Hallo!
1.) Ich möchte Mini DV Filme schneiden und im best möglichen
Format auf meine Festplatte ziehen, schneiden, vertonen und im
best möglichen Format auf DVD ziehen. Meine Mini DV Tapes
nehmen nämlich mittlerweile überhand…
a) wirklich die Mühe des Umspielens?
[Die Ausführungen sind unnötig, wenn endgültig feststeht, dass Du überspielen willst. Dann siehe b) weiter unten]
Ich nehme immer Longplay auf, so passen 90min auf eine Mini-DV (=50% Platzgewinn), ohne Qualitätseinbuße. Eine Kassette kostet bei Kaufland 3,- Euro, finanziell tragbar, wie ich meine.
a1) Volumen
Das Volumen einer DVD mit Hülle, umgerechnet auf 120min Video ist womöglich nicht effektiver als die kleine Mini-DV-Hülle. Es sei denn, man kodiert das gesamte Material um, in DivX-Video und Lame-Audio (mein Vorschlag für gute Qualität).
a2) Qualität
Vielleicht passen umkodiert 240min auf eine DVD, aber hier fängt die Suche nach dem Kompromiss an, denn früher oder später muss man Qualitätseinbußen hinnehmen: per „Krissel-Krassel“-Film in Briefmarkengröße kriegt man auch 12h auf eine DVD. Das ist natürlich übertrieben, ich persönlich bin aber jemand, der sich nicht entscheiden kann, auf volle Qualität zu verzichten, „man weiß ja nie, wozu man die noch brauchen könnte“.
a3) Aufwand
Einen Film zu schneiden kostet enorm viel Zeit:
- überspielen in den Rechner
- ansehen und verschiedene Szenen beurteilen
- Reihenfolge und Ausschnitte jeder Szene festlegen
- weitere Nachbearbeitung (Auswahl von Titeln/Kommentaren, Ausprobieren der Szeneübergänge, …)
- Umkodieren (abhängig vom Rechnertempo)
- Brennen
a4) Datensicherheit über die Zeit?
Ich weiß, dass in DVD+/-R-Rohlingen organische Farbstoffe verwendet werden, wodurch diese recht empfindlich gegenüber Temperatur/Feuchtigkeit/Sonnenlicht sind, und dass oft von Lesefehlern nach nur 1-3 Jahren Lagerung berichtet wurde.
Ich weiß, dass in DVD+/-RW-Rohlingen anorganisches Material verwendet wird, was unempfindlicher ist, aber erst nach 2-10maligem Schreiben/Löschen seine volle Stabilität erreicht (=>Zeitaufwand).
Ich weiß allerdings nicht, wie lange digitale Magnetbänder Datenstabilität gewährleisten, wenn sie beispielsweise alle zwei Jahre einmal zum Ansehen rausgeholt werden. (Hier sollte evtl. drüber nachgedacht werden)
Ich sehe die Gefahr, dass mit viel Aufwand auf DVD „gesichert“ wird, aber dadurch gar keine Sicherheit erzielt wird. Derzeit kursieren sehr viele Werbeversprechen zum Thema /„einfach“ auf DVD „archivieren“/.
Mein (!) Fazit also: Der hohe Aufwand ist wegen des geringen Nutzens nicht gerechtfertigt. Ich hab ein extra Schränkchen für die wachsende Zahl an Mini-DV-Kassetten angelegt und fertig. 
b)
Ich verwende Videostudio 6.5. von Ulead. Das Aktuelle ist die Version 9.0, man kanns 30Tage probetesten, ca.135MB Download. Von Ulead gibts auch Mediastudio (aktuell die Version 8). Der Unterschied besteht darin, dass Videostudio ziemlich einfach zu bedienen ist, übersichtlich gestaltet, während Mediastudio professionelleren Ansprüchen gerecht werden soll. Aber: Szenenerkennung beim Einspielen (so dass man gleich lauter Einzelfilmchen hat), Nachvertonung, Szenen-Übergänge festlegen und zusätzliche und animierte Titel einbauen sowie hinterher auf DVD, zurück in die Kamera oder als DivX ausgeben kann auch Videostudio. Für den Normalnutzer sehr gut.
Ich nutze das allerdings nur, um hinterher wieder zurück auf Mini-DV zu spielen, wenn beispielsweise Ausschnitte von verschiedenen Kassetten zusammengeführt werden sollen oder ich für andere einen kleinen Film erstellen will. Dadurch muss nicht der gesamte Film umkodiert werden (=„smartrender“), sondern nur die Szenenübergänge, was bei meinem 1,8Ghz-Pentium IV viel Zeit spart.
Hm. Die USB-Firewire-Frage kann ich nicht beantworten. Ausprobieren und gucken. Es ist eine Wissenschaft, bei laufend sich ändernden Treibern, Programmen und DVD-Normen.
Tschuess, Sven.