Mikrowelle lässt die Sicherung rausfliegen

Okay, ich hab halt keine Ahnung davon.

Ich war der Meinung, wenn dieser Schalter rausfliegt, geht in der Küche alles aus und dass grundsätzlich Raumweise diese Schalter eingerichtet sind.

Ich habe aber auch ansonsten in der Wohnung keinen neuen Stromverbraucher installiert. Keinen, bei dem die Mikrowelle nicht schon funktioniert hätte.

Ist das denn üblich, dass man über den „Küchenschalter“ auch Steckdosen aus anderen Räumen laufen lässt?

Danke!

Ja, aber deine Spitzfindigkeiten braucht hier auch kein Mensch.

Ich hab es nur nicht „gesehen“, dass sich etwas geändert hat. Jaja…

Das kann ich ja nicht selbst entscheiden, das ist ja Vermietersache.

Der ist übrigens an solchen Änderungen nicht interessiert.

Und bislang hat die Mikrowelle ja trotzdem funktioniert.

Ich weiß gar nicht, wie ich an den Stecker kommen soll, ist ja ne Einbauchküche.
Ich vermute, dass ich dazu das ganze Gerät rausnehmen müsste.
Aber okay, ich will ja nicht dauernd „ja, aber“ sagen.

20 m Verlängerung? Wo sollen dann die ganzen Kabel bloß hin?

Ich verstehe schon: Ich bestelle mir einen Handwerker. Man kann auch mal ein halbes Jahr ohne Mikrowelle leben…

Vielen Dank dir!

Schwer zu sagen. Das kommt darauf an, wie die Wohnung von der Grundstruktur her elektrisch angeschlossen ist und was hinterher noch gebastelt wurde. Klären kann man das nur an Ort und Stelle. Man kann es als Laie feststellen, indem man die Sicherung „ausschaltet“ und nachsieht, was dann ohne Strom ist. Haben denn bei Die alle Räume - auch Bad und Flur - eine eigene Sicherung?

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Man erlebt bei Elektroinstallationen so manche Überraschung …

Beste Grüße,
Max

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Das H bezeichnet die Schnelligkeit, mit der der Automat auf bestimmte Ereignisse (Überlast oder Extreme Überlast= Kurzschluss) reagiert. Weitere bekannte sind B, L , C. H finden sich in Altanlagen und haben gewisse Probleme, weswegen man sie heute nicht mehr verwendet. Den Einschaltstrom ner Mikrowelle sollten die aber schon abkönnen. Und offenbar gings ja bisher auch. Die Idee mit dem 10 bis 20m Kabel zieht darauf ab, den Einschaltstrom zu reduzieren durch den Widerstand des Kabels. Beliebter Trick, um nen 1500W Staubsauger an ner Steckdose einschalten zu können, die mit nem 10Ampere-H-Automaten abgesichert ist.
Wennn - und danach sieht es aus - aber die Mikrowelle nen Kurzschluss hat (braucht ja bloß ein Leiter gebrochen sein, der nun das Gehäuse berührt), dann fliegen Sicherungen aller Auslösecharakteristika relativ schnell heraus (dafür gibts Normen u. Tabellen, aber das führt zu weit).
Wenn die Mikrowelle nicht dir gehört, sondern Teil der Küche ist und die Küche mitvermietet wurde, ist für die Reparatur der Vermieter zuständig. Insofern solltest du den ansprechen.

Das KANN so sein, MUSS ABER nicht. Beide Arten der Installation haben Vor- und Nachteile.

Und warum? Was altert da?

hi,

ist ganz schön lange Leitung :wink: scnr

Das Kabel ist temporär gedacht. Es dient als Widerstand und wenn die Sicherung mit dem zusätzlichen Kabel nicht mehr fliegt, wäre es, weil die Sicherung etwas zu früh auslöst.

Löst sie dennoch aus, dann ist sehr vermutlich an der Mikrowelle was kaputt.

jetz stellt sich aber echt die Frage, was für eine Antwort du dir erhoffst, die dir irgendetwas bringen könnte.
„Teil XY ist defekt, das gibt’s in jedem Baumarkt und ist ohne eine Schraube zu lösen austauschbar, sobald man die Tür öffnet.“ wird leider nicht zur Auswahl stehen.

grüße
lipi

Liegt vielleicht an meinem Beruf.
„Ich habe nichts gemacht, ging von allein kaputt“ - obwohl der Zustand etwas anderes sagt.
„Ist sicher nur ein kleines Problem, gestern ging es ja noch“ - dann Totalschaden, Kunde will es nicht wahrhaben.
Und dann sagst du, es hätte sich nichts verändert. Kannst du verstehen, dass ich solche Aussagen erstmal kritisch hinterfrage? Hat überhaupt nichts mit Spitzfindigkeit, sondern mit (schlechter) Erfahrung zu tun.

Das ist mir auch schon öfters untergekommen, dass so alte Automaten immer häufiger auslösen, und der Kunde wirklich Nichts gemacht/verändert hat.
Neuer Automat (bei guten Leitungen und korrekten Anschlüssen) schaffte oft Abhilfe.

Ich verdächtige das Material der Auslösemechanik, die sich bei jedem Ein/Aus ein bisschen mehr abnudelt und empfindlicher wird.
VG

Es ging mir darum, eingrenzen zu können, welche Ursachen in Frage kommen und welche Lösung sich anbietet, bevor ich gleich eine neue Mikrowelle kaufe.

Wenn die Mikrowelle transportabel ist, würde ich sie mal probeweise an eine der anderen Sicherungen anschließen oder zum Nachbarn bringen und dort ausprobieren. Wenn dort auch die Sicherung rausfliegt, liegt es an deinem Gerät, wenn nicht, an deiner Sicherung.
Udo Becker

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Zwei Schrauben lösen:
grafik

Dann herausziehen. Kann durch kochbedingte Anhaftungen etwas festsitzen.
Wenn die Küche mit Hirn gebaut / installiert wurde, befinden sich Stecker / Steckdose danach direkt erreichbar hinter dem Gerät.

Ja.

Im Leitungsschutzschalter ist eine Spule, die einen federbelasteten Schlagbolzen gegen eine Auslösemechanik wirft, wenn hohe Ströme fließen. Wenn die Federkraft nachlässt, löst er früher aus. Ich unterliege da natürlich einem gewissen Bias; ich werde ja nur angerufen, wenn der LSS „zu früh“ auslöst. Wenn er gar nicht mehr oder zu spät auslöst, bekommt der Kunde davon zunächst einmal nichts mit. Und wenn er es dann mal bemerkt, bekomme nicht ich den Anruf, sondern die Feuerwehr.

Nur zur Probe! Falls die Mikrowelle mit so einem Kabel laufen würde, ist der überalterte LSS zu ersetzen. Falls sie dann immer noch nicht läuft, ist ein Teil im Backofen defekt.
Ja, die Mikrowellenfunktion hat separate Bauteile - etwa den Hochspannungstrafo - welche völlig unabhängig von den restlichen Funktionen betrieben werden können.

Wer über Jahrzehnte Mieteinnahmen hat, der sollte eigentlich Rücklagen für Sanierungen gebildet haben. Wer Wohnraum vermietet, muss sicherstellen, dass haushaltsübliche Geräte in normalem Umfang ggf. auch gleichzeitig betrieben werden können. Da gab es Urteile. Ich predige seit Jahren: „Lassen Sie bei jedem Mieterwechsel die Wohnung durch einen Elektriker überprüfen.“
Diese Mahnung verhallt meist ungehört.

Aber jetzt muss erstmal geklärt werden, warum das Gerät nicht mehr funktioniert. Dass der überalterte Leitungsschutzschalter die Schuld hat, ist nur eine Mutmaßung von mir!

In Wohnungen, die einem neuzeitlchen Standard entsprechen, findest du für „Küche“ in der Regel mindestens die folgenden Stromkreise / Leitungsschutzschalter:

  • Herdanschluss (drei LSS mit Drehstrom)
  • Arbeitssteckdosen (bei großen Küchen auch mal zwei Stromkreise dafür), evtl. zusammen mit den anderen Steckdosen und dem Licht in der Küche
  • Spülmaschine
  • ggf. Heißwasserspeicher (Untertischgerät), falls Warmwasser nicht zentral bereitgestellt wird
  • ggf. Backofen / Mikrowelle, falls als separates Gerät geplant

Dass man für die weiteren Wohnräume je einen separaten Stromkreis installiert ist technisch nicht unbedingt notwendig - je 16 A Stromkreis sind ja bis zu 3700 Watt Leistung möglich, wird aber als guter Standard dennoch so gemacht, damit im Falle eines Fehler immer nur ein Raum stromlos ist.

Besser ausgestattet:

  • Dampfgarer
  • Kühlschrank / Kühl-Gefrierkombination an separatem FI-Schalter
  • Einbaukaffeemaschine

Du sagst, die Küche sei erst vor wenige Jahren eingebaut worden? Sind da keine neuen Steckdosen installiert worden, haben die alten Steckdosen alle gepasst? Das wundert mich eigentlich, weil man bei der Erneuerung einer Einbauküche in der Regel auch die Lage und Anzahl der Steckdosen anpasst.

Hi!

Erstmal danke für diese ausführliche Antwort!

Nee.
Ich musste erstmal Elektriker herbestellen, weil einige Steckdosen tot waren und der Vermieter meinte, das hätte mich ja die letzten 16 Jahre auch nicht gestört.
Der sagte, eigentlich müsste man alles rausreißen und neu machen, das sei ein Sicherheitsrisiko, aber das interessiert den Vermieter eben nicht.

Neue Steckdosen gab es also nicht.

Die Küche ist 3 oder 4 Jahre alt.

Danke!

In dieser Belange sollte man echt über eine gesetzliche Umrüstpflicht nachdenken. Bestandsschutz ist da einfach fehl am Platz.
Diese beratungsresistenten Vermieter scheinen ja sehr ihrer Gebäudeversicherung zu vertrauen, wenn sie ein vermeidbares Risiko, das zum Abbrennen des Hauses führen kann, so billigend in Kauf nehmen.
Ich könnte mir vorstellen, dass in so einem Fall die Versicherung sehr hellhörig wird, wenn die von den verbaut gewesenen Leitungsschutzschaltern Wind bekommt.

Das wird hier nicht der Grund sein, aber vor so ungefähr 15 Jahren stellte die leider inzwischen verstorbene Anja Adler (wenn ich nicht irre) die Frage, warum denn bei ihr wohl ständig die Sicherung rausflöge, die sie jedesmal wieder einschaltete, was bei dem ein oder anderen wiederum Entsetzen auslöste. Es wurde überlegt, gemacht und getan und am Ende stellte sich heraus, dass eine Pflanze etwas zu eifrig gegossen wurde und das Wasser von dort aus in eine Mehrfachsteckdose tropfte, die unter dem fraglichen Tisch wohnte.

Was ich damit sagen will: wenn auf einmal etwas passiert, das vorher nicht passierte, dann hat sich im Regelfall etwas geändert und bei elektrischem Strom sollte man dem auf den Grund gehen. Was Du ja auch versuchst und was auch gut ist. Ich fands nur nicht so nett, wie Du den Hinweisgeber abgekanzelt hast.

Ich hab ihn abgekanzelt?

Er weist mich darauf hin, dass sich etwas verändert hat. Ja, Überraschung, deshalb hab ich ja geschrieben. Dieser Hinweis war Null hilfreich.

Aber gut, jeder ist anderswo empfindlich.

Die Möglichkeit wäre ja auch immer noch, dass es ein typischer Fehler solcher Geräte sein könnte, den man durch den Austausch eines Teiles schnell beheben könnte. vielleicht ein Relais oder so.
Das hätte ja durchaus sein können.
Oder es ist von vornherein klar, dass es dafür 1000 Gründe geben kann und es hier nicht möglich ist, irgendwelche Schlüsse zu ziehen.

DAS ist das, was ich mir so dabei gedacht hatte.

Hab mich noch nicht dran gewöhnt, dass der Ton hier rauer geworden ist.

Eigentlich hast Du dies geschrieben:

Ja, das wird das Problem sein.