Mini-GmbH oder 'normale' GmbH gründen

hallo, kann mir jemand die Vor- und Nachteile der Mini-GmbH gegenüber der „normalen“ GmbH (mit 25.000,- Euro Stammkapital) benennen?

Wenn man nur noch 1,- Euro Stammkapital für die Mini haben muss, warum sollte man dann die normale mit 25.000,- Euro gründen?

Servus,

mal Dir mal aus, dass es Unternehmen im Einmannformat gibt, bei denen ohnehin ständig 1/2 oder 1 Mio € gebunden sind, und die nicht alles auf Vorkasse haben wollen. Was spricht denn dagegen, beim Betrieb eines solchen Unternehmens das ohnehin benötigte Kapital wenigstens zu einem kleinen Teil als Stammkapital auszuweisen und damit noch seine Bonität ein bissel aufzuwerten?

Schöne Grüße

MM

hallo, dem kann ich irgendwie nicht folgen. (verstehe ich nicht)

Servus,

die über das Vermögen einer GmbH hinaus gehende persönliche Haftung der Gesellschafter ist (mit Ausnahmen) auf das Stammkapital beschränkt. Mit Ausweis eines Stammkapitals von 1 € verkündet der Gesellschafter öffentlich, dass er entweder nichts hat, mit dem er für seine Gesellschaft gradestehen kann, oder, dass er mit persönlich mit maximal einem Euro für die Gesellschaft gradestehen will.

Besonders die zweite Option ist gegenüber potentiellen Gläubigern der Gesellschaft nicht immer zweckmäßig.

Wenn jetzt das Unternehmen ohnehin ein gewisses Eigenkapital braucht, um rund zu laufen, und wenn der/die Gesellschafter über irgendwas verfügen, womit sie haften können und wollen, kann es die Tätigkeit des Unternehmens ungemein erleichtern, wenn diese Tatsache durch Ausweis eines passenden Stammkapitals öffentlich erklärt wird.

Schöne Grüße

MM

danke! jetzt habe ich es verstanden.

-)

die mini gmbh soll mitmenschen in deutschland den einstieg in die selbstständigkeit erleichtern… schließlich hat nicht jeder mal eben 25.000 euro zur hand um mal eben eine gmbh zu gründen… (als beispiel sind hier ALG2 oder ALG1 empfänger zu nennen)… man kann eine „GmbH Unternehmensgesellschft (haftungsbeschränkt)“ so der korrekte name der mini gmbh, mit einem beliebigen vollen euro betrag bis 24.999 euro gründen… ob nun etwa mit einem kapital von 1 euro, oder 12, oder 10.000 oder 12.345 euro- das spielt keine rolle… auch ist die „eintragung“ einer mini gmbh einfacher und nicht so aufwendig und kostspielig wie bei einer normalen GmbH…

wenn man allerdings eine mini-gmbh gründet so müssen 1/4 des jahresgewinns in das kapitalvermögen fließen um langsam oder auch schnell, je nach gewinn, die 25.000 euro kapital einer normalen gmbh zu erreichen bzw. aufzubauen, um dann eine „mini-gmbh“ in eine normale Gmbh umzuwandeln…

der vorteil besteht wie oben genannt darin, das man sich einfacher selbstständig machen kann und eben mit wenig eigenkapital starten kann (wenn eine idee vielleicht doch nicht so gut funzt wie gedacht sind nicht gleich 25.000 euro weg.) nachteil ist eben das man die erste zeit bis man die 25.000 euro voll hat, eben auf 1/4 seines gewinns verzichten muß… zu diesem thema lassen sich sehr viele infos in einer großen suchmaschine mit einem g und zwei oo`s finden…

Seriöser U nternehmer oder Habenichts

Wenn man nur noch 1,- Euro Stammkapital für die Mini haben
muss, warum sollte man dann die normale mit 25.000,- Euro
gründen?

Vielleicht, weil man als seriöser Unternehmer auftreten möchte, und nicht als Habenichts ohne Bonität?

Eine Mini- GmbH würde ich deshalb nur für Firmen ohne persönlichen Kundenkontakt gründen (Internetfirma etc.). Dort erfüllt sie ihren Zweck der Beschränkung der persönlichen Haftung.

Hallo,

„GmbH Unternehmensgesellschft (haftungsbeschränkt)“ so der korrekte
name der mini gmbh, mit

„Unternehm er gesellschaft (haftungsbeschraenkt)“ so der korrekte Name =:wink:

Und an den UP: wenn du eine UG gruenden moechtest, stell dich darauf ein, dass selbst Behoerden nicht wissen was es ist!

Ciao! Bjoern

Nun das ist eine sehr gute frage der ich auch schon am nachschleichen bin. Nun ich suche gleichgesinnte die eine interessengemeinschaft mit aufbauen möchten im Bezug auf Existenzgründungen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

weil Deine GmbH mit 1€ Eigenkapital nach Versendung von 2 Standardbriefen bereits pleite ist, da sie danach kein Eigenkapital mehr hat. :wink:

Die Frage ist also in der Regel nicht 1€ oder 25.000€, sondern wieviel EUR braucht die Kapitalgesellschaft, um Anlaufverluste ohne Eigenkapitalaufzehrung zu überstehen. Das mag für viele Kleingründungen tatsächlich deutlich unter 25TEUR liegen, 1€ dürften aber bei den wenigsten Gründungen ausreichen.

Nebenbei: Kapitalgesellschaften sollte man nicht „aus Spass“ gründen, weil es so billig ist. Denn wenn es klemmt, machen die absolut keinen Spass. Stichworte: Insolvenzverschleppung etc.

Grüße
Jürgen