Minimal-Hardware für Internet-Rechner unter Linux

Hallo!

Ich habe bereits einen Rechner unter SuSE-Linux am laufen, mit dem ich über FritzCard ins Internet komme. Das funktioniert recht gut. Jetzt kommt der Bedarf auf, dass wir gerne mit einem weiteren Rechner gleichzeitig über den gleichen Provider im Internet wären. Der bestehende Rechner soll als Server dienen, der einem weiteren Rechner die Internet-Dienste, z.B. per Ethernet oder seriell mit PPP zur Verfügung stellen soll.

Welche Leistung braucht der 2. Rechner, damit auch Java-Applets sinnvoll laufen (z.B. der wer-weiss-was-Community-Chat)?

Wer mir Hilfestellung bei der Vernetzung der beiden Recher geben kann, ist auch sehr willkommen. Ich denke an Samba und PPP, aber vielleicht gibts irgendwo schon eine gute Beschreibung? Idealerweise liegen die Home-Verzeichnisse auf dem jetzt bereits laufenden Rechner, damit man immer die gleiche Umgebung vorfindet.

Danke für jeden Hinweis bereits im Voraus
Rolf

Welche Leistung braucht der 2. Rechner, damit auch
Java-Applets sinnvoll laufen (z.B. der
wer-weiss-was-Community-Chat)?

Soviel ich verstanden habe, soll der Rechner die Pakete
aus dem Netz nur durchreichen, d.h. Java braucht dort gar
nicht zu laufen. Java laeuft auf dem Client-Rechner, d.h.
auf dem, auf welchem man die Seiten betrachtet.

Im uebrigen, gegenwaertig aktuelle preiswerte Rechner
(AMD K6-500), genuegen alle fuer einen Netzzugang.
Zum nur Pakete durchreichen wuerde auch noch ein 486
ausreichen.

Wer mir Hilfestellung bei der Vernetzung der beiden Recher
geben kann,

Ethernet!
PPP zwischen zwei Rechnern muss nicht sein.
Ethernetkarten kriegt man fuer 25DM.

Samba und PPP

Samba ist dazu da, dass ein Win-Rechner auf Ressourcen des
Linux-Rechners zugreifen kann. Z.B. am Linux-Rechner sind
Laufwerke, die massig Win-Programme enthalten oder ein
Drucker angeschlossen. Durch Samba ist es moeglich, die
Laufwerke unter Win zu nutzen wie das Ausdrucken von
Dokumenten.
PPP ist wirklich nur sinnvoll fuer eine Verbindung zum
Provider.

aber vielleicht gibts irgendwo schon eine gute
Beschreibung?

www.linuxdoc.org
speziell HOWTOs. Da ist sicher etwas ueber PPP und
Samba zu finden.

Idealerweise liegen die Home-Verzeichnisse auf
dem jetzt bereits laufenden Rechner, damit man immer die
gleiche Umgebung vorfindet.

Das Teilen von Verzeichnissen unter Linux geschieht am besten
ueber nfs (network file system). Dadurch koennen die
Platten des einen Rechners mittels „mount -t nfs …“ in den
Verzeichnisbaum des anderen Rechners eingehaengt werden.
Die Nutzung erfolgt dann voellig netzwerktransparent, d.h. man
kann sich auf der Platte des fremden Rechners bewegen wie
auf der eigenen.

MEB

Hallöchen Rolf,

Ich habe mir auch einen kleinen ISDN-Router und Samba Server gebaut. Ich habe dazu einen P166 benutzt und das Ding lauft richtig schnell.

hier eine URL auf der Du das meiste finden wirst was Du dafür benötigst:

http://www.pro-linux.de/work/server/index.html

z.B.
Gateway-Server (Router), Dial In
DHCP-Server unter Linux
Gateway bzw. Router einrichten
Firewall unter Linux
Modem Dial In Server

oder…
Windows File-Server
Samba-Installation
Linux als NT 4.0 Server
Samba-Konfiguration
Samba konfigurieren mit SWAT

viel spaß dabei und viel Glück und falls Du nicht weiterkommen solltest einfach Fragen :o)

Thomas

Soviel ich verstanden habe, soll der Rechner die Pakete
aus dem Netz nur durchreichen, d.h. Java braucht dort gar
nicht zu laufen. Java laeuft auf dem Client-Rechner, d.h.
auf dem, auf welchem man die Seiten betrachtet.

Nicht ganz. Beide Rechner sollen als Client arbeiten. Es sollen also 2 Internet-Arbeitsplätze geschaffen werden, die über nur eine ISDN-Leitung zum Provider verbunden sind. Der bereits vorhandene soll also dann zusätzlich für den neu anzuschaffenden das Tor zur Internetwelt sein. Vermutlich nennt man das dann Internet-Server. Idealerweise würde er auch als Mail-Server dienen, also regelmäßig die Mails vom Internet-Provider abholen und dem Mail-Client (Netscape) nach Bedarf bereitstellen.

Im uebrigen, gegenwaertig aktuelle preiswerte Rechner
(AMD K6-500), genuegen alle fuer einen Netzzugang.
Zum nur Pakete durchreichen wuerde auch noch ein 486
ausreichen.

Wenn ich das richtig verstehe, sollte es also mindestens ein Pentium oder vergleichbarer sein.


Ethernet!
PPP zwischen zwei Rechnern muss nicht sein.
Ethernetkarten kriegt man fuer 25DM.

OK. Das ist vertretbar!

Apropos Samba, bzw. Win. Gelegentllich läuft mein derzeitiger Rechner auch unter Win95. Wenn man es managen könnte, dass er dann ebenfalls für den zusätzlichen Rechner den Zugang zum Internet bereitstellt, wäre die Idealkonfiguration gefunden.


www.linuxdoc.org
speziell HOWTOs. Da ist sicher etwas ueber PPP und
Samba zu finden.

Danke. Ich werd mal stöbern gehen.

Vielen Dank für die vielen nützlichen Hinweise!

Rolf

Hi,

Nicht ganz. Beide Rechner sollen als Client arbeiten. Es
sollen also 2 Internet-Arbeitsplätze geschaffen werden, die
über nur eine ISDN-Leitung zum Provider verbunden sind. Der
bereits vorhandene soll also dann zusätzlich für den neu
anzuschaffenden das Tor zur Internetwelt sein. Vermutlich
nennt man das dann Internet-Server.

… Gateway heisst man das …

Idealerweise würde er auch
als Mail-Server dienen, also regelmäßig die Mails vom
Internet-Provider abholen und dem Mail-Client (Netscape) nach
Bedarf bereitstellen.

Na, das macht er nebenbei, fetchmail/procmail ist Dein Freund.

Im uebrigen, gegenwaertig aktuelle preiswerte Rechner
(AMD K6-500), genuegen alle fuer einen Netzzugang.
Zum nur Pakete durchreichen wuerde auch noch ein 486
ausreichen.

Wenn ich das richtig verstehe, sollte es also mindestens ein
Pentium oder vergleichbarer sein.

ein schnellerer 486er mit einigermaßen Speicher reicht auch, wenn man mit einem schlankeren Windowmanager wie ICEWM arbeitet (bin z.B. mit einem 486dx33 mit 32 MB RAM als Entwiklungsrechner recht zufrieden, da laufen MySQl und Apache drauf und ich kann dabei bequem mit Netscape und IceWM arbeiten).

al

Wenn ich das richtig verstehe, sollte es also mindestens ein
Pentium oder vergleichbarer sein.

Wenn man damit surfen will, wuerde ich das nahelegen.

Apropos Samba, bzw. Win. Gelegentllich läuft mein derzeitiger
Rechner auch unter Win95. Wenn man es managen könnte, dass er
dann ebenfalls für den zusätzlichen Rechner den Zugang zum
Internet bereitstellt, wäre die Idealkonfiguration gefunden.

Ich weiss nicht, ob Win95 fuer einen anderen Rechner, der
unter Linux laeuft, den Netzzugang mit zur Verfuegung stellen
kann. Ich koennte mir vorstellen, dass zu diesem Zweck
weitere Software noetig ist.
Die Bereitstellung eines Netzzugangs ueber einen Linux-Rechner
sollte kein unueberwindliches Problem sein. Es gibt sogar
mehrere Loesungen dafuer: IP masqerading oder Proxy-Server
(squid).

MEB