Bei meiner „geerbten“ MW fehlt die Abdeckung des Magnetronauslasses zum Garraum. Modell: Severin MW 7823.
Sonst ist alles o.k., Funktion und Optik ohne Probs.
Aus welchem hitzebeständigen, aber Mikrowellen durchlässigen Material muss diese bestehen?
Meine alte MW hatte sich gerade nach 18 Jahren und täglich mehrmaliger Nutzung mit qualmendem Hochspannungstrafo verabschiedet. Dort besteht der Auslass aus einer wärmebeständigen Plastikplatte, vermutlich Material wie beim MW-Geschirr.
Die Severin hat aber zusätzlich einen Grill. Da wäre dieses Plastik sicher nicht hitzebeständig genug.
Kann man da eine dünne Glasscheibe, ähnlich wie die Objektträger vom Mikroskopieren, verwenden? Oder gibt es eine bessere Lösung?
Als Ersatzteil scheint das jedenfalls nicht gehandelt zu werden.
Als Ersatzteil scheint das jedenfalls nicht gehandelt zu werden.
Mit gutem Grund.
Da Mikrowellen sehr leistungsfähige Hochfrequenzsender sind, dürfen alle Arten von Umbauten und Reparaturen (auch mechanische) nur von speziell dafür ausgerüsteten Werkstätten (in der Regel die Kundendienstwerkstätten der Hersteller) ausgeführt werden.
Es ist nämlich nach jedem Eingriff in die Mikrowelle eine HF-Dichtigkeitsprüfung vorgeschrieben und dazu gehört nun mal ein spezielles Equipment, über das auch der EDV (Elektriker Deines Vertrauens) nicht verfügt.
Warum das so ist?
Wenn bei eingeschalteter Mikrowelle HF-Strahlung nach außen austritt, heizt diese natürlich auch in der Umgebung der Mikrowelle alle wasserhaltigen Materialien auf. Und da die meisten Menschen dazu neigen, den Garvorgang wenigstens zeitweise durch das Sichtfenster des Gerätes zu beobachten, würden sich die Augen im unmittelbaren Gefahrenbereich befinden. Und da das Augeninnere nicht über schmerzempfindliche Nerven verfügt, merkt der „Beobachter“ erst, dass etwas nicht in Ordning ist, wenn er seine Umgebung wie durch eine Milchglasscheibe sieht. Und das ist dann irreversibel.
Also lass die Finger von Selbstreparaturversuchen. Gib die Mikrowelle entweder zur Reparatur an den autorisierten Kundendienst, oder - wenn sich das nicht lohnt - schmeiß sie weg.
Sorry, aber diese Antwort ist leider völlig daneben…
Gehörst Du auch zu denen, die zum Wechsel des gläsernen Drehtellers eine Fachkraft anfordern? Das ist im Prizip nichts anderes.
Dieses Plättchen befindet sich im Garraum und wird in eine Führung geschoben, vom „Eingriff“ kann hier absolut keine Rede sein.
Im übrigen arbeite ich seit 25 Jahren im Elektro und Elektronik Service. Mit den Gefahren von Hochspannung und Mikrowellen bin jedenfalls schon vor Jahren vertraut worden.
Vielleicht kann ja doch noch jemand meine Frage beantworten.
Schließlich heißt das hier „wer-weiss-was“ und nicht „wer-weiss-nix“. Dieter Nuhr hatte sich dazu auch schon mal passend geäußert.
Hallo Namen- und Grußloser,
solange Du kein Metall für diese Abdeckung benutzt, kann nichts schlimmes passieren. Das Teil könnte höchstens schmelzen und den Garraum verkleben…
Im Ernst, wenn Du die Möglichkeit hast, ein PTFE-(Teflon)-Plättchen zu besorgen, dann kann nichts passieren. PTFE lässt sich gut zurechtschneiden und ist für die Mikrowellen neutral.
Es gibt auch einige andere Kunststoffe, aber die sind auch nicht leicht zu beschaffen. Aber bitte nicht experimentieren.
Gruß, Edi
(Du bist mir hoffentlich nicht böse, dass ich zum Schluss höflich gegrüßt habe ? )