Hallo silversan
Verstärktes Schwitzen und Trinken beim Sport:
Normalerweise sondert ein Erwachsener durch Schwitzen pro Stunde etwa 1,5 bis 3 Liter Flüssigkeit aus. Der Schweiß besteht zu 99-99,7 % aus Wasser und lediglich zu 0,3-1 % aus Feststoffen und flüchtigen Bestandteilen. Die Hälfte der wenigen Festbestandteile des Schweißes wird aus anorganischen Salzen gebildet, die andere Hälfte aus organischen Substanzen. Hauptsächlich sind Natriumchlorid (Kochsalz) und Harnstoffe der Schweißflüssigkeit vorhanden. Daneben enthält der Schweiß eine Reihe von anderen, meist flüchtigen Bestandteilen, unter anderem kurzkettigen Carbonsäuren (Ameisensäure, Buttersäure, Hexansäure), Harnstoff, Harnsäure,Bicarbonatin und Cholesterin.
Der größte Anteil des Schweißes verdunstet. Die Menge des Schweißes insgesamt kann von Person zu Person, je nach Körpergröße, Statur, Beschaffenheit der Schweißdrüsen und je nach Aktivität sehr unterschiedlich sein.
Im Normalzustand können das 0,5-0,7 Liter pro Stunde bis hin zu 2,0 bis 4,0 Liter pro Stunde (beim Sport) sein, bzw. innerhalb von 24 Stunden 12-15 … Liter. Die Summe der der dabei verlorenen Salze und Mineralstoffe ist durch die Ernährung rasch ausgeglichen, zumal es meist nur um Kochsalz geht, das heute ohnehin in zu großer Menge verwendet wird.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät, mindestens 1,5 und bei Hitze 3 Liter am Tag zu trinken.
Wichtig ist, nicht erst zu trinken, wenn Durst auftritt. Durst ist ein Zeichen dafür, dass bereits ein Flüssigkeitsdefizit vorliegt! Beim intensiven Sport braucht man je nach Intensität, Körpergröße, Gewicht und Randbedingungen mehr Wasser.
„Auch mit Wasser kann man seine Gesundheit ruinieren", sagt Udo Pollmer. Der Lebensmittelchemiker und Autor hält den „Wasserkult“ für gefährlichen Unfug. „Das ist ein schönes Beispiel, wie man mit gut gemeinten Ratschlägen einen Menschen umbringen kann“, sagt er. Die Gefahr, zu viel zu trinken, bestehe durchaus. Eine gute Hilfe finden Sie hier: http://www.wasser-hilft.de/tipps_zum_wassertrinken.htm
Mineralmangel durch Schwitzen: Leistungssportler und Menschen, die einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit nachgehen oder an übermäßigen Schwitzen (Hidrosis) leiden, haben einen erhöhten Bedarf an Magnesium und Kalium, da mit dem Schweiß auch beachtliche Mengen Magnesium und Kalium verloren gehen, die ergänzt werden müssen. Daher ist wichtig, durch die ärztliche Untersuchung festzustellen, ob der Stoffwechsel einwandfrei funktioniert und keine Mangelerscheinung vorliegt. Das gilt grade beim Kraftsport für das Magnesium und Kalium, wo bei Kalium bei künstlicher Überdosierung verheerende Folgen für den Körper hat!
Kalium: Der Kaliumbedarf ist normalerweise durch die Ernährung gedeckt. Pflanzliche Lebensmittel enthalten besonders viel Kalium und so ist die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene maximale tägliche Kaliummenge von 2 Gramm (2000mg) rasch gedeckt. Reich an Kalium sind Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse wie Spinat und Brokkoli, Feldsalat, Nüsse, Champignons, Trockenobst, Fisch und Bananen. Kalium in 100 g Lebensmittel: Sojabohnen: 1800 mg, Weizenkleie: 1352 mg, Weizenkeime: 990 mg, Erbsen: 940 mg, Spinat: 554 mg, Avocado: 487 mg, Grünkohl: 490 mg, Heilbutt: 446 mg, Knäckebrot: 436 mg, Kartoffeln: 411 mg, Ölsardinen (Dosen): 388 mg, Banane: 380 mg, Honigmelone: 330 mg. Kalium ist wasserlöslich und tritt beim Kochen in dass Wasser über. Das Kochwasser kann aufgefangen und verwendet werden, z. B. zur Soßenbereitung. Auf diese Weise geht das Kalium nicht verloren und kann dem Körper zugeführt werden.
Zu einem Kaliummangel kann z. B. durch Fehlfunktion der Nieren (z.B. Hämaturie) oder des Stoffwechsels kommen. Der dabei entstehende Kaliummangel führt zu Muskelschwäche und Störung der Herztätigkeit.
Eine Kalium-Überversorgung (Z.B. Kalium-Brausetabetten u.a.) wirkt harntreibend, da Kalium die Nieren zu einer erhöhten Harnproduktion anregt. Ein zu hoher Kaliumgehalt in Blut kann zu Herzversagen führen, da Kalium die Kontraktion des Herzmuskels hemmt. Erste Anzeichen sind Lethargie, Lähmungserscheinungen und ein verlangsamter Herzschlag.
Finger weg von Kalium-Präparaten!!!
Magnesium: Der Bedarf an Magnesium ist normalerweise durch die Ernährung gedeckt. Männer benötigen im Alter von 20 Jahren täglich ca. 400 mg (Frauen ca. 310 mg) und der Bedarf sinkt bei Männern bis zum 65. Lebensjahr auf ca. 350 mg (Frauen ca. 300) mg). Magnesium ist in den meisten Nahrungsmitteln enthalten, so z.B. in Vollkornprodukten, Sesam, Soja und vielen Kräutern. Der Magnesiumgehalt in in 100 g: Haferflocken: 140 mg, Weizenkeime: 285 mg, Weizenkleie: 490 mg, Mehrkornbrot: 70 mg, Sojabohnen 220 mg, Bohnen, weiß: 140 mg, Cashewnüsse: 270 mg, Sesam-Samen: 340 mg, Sonnenblumenkerne: 420 mg. Magnesium ist ein Bestandteil der Knochen und Zähne. Es unterstützt die Übertragung von Nervenimpulsen und ist wichtig für die Muskelkontraktion. Das Mineral Magnesium ist in fast allen Körperzellen vertreten. Der menschliche Körper enthält ca. 30 g Magnesium. Davon ist 50 - 60 % in Knochen und Zähnen eingebaut. Der übrige Anteil in unserem Körper steuert sehr viele unserer enzymatischen Reaktionen, besonders zur Energiegewinnung. Zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß und beim Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel wird Magnesium benötigt. Außerdem ist es an der Reizübertragung von den Nerven auf die Muskeln beteiligt und für die Muskelkontraktion von entscheidender Bedeutung. Normalerweise wird der tägliche Magnesiumbedarf mit der Nahrung abgedeckt. Leistungssportler und Menschen, die einer anstrengenden körperlichen Tätigkeit nachgehen, haben einen erhöhten Bedarf, da mit dem Schweiß auch beachtliche Mengen Magnesium verloren gehen, die ergänzt werden müssen. Ein erhöhter Bedarf an Magnesium entsteht auch durch Abführ- und Entwässerungsmittel, Durchfall und Stress. Bei einem Mangel an Magnesium kommt es zu vielfältigen Störungen wie z.B. Muskelkrämpfen, Muskelzuckungen, schlechter Ausnutzung der Nahrung, Wachstumsstörungen und Verkalkung von Blutgefäßen, Nieren und Knorpel. Der Körper kann seinen Magnesiumspiegel sehr gut regeln. Ein Überschuss wird wieder ausgeschieden. Magnesium in großen Mengen führt zu Durchfall. Die Magnesiumaufnahme wird stark beeinträchtigt durch fettreiche und calciumreiche Nahrung und einen Mangel an Vitamin-B1 (z,B. In Haferflocken: 0,65 mg, Weizenkeime: 2 mg, Kartoffel: 0,10 mg, Zucchini: 0,20 mg, Zuckermais: 0,15 mg, Bohnen, weiß: 0,50 mg, Erbsen: 0,76 mg, Sojabohnen: 1 mg, Makrele: 0,14 mg, Aal: 0,18 mg, Lachs: 0,18 mg
Ente: 0,30 mg, Schweinefleisch: 0,90 mg, Sonnenblumenkerne: 1,90 mg, Paranuss: 1,00 mg
Erdnuss: 0,90 mg. Thiamin (Vitamin B1) wird durch Hitze und Sauerstoff leicht zerstört, dadurch sind die Verluste bei der Nahrungszubereitung oftmals sehr hoch. Bereits bei üblicher Verarbeitung in der Küche kommt es zu Thiaminverlusten zwischen 20 und 40 %. Auch das Vitamin B6 födert die Aufnahme von Magnesium. Es ist in nahezu allen Lebensmitteln enthalten. Reich an Vitamin B6 (Pyridoxin) sind z. B. Hühner- und Schweinefleisch, Fisch, einige Gemüsesorten (grüne Bohnen, Kohl, Linsen, Feldsalat), Kartoffeln, Bananen, Vollkornprodukte, Weizenkeime und Sojabohnen begünstigt die Aufname . Weizenkeime: 4 mg, Kartoffeln: 0,3 mg, Sojabohnen: 1 mg, Sardine: 0,97 mg, Makrele: 0,63 mg,
Schweinefleisch: 0,5 mg, Rindfleisch: 0,40 mg, Walnuss: 0,87 mg, Erdnuss: 0,44 mg, Feldsalat: 0,25 mg , Bohnen: 0,28 mg, Rosenkohl: 0,30 mg.
Mit besten Grüßen
Sehbehindertenhilfe kunst-kreativ .de
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P.S. Weiteres folgt!