ich hab da mal eine Frage was eigentlich eine „Milchmädchenrechnung“ ist. Ich dachte immer das ist eine Rechnung die nicht irgendwie einen dummen Fehler enthält und nie aufgeht. (Also: Ich kaufe Bleistifte für 40 Pfennig ein, verkaufe sie für 30 Pfennig und von den 10 Pfennig lebe ich). Nun verwendet mein Kollege das Wort Milchmädchenrechnung für eine Beispielrechnung (Also: Angenommen, Sie verdienen 10.000 DM im Jahr und haben zahlen 5.000 DM Miete…)
Was ist nun richtig? Und gibt’s sowas irgendwo im Internet zu lesen?
ich dachte immer, es ginge nicht um wirkliche rechnungen sondern das ganze sei eine metapher für ein gedankenspiel oder eine rechnung, die in sich logische fehler enthält. mir fällt jetzt kein beispiel ein.
Es geht um eine Fabel (von wem? Weiß ich nicht mehr. La Fontaine oder so), die erzähle ich jetzt aus dem Bauch heraus:
Ein Milchmädchen ging mit einem vollen Krug Milch zum Markt. Auf dem Weg dorthin dachte sie: den Krug verkaufe ich für 10 (Gulden? Mark? Stücke?) und kaufe mir davon 2 Dutzend Eier. Die kann ich dann gut und locker füe eine Henne eintauschen. Die Henne würde ich dann für eine kleine Gans hergeben …
usw.
Am Ende wähnt sie sich reich und glücklich in ihrem sauer verdienten Schloß. Sie macht deswegen einen Freudenhüpfer - und der Krug fällt auf den Boden, und alles ist hin.
Eine Milchmädchenrechnung ist also eine naive Planung, nicht realitätstauglich, und meistens geht sie eben nicht auf.
Schönen Gruß
J.
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Es geht um eine Fabel (von wem? Weiß ich
nicht mehr. La Fontaine oder so), die
erzähle ich jetzt aus dem Bauch heraus:
Die Vorlagen stammen von Johann Wilhelm Ludwig Gleim („Die Milchfrau“) und Johann Benjamin Michaelis („Der Milchtopf“). La Fontaine hat sie quasi „nur“ bearbeitet.