Hallo,
arbeitslos und auf der suche nach den Möglichkeiten die das Leben sonst noch so bietet hat sich mir eine Frage zu sozialen Absicherung ergeben.
Mal angenommen ich nehme einen Mini-Job bis 400 € an und den restlichen Bedarft bestreite ich aus meinem Ersparen (und, ja, ich bin recht bescheiden und brauche nicht viel und lebe unter günstigen Bedingungen), dann bin ich nicht Krankenversichert?!
Wenn ich nun nebenher noch Kurse gebe (selbstständig) und mein Einkommen mich halbwegs ernährt, mein Einkommen nun höher ist als 400 €, muß ich mich dann selber krankenversichern?
Vielen Dank
Susanne
Weiß da wer was?
Hallo Susanne,
wenn du arbeitslos bist und einen Mini-Job ausführst, trägt das AA die Beiträge zur GKV.
Bist du selbstständig (über den Mini-Job bist du nicht pflichtversichert), bist du nicht mehr übers AA versichert, da die Leistungen von denen eingestellt sind und du mußt dich selbst versichern. Entweder Privat oder freiwillig in der gesetzlichen Kasse.
Gruß
Martin
Hi Susanne,
wenn du z.B. als Honorarkraft oder Selbständige Kurse gibst, musst du dich selbst krankenversichern. Entweder privat oder freiwillig in der GKV. Wenn du dich in der GKV versicherst musst du aufpassen. Selbständige zahlen einen sehr hohen Beitag, wenn sie nicht nachweisen, dass sie unter der Einkommensgrenze für eine private KV liegen (selbe Grenze wie bei Angestellten). Wenn du den Nachweis bringst (Steuerbescheid!), sind die Beiträge immer noch saftig (ca. 250- 300 Euro/Monat). Die GKV geht nämlich auch von Mindesteinnahmen bei Selbständigen aus. Drunter kann man nicht eingestuft werden, auch wenn man tatsächlich viel weniger verdient. Eine Honorartätigkeit lohnt sich also nur, wenn du tatsächlich so gut verdienst, dass du die Beiträge zahlen kannst und dir trotzdem noch genügend übrigbleibt. Ansonsten ist der Minijob die bessere Alternative. Und vorsicht: Wenn du Kurse gibst, bist du u.U. ein freiberuflicher Lehrer. Und als solcher ist man auch noch rentenversicherungspflichtig! Du musst also vielleicht auch noch Beiträge zur Rentenversicherung bezahlen und das natürlich auch ohne Arbeitgeberanteil. Also gut rechnen, ob es sich wirklich lohnt!
Viele Grüsse,
Sandra