Mikro-Aufnahme?

Hallo,

wie kann ich z.B. 2,3,4 Mikros mit Phantomspeisung (Kondensatormikros) zusammen aufnehmen,so daß z.B. in Cubase auch 4 Spuren gleichzeitig getrennt aufnehmen (jede Spur ein Mikro,so daß man jede Spur extra bearbeiten kann)?
Ich könnte die Spuren auch mit dem Yamaha O2R mischen,und dann mit einer Spur in Cubase aufnehmen,aber dann kann Ich nicht mehr einzeln korrigieren.Und im Yamaha Mischpult kann ich bekanntlicherweise ja keine Audiodateien speichern,weshalb Ich Cubase brauche.
Ist das irgendwie mit dem O2R und Cubase zu lösen,oder bräuchte Ich ein spezielles Interface?
Wie sieht es mit dem O2R über Digital aus,bis jetzt habe Ich es analog verwendet.(Hab das Ding noch nicht ganz verstanden im Digital-Modus)

Wahrscheinlich denke Ich falsch,oder über 3 Ecken,aber ich hänge da irgendwo fest,in der Übertragungskette.

Vielen Dank,

Gruß,Jak

Hallo Jak,

wenn du wirklich mit 4 Mikrofonen zeitgleich aufnehmen willst, brauchst du entweder eine Soundkarte mit 4 Eingängen. Die hier habe ich: http://www.marian.de/products/marc_4_midi
bin sehr zufrieden.
Dann brauchst du eine Aufnahmesoftware, die das Aufnehmen von 4 Kanälen gleichzeitig ermöglicht. Ob Cubase das kann, weiß ich nicht. Ich benutze Samplitude. Da geht’s.
Dann brauchst du ein Mischpult mit 4 Mikro-Eingängen mit Phantomspeisung. Das Mischult muss dann auch irgenwie so geschaltet werden können, dass jeder Kanal auf einen eigenen Ausgang gelegt werden kann (Submix- oder Effektausgänge oder sowas). Jeder Ausgang wird dann an einen Eingang der Sondkarte angeschlossen.
Oder du brauchst 4 einzelne Mikrofonverstärker.

Gruß, Andreas

Hallo,

Wahrscheinlich denke Ich falsch,oder über 3 Ecken,aber ich
hänge da irgendwo fest,in der Übertragungskette.

Vielen Dank,

Gruß,Jak

Hi Jak!

Das O2R? Was willst du mit der alten Schüssel? Besorg dir lieber ein kleines Yamaha-Pult, aber ein aktuelles! Oder: Brauchst Du WIRKLICH ein Mischpult?

Ich würde Dir empfehlen das Handbuch vom 02R und von Cubase zu konsultieren, da steht drin, wie Du das Routing usw. machen musst. Klar kan CUbase das! Du kannst mit Cubase (theoretisch) 200 Spuren (oder so) aufnehmen. OK, habe ich noch nicht versucht, ich habe maximal 16 Spuren dran gehabt.
Phantomspeißung liefert das O2R. Dann musst Du die Mic-Signale (entweder per Bus-Routing, oder Direct-Routing) auf die vier (hoffentlich digitalen, sonst macht das O2R keinen Sinn) Eingänge Deiner Soundkarte Routen. In Cubase musst Du jede Spur mit dem korrekten Eingangssignal versehen. Dann die Spuren scharf schalten, und feritg. Jetzt kann die Aufnahme beginnen.

Hab das Ding noch nicht ganz verstanden
im Digital-Modus

Bitte nicht falsch verstehen, aber so wie Du Dich anhörst, sehe ich da auch schwarz im Moment… Es gibt keinen „Digitalen Modus“. Das O2R IST 100% digital, und war für „damals“ ein tolles Pult. Heute ist das allerdings Schnee von gestern—vorgestern! Selbst die Yamaha-Leute winken ab (war am Dienstag bei denen zu einer Schulung).

Ich würde dir empfehlen ein Interface zu kaufen welches gleich vier Mic-Ins anbietet. Versteh mich nicht falsch, ein Interface brauchst Du auf JEDEN Fall, mit oder ohne O2R. Nur kannst Du ja gleich eines kaufen mit analogen Mic-Eingängen, und das O2R verkaufen/verschenken.

Beispiele:
http://www.thomann.de/de/rme_fireface_800.htm (Pferdefuß: braucht Firewire 800)
http://www.thomann.de/de/rme_fireface_400.htm (Pferdefuß nur zwei Mic Ins, müsstest extra Mic-Preamps kaufen)

http://www.thomann.de/de/focusrite_saffire_pro_10_io…

http://www.thomann.de/de/metric_halo_mobile_io_2882_… (Läuft nur am MAC!)

Was willst Du denn GENAU aufnehmen?

Grüßle

Florian

Hallo Jak

Du wirst mit mehreren Mikrofonen für die Aufnahmen auch getrennte Räume brauchen, sonst wird das nichts mit sauberem Abmischen.

Gruss
Heinz

Hallo,

danke!

Es gibt keinen

„Digitalen Modus“. Das O2R IST 100% digital, und war für
„damals“ ein tolles Pult. Heute ist das allerdings Schnee von
gestern—vorgestern! Selbst die Yamaha-Leute winken ab (war
am Dienstag bei denen zu einer Schulung).

Für mich reicht das „damals“.

Ich würde dir empfehlen ein Interface zu kaufen welches gleich
vier Mic-Ins anbietet. Versteh mich nicht falsch, ein
Interface brauchst Du auf JEDEN Fall, mit oder ohne O2R. Nur
kannst Du ja gleich eines kaufen mit analogen Mic-Eingängen,
und das O2R verkaufen/verschenken.

Verschenken ist gut :smile:. Das Ding kostet heutzutage immer noch zwischen ca. 800 und 1100 Euro.

Momentan muß Ich keine 4 Mikros aufnehmen.Ich habe aber immer schon gerätselt,wie das möglich sein könnte.
Jetzt weiß Ich es.
Ist ja eigentlich auch Blödsinn in ein und demselben Raum ,genau wie Heinz es beschrieben hat.Da kann man ja gleich 1 Spur aufnehmen.Daran habe ich gar nicht gedacht:frowning:

Aber wie sieht es mit einem Hardware-Synth aus?

Kann ich da im Synthesizer arrangieren (z.B. 8 Spuren:Bass,Kick,Snare,Seq,Chord) und diese dann mit Cubase getrennt gleichzeitig aufnehmen? Mein Synth hat nur Klinkenausgang oder Midi.
Kann man da auch 8 Midi-Spuren scharf machen,oder gibt Midi nur das gesamte aus?

Ich weiß,viele blöde Fragen,aber wenn man sich alles selbst erarbeiten,und erlernen muß,und keinen kennt der es einem zeigt,ist man froh wenn man über ein Forum prof. Hilfe bekommt.

Vielen Dank,

Gruß,Jak

Hi Heinz!

Du wirst mit mehreren Mikrofonen für die Aufnahmen auch
getrennte Räume brauchen, sonst wird das nichts mit sauberem
Abmischen.

Das ist Quatsch! Beispiel: Schalgzeug oder Orchester oder Chöre…

Grüßle

Florian

Hi!

Für mich reicht das „damals“.

Sicher?

20-Bit-Wandler (real wahrscheinlich nur 18 oder 19 BIT), nur 64-faches Oversampling… Das ist alles nicht mehr zeitgemäß. Viele der aktuellen Yamaha-Karten laufen in der Mühle nicht mehr (klar physikalisch passen die rein, aber nutzen kannst Du die nicht mit der 02R-Software)

Verschenken ist gut :smile:. Das Ding kostet heutzutage immer noch
zwischen ca. 800 und 1100 Euro.

Jein! Angeboten wird es zu dem Kurs, kaufen würde ich das allerdings nicht für diesen Preis! Ich habe jede Menge Angebote um die 200-300 Euro gesehen, und mehr ist das teil nicht mehr Wert! Dann doch lieber noch ein DM24

Momentan muß Ich keine 4 Mikros aufnehmen.Ich habe aber immer
schon gerätselt,wie das möglich sein könnte.
Jetzt weiß Ich es.

Sehr gut!

Ist ja eigentlich auch Blödsinn in ein und demselben Raum
,genau wie Heinz es beschrieben hat.

Nein, es ist Blödsinn was Heinz geschrieben hat! Du kannst Trennwände nutzen, geschickt die Mikrofone platzieren…

Da kann man ja gleich 1
Spur aufnehmen.Daran habe ich gar nicht gedacht:frowning:

Das ist absoluter Blödsinn! Stichwort: Schlagzeug oder Orchesteraufnahmen!

Ich habe schon Live-Mitschnitte gemacht, da stand das Carjon-Mic direkt vor dem Bassverstärker, und durch geschickte Platzierung ist vom Bass fast nix auf der Aufnahme drauf.

Aber wie sieht es mit einem Hardware-Synth aus?

Genauso… oder was meinst Du?

Kann ich da im Synthesizer arrangieren (z.B. 8
Spuren:Bass,Kick,Snare,Seq,Chord) und diese dann mit Cubase
getrennt gleichzeitig aufnehmen?

Ja, wenn der Synth genügend Einzelausgänge hat. Ist aber nicht nötig das gleichzeitig zu machen. Ich mache das nie gleichzeitig. Warum? Simpler, bessere Kanaltrennung… weniger Denken.

Kann man da auch 8 Midi-Spuren scharf machen,oder gibt Midi
nur das gesamte aus?

??? Du willst Acht Midi-Kanäle gleichzeitig von EINEM Synth füllen lassen? Das ist Unfug!

Ich weiß,viele blöde Fragen,aber wenn man sich alles selbst
erarbeiten,und erlernen muß,und keinen kennt der es einem
zeigt,ist man froh wenn man über ein Forum prof. Hilfe
bekommt.

Besuch doch einen Kurs oder Buche einen Profi! Weil so per Forum bekommst Du vieles nicht ordentlich mit. Nicht weil Du doof bist, oder wir nicht erklären können. Auf diese Weise bleibt viel wissen liegen!

Ich habe schon öfters Leute in Ihrem Homestudio besucht und Kurs gegeben! Sojemanden gibt es auch in Deiner Nähe. Gerade die Midi-Kiste ist besser persönlich zu klären!

LG

Florian

Hallo Florian

Das ist Quatsch! Beispiel: Schalgzeug oder Orchester oder
Chöre…

Das ist nicht nur Quatsch. Beispiel: Vier Sänger singen mehrstimmig und werden gleichzeitig aufgenommen. Dass sich die Stimmen auf den einzelnen Kanälen überlagern ist nicht auszuschliessen. Das meinte ich.

Gruss
Heinz

Hi Heinz!

Das ist Quatsch! Beispiel: Schalgzeug oder Orchester oder
Chöre…

Das ist nicht nur Quatsch.

Doch, so wie Du das schreibst ist es Blödsinn!

Dass sich die
Stimmen auf den einzelnen Kanälen überlagern ist nicht
auszuschliessen. Das meinte ich.

Sagt ja keiner was gegen, trotzdem wird die Aufnahme mit vier Mics besser abzumischen sein als mit einem! Speziell wenn ich Stereo oder Surround arbeiten will! Wenn Du gut Mirkofonierst ist die Kanaltrennung gut genug um vernünftig Panen und Mischen zu können. Außerdem vergisst Du Noisegates und Mute-Automation und solche Sachen!

Warum wird denn wohl bei einer Beschallung alles einzeln abgenommen? Ich kann Dir aus der Praxis bestätigen, dass auf so manchem Gesangsmicro fast die ganze Band zu hören ist… Oder im TV! Bei einer Gesprächsrunde bekommt JEDER ein Mikro angesteckt. Nach Deinem Theorem würde ein Mikro über den Köpfen reichen… Sei mir nicht böse, aber diese Äußerungen zeugen von mangelnder Praxis/Theoretischem Hintergrundwissen!

Liebe Grüße vom

Florian

Hallo grosser Meister

Doch, so wie Du das schreibst ist es Blödsinn!

Dass sich die

Stimmen auf den einzelnen Kanälen überlagern ist nicht
auszuschliessen. Das meinte ich.
Sagt ja keiner was gegen, trotzdem wird die Aufnahme mit vier

Mics besser abzumischen sein als mit einem!

Habe ich was anderes behauptet?

Speziell wenn ich
Stereo oder Surround arbeiten will! Wenn Du gut Mirkofonierst
ist die Kanaltrennung gut genug um vernünftig Panen und
Mischen zu können. Außerdem vergisst Du Noisegates und
Mute-Automation und solche Sachen!

Der Frager hat ja auch sämtliche Geräte zur Verfügung, wie wir wissen.

Warum wird denn wohl bei einer Beschallung alles einzeln
abgenommen?

Habe ich jemals behauptet, dass man das anders macht?

Ich kann Dir aus der Praxis bestätigen, dass auf
so manchem Gesangsmicro fast die ganze Band zu hören ist…

Genau daher rührt mein Einwand.

Oder im TV! Bei einer Gesprächsrunde bekommt JEDER ein Mikro
angesteckt. Nach Deinem Theorem würde ein Mikro über den
Köpfen reichen…

Geht es jetzt darum, dass Du Recht hast oder wollten wir jemandem Tipps geben?
Um eben den Effekt nur „eines Mics über den Köpfen“ entgegenzuwirken, habe ich geantwortet.

Sei mir nicht böse, aber diese Äußerungen
zeugen von mangelnder Praxis/Theoretischem Hintergrundwissen!

Aha!

Was Du jetzt geschrieben hast, bestätigt mir nur das, was ich ursprünglich in (vielleicht zu) knappen Worten angemerkt habe.

Überhaupt nicht böse
Heinz

Hallo grosser Meister

???

HallO!

Habe ich was anderes behauptet?

Im Prinzip schon! Du hast es so dargestellt, dass das Verwenden von mehr als einem Mikro in einem Raum quatsch ist, und die Äußerung ist Unsinn! Sorry!

Außerdem vergisst Du Noisegates und
Mute-Automation und solche Sachen!

Der Frager hat ja auch sämtliche Geräte zur Verfügung, wie wir
wissen.

Hat er doch! Im O2R sind Noisegates und in Cubase auch, da kann er auch Automationen schreiben!

Habe ich jemals behauptet, dass man das anders macht?

Nein, aber es so dargestellt, dass es sinnlos ist mehr als ein Mikro zu verwenden.

Ich kann Dir aus der Praxis bestätigen, dass auf
so manchem Gesangsmicro fast die ganze Band zu hören ist…

Genau daher rührt mein Einwand.

Aber trotzdem mikrofoniere ich alle Instrumente, warum wohl?

Geht es jetzt darum, dass Du Recht hast oder wollten wir
jemandem Tipps geben?

Ohh, ein wenig eingeschnappt? Es geht darum einen Tipp zu geben: Der Frager bekommt durch Deine Aussagen einen völlig falschen Eindruck.

Was Du jetzt geschrieben hast, bestätigt mir nur das, was ich
ursprünglich in (vielleicht zu) knappen Worten angemerkt habe.

Und das wäre?

Überhaupt nicht böse

Na dann…

Grüßle

Florian

Hallo Florian

Ich werde mich jetzt nur noch ein Mal zu diesem Thema äussern, weil das nicht wirklich weiterführend ist, was wir hier betreiben.

Ein gutes Gesangsmikro für’s Studio hat auch die Eigenschaft, den Raumklang „mitzunehmen“. Das muss ich Dir nicht erklären. Wenn der Sänger dann auf dem Parkettboden mit dem Fuss tappt, hört man das genauso, wie den Sänger nebenan, der gleichzeitig die zweite Stimme singt.

Dass dies u. U. Schwierigkeiten beim Mischen macht, weisst Du vermutlich besser als ich.

Das und nur das wollte ich mit meinem Quatsch und Unsinn hier öffentlich machen.

Gruss
Heinz

PS. Der „grosse Meister“ war übrigens keine Ironie.

Lieber Heinz

Du hast natürlich recht, lass uns wieder mehr Sachlichkeit ins Thema bringen :smile:

Wie Du ja schon geschrieben hast, war Dein erster Artikel viel zu knapp, da man nach der Lektüre davon ausgehen muss, dass Du der Meinung bist, dass mehr als ein Mikro im Raum genereller Unfug ist.

Ein gutes Gesangsmikro für’s Studio hat auch die Eigenschaft,
den Raumklang „mitzunehmen“.

Jein… Kommt sehr darauf an, vor allem auf die Position! Generell ist das ein Thema bei Mikrofonen, das stimmt selbstverständlich. Allerdings war aus deinem Ursprungsposting nicht zu erkennen, dass Du das konkret auf Gesangs-Mikros beziehst!

Wenn der Sänger dann auf dem Parkettboden mit dem Fuss tappt,
hört man das genauso, wie den Sänger nebenan, der gleichzeitig
die zweite Stimme singt.

Hören täte/tut man das in der Tat. Ich mache häufiger Live-Mitschnitte, da iss (leider) nix mit mehreren Räumen :frowning: Allerdings habe ich auch schon in der Studio-Situation mehrere Mikros im Raum gehabt, und klar sprechen die über, aber wenn man das vernünftig macht und eine Triangel nicht zur Mashall-Wand stellt, reicht die Kanaltrennung zum sauberen Mischen in der Regel aus!

Dass dies u. U. Schwierigkeiten beim Mischen macht, weisst Du
vermutlich besser als ich.

Das und nur das wollte ich mit meinem Quatsch und Unsinn hier
öffentlich machen.

-) So wollen wir das doch nicht bezeichnen. OK, klar ist, was Du sagen wolltest, aber gesagt hast Du es nicht. Und es ging mir primär nicht darum recht zu behalten, sondern einen „Anfänger“ eine völlig falsche Grundannahme zu bescheren…

PS. Der „grosse Meister“ war übrigens keine Ironie.

??? Iss ja noch schlimmer ot: Wie kommste denn DA drauf?

Grüßle

Florian

PS Schön zu sehen, dass wir zu 90% daccord sind und trotzdem hitzig diskutieren!

Hallo Florian,

auch ich hatte das Posting von Heinz so wie du verstanden. Obwohl ihr hier nun schon weiter darüber diskutiert habt, möchte ich noch etwas anmerken:

Oder im TV! Bei einer Gesprächsrunde bekommt JEDER ein Mikro angesteckt.

Dazu noch eins für die Atmo, damit es nicht zu irritierender Stille kommt, wenn alle Noisegates mal dicht sind. Tischmikros sieht man auch noch häufig. Wohl, weil dann keiner an den Teilnehmern rumzuppeln oder wild gestikulieren muss, wenn die mal wieder die Kapsel abgerissen oder verdeckt haben :wink:

Nach Deinem Theorem würde ein Mikro über den Köpfen reichen…

Für eine Gesprächsrunde ist ein Stereomikro mit verstellbarem Versatzwinkel nicht schlecht:
Die Gesprächsteilnehmer sitzen an drei Seiten des Tisches und davor steht in einiger Entfernung ein Stativ mit zwei Nieren unter +/- 90°. Sitzen die Gesprächsteilnehmer nur an einer Tischseite, dann zwei Achter unter +/- 45°. So ist schon für hinreichend Breite und räumliche Differenzierung gesorgt.
Bei einer Gesprächsrunde ohne Tisch bieten sich zwei Grenzflächenmikros auf dem Boden davor an.

Diese Verfahren kenne ich jedenfalls von sog. Publikumsgesprächen in dieser Form am Theater mit dem Podium auf dem abgedeckten Orchestergraben.
Die Mikrofonabnahme geschieht hierbei deshalb, weil die Diskussion archiviert wird und weil es für nicht ausgebildete Sprecher sinnvoll und auch für die teilnehmenden Schauspieler angenehmer ist.

Vielleicht ist es hier auch noch von Interesse, dass es immer wieder mal Bands gibt, die bewusst auf ein Overdubbing verzichten. Im Bereich Rock kann man z. B. auf dem Album „At Action Park“ von Shellac hören, dass es keine Schwierigkeit ist, mit mehreren Mikros in einem Raum eine hohe Qualität der Abmischung zu erzielen. - Um mal einen Tipp zu geben, falls man sich nicht ein Sinfonieorchester oder eine Jazz-Combo anhören möchte.

Grüße von
Thomas

Hi!

Dazu noch eins für die Atmo, damit es nicht zu irritierender
Stille kommt, wenn alle Noisegates mal dicht sind.

Kenne ich, zumindest vom Radio gar nicht (also weder Noise Gates NOCH Atmo, und ich habe einige Radio-Sendungen hinter mir), und im TV-Sektro kenne ich das nur teilweise (ATMO-Mikro), aber Nosie-Gate? Das ist in so einer Situation nicht ratsam, da in hitzigen Diskussionen LAUTE und leise Antworten gegeben werden. Was ich hingegen kenne, sind diese Mischautomaten, die sind einem Noisegate recht ähnlich… Noisegates würde ich da garnicht anwenden, das klingt komisch, selbst mit Atmo!

Tischmikros
sieht man auch noch häufig.

TV: Nein
Radio: Ja
Vorträge/Roundtable: Ja

Für eine Gesprächsrunde ist ein Stereomikro mit verstellbarem
Versatzwinkel nicht schlecht:
Die Gesprächsteilnehmer sitzen an drei Seiten des Tisches und
davor steht in einiger Entfernung ein Stativ mit zwei Nieren
unter +/- 90°. Sitzen die Gesprächsteilnehmer nur an einer
Tischseite, dann zwei Achter unter +/- 45°. So ist schon für
hinreichend Breite und räumliche Differenzierung gesorgt.
Bei einer Gesprächsrunde ohne Tisch bieten sich zwei
Grenzflächenmikros auf dem Boden davor an.

Uii, davon würde ich abraten! Kenne ich aus meiner Praxis und Erlebniswelt auch gar nicht! Die Sprache wird verständlicher und qualitativer, wenn jeder Redner sein Mikro hat, sonst isses sehr diffus (im Vergleich zur direkten Abnahme). Aich sind bei Achtern und Nieren die Rückwärtigen Geschehnisse gut zu hören. Super- oder Hyper-Niere sind da das mittel der Wahl (Sprecher und Gesangsmikros sind meist so)

Diese Verfahren kenne ich jedenfalls von sog.
Publikumsgesprächen in dieser Form am Theater mit dem Podium
auf dem abgedeckten Orchestergraben.

Interessant! Wie gesagt, kenne ich gar nicht. Führst Du das selbst so durch?

Die Mikrofonabnahme geschieht hierbei deshalb, weil die
Diskussion archiviert wird und weil es für nicht ausgebildete
Sprecher sinnvoll und auch für die teilnehmenden Schauspieler
angenehmer ist.

Für solche Zwecke finde ich das von Dir vorgeschlagene Arrangement sogar sehr gut, aber zur Beschallung oder zum Broadcasten ist das nicht geeignet. Grenzflächen sind zB sehr anfällig auf Körperschall, also Gläser auf dem Tisch…

Grüßle

Florian

Hallo Florian,

Uii, davon würde ich abraten! Kenne ich aus meiner Praxis und Erlebniswelt auch gar nicht! Die Sprache wird verständlicher und qualitativer, wenn jeder Redner sein Mikro hat, sonst isses sehr diffus (im Vergleich zur direkten Abnahme). Aich sind bei Achtern und Nieren die Rückwärtigen Geschehnisse gut zu hören. Super- oder Hyper-Niere sind da das mittel der Wahl (Sprecher und Gesangsmikros sind meist so)

ja, die Abnahme jedes Teilnehmers per Ansteckmikro bietet auch besonders in lauter Umgebung ganz klar Vorteile, ist jedoch nicht immer machbar. Im beschriebenen Szenario müsste man dann wohl einen Kompromiss zwischen Seitwärts- und Rückwärtsdämpfung der Nierenformen sowie des Öffnungswinkels suchen. Zwei gekreuzte Achten sind dabei denkbar ungeeignet.

Interessant! Wie gesagt, kenne ich gar nicht. Führst Du das selbst so durch?

Ich treibe mich nur noch nebenberuflich in einem anderen Metier auf Theaterbühnen herum. Früher habe ich das dort so gemacht.

Für solche Zwecke finde ich das von Dir vorgeschlagene Arrangement sogar sehr gut, aber zur Beschallung oder zum Broadcasten ist das nicht geeignet.

Dankeschön. Diese Lösung hat sich tatsächlich bewährt, stammt aber nicht von mir, sondern ist von einem mir vorgesetzen Tonmeister übernommen und der wiederum hatte das so an der „Schule für Rundfunktechnik“ gelernt.

Grenzflächen sind z.B. sehr anfällig auf Körperschall, also Gläser auf dem Tisch…

Ich habe solche Tischmikros noch nicht selbst gehört, kann mir aber gut vorstellen, dass sich das störend bemerkbar macht.
Anscheinend werden Mikros solcher Art trotzdem nachgefragt - namhafte Hersteller haben sie jedenfalls für ihre Konferenzsysteme im Programm.
Auf der Theaterbühne werden Grenzflächenmikros gerne genommen und es gab bei deren Einsatz, auf dem Boden oder an Kulissen befestigt, keine Schwierigkeiten wegen Körperschall.

Grüße von
Thomas