Hallo da draußen,
der Kinderurologe hat mir bei meinem Sohn eine „Miktionsuntersuchung“ vorgeschlagen. Er ist viereinhalb und nässt sich noch täglich mehrmals ein. Hat jemand von euch Erfahrung mit so etwas? Ist so etwas wirklich sinnvoll?
Gruß, die-von-windeln-genug-hat-und-vom-pinkeln-gestresst-ist
hallo
sinnvoll ist alles, was den zustand erklaeren und ggfls auch hinweise gibt, wie man das aendern kann - es spricht also prinzipiell nichts gegen das vorhaben des arztes.
sei dir nur bewusst, dass der ist-zustand fuer dein kind ( noch ) quaelender ist, als fuer dich!
kinder in dem alter wissen schon sehr genau, was erwartet wird, und wenn nicht erfuellte erwartungen „besondere beachtung“ erfahren, dann verschlimmert sich das problem. dein letzter satz laesst darauf schliessen, dass du da eine ziemliche thematisierung am kochen hast.
was ich dabei nicht verstehe ist, dass du das 4,5 jaehrige kind noch windelst.
eigentlich hat das kind dann auch keinen grund, mit dem einnaessen aufzuhoeren, denn eine vollgemachte windel ist wonnig warm…
eine vollgepisste hose ist jedoch kratzig, sie scheuert, und sie stinkt, und andere leute sehen das…
ich wuerde also ( nach ruecksprache mit dem arzt, ob nicht doch organische gruende vorliegen ) mal die tour der selbstverantwortung mit dem kind durchziehen - also selbst erkennenlassen, wann es zeit ist, sich umzuziehen, usw…
ich sehe da die chance, dass eine konditionierung stattfindet, wo das kind erkennt, dass es bequemer ist, regelmaessig ( auch ohne druck ) aufs klo zu gehen, anstatt sich andauernd umzuziehen.
gruss
khs
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Hallo
Ich finde den vorigen Vorschlag gut.
Ich kannte ein Mädchen, die hat mit 12 noch eingenässt. Es war wohl eine Riesengeschichte, und es sind alle möglichen Behandlungen und Untersuchungen deswegen gemacht worden, und ich vermute, dass dies der Grund ist, dass sich das so festgesetzt hat bei dem Kind. Das Kind konnte zu keinem Kindergeburtstag, nie bei jemand anders übernachten, weil sie sich jedesmal nass gemacht hat.
Ich wette, dass das nicht so schlimm gekommen wäre, wenn die Eltern sich einfach nicht drum gekümmert und auch keine Windeln mehr angezogen hätten.
Meine Tochter hat auch ziemlich lange die Windel getragen. Irgendwann war mir aber klar, dass sie das aus irgendeinem Grund so wollte. Dann hat sie keine Windeln mehr gekriegt, und das klappte dann sehr sehr schnell, war allerdings mit ein bisschen Schimpferei verbunden (meine Tochter hat mit mir geschimpft), aber da muss man durch.
Vielleicht versuchst du es mal auf die Art, bevor du solche ärztlichen Untersuchungen machen lässt? Ich weiß nicht, wie so eine Untersuchung geht, aber ärztliche Untersuchungen im Intimbereich würde ich eigentlich nur machen lassen, wenn es gar nicht anders geht.
Viele Grüße
Thea
Hallo,
Ich kannte ein Mädchen, die hat mit 12 noch eingenässt. Es war
wohl eine Riesengeschichte, und es sind alle möglichen
Behandlungen und Untersuchungen deswegen gemacht worden, und
ich vermute, dass dies der Grund ist, dass sich das so
festgesetzt hat bei dem Kind. Das Kind konnte zu keinem
Kindergeburtstag, nie bei jemand anders übernachten, weil sie
sich jedesmal nass gemacht hat.Ich wette, dass das nicht so schlimm gekommen wäre, wenn die
Eltern sich einfach nicht drum gekümmert und auch keine
Windeln mehr angezogen hätten.
Also mit solchen vorschnellen Urteilen solltest Du wirklich vorsichtiger sein. Wenn ein Kind derart lange einnässt, ist ignorieren sicher nicht die richtige Methode…
Vielleicht versuchst du es mal auf die Art, bevor du solche
ärztlichen Untersuchungen machen lässt? Ich weiß nicht, wie so
eine Untersuchung geht, aber ärztliche Untersuchungen im
Intimbereich würde ich eigentlich nur machen lassen, wenn es
gar nicht anders geht.
Klar, und dem Kind von klein an einimpfen, daß es Körperbereiche gibt, die man besser nicht untersuchen läßt… Das ist wirklich der größte Mist, den man machen kann!
Ich spreche aus Erfahrung: Ich mußte mich Anfang November einer ausgesprochen schmerzhaften OP unterziehen…im Intimbereich läßt man sich ja nur dann untersuchen, wenn es nicht anders geht.
Wäre ich früher zum Arzt gegangen, wären mir 5 Wochen Arbeitsunfähigkeit und jede Menge Schmerzen erspart geblieben.
Ich kann nur dringend dazu raten Kindern von Klein an zu vermitteln, daß Untersuchungen auch im Intimbereich nichts schlimmes sind und daß sich Untersuchungen deutlich von anderen Handlungen im Intimbereich unterscheiden.
Gruß Stefan
kinder in dem alter wissen schon sehr genau, was erwartet
wird, und wenn nicht erfuellte erwartungen „besondere
beachtung“ erfahren, dann verschlimmert sich das problem. dein
letzter satz laesst darauf schliessen, dass du da eine
ziemliche thematisierung am kochen hast.
Das wurde falsch verstanden… ich bin schon ab und zu gestresst, ist ja klar: wir sind in der Stadt und haben schon eine neue Hose angezogen, waren auf dem Klo und 5 Minuten später ist alles schon wieder nass! Dann rege ich mich natürlich auf. Meistens ist es jedoch so daß ich ihn freundlich darauf hinweise, daß er sich jetzt umziehen muß.
was ich dabei nicht verstehe ist, dass du das 4,5 jaehrige
kind noch windelst.
eigentlich hat das kind dann auch keinen grund, mit dem
einnaessen aufzuhoeren, denn eine vollgemachte windel ist
wonnig warm…
Das mache ich erst seit einem Monat wieder, und das nur draußen, da ich eine Blasenentzündung wegen des eisigen Wetters natürlich vermeiden möchte! Wir haben es davor ein dreiviertel Jahr ohne gemacht, das Ergebnis: KEINS
ich wuerde also ( nach ruecksprache mit dem arzt, ob nicht
doch organische gruende vorliegen ) mal die tour der
selbstverantwortung mit dem kind durchziehen - also selbst
erkennenlassen, wann es zeit ist, sich umzuziehen, usw…
Ich kann ihn nicht mit der nassen Hose rumlaufen lassen, da wird ja meine ganze Wohnung stinkig
ich muß ihm das schon sagen, von allein macht er das nur ganz selten
Ich weiß nicht, wie so
eine Untersuchung geht, aber ärztliche Untersuchungen im
Intimbereich würde ich eigentlich nur machen lassen, wenn es
gar nicht anders geht.
Also das finde ich nicht schlimm. Kleine Kinder haben insofern noch kein Schamgefühl, und ich finde man sollte es auch nicht frühzeitig herausfordern. Aber abgesehen davon, ist es nich der Intimbereich, worauf es bei dieser Untersuchung ankommt:
Wenn er mal muß, bekommt er Haftelektroden auf den Po, die seine Muskelkontraktionen beim Wasserlassen messen. So will man herausfinden, ob diese richtig arbeiten.
Hallo
Also das finde ich nicht schlimm. Kleine Kinder haben insofern
noch kein Schamgefühl, …
Mit 4 Jahren? Manche aber doch.
Aber abgesehen davon, ist es nich
der Intimbereich, worauf es bei dieser Untersuchung ankommt:
Wenn er mal muß, bekommt er Haftelektroden auf den Po, die
seine Muskelkontraktionen beim Wasserlassen messen. So will
man herausfinden, ob diese richtig arbeiten.
Ach so, da sehe ich auch kein Problem.
Viele Grüße
Thea
Hallo
Ich wette, dass das nicht so schlimm gekommen wäre, wenn die
Eltern sich einfach nicht drum gekümmert und auch keine
Windeln mehr angezogen hätten.Also mit solchen vorschnellen Urteilen solltest Du wirklich
vorsichtiger sein. Wenn ein Kind derart lange einnässt, ist
ignorieren sicher nicht die richtige Methode…
Da ich einerseits keine Möglichkeit habe, mir hier ein fundierteres Urteil zu bilden, und andererseits mein Urteil darüber überhaupt keine Auswirkung auf den Fall hat (es besteht noch nicht mal mehr Kontakt zu der Familie), ist es sicher nicht so schlimm, wenn ich hier vorschnell urteile.
Außerdem meinte ich, dass die Eltern sich am Anfang, bevor es solche extremen Formen angenommen hat, nicht so viel hätten kümmern sollen.
Viele Grüße
Thea
Hi,
Ach so, da sehe ich auch kein Problem.
Bist Du wirklich der Meinung, man sollte Kinder im Intimbereich nur dann untersuchen (lassen), wenn es nicht mehr anders geht?
Über diese Haltung solltest Du mal ernsthaft nachdenken! Ich bin der festen Überzeugung, daß man damit dem Kind (und späteren Erwachsenen) einen Bärendienst erweist.
Und nach meiner Erfahrung mit meinen Jungs schließen sich (gesunde) Schamgefühle und fehlende Scheu vor notwendigen intimen Untersuchungen keineswegs aus.
Gruß Stefan
Hallo liebe Mama,
schau Dir auch mal diese Seiten an:
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LG
Maja
Hallo
Bist Du wirklich der Meinung, man sollte Kinder im
Intimbereich nur dann untersuchen (lassen), wenn es nicht mehr
anders geht?
Eigentlich nicht, nur fand ich das medizinische Personal, das ich im Zusammenhang mit meinen Kindern miterlebt habe, z. T. so unsensibel und auch besitzergreifend gegenüber deren Körpern (als hätte sie mehr darüber zu bestimmen als die Kinder selbst) waren, dass ich das nach Möglichkeit vermeiden würde.
Ich hab es mehrfach erlebt, dass bei (in den konkreten Fällen höchstwahrscheinich nicht wichtigen) Routineuntersuchungen, die das Kind spontan abgelehnt hatte, mit moralischem Druck und Schimpfen reagiert wurde. Deswegen bin ich zu der Auffassung gekommen.
Allerdings wäre es natürlich viel besser, wenn solche Untersuchungen einfach sachlich und als nichts Besonderes gesehen würde. Aber Arzt ist eben nicht gleich Arzt.
Viele Grüße
Thea
Hi,
Bist Du wirklich der Meinung, man sollte Kinder im
Intimbereich nur dann untersuchen (lassen), wenn es nicht mehr
anders geht?Eigentlich nicht, nur fand ich das medizinische Personal, das
ich im Zusammenhang mit meinen Kindern miterlebt habe, z. T.
so unsensibel und auch besitzergreifend gegenüber deren
Körpern (als hätte sie mehr darüber zu bestimmen als die
Kinder selbst) waren, dass ich das nach Möglichkeit vermeiden
würde.Ich hab es mehrfach erlebt, dass bei (in den konkreten Fällen
höchstwahrscheinich nicht wichtigen) Routineuntersuchungen,
die das Kind spontan abgelehnt hatte, mit moralischem Druck
und Schimpfen reagiert wurde. Deswegen bin ich zu der
Auffassung gekommen.
O.k., diese Erfahrungen fehlen mir (zumindest bei meinen Jungs). Ich dachte nicht, daß es so etwas heute noch gibt. Solche Einstellungen (die ich noch aus der eigenen Kindheit kenne) sind natürlich übelst, sie können tiefe Abneigung gegen jede Art von ärtzlicher Untersuchung begründen.
Ein Ausweichen halte ich aber dennoch für falsch, solchem Verhalten sollte man anders begegnen. Entweder (sofern es überhaupt möglich ist) den Arzt wechseln oder die entsprechenden Personen offensiv mit ihrem Fehlverhalten konfrontieren. Oft dürfte solches Verhalten schlicht aus Überforderung/Zeitmangel resultieren.
Allerdings wäre es natürlich viel besser, wenn solche
Untersuchungen einfach sachlich und als nichts Besonderes
gesehen würde.
Ich halte es nicht nur für besser, sondern für elementar wichtig! Es gibt so viele Menschen (jeden Alters) die aus irrationalen Gründen notwendige Untersuchungen herauszögern und sich damit selbst schaden, daß man dieses Problem wirklich nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Was hier im Kindesalter angelegt wird, kann man als Erwachsener nur schwer überwinden. Und völlig los wird man es nie…
Aber Arzt ist eben nicht gleich Arzt.
Das ist leider wahr.
Gruß Stefan
Hallo,Die-mit-der-Windel-tanzt
,
lass es machen. Mein Sohn hatte vor etlichen Jahren ein ähnliches Problem. Er war damals 4-5 Jahre alt.
Der Urologe klärte mich darüber auf, dass Einnässen keineswegs immer, wie oft in den Medien dargestellt, seelisch bedingt ist, sondern in der Mehrzahl der Fälle körperliche Ursachen hat. Dementsprechend macht auch die Untersuchung Sinn. Vielleicht kann man das Problem leicht abstellen.
Mnachmal ist das Einnässen einfach eine erblich bedingte Entwicklungsverzögerung - wohlgemerkt auf diesem Sektor! Eine Bekannte von mir hatte 2 Buben, die bis zum Eintritt der Pubertät nachts zum Toilettengang geweckt werden mussten. Bei ihrem Mann war es in der Kindheit ebenso gewesen.
Gruß
lexi
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