Minderwertigkeitskomplexe

Hallo…

Ich habe bereits mal einen Thread im Brett „Lust & Liebe“ geschrieben mit dem Titel „Hilfe!“. Darin ging es um meine Vereinsamung. Durch die Reaktionen von euch habe ich angefangen ein wenig nachzudenken und dafür bin ich euch sehr dankbar.
Wie ihr ja vielleicht gelesen habt bin ich übergewichtig und finde keinen Weg abzunehmen. Ich fragte mich also weshalb das so ist und denke nun die Antwort gefunden zu haben. Ich habe ausgeprägte Minderwertigkeitskomplexe was meine Männlichkeit angeht und habe keine Ahnung wie ich dagegen angehen kann. Vielleicht finde ich ja hier (wieder) einen Denkanstoß der mich ein Stückchen weiter auf meinem Weg bringt, das wäre zumindest sehr schön.
Ich denke, dass meine Übergewicht für mich selbst als Schutzwall missbraucht wird, damit bloß niemand an mich heran treten möchte und auf der anderen Seite ist genau dies aber ein Wunsch von mir - dass eben jemand an mich herantritt und mir auch körperlich sehr nahe ist.
Als ich mit meiner Frau zusammengekommen bin hat sich eine ähnliche Problematik für mich gestellt - ich habe über ein halbes Jahr lang gebraucht bis ich sie an mich heranlassen konnte und nachdem diese Beziehung nun zerbrochen ist, habe ich Angst es nicht mehr zu können.

Danke
Thorsten

Hallo,

ich habe den Eindruck du schwelgst zu sehr in einer selbstzerfressenden Nabelschau als endlich aktiv zu werden.

Geh raus, nimm ab und stell dich dem Leben.

Gruss,
Simone

hallo thorsten,
was möchtest du denn nun wissen? ich denke, wenn du so ein starkes essproblem hast und du glaubst, einen grund dafür gefunden zu haben, ist es denke ich wichtig, den grund für den grund zu finden. warum möchtest du niemanden an dich heranlassen. aber ich denke, dass du ein so lebensbestimmendes problem mit einem psychologen besprechen solltest, das geht schneller und ist evtl. hilfreicher, vorrausgesetzt du findest jemand der gut ist.

almut

Hallo Thorsten.

hör auf, Dich in Deinem Selbstmitleid zu suhlen!
Geh los, nimm aktiv am Leben teil und dann passiert es Dir einfach, daß Du nette, interessante, liebenswerte Leute kennenlernst.

Es gibt unzählige Aktivitäten
Stadtteilaktivitäten
Kulturelle
Sportliche
Ehrenamtliche

und wenn ich mich nicht einhalte, wird das Schreiben schier unendlich lang.

Wenn Du aber in Deinem Sessel sitzenbleibst und wartest, daß Die Prinzessin klingelt, Dich küsst und mitnimmt, wirst Du wahrscheinlich kaum eine Chance haben.

Reiß Dich zusammen und nimm Dein Gesäß hoch!!!

Gandalf

Hallo Almut…

Sicherlich ist es korrekt, dass ich einige Probleme habe. Ich befinde mich seit etwa einem Jahr in psychotherapeutischer Behandlung. Die „Diagnose“ die nach einem dreimonatigen Aufenthalt in einer Klinik für Psychotherapie gestellt wurde hieß „schwere depressive Episode“ sowie „schizoide Persönlichkeitsstörung“. Solche Probleme wie beschrieben kann ich jedoch nur unter dem Schutz der Anonymität besprechen. Mit meiner Psychologin hätte ich dazu nie die Möglichkeit weil ich mir selbst im Weg stehe.

Danke
Thorsten

Hallo thorsten.
Wie wärs mit den Weightwatchern? Da triffst du Leute und nimmst ab, wenn du konsequent bist
Gruß

T

Hi Simone

Könnte er deinen weisen Rat befolgen würde er kaum hier posten…

@stage zero

Was bedeutet dir Essen?

Denk mal darüber nach und suche den Genuß oder den Trost behutsam auf anderen Wegen

LG
Siân

Solche Probleme wie beschrieben kann

ich jedoch nur unter dem Schutz der Anonymität besprechen. Mit
meiner Psychologin hätte ich dazu nie die Möglichkeit weil ich
mir selbst im Weg stehe.

Hi Thorsten,
darf ich mal fragen, ob ich Dich richtig verstanden habe?
Du kannst mit Deiner Psychologin nicht ueber die Probleme, die Dir persoenlich am meisten zu schaffen machen, reden?
Falls das wirklich der Fall sein sollte, wuerde ich Dir stark empfehlen, Dir jemanden zu suchen, zu dem/zu der Du so viel Vertrauen hast, dass Du es hinkriegst.
Dass man in einer Gruppe von Menschen, auch wenn sie alle aus dem gleichen Grund zusammengekommen sind (WeightWatchers, Gruppentherapie irgendwelcher Arten), nicht einfach seine persoenlichsten Aengste preisgeben will, ist ja sehr gut zu verstehen.
Obwohl ich natuerlich nicht weiss, was sonst so von der Psychologin bei Dir ‚behandelt‘ wird, hoert es sich aber etwas zwecklos an - so drehst Du Dich ja nur im Kreis, anstatt voranzukommen.
Aber es ist viel schwerer , Deine ‚Minderwertigkeitsgefuehle‘ durch eine Therapie zu mindern, die Dir ‚beibringen‘ soll, Du solltest Dich so akzeptieren wie Du bist - anstatt Dich zu positiv zu veraendern:
Wenn Du Gewicht abnehmen moechtest, und es tust, schlaegst Du quasi zwei Fliegen mit einer Klappe:
Erstens wirst Du weniger wiegen & Dich wegen Deines Gewichts wohler fuehlen, und zweitens wirst Du stolz auf Dich sein koennen, dass Du es geschafft hast, was anzupacken, was Dir wichtig ist!
Und da es nicht gerade leicht sein wird, darfst Du, auch bei kleinen Erfolgen, superstolz auf Dich sein!
(Aber Dir dann nicht zur Belohnung ne Schokoladentorte 'reinziehen!)
Sei Dir aber bewusst, dass Du nicht nur KONSEQUENT weniger Kalorien zu Dir nehmen darfst, sondern dass Du Dich UNBEDINGT viel bewegen musst!
Wenn Du nicht ins Fitness- Studio willst, kannst Du vieles auch zu Hause machen. Und joggen gehen? Oder einfach nur ein bisschen radfahren?
Und zu den Kalorien: Du musst nicht den ganzen Tag vom Essen traeumen, um dann irgendwann einen winzig kleinen Salat essen zu duerfen. Du musst eben auf Kohlenhydrate verzichten - aber es gibt immer noch genug zu essen. Eine grosse Umstellung wuerde es schon.
Und die hier schon von jemandem erwaehnten weight watchers sind eine SEHR gute Idee - da wirst Du nun ganz sicher nicht der einzige mit Deinem Gewichtsproblem sein, und ausserdem hast Du eine externe Kontrolle - und hast auch Leute, die wirklich stolz auf Dich sein werden, wenn Du das durchziehst.

Sorry, ich wollte hier nicht predigen oder so, aber vielleicht ist ja irgendwas, das ich gesagt habe, irgendwie hilfreich.
Gruss & alles Gute (und: Kopf hoch! das Leben bleibt nur so lange so beschissen, wie es ist, bis man was dagegen tut!)
Isabel

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hallo thorsten,
dann würde ich vermuten, dass du bei der falschen frau auf der couch
liegst. die soll ja doch eben genau dafür gut sein. und sie muss in
der lage sein, solche sachen aus dir herauszuholen. wenn du dich ihr
gegenüber nicht lernst zu öffnen, wie soll das dann im alltägliche
leben klappen. es ist glaub ich schwieirg sowas per computertastatur
zu lösen, da braucht man ja wochen, tippt aneinander vorbei und
versteht doch nur die hälfte. gespräche sind zwar anstrengender aber
auch effektiver.

almut

Hi Thorsten,
inzwischen wissen wir, dass Du in therapeutischer Behandlung bist und auch einen Aufenthalt in einer entsprechenden Einrichtung stationär hinter Dir hast. Hat man denn auch andere mögliche (organische) Ursachen für Dein Übergewicht (Hast Du „nur“ einige Kilo zuviel oder bist Du adipös?) in Betracht gezogen und diese ggf. ausschliessen können?

Was hast Du bezüglich Deines Essverhaltens und Bewegung aus Deiner Reha „gelernt“? Hast Du neben all den psychologischen Themen dort auch „Praktisches“ mitnehmen können - Essenspläne, Rezepte zur kalorienbewussten Ernährung, „gutes/schlechtes“ Essen (überhaupt Wissen über Nahrung), Einkaufshilfen, Tipps usw… „Trainingsplan“, „passender“ Sport, Treppe statt Aufzug usw. usf.???

Wenn Du in Sachen Bewegung/Sport noch nichts machst, solltest Du zuerst mit Deinem Arzt sprechen - bei Übergewicht sind viel Sportarten wegen großer Belastung der Gelenke nicht geeignet und Dein Trainingsplan sollte auch Deinen derzeitigen Fitnesstatus berücksichtigen - anfangs alles langsam und mit Ruhe angehen (Was bedeuten „Geduld“ und „Zeit“ für Dich?).

In Bezug auf Dein Verhältnis zur derzeitigen Therpeutin denke ich, dass es einige zeit braucht, bis man das Gefühl hat, hier mache ich auf - oder eben nicht. Letzteres scheint bei Dir der Fall zu sein und deshalb wird das mit DIESER Therapeutin vermutlich nie was. Auch hier musst Du AKTIV werden und was Passendes suchen. Eine Therapie, in der es nicht um Deine „wirklichen“ Themen geht, frustriert und bringt (DIR !) nichts.

Hallo Gunter…

erstmal möchte ich mich für Dein ausführliches Posting bedanken. Der stationäre Aufenthalt fand nicht unter dem Hintergrund des Übergewichtes statt sondern wegen eines Suizidversuches Anfang des Jahres. Auf das Thema Ernährung wurde gar nicht eingegangen. Komischerweise ist es aber so gewesen, dass ich ohne Umstellung meiner Ernährung in der Klinik und ohne mehr Bewegung als sonst ein wenig abgenommen habe - ohne dass ich es eigentlich vorgehabt hätte. Als ich dann wieder zu Hause war, nahm ich wieder zu. Weshalb das so ist kann ich mir offen gesagt nicht erklären.
Ob ich adipös bin kann ich Dir nicht sagen, ich wiege zur Zeit 122 Kilo auf 1,98 Meter.
Zeit und Geduld - nun, Geduld habe ich keine mehr. Eigentlich wäre mir gestern lieber als heute. Momentan bin ich auf der Suche nach einer neuen Therapeutin - die Suche gestaltet sich aufgrund belegter Plätze jedoch sehr schwierig.

Danke
Thorsten

Hi Stage Zero,

Wie ihr ja vielleicht gelesen habt bin ich übergewichtig und
finde keinen Weg abzunehmen. Ich fragte mich also weshalb das
so ist und denke nun die Antwort gefunden zu haben. Ich habe
ausgeprägte Minderwertigkeitskomplexe was meine Männlichkeit
angeht und habe keine Ahnung wie ich dagegen angehen kann.

Du denkst zuviel. Diese Verknüpfung die dir da eingefallen ist, ist absolut unlogisch! Du bist zu dick, weil du Minderwertigkeitsgefühle hast? diese hast du weil du Probleme mit der Akzeptanz deiner Männlichkeit hast! Und du weißt nicht was du gegen dieses „Sich- nicht-selbst-mögen“ tun kannst und bleibst deswegen dick?

dieses Karussel kannst nur DU verlassen. Zerpflück diese Gedankenkette:

du fühlst dich zu dick: Ganz einfach:

  1. friss die Hälfte. (FDH) Die einzige wirklich wirksame und nachhaltige Diät.
  2. Bewege dich: Wenn du 2 Stunden in der Gegend rumläufst, haste keine Zeit zu essen und Nachzudenken.
  3. Pflege dich: Was stört dich an deiner „Männlichkeit“: Bartwuchs: Rasiere dich! Brusthaartoupee: Rassiere Dich! riechst du: Wasche dich und suche dir ein gutes Deo. Hast du dämliche Klamotten: geh in einen Laden und kauf dir was schönes. usw.

Vielleicht finde ich ja hier (wieder) einen Denkanstoß der
mich ein Stückchen weiter auf meinem Weg bringt, das wäre
zumindest sehr schön.

Das schönste daran wäre, wenn es Tipps gäbe, die du nicht mit Anstrengung umsetzen mußt, oder?

Ich denke, dass meine Übergewicht für mich selbst als
Schutzwall missbraucht wird, damit bloß niemand an mich heran
treten möchte und auf der anderen Seite ist genau dies aber
ein Wunsch von mir - dass eben jemand an mich herantritt und
mir auch körperlich sehr nahe ist.

Wer ist denn da der Missbraucher? Red mit dem mal ein ernstes Wort, daß er das sein lassen soll! :wink:

Als ich mit meiner Frau zusammengekommen bin hat sich eine
ähnliche Problematik für mich gestellt - ich habe über ein
halbes Jahr lang gebraucht bis ich sie an mich heranlassen
konnte und nachdem diese Beziehung nun zerbrochen ist, habe
ich Angst es nicht mehr zu können.

Klar: Was einmal schief gegangen ist, wird immer schief gehen! Komm aus diesem Loch raus. du hast ja auch laufen gelernt, obwohl du hnderte Male auf die Klappe gefallen bist, bis du es konntest. Versuche diese Kraft und diesen Ehrgeiz bei dir wiederzufinden.

deine Therapeutin ist natürlich eine Frau. Warum nutzt du diese Chance nicht. Produzier dich vor ihr doch mal als Mann. (Nicht als Sexualpartner, versteh mich da nicht falsch!)

Und auch ihr gegenüber scheinst du mir das oben vermutete Verhalten konsequent durchzuziehen: die macht nix, daß es dir besser geht. Das ist auch nicht Sinn der Therapie. Therapie soll dir nur den Weg zeigen, wie du selbst etwas machen kannst.

gruss

Hallo…

ich bin übergewichtig und
finde keinen Weg abzunehmen.

wut macht schön. auch wenn du dick bist. deine augen glühen dann. wenn du dir täglich eine prise wut gönnst, nimmst du schneller ab, als du ahnst.

gruß.

… würde BAP sagen.

Mal im Ernst, lieber Thorsten, es gibt nur einen, der Dich aus der Scheisse reißt und das bist Du selbst.
Wenn Du auch was von einem lesen willst, der kein professioneller Psych…sowieso ist dann finde im folgenden meine bescheidenen und manchmal unsortierten Gedanken zu Deinem Problem.
Werde Dir zuerst mal drüber klar, daß Du Dir selbst im Weg stehst.
Nicht andere. Auch nicht eine Andere. Oder Dein Gewicht. Oder Deine Männlichkeit, egal wie und woran Du sie mißt.
Wie ist Dein Umfeld, Beruf, Freunde, Hobbies ?
Du mußt dort auch etwas geben, wenn Du etwas haben willst. Bring Dich ein, so wie Du bist. Oftmals sehen andere (insbesondere Freunde) die Punkte gar nicht, die wir selbst an uns als solchen Makel empfinden. Besonders körperliche Attribute.
Übergewicht ? Na und ? Ich bin mit 1,83 m und 135 kg auch nicht gerade ein Hungerhaken. Finde ich auch Scheiße. Ich weiß auch wo´s herkommt: Zuviele Bierchen und zuviele leckere Sachen. Aber ich esse nunmal gerne. Daß das nicht toll aussieht weiß ich, was kann ich also tun ?
Ignorieren ist eins, damit kann ich das ganze zum PAL (Problem Anderer Leute) erklären und gut ist. Das geht, wenn ich ein gesundes Selbstbewußtsein habe und mit Schlagfertigkeit anderen Kontra geben und mich auch mal selbst auf die Schippe nehmen kann.
Oder ich kann was tun. Ich habe mit Laufen angefangen, auch wenn´s aussieht als ob ein Pottwal Spitzentanz übt.
Du hast in der Klinik etwas abgenommen, weil Du eine andere Ernährung bekommen hast, Stichwort versteckte Fette. Das sieht zu Hause anders aus, bei mir übrigens auch… .

Was heißt denn für Dich „Männlichkeit“ ? Ich nehme an, Du bist alt und klug genug damit nicht Penislänge zu meinen, oder ?
Meinst Du dann männliches Verhalten ? Wie definierst Du das denn ? Am Machgehabe ? Am Aufrissquotienten gemessen in ONS/Woche ? An der Alkoholtoleranz ? Am Nichtweinendürfen und der gezeigten „Härte“ ?
Ich habe bewußt Klischees und Provokationen aufgezählt.
Werde Dir klar, wer Du bist und vergiß mal das was Du glaubst sein zu müssen.
Du darfst vom Leben nix erwarten, das was Du haben willst mußt Du Dir schon nehmen / verdienen / erarbeiten.
Also: Fang an. Ändere das, was Du ändern kannst in Deinem Leben und in deinem Umfeld. Das können kleine Dinge sein, Teile der Einrichtung die Du schon lange verbessern oder auch wegschmeißen willst. Kleidung die Dir schon lange stinkt - schmeiß weg, kauf neu wenn Du kannst. Blöde Angewohnheiten die Du an Dir nicht magst.
Beim Joggen stört Dich niemand, Du mußt nicht wie oft im Verein etwas beweisen oder eine gute Figur machen. Du kannst mit Deinen Gedanken alleine sein und Kalorien verbrennen statt welche aufzunehmen.

Wie gesagt: Meine persönlichen Gedanken zu der Sache, müssen nicht der Weisheit letzter Schluß sein.
Aber ich denke Du mußt Deinen Arsch schon selber in Bewegung setzen.

Gruß
Bernd

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Hallo Thorsten,

Wie ihr ja vielleicht gelesen habt bin ich übergewichtig und
finde keinen Weg abzunehmen.

Ich denke, dann ist es auch nicht dran. Mir geht´s gerade genauso. Ich habe schon
einige male einen Weg gefunden, aber zur Zeit geht garnichts.

Ich fragte mich also weshalb das

so ist und denke nun die Antwort gefunden zu haben. Ich habe
ausgeprägte Minderwertigkeitskomplexe was meine Männlichkeit
angeht und habe keine Ahnung wie ich dagegen angehen kann.

Für mich nicht ganz nachvollziehbar, warum Du zu einer TherapeutIN gehst, bzw.
Dir eine andere TherapeutIN suchst. Wäre ein Mann nicht kompetenter?

Vielleicht finde ich ja hier (wieder) einen Denkanstoß der
mich ein Stückchen weiter auf meinem Weg bringt, das wäre
zumindest sehr schön.

Nun und diese Denkanstöße können immer nur, wie hier auch, Ratschläge sein. Und
manchmal sind es für den betreffenden tatsächlich RatSCHLÄGE.

Ich denke, dass meine Übergewicht für mich selbst als
Schutzwall missbraucht wird, damit bloß niemand an mich heran
treten möchte und auf der anderen Seite ist genau dies aber
ein Wunsch von mir - dass eben jemand an mich herantritt und
mir auch körperlich sehr nahe ist.

Sicher eine „Erkenntnis“ aus der Therapie, nur:
widerspricht sich hier ja was.
Wenn es denn ein Schutzwall ist, und das ist Übergewicht oft, versteh ich
MIßBRAUCHT nicht. Es ist ein Schutz, der nötig ist, wovor auch immer.
Dein Unbewußtes „weiß“ es wohl besser.

Ich würde Dir einen Therapeuten empfehlen, der tiefenpsychologisch arbeitet.
Und vorallem muß es menschlich passen zwischen Euch.
Die kassenärztliche Vereinigung gibt Dir auch Adressen von Therapeuten mit freien
Plätzen.

Alles Gute
Silvia

Und ne Buchempfehlung noch: „Essen als Ersatz“ von Geneen Roth

Hi Thorsten,
ich wundere mich, dass man in der stationären Therapie nicht (zumindest nebenher) auch auf Dein (vermutlich offensichtliches) Übergewicht eingegangen ist. Da ein Suizidversuch m. W. oft ein „Hilferuf“ ist und Du selbst für Dein Gewichtsproblem (oder Bewegungsproblem - das wissen wir von Dir noch nicht) psychosomatische Ursachen vermutest, verstehe ich das nicht.

Hast Du bezügl. Deines Essverhaltens ein Gespür, isst Du bewusst, kennst Du Dich aus, kochst Du selbst??? „Schlägst“ Du in bestimmten (Gefühls-) Stimmungen besonders beim Essen zu? Trinkst Du (viel) Alkohol und isst im Zusamenhang damit mehr?
Da wir all diese Dinge von Dir nicht wissen, ist es schwierig, Dir gezielt was zu sagen. Falls Du das eine oder andere vieleicht hier nicht im Forum offenbaren magst, könnte Dir eine Ernährungsberatung z. B. bei einer Krankenkasse helfen. In jedem Fall solltest Du aber beim Hausarzt eine Untersuchung durchführen lassen, ob es ggf. doch körperliche oder organische Ursachen und ggf. Begleiterkrankungen (Diabetis, Hypertonie usw.) gibt. Auf Basis dieses Wissens kannst Du dann konkret weitere Massnahmen angehen.
Ich glaube, dass Du weiterhin in einer Therapie (Bei "passender Therapeutin) bleiben solltest. Allerdings wird Dir selbst lebenslange Therapie allein nicht wirklich helfen - Du musst selbst in jeder beziehung in Bewegung kommen + bleiben!!!

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Hi Simone

Könnte er deinen weisen Rat befolgen würde er kaum hier
posten…

Indem er gebetmühlenartig seine Problemchen aus der Seele kramt und jetzt auch noch ins Internet stellt, wird sein Leben auch nicht besser … im Gegenteil, er verkriecht sich immer mehr und mehr.

S.

Hi Thorsten,
ich versuche einen anderen (möglichen) Ansatz für Dein Problem zu formulieren - als Denkanstoss.
Leider hast Du bisher nicht körperliche/organische Ursachen als Grund für Dein Übergewicht/Adipositas ausgeschlossen (zumindest wissen wir davon nicht), so dass ich vermute, Du führst dem Körper mehr Energie in Form von Essen und/oder Trinken zu als Du verbrauchst. Bei Normalgewichtigen ist das durch ein „echtes“ Hunger- bzw. Sättigunsgefühl ausgeglichen. Also hast Du mehr Hunger als gut und richtig für Dich ist - Hunger wonach?
Da Dein Körper die (überflüssige) Nahrungsaufnahme nicht braucht, scheint irgendeine anderere Art von Hunger dahinterzustecken?!
Zusätzlich zu oder gar anstelle Deines Minderwertigkeitskomplexes könnte also ein „Hunger“ nach etwas stehen, das Du über Nahrungszufuhr zu sättigen versuchst. Hast Du Dich als Kind zu kurz gekommen gefühlt?, Wurde Nähe und Berührung durch Essen/Süssigkeiten ersetzt?, Fühltest Du Dich geliebt, wenn Du (gut und viel) zu essen bekamst?, Wurdest Du als Kind gestillt (mit Körperkontakt) oder „gefüttert“ (der Begriff sagt schon alles)? War Essen Ersatz für Trost, Zuspruch, Zuwendung, Nähe und (elterliche) Liebe? Essen gut = alles gut?
Spürst Du ein echtes körperliches Hungergefühl, wenn Du was zu Essen wünscht oder kannst Du dahinter dahinter andere Gefühle (allein sein, verlassen sein, Einsamkeit, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Wut, Schmerz) ahnen oder gar erkennen? Ich vermute, dass Du in Deiner Reha (unbewusst und unbeabsichtigt) Gewicht verloren hast, weil Du näher umd mehr bei Deinen „echten“ Bedürfnissen warst und den „echten“ Gefühlen mehr Platz in Deinem Leben eingeräumt hast. Leider geht das im Alltagstrott und erst Recht bei schweren Schicksalsschlägen häufig wieder zurück bzw. verloren, weil man sich „wieder Mal so richtig zu kurz gekommen fühlt“ - und da greift man auf altbekannte Verhaltensmuster zurück (Essen tut gut und mir gehts gut, ich brauche nichts).
Solltest Du meinem Ansatz zustimmen, wäre ein (weiteres) Therapieziel, dass Du Deine wahren Bedürfnisse (er-) kennen lernst und die passende Befriedigung dazu findest. Am Anfang würde sinngemäss stehen: (Auch) Männer haben Gefühle

mit anderen Augen sehen
Hallo Thorsten,

vielleicht hilft es Dir, wenn ich Dir sage, dass ich Dich aufgrund des Bildes in Deiner Vika als attraktiv ansehen würde.
Es gibt doch so viele unterschiedliche Menschen (demhimmel…oder so…seidank) und in den Augen jedes anderen Menschen sieht man wieder anders aus.
Vielleicht musst Du einfach mal akzeptieren, dass es nicht nur Dich ALLEIN gibt, der sich ZUR ZEIT eben wenig anziehend findet, sondern dass noch ganz viele andere Menschen auf der Erde rumspringen, die Dich total anders wahrnehmen.

Klar hat man Nachteile, wenn man äusserlich nicht der Norm entspricht, man wird von Mitmenschen gehänselt, man ist allgemein gehemmter (z.B. beim Sport oder wenn man sich irgendwo ausziehen soll), doch meistens macht man sich den Stress selbst - in Gedanken überlegt man schon, wie man wohl bei den Anderen ankommen wird.
Dabei machen sich die Anderen gar nicht so viele Gedanken, sie sehen Dich so, wie Du eben in ihrem Weltbild erscheinst.
Bist Du still und dick - dann nehmen sie Dich als stillen Menschen wahr.
Bist Du humorvoll und dick - dann nehmen sie Dich als humorvollen Menschen wahr.
Bist Du ein agressiver Zeitgenossse und dick - dann nehmen sie Dich als agressiven Zeitgenossen wahr.
Es ist eigentlich ganz einfach, Du siehst Dich als dicken Menschen und Dein Umfeld nimmt wahr, wie Du Dich gibst.

Ich selber hatte (und habe immer noch) auch mit dem Gewicht Probleme.
Dickes Kind, dicker Teenager - dann viele Kilo abgenommen (Liebeskummer) und jetzt Normalgewicht, aber in meinem Kopf bleibe ich immer dick.
Ich hatte einige Beziehungen und habe festgestellt, dass es nie darauf ankam, wieviele Kilos ich auf die Waage brachte, sondern wie ich auf die Menschen in meinem Umfeld gewirkt habe, wenn ich mich persönlich schlecht gefühlt habe, hat mein Umfeld darauf dementsprechend reagiert.

Jeder Topf findet sein Deckelchen - das ist ein alter Spruch, aber er ist wahr!
So wie ich meinen Deckel (grins) gefunden habe, wirst Du auch Deinen Deckel finden - und dabei ist es völlig egal, ob Du ein paar Kilo zuviel oder zu wenig hast, ob Deine Nase gross oder klein ist, ob Du krumm oder gerade bist.

Dass Dich Deine Frau (?) verlassen hat, hängt ganz bestimmt nicht von Deinem Gewicht ab - dieses Problem betrifft viele andere Menschen auch.

Was allerdings für ein Normalgewicht spricht ist, dass man körperlich fitter ist und sich Dadurch besser bewegen kann - Das ist einfach ein angenehmes Körpergefühl.
Dieses Argument halte ich für stichhaltig - mit einer eventuellen Partnersuche hat Das aber nichts zu tun.

Gruß
ute

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