dies ist mein erster Artikel, den ich nach meiner Registrierung schreibe.
Eines meiner „Leiden“ sind seit einigen Jahren Migräneattacken, die jedoch in ihrer Anzahl und Häufigkeit abgenommen haben, seitdem ich das Medikament „Formigran“ für mich entdeckt habe.
Ene weitere phänomenale Beobschtung in Verbindung mit diesem Medikament möchte ich euch mitteilen und gleichzeitig als Frage in den Raum stellen.
Fakt: Seitdem ich Formigran sehr zeitig einnehme, kann ich nicht nur einen Migräneanfall zu 100% verhindern, sondern fühle mich auch nach der Einnahme spürbar wohler und nahezu entspannt. Ich kann schlafen, aber auch aktiv sein, wenn ich das möchte! Und das trotz einer mittelscheren depressiven Episode mit bipolarem Charakter, die ich zur Zeit (nach einem kompletten beruflchen „burnout“) durchmache.
Frage: Weiß jemand, wie diese Wirkung zustande kommt. Birgt diese positive Erfahrung mit dem Medikament die Gefahr in sich, häufiger als indiziert danach zu greifen bzw. eine Abhängigkeit davon zu entwickeln?
Liebe Grüße und ein frohes und gesegnetes Osterfest 2008 für euch alle!
Annette
Migräneattacken, Medikament „Formigran“
(nach einem kompletten beruflchen „burnout“)
Zur Wirkung von Formigran kann ich Dir nichts sagen, aber ich bin nach allen möglichen „Chemiekeulen“ einen anderen Weg gegangen und das mit 100 %igem Erfolg :
eine Abhängigkeit davon zu entwickeln?
Genau deshalb habe ich mich akkupunktieren lassen und ich habe jetzt seit 31 Jahren keinen einzigen Migräneanfall mehr gehabt.
Vielleicht ist das eine Möglichkeit für Dich !
Ebenfalls frohe Ostern und viele Grüsse !
Uli
Eines meiner „Leiden“ sind seit einigen Jahren
Migräneattacken, die jedoch in ihrer Anzahl und Häufigkeit
abgenommen haben, seitdem ich das Medikament „Formigran“ für
mich entdeckt habe.
Da kann ich Dir nur von Herzen gratulieren! Denn damit bist Du eine Ausnahmeerscheinung. Bei sehr vielen Patienten die Triptane nehmen und auch bei denen die zu vor Ergotamine nahmen, entwickelte sich eine deutliche Steigerung der Anfallshäufigkeit, die nur dadurch zu bremsen war, daß man man hin und wieder einen Anfall aushielt. Nach einem ausgehaltenen Anfall habe ich ca. drei Wochen Ruhe, die Häufigkeit steigert sich dann langsam auf wöchentlich und wenn ich wieder bei dreimal in der Woche bin, versuche ich wieder einmal ohne Medikamente durchzustehen.
Ene weitere phänomenale Beobschtung in Verbindung mit diesem
Medikament möchte ich euch mitteilen und gleichzeitig als
Frage in den Raum stellen.
Fakt: Seitdem ich Formigran sehr zeitig einnehme, kann ich
nicht nur einen Migräneanfall zu 100% verhindern, sondern
fühle mich auch nach der Einnahme spürbar wohler und nahezu
entspannt. Ich kann schlafen, aber auch aktiv sein, wenn ich
das möchte! Und das trotz einer mittelscheren depressiven
Episode mit bipolarem Charakter, die ich zur Zeit (nach einem
kompletten beruflchen „burnout“) durchmache.
Das wird an den Serotoninagonisten liegen, die in den Triptanen enthalten sind. Ich habe das leichte Stimmungshoch auch immer genossen.
Allerdings solltest Du keine Triptane nehmen, wenn Du gegen deine depressiven Episoden bereits Antidepressiva nimmst.
Frage: Weiß jemand, wie diese Wirkung zustande kommt. Birgt
diese positive Erfahrung mit dem Medikament die Gefahr in
sich, häufiger als indiziert danach zu greifen bzw. eine
Abhängigkeit davon zu entwickeln?
Psychisch möglicherweise. Wer will nicht gut drauf sein. Aber vielleicht bremst Dich ja auch das Lesen des Beipackzettels. Denn Triptane sind nicht ohne. Eine ihrer bei Migräne erwünschten Wirkungen ist, daß sich die Gefäße zusammen ziehen. Bei Herzkreislauferkrankungen ist das nicht mehr gut. Mir persönlich haben die Triptane mit der Zeit ein unbehagliches Gefühl gegeben. Jetzt bin ich wieder bei Ergotamin, das hat auch seine Tücken, aber das kann ich besser dosieren.
ich hatte heute erst einen migräneanfall. bekämpft habe ich ihn wie immer mit 1000 mg aspirin und ruhe. nach 45 min. war alles vorbei.
dass meine migräneattacken entgegen früheren zeiten, in denen in manchmal nicht mehr leben wollte vor migräneschmerz, hilflosigkeit vor seh- und sprachstörungen und angst vor dem nächsten anfall so relativ harmlos sind, führe ich darauf zurück, dass ich gelernt habe, unverkrampft mit der krankheit umzugehen.
neulich schrieb mal sinngemäß ein leser im stern auf einen großen artikel um kopfschmerzen, migräne sei wie ein ungebetener gast, mit dem man eben leben müsse. so sehe ich das auch - und seitdem geht es mir besser.
verschweigen möchte ich aber auch nicht, dass ich neben der bloßen symptombekämpfung auch etwas die ursachen untersuchen ließ. es gibt inzwischen theorien, laut derer ein loch im herzen schuld daran sein kann (http://www.zeit.de/2006/47/M-Foramen-Ovale). ich habe tatsächlich so ein loch gehabt und es verschließen lassen, aber lange, nachdem ich mich mit der migräne arrangiert hatte.
sicherlich hast Du schon alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen, z. B. eingeklemmte Nerven, Muskelverspannungen, Unverträglichkeiten, Stress etc. und bist auch schon zum EEG gewesen, das die Migräne bestätigt.
Für eine echte Migräne spricht, dass Dir Formigran hilft, hätten die Schmerzen eine andere Ursache, würde das Mittel nicht ansprechen.
Dein „Stimmungshoch“ kommt daher, dass es sich um einen Serotoninantagonisten handelt. Trotzdem solltest Du unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen bei häufiger Anwendung von Triptanen, denn auch sie können, wie alle Schmerzmittel, zu Schmerzen führen und sie sind in Kombination mit anderen Medikamenten bzw. Nebenwirkungen nicht ohne.
Als Alternative könntest Du eine regelmässige, vorbeugende Einnahme von hochdosiertem Magnesium und Vitamin B versuchen. Mg wirkt u. a. entkrampfend auf die Gefässwände, Vit. B u. a. auf die Nervenzellen. Du kannst es einzeln dosieren oder als fertiges Präperat (ortho expert migräne) in der Apotheke kaufen. Einen Versuch ist es allemal wert, ebenso die schon erwähnte Akupunktur, welche viele Kassen zahlen.