Mikrophon-Vorverstärker mit einfachem OP?

N’abend,
ich habe versucht, einen symetrischen Mic-Eingang auf einen asym. Eingang eines Mischpultes zu verstärken.

OP als Differenz-Verstärker mit sym. (+/-) Speisespannung. Leider war das Ergebnis ziemlich verrauscht.
Gibt es besondere Audio OPs oder muß ich mir als Maschinenbauer etwas mehr Gedanken um Ein-/Ausgangsimpedanzen ~~~~ en?

Ja, Ihr studierten E-Schädel, jetzt happter Spaß, gelle?

Ja, Ihr studierten E-Schädel, jetzt happter Spaß, gelle?

'türlich, den haben wir doch sowieso immer - dass könnt ihr Schrauber euch bloß nicht vorstellen…

ich habe versucht, einen symetrischen Mic-Eingang auf einen
asym. Eingang eines Mischpultes zu verstärken.

Zunächst würde ich das Mikro asymmetrisch anschließen, eine Ader auf Masse. Es muss schon heftig kommen, wenn das nicht reicht. Wenn der Pegel nicht reicht, brauchst du freilich einen Vorverstärker.

OP als Differenz-Verstärker mit sym. (+/-) Speisespannung.
Leider war das Ergebnis ziemlich verrauscht.

Das ist im Ansatz recht unglücklich. Widerstände rauschen und Ops haben Rauschströme und -spannungen am Eingang. Rauschströme mal Vorwiderstände ergeben wieder Rauschspannungen. Gib mir deine Schaltung und ich rechne dir aus, wie groß die Rauschspannung am Ausgang ist.

Nun gibt es ein theoretisches Minimum bei dynamischen Mikros: Ihr eigener Innenwiderstand erzeugt thermisches Rauschen. Man kann Vorverstärker bauen, deren Eigenrauschen deutlich darunterliegt - damit ist das theoretische Minimum praktisch erreicht. Aber dazu dürfen (fast) keine Widerstände zwischen Mikro und Op-Eingang liegen und auch der Rückkoppelzweig muss sehr niederohmig sein. Solche Op-Amps sind z. B. AD797 und LT1115 - beide teuer.

Bei einer Differenzschaltung ist das alles optimal schlecht.

Gibt es besondere Audio OPs oder muß ich mir als

Ja. Speziell für symmetrische Mikroeingänge ist von TI / Burr Brown der INA103, für den es auch eine Vorverstärker-Applikationschaltung dort gibt. Tip: In der c’t wurde eine Bauanleitung veröffentlicht - Platine sollte es bei E-Media geben.

Maschinenbauer etwas mehr Gedanken um Ein-/Ausgangsimpedanzen

A. Nicht nur als Maschinenbauer,
B. weniger um Ein-/Ausgangsimpedanzen als um durch Widerstände und Eingangsströme produzierte Rausschspannungen.

Preiswerte Op-Amps mit nicht allzuviel Rauschen:

TL071 etc.: 18 nV/SQR(Hz) (FET)
OPA134 etc: 8 nV/SQR(Hz) (FET, etwas teurer)
NE5532: 5 nV/SQR(Hz) (bipolar, Preis/Leistung sehr gut)

Um unter des Mikrorauschen zu kommen, braucht man unter ca. 1,5 nV/SQR(Hz), die o. g. teuren liegen bei 0,9 nV/SQR(Hz), aber das schafft der INA103 auch fast, und der hat schon einen symmetrischen Eingang - ist also kein Op-Amp.

Und wenn’s noch rauschärmer sein soll, musst du dir eins von meinen HF-Kondensatormikros leihen - da sind noch einmal Welten zwischen. (Ich hoffe, der Angeber hat dich jetzt neidisch machen können.)

Na, war das was vom studierten E-Schädel?

Grüße

Uwe