Hallo,
ist vielleicht ein blöde Frage, aber: bei Tests (auch Psychologische) für Studien und Forschungszwecken, gibt es da eine Mindestanzahl an Teilnehmern, damit die Studien anerkannt werden kann/soll?
Ich habe gerade einen Bericht über Gene gelesen, bei dem 30 Kinder begutachtet wurden (relativ kurze Zeit) und am Ende waren es nur noch 12 …
Kommt mir etwas Spanisch vor, daher die Frage. Und ab wann redet man von einer Langzeitstudie???
Kann man die „Regeln“ irgendwo nachlesen? Ich finde bei Google irgendwie nicht das Richtige dazu.
Vielen Dank an euch!
Chris
Moin Chris,
nein, eine Mindestzahl gibt es nicht: Wenn man drei Schwerstkranke auswählt, ihnen eine Therapie zukommen lässt und alle drei am nächsten Tag munter wären, würde das schon überzeugen.
Von wem anerkannt? Es gibt da keine Stellen, die so etwas vorschreiben könnten.
Auch für eine Langzeitstudie kann es keine allgemeine Regel geben, was denn „lang genug“ wäre. Dafür muss man sich nur unterschiedliche Fragestellungen ausdenken, für die unterschiedlich ist, was „lang“ bedeutet.
Grüße
Vieux
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Hallo,
ist vielleicht ein blöde Frage, aber: bei Tests (auch
Psychologische) für Studien und Forschungszwecken, gibt es da
eine Mindestanzahl an Teilnehmern, damit die Studien anerkannt
werden kann/soll?
das kann man pauschal nicht beantworten. Es kommt darauf an, welchen Fragestellungen mit welchen Methoden nachgegangen wird. Wenn Du Dein Anliegen vielleicht noch etwas näher beschreiben könntest, dann könnte man evtl. etwas Konkretes dazu sagen.
Kann man die „Regeln“ irgendwo nachlesen? Ich finde bei Google
irgendwie nicht das Richtige dazu.
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Lit…
Beste Grüße,
Oliver Walter
Statistik
Hallo,
ist vielleicht ein blöde Frage, aber: bei Tests (auch
Psychologische) für Studien und Forschungszwecken, gibt es da
eine Mindestanzahl an Teilnehmern, damit die Studien anerkannt
werden kann/soll?
Je größer die Anzahl, desto zuverlässiger die Allgemeingültigkeit der Aussage. Wenn jemand einen Versuch mit 5 Personen macht, wird ihm kein seriöser Wissenschaftler Glauben schenken. Bei 50 Personen sieht das schon anders aus, insofern alle aktuellen Regeln wissenschaftlicher Versuche beachtet werden.
Evidenz statt Eminenz.
Gruß
Stefan
Moin,
der erste Satz ist im allgemeinen richtig: Das Vertrauensintervall wird kleiner, je größer die Zahl ist, aber Konfundierungen (Wirkung von Störvariablen) werden auch möglicherweise wirksamer.
Der zweite Satz ist nicht ganz richtig: Wenn von fünf Krebskranken sauber dokumentiert und von Zeugen kontrolliert nach der Gabe von „Eubulin“ (hab ich grad erfunden) alle fünf Fälle völlig geheilt würden, würde die wissenschaftliche Welt aufhorchen. Auch die statistische Begründung ist klar: Bei einer sehr großen Effektstärke wird sowohl der t-korr-Test als auch der Wilcoxon-Test ein auf dem 5-%-Niveau signifikantes Ergebnis zeigen.
Das heißt: Im Prinzip sind mehr Personen überzeugender und bei geringen Effektstärken auch angemessen. Aber bei „zu“ vielen Personen werden eben auch sehr geringe Effekte signifikant und es steigt auch die Wahrscheinlichkeit von Konfundierungen. Die Auswahl der Anzahl der Personen ist sorgfältig zu überlegen.
Grüße vom Vieux
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