Mikro bei Querflötistin

Hallo Leute

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich hier gut aufgehoben bin mit der farge oder eher bei „Audio und Hifi“

Aber ich versuchs mal :smile:

Ich schau gerade die Aufzeichnung von „Nokia Night of the Proms“ bei BR, und als sie den Bolero/Vangelis-Mix gespielt haben, war am Anfang mehrfach eine Querflötistin im Bild.

Was mich nun gewundert hat, warum hatte die nen Headset-Mikro auf??
Das sie für das Quasi-Solo nen Mikro braucht, keine Frage, sonst geht die in der riesen Halle ja unter, aber wäre da nicht nen Standmikro mit Ausrichtung auf die Mitte/Ende der Flöte sinnvoller gewesen?
Oder ist son Headset das einzig Wahre? Gibts hier Wissende die mich aufklären können?

Grüße
diemaus

Flötenmikro
Hi,

ich habe es nicht gesehen, aber könnte es sein, das das Mikro an der Flöte angebracht war und nicht an der Flötistin.
Das nennt man Clipon-Mikrofon weil es „angelippt“ wird. Es behält dadurch immer den gleichen Abstand zur Flöte. Das macht es für den Tontechniker eine gleichmässige Lautstärke zu fahren.
Bei Flöte sind das oft Mikros von SD Systems, das sind meiner Meinung nach die einzigen die proffesionelle Flöten Clipmikros herstellen.
Wenn es wirklich ein Headset war, weiss ich nicht, könnte mir aber vorstellen, das es den selben Grund hat (konstanter Mikrofonabstand)

Gruss Mark

Hallo ,
das Problem mit Querflöten und Mikrophonen ist ein großes, da es keinen optimalen Punkt fürs Mikro gibt. Der Flötenklang setzt sich zusammen aus dem Anblasgeräusch, das am Mundstück entsteht und dem Klang im Flötenkörper(Mitte/Ende der Flöte) Eigentlich brauscht man mindestens 2 Mikros zur perfekten Mischung. Dazu kommt das Problem, daß der Flötist ja über das Anblasloch hinweg bläst, also eine Menge Luft direkt aufs Mikro träfe- macht klasse Windgeräusche. Und dann kommen aus dem mittleren/unteren Teil der Flöte die verschieden hohen Töne an verschiedenen Stellen raus, so daß man auch da nicht genau weiß, wohin mit dem Mikro. So gibts da die verschiedensten Versuche, ein optimales Ergebnis zu erzielen und die verschiedensten Mikro- Aufbaue
Sandy

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Hi

Mensch, was es so alles gibt *staun*
War aber definitiv nen Headset, was sie auf hatte.
Aber warum wird wohl nur der zuständige Tontechniker beantworten können *gg*

Danke und Grüße
diemaus

Hi

das Problem mit Querflöten und Mikrophonen ist ein großes, da
es keinen optimalen Punkt fürs Mikro gibt. Der Flötenklang
setzt sich zusammen aus dem Anblasgeräusch, das am Mundstück
entsteht und dem Klang im Flötenkörper(Mitte/Ende der Flöte)

Jo, das ist klar

Dazu kommt das Problem, daß der Flötist ja über das
Anblasloch hinweg bläst, also eine Menge Luft direkt aufs
Mikro träfe- macht klasse Windgeräusche.

Genau deswegen hats mich ja so gewundert, daß sie nur nen Headset aufhatte.

Na ja, vielleicht war ja noch irgendwo nen anderes Mikro versteckt, nur an der Flöte angeclipt war keins.

Danke und Grüße
diemaus

Hallo Maus:wink:

die Fachleute haben ja schon aufgezählt, wie man’s richtig macht.
Aber so zum Spaß könnte man noch die Geschichte des Playback in
Deutschland nachvollziehen.
Im „Beatclub“ wurde jeder vor ein

Sennheiser MD 421

http://www.sennheiser.com/sennheiser/icm.nsf/root/00984
gestellt. Es war die hellgraue Kunststoff-Ausführung, die wir
„Rasierapparat“ nannten.
In der Deutschen Hitparade, glaub ich, kam das

AKG D 190/E

http://sales.concert-systems.com/sales/AKG-D190ES.html
zum Einsatz. Weil man damals durch Dieter Thomas Heck schon wußte,
daß es ein Funkmikro wirklich gibt, hatten sie einfach das Kabel
abgeschnitten, um eine Antenne vorzutäuschen.

Bei heutigen Fernsehproduktionen macht man sich gar nicht die Mühe,
eine E-Gitarre oder ein Keyboard mit irgendeinem Kabel (oder einem
Sender)zu versehen.
Und wenn jemand ein Headset trägt, dann heißt das natürlich auch
nicht, daß er deshalb singt (oder singen kann).
Aber eins ist sicher: Für eine Geige wäre ein Headset grundsätlich
und mit Vorbehalt geeignet. Wenn die Monitore weit genug entfernt
sind, da es sonst wegen der Kugelcharakteristik zu Feedback kommt.

Und dann gibt es noch die Tradition. So hat der amerikanische
Präsident zwei Stück Shure SM 57 mit Doppelhalterung, Windschutz und
Winkel-XLR-Stecker zu haben. Den Papst sieht man - immer seltener -
mit dem guten alten Gesangsmikro Shure 565 SD. Und von den Leuten,
die wirklich singen, nimmt zum Beispiel Udo Jürgens das jeweilige
Condenser-Spitzenmodell von Neumann.
Mikros werden üblicherweise nicht extra angeschafft; man nimmt, was
der Sender oder der PA-Verleiher eben hat. Und da ist für jeden Zweck
eine sehr gute Lösung vorhanden.

P.S.: Hat eigentlich Vanessa Mae immer den Stecker drin?
http://www.vanessamae.com/kenya.jpg

Grüße
J.