Mikroökonomie: Faktorsubstitution

Hallo, liebe Experten,
ich setze mich gerade mit Mikrokönomie auseinander und hänge im Moment an einem Thema fest. Und zwar geht es darum, eine substitutionale Produktionsfunktion, bei der (aufgrund einer Faktorpreiserhöhung) der Faktor Arbeit durch Kapital ersetzt werden soll, im Isoquantendiagramm darzustellen. Dabei soll jedoch weiterhin die gleiche Menge wie vor der Preiserhöhung produziert werden.
Leider ist mir nicht ganz klar, wie das Ganze aussehen soll.
Ich freue mich über jeden Tipp!

Gruß,
hutt

Was sind die Isoquanten?
Hi Hutt!

ich setze mich gerade mit Mikrokönomie auseinander und hänge

Mikro ist eigentlich nicht mein Ding, aber vielleicht ist die Lösung so einfach, wie ich denke.

im Moment an einem Thema fest. Und zwar geht es darum, eine
substitutionale Produktionsfunktion, bei der (aufgrund einer
Faktorpreiserhöhung) der Faktor Arbeit durch Kapital ersetzt
werden soll, im Isoquantendiagramm darzustellen. Dabei soll
jedoch weiterhin die gleiche Menge wie vor der Preiserhöhung
produziert werden.

Was stellen denn in diesem Diagramm die Isoquanten dar? Könnte es sein, dass diese eine feste Produktionsmenge darstellen? Sprich, den konstanten Output für verschiedene Kombis der Faktoren Arbeit und Kapital? Dann wäre das ja schon die Lösung.

Leider ist mir nicht ganz klar, wie das Ganze aussehen soll.
Ich freue mich über jeden Tipp!

Ist nur ein Tipp. Keine Garantie.
LG, Nic

Hallo Nic,
vielen Dank für deine Antwort.
Deine Überlegungen gehen in die Richtung, die auch ich angestrebt habe.
Genau, die Isoquante stellt den Output dar. Demzufolge müsste das Diagramm so aussehen http://www.hosting-place.de/upload/0506/Iso.JPG
Hoffe, man kann es halbwegs erkennen.
Das heißt also, hier muss ich nur eine Isoquante zeichnen, denn eine zweite würde ja eine andere Produktionsmenge bedeuten, richtig?
Wie sieht es jetzt mit der Verschiebung der Isokostengerade aus? Nach meiner Zeichnung würde sie jetzt die x und y-Achse an ganz anderen Punkten berühren und auch nicht parallel zu der ursprünglichen Gerade verlaufen.
Könnte meine Lösung stimmen?

Viele Grüße,
hutt

Huhu Hutt,

vielen Dank für deine Antwort.

Gerne!

Deine Überlegungen gehen in die Richtung, die auch ich
angestrebt habe.

Puh, dann bin ich ja froh!

Genau, die Isoquante stellt den Output dar.

Und der Output ist doch sicher die Produktionsmenge. Naja, was kommt sonst raus, wenn man Arbeit und Kapital reinsteckt (nagut, bei mir meistens nichts gutes… aber wir betrachten hier ja die Theorie!)

Demzufolge müsste
das Diagramm so aussehen
http://www.hosting-place.de/upload/0506/Iso.JPG

Joah, sieht gut aus.

Das heißt also, hier muss ich nur eine Isoquante
zeichnen, denn eine zweite würde ja eine andere
Produktionsmenge bedeuten, richtig?

Korrekt. Der Output (analog Produktionsmenge) soll hier ja abhängen von Arbeit und Kapital. Und es ist ein substitutiver Zusammenhang. Sprich, wenn Du mehr Arbeit reinsteckst, brauchst Du weniger Geld aufzuwenden, wenn Du den selben Output haben willst. Jetzt wurde der Preis für die Arbeit erhöht. Damit ändert sich die Steigung der Isokostengerade. Diese gibt ja an, wenn meine Erinnerung mich nicht täuscht, in welchem Verhältnis man Arbeit und Kapital substituieren kann. Und dieses hat sich ja geändert.

Wie sieht es jetzt mit der Verschiebung der Isokostengerade
aus? Nach meiner Zeichnung würde sie jetzt die x und y-Achse
an ganz anderen Punkten berühren und auch nicht parallel zu
der ursprünglichen Gerade verlaufen.

Genau das. Die Isokostengrade wird ja immer als Tangente an die Isoquanten angelegt. Und jetzt müsste sie die Isoquante in dem anderen Punkt berühren, den Du eingezeichnet hast.

Könnte meine Lösung stimmen?

Könnte - mit Sicherheit, könnte sie. Aber wie gesagt, ich gebe keine Garantie darauf. Mikro ist bei mir schon sooooo lange her. Aber rein mathematisch macht es Sinn. Soviel kann ich guten Gewissens behaupten.
Ansonsten: Schau in den Varian (kennst Du bestimmt, der Klassiker der Mikroökonomie)! Ich finde den echt klasse, weil er alles echt gut erklärt. Habe ihn nur leider nicht zu Hause.
Viel Spaß noch!
Nic
P.S.: Schreib mal was in Deine ViKa (Visitenkarte), damit man auch mal was über Dich erfährt. Ich tippe ja nur darauf, dass Du studierst und setze daher voraus, dass Du in die Bibliothek gehen kannst…

Hey Nic, also dafür, dass Mikro bei dir soooooo lange her ist, kannst du dich noch ganz gut an einiges erinnern. Danke dir!
Du hast mir auf jeden Fall aufgezeigt, dass meine Überlegungen nicht ganz falsch und somit nachvollziehbar sind. Das ist schon mal sehr gut. Und - auch wenn du mir die Richtigkeit nicht garantieren kannst - es hilft mir weiter.
Ja, du hast mich „erwischt“ - ich studiere, und VWL inklusive Mikro gehört zum Grundstudium. Für mich eigentlich ein sehr interessantes Thema, nur leider steht man dumm da, wenn der Prof nur Gastdozent ist, es immer eilig hat und ungläubig den Kopf schüttelt, wenn man ihn nach Sprechzeiten fragt.

Danke auch für den Buchtipp. Ich muss gestehen, ich kannte das Buch bis jetzt gar nicht (arbeite nur mit Hardes & Co.), aber es scheint einen Blick wert zu sein.

Grüße und schönen Abend noch,
hutt

P.S.: Schreib mal was in Deine ViKa (Visitenkarte), damit man
auch mal was über Dich erfährt.

Ist schon erledigt :wink: