besserung!
evaness
Ihre Bekannte sollte sich unbedingt in fachkundige aerztliche Behandlung begeben. Kopfschmerztabletten beim Hausarzt abholen z.B., reicht da bei Weitem nicht aus. Tatsaechlich kann ein extremer, unbehandelter Migraeneanfall zu einem Schlaganfall fuehren. Das sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Viele Gruesse
von
Griselda.
Hallo ReiseNadja
Das hört sich wirklich nicht gut an. Diese Lähmung beschränkt die sich auf die Migräneseite? Ich habe selbst schon 30 Jahre Migräne. Diese beschränkt aich auf die linke Gesichtshälfte. Ausserdem habe ich seit 26 Jahren Trigeminusneuralgie, die sich wieder auf die linke Seite beschränkt. Der Auslöser davon ist die Migräne, wobei sich der Trigeminusnerv entzündet und noch schlimmer Schmerzen als Migräne verursacht. Dieser Nerv kann eben auch zeitweise zu Gesichtslähmung führen. Falls sich die Lähmung auch auf den Körper ausdehnt, denke ich das die Mirgäne ev. durch einen Nerv der eingeklemmt ist kommt und dadurch zur Lähmung führt. Hier kann nur ein richtig guter Neurologe helfen. Wenn Du mehr über meine Methoden der Schmerzbehandlung wissen möchtest, schreib einfach was Deine Freundin jetzt bereits schon macht.
Liebe Grüsse
Hallo!
Die Schilderung klingt nicht gut.
Ich bin zwar kein Arzt oder ähnliches, ich denke Sie sollte dringend ein EKG machen lassen und sich ärtzlich behandeln lassen. Ich kenne mich mit dem Gehirn nicht gut aus,aber so weit ich weiss ergibt sich eine einseitige Lähmung aus einem Schlaganfall. Ich denke da steckt mehr hinter als Migräne.
Hier ein paar Links zum Thema.
Gute Besserung
http://www.migraene-klinik.de/de/migraene-klinik/akt…
Hallo,
ich selbst leide seit ca. 5 Jahren selber unter Migräne mit Aura und auch manchmal, bei heftigen Anfällen, mit Lähmung. Zur Lähmung kann ich nur sagen, dass sich diese Lähmung nur solange hinzieht, wie die Aura einsetzt. Nach Ibuprofen sollte dieser Zustand innerhalb von 30 Minuten komplett, bis auf die Kopfschmerzen weg sein.
Ich selber kenne die Lähmung nur in der rechten Hand, wobei ich sie aber trotzdem noch bewegen kann und es sich lediglich um ein sehr heftiges und bewegungseinschränkendes Kribbeln handelt.
Zur Migräne kann ich zusätzlich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich diese schlagartig rasch zurückbilden kann. vor 3 Jahren hatte ich pro Woche ca. 2 Anfälle. Mithilfe von Magnesium, welches ich täglich einnehmen muss und Entspannungübungen habe ich es geschafft, die Mirgäne beinahe komplett auszuschalten. Ich habe im Moment pro Jahr ca. 1 Anfall.
MfG Pilot93
Hallo,
tut mir leid, da kann ich leider nicht weiterhelfen.
Aber sie sollte sich einmal an eine richtige Kopfschmerzambulanz wenden, z.B. an die Scherzklinik Kiel (http://www.schmerzklinik.de/) und gründlich durchchecken lassen.
Was nimmt sie denn gegen die Migräne?
Nur „Akutmedikamente“ oder auch etwas vorbeugendes?
Alles Gute für deine freundin,
Julezzz