Mir fehlt der richtige Fachmann

Hallo Diana,
habe die Antworten heute von oben nach unten gecheckt - daher habe ich dir zuerst geantwortet und etwas später an Stefan ausführlicher geschrieben. In der Antwort an Stefan stehen so einige Auffälligkeiten drin -
vielleicht helfen diese schilderungen ja schon etwas weiter? Wenn du dazu noch mehr wissen willst, schreib ich dir gern zurück.
Danke und liebe Grüße
Petra

Hi Petra,

ein paar Sachen kommen mir (in gemäßigter Form) aus meiner eigenen Schulzeit bekannt vor:

Im ersten Fall ist die Antwort richtig und richtig eingetragen. :Wenige Absätze später handelt es sich um die gleiche Versform. Er :hat gezeigt, daß er die richtige Antwort weiß, beantwortet aber :trotzdem nur einen Teil der Fragen. Die fehlende Antwort ist eine :große sichtbare Lücke - es kann kein Unwissen sein. Wie kommt es,
daß er diese Lücke läßt? (Punkteverlust in der Arbeit)

Vielleicht hat er „zu viel gedacht“: zweimal dieselbe Antwort - das können die doch nicht wollen?

Anapher und Alliteration werden richtig definiert und mit
richtigen Beispielen versehen. Weiter unten aber sucht er zur
Alliteration eine Anapher und eine Alliteration heraus?
Falsche Antwort (Punkteverlust…)

Zu spitzfindig gedacht? Eine Anapher ist gewissermaßen ein Sonderfall von Alliteration - dasselbe Wort fängt naturgemäß mit demselben Buchstaben an.

Neben den üblichen Rechtschreibfehlern gibt es in einer
Klassenarbeit (Thema: Analyse) ein typisches Problem: die
einfachen Dinge werden nicht erwähnt - nicht erkannt?

… oder als selbstverständlich angenommen und deshalb nicht genannt - lieber gleich die anspruchsvolleren Sachen in Angriff nehmen …

Stattdessen winden sich komplizierteste Gedankengänge um ein nicht
allzu bedeutendes Detail, das zwar eine Rolle spielt, aber
nicht Kern der Arbeit ist. (Zitat Lehrer: Man hat den
Eindruck, hier steht der Schüler vor einem riesigen Baum und
ist nicht mehr in der Lage den Wald zu erkennen - also das
tatsächliche Problem im Text aufzuspüren und zu definieren).
Dies sind nur wenige Beispiele, die dir vielleicht einen
Eindruck geben. Der Lehrer sagt, daß er so etwas (so
ausgeprägt) noch bei keinem Schüler erlebt hat.

Beim anfänglichen „Brainstorming“ zu einem Thema kann man sich schon verzetteln. Man schreibt dann halt hin, was einem nur einfällt, ohne rechts und links zu schauen.
Willst du mit deiner Formulierung sagen, in gemäßigterer Form hat der Lehrer es aber schon gesehen? Dann könnte er vielleicht Rat geben, wie man so etwas in den Griff bekommt.

Ich denke, es kann schon Sturheit sein,
aber vielleicht auch einfach eine echte Unfähigkeit, Dinge so
wahrzunehmen, wie die anderen. So kamen wir darauf, daß er
anders wahrnimmt als wir und auch anders lernt.

Vielleicht fällt ihm auch nur zu viel auf einmal ein und er kann es nicht ordnen.

Ich sehe hier eher ein Strategie- als ein Lernproblem, das vielleicht mit gezielter Nachhilfe eher in den Griff zu bekommen wäre als mit Therapie (oder wart ihr da auch schon?):

Wichtiges von Unwichtigem unterscheien - Gedanken für Außenstehende verständlich formulieren:
Wie geht er mit seinen Einfällen während der Arbeit um: Schreibt er unreflektiert drauflos, oder macht er Notizen, um dann auszuwählen und alles in eine lehrerkompatible, äh, leserfreundliche/verständliche Form zu bringen? Bei mir (auch so in dem Alter) wurden die Aufsätze gut und nicht nur brauchbar, als ich anfing, erst mal alles wahllos auf einen Schmierzettel zu schreiben und dann knallhart nur die Hälfte davon wirklich zu verwenden - aber so gruppiert und formuliert (auch Selbstverständliches noch mal dazugesagt), dass wirklich der letzte (Lehrer)depp noch mitbekam, was gemeint war.

Der andere wichtige Punkt: Er muss nicht nur den Stoff beherrschen, sondern auch die Aufgabenstellung (und die Mentalität des Lehrers) durchschauen, also nicht nur „kreuze alle Alliterationen an“, sondern „was wollen die von mir?“ - ich soll unterscheiden, ob es nur ein Buchstabe oder ein ganzes Wort ist.
Bei entsprechender Intelligenz kann das bedeuten, in gewisser Weise auf Genauigkeit zu verzichten, wissen, wo Unschärfe erwartet wird.

Vielleicht hilft die Vorstellung: Ich erkläre jetzt jemandem, wie das geht.

Das „überschüssige“ Material ist ja vielleicht später mal verwendbar.

Und, wie auch andere schon gesagt haben: Setzt euch nicht zu sehr unter Druck.

Alles Gute,

Beate

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ich will versuchen, die Auffälligkeit kurz zu erklären. Wenn
Wissen abgefragt wird (z.B. Multiple-Choice), kommt es vor,
daß bei verschiedenen Fragen die gleiche Antwort stehen muss.
Im konkreten Fall ging es um Gedichte bzw.
Gedichtsausschnitte, in denen verschiedene Reimschemen,
Versformen etc. erkannt werden sollten. Im ersten Fall ist die
Antwort richtig und richtig eingetragen. Wenige Absätze später
handelt es sich um die gleiche Versform. Er hat gezeigt, daß
er die richtige Antwort weiß, beantwortet aber trotzdem nur
einen Teil der Fragen. Die fehlende Antwort ist eine große
sichtbare Lücke - es kann kein Unwissen sein. Wie kommt es,
daß er diese Lücke läßt? (Punkteverlust in der Arbeit)
Anapher und Alliteration werden richtig definiert und mit
richtigen Beispielen versehen. Weiter unten aber sucht er zur
Alliteration eine Anapher und eine Alliteration heraus?
Falsche Antwort (Punkteverlust…)

Wenn es nicht daran liegt, dass er es definitiv nicht weiß, dann könnte es daran liegen, dass er sich nicht ausreichend konzentriert.

Neben den üblichen Rechtschreibfehlern gibt es in einer
Klassenarbeit (Thema: Analyse) ein typisches Problem: die
einfachen Dinge werden nicht erwähnt - nicht erkannt? Statt
dessen winden sich komplizierteste Gedankengänge um ein nicht
allzu bedeutendes Detail, das zwar eine Rolle spielt, aber
nicht Kern der Arbeit ist. (Zitat Lehrer: Man hat den
Eindruck, hier steht der Schüler vor einem riesigen Baum und
ist nicht mehr in der Lage den Wald zu erkennen - also das
tatsächliche Problem im Text aufzuspüren und zu definieren).
Dies sind nur wenige Beispiele, die dir vielleicht einen
Eindruck geben. Der Lehrer sagt, daß er so etwas (so
ausgeprägt) noch bei keinem Schüler erlebt hat.

Er könnte überfordert sein und darum den Blick für das Gesamte verlieren.

Eins noch: die Beiträge im Unterricht sind manchmal ähnlich
gelagert. Wird aber dann über das Detail gesprochen und der
Unterricht fortgeführt, läßt unser Junge seinen Gedanken
trotzdem nicht los und beißt sich derart daran fest, daß ihn
nichts und niemand von seiner Idee abbringen kann. Er
blockiert sich sozusagen selbst und nimmt auch keine Anregung
oder Alternativen an. Ich denke, es kann schon Sturheit sein,
aber vielleicht auch einfach eine echte Unfähigkeit, Dinge so
wahrzunehmen, wie die anderen. So kamen wir darauf, daß er
anders wahrnimmt als wir und auch anders lernt.

Wenn jemand sich so massiv in einen Gedanken festbeißt, dann könnte es daran liegen, dass er einfach unflexibel ist, nicht „hinterher kommt“ oder eine Art Zwanghaftigkeit macht ihm zu schaffen.

Übrigens war unser Sohn ursprünglich auch für die Realschule
angemeldet. Er selbst wollte aufs Gymnasium, musste sich dort
einem Gespräch mit dem Direktor unterziehen und war fest
entschlossen, diesen Weg zu gehen.

Schon damals war er (irgendwie „zwanghaft“) darauf fixiert, das Abi zu schaffen?

Meine Idee war es aber, mit Hilfe eines „Fachmannes“ heraus zu
finden, wie er lernt bzw. wahrnimmt. Wenn wir das wissen,
können wir seine Stärken besser nutzen und ihm eben das Lernen
deutlich erleichtern. Er könnte individuelle Lernhilfen
nutzen, die auf ihn zugeschnitten sind…

Vielleicht sollte er zu einem Psychotherapeuten gehen, um eine sich möglicherweise (!!!) entwickelnde Zwangsstörung dort abklären zu lassen?

Gruß - iceage

Ich glaube, daß er leider den meisten Ehrgeiz darauf
verwendet, von seinem 11 Monate älteren Bruder anerkannt zu
werden. DER ist tatsächlich ein schulischer Überflieger, der
schon eine Klasse übersprungen hat und immernoch ohne einen
Fingerschnipp zu tun beste Leistungen bringt. Dominik möchte
seinem Bruder in nichts nachstehen, obwohl ihn keiner dazu
treibt. Die beiden haben von Anfang an im Wettbewerb gestanden

  • keiner hat dem anderen etwas „gegönnt“. Wollte einer
    Trompete lernen, wollte der andere das auch. Will einer zum
    Sport, geht der andere mit…

Hallo Petra,

die Beziehung zu seinem Bruder scheint ein nicht zu vernachlässigender Faktor zu sein? Vielleicht liegt da der Hund begraben?
Er will so sein wie sein erfolgreicher Bruder, der sich nicht einmal besonders anstrengen muss, um gute Leistungen zu erbringen?
Er ist nicht nur derjenige von beiden, der es schulisch nicht so einfach hat, nein, er ist auch der Jüngere, d.h. schon immer war er seinem Bruder „hinterher“, während der schon laufen, schon sprechen, schon dies und jenes konnte - er aber (noch) nicht.

Dann muss er auch noch erleben, dass er eine Lese-Rechtschreibschwäche hat, und obwohl es ihm gelingt, (auch) dies zu kompensieren, indem er (bisher) durch alle Klassen mit akzeptablen Noten kam, so sehr könnte es auch sein, dass ihm langsam „die Luft ausgeht“?

Wenn das so wäre, dann hat er vielleicht das Problem, seine Grenzen zu überschreiten und sich damit u.U. auch in eine Erschöpfung zu bringen, sich zu „verrennen“, wie er es in Klausuren/ im Unterricht auch macht, wenn er nicht locker lassen will? Er sollte möglicherweise sich selbst gegenüber „lockerer lassen“?
Ich habe den Eindruck, dass er psychotherapeutische Hilfe benötigt.

Gruß
iceage

Hallo Iceage,

du hast recht, in dem Alter macht der Besuch beim Ergotherapeuten gar keinen Sinn. Das habe ich übersehen.

viele Grüße
Maelle

Hallo Petra,
es ist echt schwierig, da eine Ferndiagnose zu geben, bzw. den richtigen Fachmann zu empfehlen.
Es gibt normalerweise auch Beratungslehrer oder schulpsychologische Dienste. Warst du da schon?
Und an welchen Fachmann denkt sein Deutschlehrer?

Mir kamen noch folgende Fragen:
Du scheinst dich ja prima in Deutsch auszukennen - von Berufswegen oder lernst du parallel das Gleiche wie dein Sohn? Wäre interessant zu wissen.
Du hast weiter oben geschrieben, dein Sohn sei bereits 16 Jahre. Er ist also schon ein paar Jahren auf dem Gymmi. Hat er die von dir beschriebenen Probleme auch in anderen Fächern bzw. in anderen Lebensbereichen?
Wie beschreibt dein Sohn sein Problem?
Wie ist sein Notenbild?
Hat er ein stabiles soziales Umfeld (Freunde) in der Schule und Freizeit?

LG
Stefan

Hallo, mein Sohn ist 14j. Er ist zwar Gesund, hatte aber auch schlechte Noten obwohl er ein helles Bürschchen ist. Habe alles mögliche versucht ihm das lernen schmackhaft zu machen, aber sagte immer er lerne doch. Hab ihm sogar Nachhilfe besorgt. Bis ich nach langen Gesprächen mit ihm drauf kam, dass er nicht weiss WORAUF dass er lernen soll. Er hat alles nur halbherzig gemacht.Bin dann zu seiner Lehrerin und sie gab ihm dann ein Buch in dem Berufe beschrieben werden. Stell dir vor, er fand seinen Beruf. Er will Lehrer werden. Seine Noten sind nun auf einmal nur noch 1ser und 2er. Vielleicht ist dass auch ein Thema bei deinem Sohn. Eine Freundin von mir ist allerdings Legasteniker, und sie sagte mir mal, dass sie viel besser lernen konnte wenn sie weiss für was. Ich hoffe ich hab die ein bischen helfen können. L.G

Vielen Dank für den Tipp. Ich habe auch schon daran gedacht, daß ein Berufsziel uns weiterhelfen könnte. Die beste Motivation ist immer ein Ziel, das man unbedingt erreichen möchte.
Mich würde interessieren, welches Buch deinem Sohn da weiter geholfen hat.
Je mehr Möglichkeiten man ausschöpft, desto bessere Aussichten hat man schließlich auf einen Erfolg.
Liebe Grüße
Petra

Toller Tipp - vielen Dank!
Lieber Herr Nemo,
vielen Dank für diesen ausführlichen, freundlichen Hinweis.
Vielleicht solltest du erst herausfinden, ob deine schlauen Antworten hier angebracht sind.
Besonders unbegreiflich ist, daß dein „toller Beitrag“ scheinbar auf Anerkennung stößt. Wofür hast du hier FÜNF Sternchen bekommen? Ich fand hier weder einen Witz, noch irgend etwas fachlich verwendbares, nicht einmal den Versuch, das Problem auch nur im Ansatz zu verstehen. (Naja, vielleicht habe ich auch nicht begriffen, nach welchen Kriterien hier Sternchen vergeben werden…)

Wenn jemand sich hier an andere Leute wendet, um Hilfe oder Anregungen zu bekommen, kannst du davon ausgehen, daß ein „einfach in Ruhe lassen“ nicht die richtige Antwort ist.
Was glaubst du, was ich meinem Sohn tue? Vielleicht hast du hier eine besorgte Übermutter vor dir, die ihr Kind abends auch noch wäscht und ihm die Zähne putzt…
Kann aber auch sein, daß jemand sein Kind sehr eigenverantwortlich leben und arbeiten lässt und plötzlich bemerkt, daß etwas nicht stimmt? Wenn man dann fragt, ob es Probleme gibt, erfährt man es vielleicht sogar und versucht dann, eventuell eine Hilfestellung zu geben. Was soll daran so verkehrt sein?

Sei mir nicht böse, aber deine Antwort fand ich sehr unüberlegt.
Gruß
Petra

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Dürfen Nashörner das???
Hallo du Nashorn,
schön, daß du FÜNF Sterne bekommen hast für deine Antwort. Keine Ahnung, was du damit bezweckst.
Insgesamt habe ich viele gute Ratschläge und Tipps bekommen, aber offensichtlich gibt es eine Menge Leute, die hier nix verloren haben. Erstens die, die blöde Kommentare schreiben und zweitens die, die das auch noch toll finden…
So kann man sich die Welt schön machen, Sternchen verteilen für Antworten, die irgendwie wohl witzig oder originell sein sollten. Wenn man rumblödeln will, sollte man vielleicht lieber chatten, oder?
Gruß
Petra

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Hallo Petra.

Besonders unbegreiflich ist, daß dein „toller Beitrag“
scheinbar auf Anerkennung stößt. Wofür hast du hier FÜNF
Sternchen bekommen? Ich fand hier weder einen Witz, noch
irgend etwas fachlich verwendbares, nicht einmal den Versuch,
das Problem auch nur im Ansatz zu verstehen. (Naja, vielleicht
habe ich auch nicht begriffen, nach welchen Kriterien hier
Sternchen vergeben werden…)

Meine Antwort war nicht so dahin geworfen, wie du vermutest, sondern wohl überlegt. Anscheinend haben das hier einige verstanden und mir deshalb ein Sternchen gegeben.

Wenn jemand sich hier an andere Leute wendet, um Hilfe oder
Anregungen zu bekommen, kannst du davon ausgehen, daß ein
„einfach in Ruhe lassen“ nicht die richtige Antwort ist.

Doch, genau das war es, denn diese Antwort sollte dich aufrütteln und dich dazu bringen, dein ganzes Denken und Handeln einmal zu hinterfragen.

Höre auf, aus einem ganz normalen Kind mit Gewalt einen Psychopathen zu machen!

Ich sehe einen fast 16jährigen, der Probleme in der Schule hat, mehr nicht. Das haben viele, ohne dass die Eltern gleich zum Psychologen rennen.

Deine Einlassung, dass an ihm kein Geld zu verdienen wäre, sehe ich typisch für dich an. Du willst anscheinend mit Gewalt in die Schulschwierigkeiten etwas hinein interpretieren, was nicht ist. Wenn er psychisch gestört wäre, warum sollte an ihm kein Geld zu verdienen sein?

Hast du eigentlich schon mal überlegt, dass es sein könnte, dass sich dein Sohn einfach nicht für Deutsch interessiert?
Dass ihn solche Dinge wie „Anapher und Alliteration“ kaum kümmern und er nur etwas darüber lernt, weil er muss?
Dass er Deutsch-Unterricht vielleicht hasst, weil er schon in früherer Zeit Schwierigkeiten damit hatte? Und weil du, durch die LRS-Schwäche geprägt, besonderen Wert darauf legst? Du scheinst Deutsch für das Wichtigste aller Fächer zu halten. Oder warum schreibst du nichts darüber, wie sich dein Sohn in anderen Fächern verhält?

Deutsch ist eine sehr schöne Sprache, zum Glück kann man sie reden und auch schreiben, ohne zu wissen, was eine Anapher und Alliteration ist.

Dein Sohn ist fast 16, Mädchen dürften ihn momentan mehr interessieren als jegliche Anapher und Alliteration, vermutlich sogar mehr, als der gesamte Schulkram.

Was glaubst du, was ich meinem Sohn tue? Vielleicht hast du
hier eine besorgte Übermutter vor dir, die ihr Kind abends
auch noch wäscht und ihm die Zähne putzt…
Kann aber auch sein, daß jemand sein Kind sehr
eigenverantwortlich leben und arbeiten lässt und plötzlich
bemerkt, daß etwas nicht stimmt? Wenn man dann fragt, ob es
Probleme gibt, erfährt man es vielleicht sogar und versucht
dann, eventuell eine Hilfestellung zu geben. Was soll daran so
verkehrt sein?

Siehst du, genau das habe ich getan! :smile:

Sei mir nicht böse, aber deine Antwort fand ich sehr
unüberlegt.

Weshalb ich mich genötigt fand, hier noch einmal zu antworten.

Gruß, Nemo.

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Hallo Nemo,
diesmal habe ich deine Antwort etwas besser begriffen. Danke.
Übrigens habe ich deine Bedenken begriffen und glaube, guten Gewissens behaupten zu können, daß ich nicht mit aller Gewalt versuche, ein gesundes „Kind“ zum Doc zu schleppen.
Es sollte nur der Versuch sein, einen Weg zu finden, ihm das Lernen zu erleichtern. Mehr nicht.
Nein, ich halte Deutsch nicht für das wichtigste Fach von allen, aber hier hat er die meisten Probleme. Dieses Fach war nur der Auslöser für seine und meine Reaktion. Es war also nur der Wunsch, zu helfen.
In der Regel haben meine Kinder absolute Freiheit und lernen wie sie es möchten, tragen alle Verantwortung selbst. Das funktioniert sehr gut.
Als sie jünger waren, galt die Regel: Wenn auf dem Zeugnis eine 5 steht, werden die Freiheiten eingeschränkt. Einmal mußte ich das Umsetzen. Für etwa 1 Jahr stand ein Computer im Flur statt im eigenen Zimmer - das nächste Zeugnis war um Klassen besser…
Inzwischen verzichte ich auf sowas, denn sind sie alt genug, um Dinge selbst richtig einzuschätzen.
Ich werde mich trotzdem weiter erkundigen, ob ich meinem Sohn noch helfen kann, möchte aber anmerken, daß er von all diesen Bemühungen nichts weiß. Erst wenn ich etwas konkretes habe, von dem ich der Meinung bin, es könnte helfen, schlage ich ihm das vor. Ich würde ihn nie zu etwas zwingen, was er nicht mag.
Ich hoffe, daß du jetzt auch meinen Standpunkt ein bißchen besser verstehst.
Grüße
Petra

Hallo Petra
Es gibt viele Bücher dieser Art. Frag doch mal seinen Lehrer/in. Mein Sohn hat es von ihr bekommen. Bei uns ( Schweiz ) bekommt man diese auch bei den Berufsberatungen (Arbeitsamt). Hier werden sogar Mittwochs Berufe vorgestellt. Erkundige dich doch mal obs das auch bei euch gibt…
Ich denk einen Beruf für ihn zu finden wird ihm sehr helfen. Bei uns Erwachsenen ists doch auch so - wenn wir ein Ziel haben , lässt sichs viel leichter realisieren.
L:G: Sandy

Es sollte nur der Versuch sein, einen Weg zu finden, ihm das
Lernen zu erleichtern. Mehr nicht.
Inzwischen verzichte ich auf sowas, denn sind sie alt genug,
um Dinge selbst richtig einzuschätzen.
Ich werde mich trotzdem weiter erkundigen, ob ich meinem Sohn
noch helfen kann, möchte aber anmerken, daß er von all diesen
Bemühungen nichts weiß. Erst wenn ich etwas konkretes habe,
von dem ich der Meinung bin, es könnte helfen, schlage ich ihm
das vor. Ich würde ihn nie zu etwas zwingen, was er nicht mag.
Ich hoffe, daß du jetzt auch meinen Standpunkt ein bißchen
besser verstehst.

Hallo Petra,

dann wünsche ich deinem Sohn und auch dir alles Gute.

Gruß, Nemo.