Minix-Beschreibung

Hallo,

ich suche eine Beschreibung des Aufbaus vom Minix-Dateisystem (wie es beim aktuellem Linux verwendet wird).

Schonmal Danke
Diether Knof

Hallo,

ich suche eine Beschreibung des Aufbaus vom Minix-Dateisystem
(wie es beim aktuellem Linux verwendet wird).

Das Minix-Dateisystem wird unter Linux schon seit Ewigkeiten nicht mehr verwendet. Wenn es Dich wirklich interessiert, dann kannst Du darüber detailliert in Tanenbaums „Operating Systems: Design and implementation“ nachlesen.

Aktuell ist das ext2-Dateisystem. Siehe

http://web.mit.edu/tytso/www/linux/ext2intro.html

Gruss

Jens

Hallo,

ich suche eine Beschreibung des Aufbaus vom Minix-Dateisystem
(wie es beim aktuellem Linux verwendet wird).

Hallo,

Das Minix-Dateisystem wird unter Linux schon seit Ewigkeiten
nicht mehr verwendet.

Das stimmt nicht ganz, für Disketten wird es teilweise noch genutzt (und genau dafür brauche ich die Information).

Wenn es Dich wirklich interessiert, dann
kannst Du darüber detailliert in Tanenbaums „Operating
Systems: Design and implementation“ nachlesen.

Wenn es das Buch ist, in dem das Betriebssystem Minix erläutert wird, inclusive Quellcode, das habe ich, aber 1. ist die Beschreibung des Superblocks unvollständig, 2. weiß ich nicht, ob genau diese Minix-Variante unter Linux genutzt wird (schließ ist die Beschreibung im Buch einige Jahre alt).

Gruß
Diether

[…]

Das stimmt nicht ganz, für Disketten wird es teilweise noch
genutzt (und genau dafür brauche ich die Information).

Das ist aber wirklich selten. Für Disketten wird meistens ein DOS FS verwendet. Egal.

[…]

Wenn es das Buch ist, in dem das Betriebssystem Minix
erläutert wird, inclusive Quellcode, das habe ich, aber 1. ist
die Beschreibung des Superblocks unvollständig, 2. weiß ich
nicht, ob genau diese Minix-Variante unter Linux genutzt wird
(schließ ist die Beschreibung im Buch einige Jahre alt).

Das Dateisystem ist genauso alt :smile:

Eine Beschreibung des Minix-Superblocks findest Du im Linux-Anwender-Handbuch von LunetIX. Eine Onlineversion gibt es auch:

http://www1.lunetix.de/LHB/node178.html#MX_Superblock

Hilft Dir das weiter?

Gruß

Jens

[…]
Das ist aber wirklich selten. Für Disketten wird meistens ein
DOS FS verwendet. Egal.

Das habe ich bisher auch noch nicht verstanden, ich sehe, bis auf die Kompabilität zu Windows, keinen Vorteil von den DOS-Dateisystemen zu Minix.

>[…]

Eine Beschreibung des Minix-Superblocks findest Du im
Linux-Anwender-Handbuch von LunetIX. Eine Onlineversion gibt
es auch:
http://www1.lunetix.de/LHB/node178.html#MX_Superblock
Hilft Dir das weiter?

Das Wichtigste fehlt in der Online-Ausgabe: Die Graphik, in der hoffentlich genau steht, was an welcher Stelle im Superblock steht.
Ich möchte mir nun auch nicht das Buch nur für das Problem kaufen, schließlich müßte irgendwo eine detaillierte Beschreibung zu finden sein…

Gruß
Diether

VFAT oder Minix für Disketten

Das ist aber wirklich selten. Für Disketten wird meistens ein
DOS FS verwendet. Egal.

Das habe ich bisher auch noch nicht verstanden, ich sehe, bis
auf die Kompabilität zu Windows, keinen Vorteil von den
DOS-Dateisystemen zu Minix.

Das ist ja gerade der Vorteil. Das Minix-Format benutzt einfach
keiner mehr, weil außer Linux und Minix selbst kaum ein System
das mehr unterstützt (na ja, vielleicht noch das eine oder andere
*BSD…)

Wenn ich was auf so altertümliche Medien wie Disketten schreibe,
dann doch wohl, damit ich damit überall was anfangen kann. Und
weil eben Minix auch keine weiteren Vorteile gegenüber VFAT hat
(unterstützt nicht mal lange Dateinamen und ist genauso
proprietär wie M$-FAT), benutze ich doch eben VFAT. Manchmal, in
ganz harten Fällen, wenn es WIRKLICH überall gelesen werden
können soll, dann auch noch mal FAT-pur, aber das ist inzwischen
selten genug.

Mit FAT auf Disketten ersparst du dir einfach eine ganze Menge
Aufwand und Inkompatibilitäten…

Dass das FAT-System für Festplatten dagegen ebenso unsicher wie
ineffektiv ist, muss mich ja bei den auf Disketten gelagerten
Datenmengen nicht stören, der Nachteil fällt da so gut wie weg.
In jedem Fall sind bei mir immer zuerst die Disketten selbst
kaputt gegangen, bevor ich irgendwann mal einen FAT-Fehler darauf
hatte…

So, bin mal der Hoffnung, jetzt nicht zu irgendeinem Flamewar
beigetragen zu haben („meine FAT ist aber dicker als deine!!“).
Das wäre reichlich dumm. Wenn der Vorteil der Kompatibilität
nämlich durch Homogenität wegfällt, dann ist Minix genauso gut
wie (vielleicht sogar besser als) M$-FAT. Bei Disketten sehe ich
jedenfalls dabei keinen Vorteil.

Gruß,
Stefan :smile:

[…]

Das Wichtigste fehlt in der Online-Ausgabe: Die Graphik, in
der hoffentlich genau steht, was an welcher Stelle im
Superblock steht.
Ich möchte mir nun auch nicht das Buch nur für das Problem
kaufen, schließlich müßte irgendwo eine detaillierte
Beschreibung zu finden sein…

Oooops, Du hast (leider) recht. Ich hatte auf die Grafik nicht geachtet und dachte, wenn die erste da ist, dann ist auch die zweite da.

Ich bin Eigentümer dieses Buches, aber leider zur Zeit nicht der Besitzer (ich habe es verliehen), sonst würde ich Dir die Seite einfach scanen. Aber vielleicht habt ihr es in der Bibliothek?

Wie dem auch sei: schmeiss doch mal eine Suchmaschine an und wusel Dich durch. Das müsste ich jetzt auch machen.

Sorry, wenn ich sonst nicht weiterhelfen kann.

Viel Erfolg,

Jens

Das ist ja gerade der Vorteil. Das Minix-Format benutzt
einfach
keiner mehr, weil außer Linux und Minix selbst kaum ein System
das mehr unterstützt (na ja, vielleicht noch das eine oder
andere
*BSD…)

Das stört mich nicht, ich brauche die Disketten nur um Daten zwischen Linux-Rechnern zu transportieren.

Wenn ich was auf so altertümliche Medien wie Disketten
schreibe,
dann doch wohl, damit ich damit überall was anfangen kann. Und
weil eben Minix auch keine weiteren Vorteile gegenüber VFAT
hat
(unterstützt nicht mal lange Dateinamen und ist genauso
proprietär wie M$-FAT), benutze ich doch eben VFAT.
[…]

Das stimmt so nicht ganz:

  1. das von Tannenbaum beschriebene Minix unterstützt 14 Bytes große Dateinamen, ich glaube aber, daß das heutige Minix auch längere Dateinamen unterstützt.
  2. unterstützt Minix Links
  3. kann der Speicherbereich für die Daten vergrößert werden, so daß mehr als auf eine FAT-formatierte Diskette paßt
  4. unterstützt Minix Rechte, insbesondere brauche ich dann nach dem Kopieren von der Diskette nicht immer die Rechte zu ändern

Mit FAT auf Disketten ersparst du dir einfach eine ganze Menge
Aufwand und Inkompatibilitäten…

Das mit dem Aufwand stimmt erst, seit ich an der Uni die Disketten nicht mehr mounten darf, mit den Inkompatibilitäten muß ich Dir leider zustimmen.

Gruß
Diether

noch’n paar kleine Anmerkungen…

  1. kann der Speicherbereich für die Daten vergrößert werden,
    so daß mehr als auf eine FAT-formatierte Diskette paßt

Was du mit FAT aber auch erreichen kannst. Das hängt nämlich
nicht vom Dateisystem ab, sondern eher von der Formatierung der
Diskette. Mit viel Glück sind auf einer 1.44M-3.5"-Diskette bis
zu 1800K nutzbar, glaube ich. Das müsste dann 81 Spuren mit 21
Sektoren sein, oder sowas. Hab grad kein Bock das nachzurechnen,
sind so krumme Zahlen. :wink:

Hat dann aber natürlich den Nachteil, dass nicht mehr jedes
System damit klar kommt. Also auch wieder ein paar
Inkompatibilitäten mehr…
Da hat der Weg über das Dateisystem dann eben wieder Vorteile.

  1. unterstützt Minix Rechte, insbesondere brauche ich dann
    nach dem Kopieren von der Diskette nicht immer die Rechte zu
    ändern

Was aber nicht unbedingt ein Problem darstellt, da das meiste,
was (bei mir) auf Disketten landet, sowieso vorher durch tar
gezogen wurde, und danach meistens durch bzip2. Für einzelne
Dateien hat das aber sicherlich Vorteile.

Also, um’s klar zu machen: Das Optimum gibt es nicht. Hat alles
seine Vor- und Nachteile und hängt einzig und allein vom
jeweiligen Anwendungszweck ab…

BTW: Ich habe bei meinem Kernel auch immer noch für den Notfall
ein kleines Minix-Modul mitkompiliert, mensch weiß ja nie :wink:

Gruß,
Stefan :smile: