Mir gefallen alle Parteien gleich gut !

Mir fällt auf, dass hier immer nur gemeckert wird. Der Andere sei am Zustand der Repulik schuld. Tatsache ist, in den letzten 20 Jahren waren CDU/CSU , SPD , FDP und Grüne/Bündnis 90 an der Regierung dieses Landes beteidigt. Es ging stätig Bergab. Natürlich war Deutschland nicht allein auf der Welt und irgenwelche Lebensumstände aus der großen weiten Welt haben sich hier bemerkbar gemacht. Das wird aber immer so sein. Suchen wir also einen „schön Wetter Kapitän“ ? Es gibt viele, zugegeben auch bekloppte Sprüche, wie: Der Trog bleibt immer der gleiche, nur die Schweine ändern sich. Aber: Gibt es eine Partei die besser oder schlechter ist ? Nicht für Arme oder Reiche, sondern für DEUTSCHLAND ?

Jupp

Hegelianismus pur
Hallo,

Die deutsche Kritik hat bis auf ihre neuesten Efforts den Boden der Philosophie nicht verlassen. Weit davon entfernt, ihre allgemein-philosophischen Voraussetzungen zu untersuchen, sind ihre sämtlichen Fragen sogar auf dem Boden eines bestimmten philosophischen Systems, des Hegelschen, gewachsen. Nicht nur in ihren Antworten, schon in den Fragen selbst lag eine Mystifikation. Diese Abhängigkeit von Hegel ist der Grund, warum keiner dieser neueren Kritiker eine umfassende Kritik des Hegelschen Systems auch nur versuchte, sosehr Jeder von ihnen behauptet, über Hegel hinaus zu sein. Ihre Polemik gegen Hegel und gegeneinander beschränkt sich darauf, daß Jeder eine Seite des Hegelschen Systems herausnimmt und diese sowohl gegen das ganze System wie gegen die von den Andern herausgenommenen Seiten wendet. Im Anfange nahm man reine, unverfälschte Hegelsche Kategorien heraus, wie Substanz und Selbstbewußtsein, später profanierte man diese Kategorien durch weltlichere Namen, wie Gattung, der Einzige, der Mensch etc.

aus:
http://gutenberg.spiegel.de/marx/ideologi/me03_017.h…

Hegelianischer geht es nicht in Deutschen Parteien. Es gibt sehr wohl Kräfte, welche einen Unterschied machen können - einer Partei bedarf es nicht, emanzipierte cMenschen brauchen wir, dann geht es.
http://www.kalaschnikow.net/de/debatte/debatte.html

Gruß
Frank

Hi!

Mir fällt auf, dass hier immer nur gemeckert wird.

Du meckerst ja auch…(Vielleicht bist auch du schuld!)*g*

Der Andere

sei am Zustand der Repulik schuld. Tatsache ist, in den
letzten 20 Jahren waren CDU/CSU , SPD , FDP und Grüne/Bündnis
90 an der Regierung dieses Landes beteidigt. Es ging stätig
Bergab.

So, woher nimmst du diese Erkenntnis. Das wir ein WirtschaftsWACHSTUM haben, kannst du jawohl nicht abstreiten. Dass Wohlstand an sich wächst, ist eigentlich meinen Informationen nach Fakt. OK, die Vermögensverteilung kann man ansprechen, da könntest du recht haben.
(Ist im Endeeffekt auch auf der Welt so. Die Globalisierung macht tatsächlich viele Menschen reicher (besonders Länder wie China…), nur die Vermögenskluft wird größer.)

Natürlich war Deutschland nicht allein auf der Welt
und irgenwelche Lebensumstände aus der großen weiten Welt
haben sich hier bemerkbar gemacht. Das wird aber immer so
sein.

Sehe ich auch so. Und zwar ganz schön stark!!!

Suchen wir also einen „schön Wetter Kapitän“ ? Es gibt
viele, zugegeben auch bekloppte Sprüche, wie: Der Trog bleibt
immer der gleiche, nur die Schweine ändern sich. Aber: Gibt es
eine Partei die besser oder schlechter ist ? Nicht für Arme
oder Reiche, sondern für DEUTSCHLAND ?

Darüber kann man streiten und soll man sich ja streiten. Im Prinzip machen ja immer noch alle Parteien zusammen die Gesetze (zumindest die im Bundestag). Allein schon dadurch, dass Regierungen sich ein wenig abwechseln.
Prinzipiell handeln viele Regierungen auch nach Expertenmeinung. Aber selbst die Intellektuellen sind sich ja nicht mal immer einig. Ich denke, dann kann man das vom Normalbürger (Otto!)wohl nicht erwarten.
Ich persönlich habe 1 Jahr lang damit verbracht Parteiprogramme, Studien, Wahlprogramme und Politische Bücher zu lesen. Gewählt hab ich letztlich doch impulsiv.
Mir war eigentlich nur eines klar: Weiter Rechts als „Rechts“ wähl ich nicht. Keinenfalls, weil sie gewaltätig sind, oder sonst was. Ich wollte auch nicht einfach aus Prinzip sagen, „die wähl ich nicht“. Nein, ich hab mich auch ausführlich mit denen aueinandergesetzt und muss sagen: Rein vom Programm her sind die sicherlich nicht verfassungswidrig, aber geben einfach ideologisch nicht meine Meinung wider. Ich bin gegen eine Abschottung Deutschlands. Wäre meiner Meiung nach auch nicht gerade modern.
Mein Problem nach diesem Informationsbeschaffungsjahr war eben, dass jede Partei gute und schlechte Seiten hat.
Ich bin eigentlich kein Fan von dem Artikel 56 und dem entsprechenden Schwur „dem Wohle des deutschen Volkes“. Ich persönlich bevorzuge eine Regierung, die das Wohl der gesamten Menschheit im Sinn hat. Aber darüber kann man streiten…
Aber wenn du mich trotzdem frägst, welche Partei am besten für Deutschland ist, muss ich sagen: „Keine Ahnung, ich weiß nur, dass die Antwort nicht einfach ist“. Gut, eine APPD wird jetzt mit Sicherheit den wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland nicht vergrößern. Aber dazu ist sie nicht da.
Ich denke die Frage ist auch immer, wo man die Prioritäten setzt. Im Ziel sind ja alle gleich. Aber willst du wirtschaftlichen Fortschritt auf Kosten der sozialen Leistungen? Willst du ökonomischen Fortschritt auf Kosten der sozialen Leistungen? Willst du ökonomischen Fortschritt auf Kosten der Wirtschaft? Willst einen weltweiten Ausgleich des Wohlstands auf Kosten deines eigenen Wohlstandes? Das sind alles Streitpunkte (von mir jetzt aber nicht wirklich durchdacht). Man ist sich ja meistens einig im Ziel. Nur der Weg,die Geschwindigkeit und somit das „Opfer“ ist das Problem.
In Deutschland sind soziale Kürzungen ziemlich unantastbar. Auch die Infrastruktur soweit ich das mitkriege. Gekürzt wird stark beim Militär. Im Vordergrund der Entwicklung stehen wohl (v.a. unter der jetzigen Regierung) wirtschaftliche, ökonomische und soziale Interessen.
Eine weitere wichtige Frage ist auch die der Schulden. Willst du Fortschritt auf Kosten der Zukunft (=Schulden)? Da fand ich persönlich die Entwicklung der strikten Sparpolitik recht sinnvoll, die aber durch die Wiedervereinigung nun mal einen Rückschlag erhielt. Naja, viel Diskussionsstoff aber wenig Antwort auf deine Frage.
Ich persönlich muss sagen, mir gefallen fast alle Parteien gleich schlecht. Keinenfalls, weil ich Pessimist bin oder mich dem Populismus anschließen will. Ich denke auch nicht, dass Politiker von Grund auf Schweine sind. Nur war ich selbst mal in meinem jungen Alter bei einer Partei engagiert. Und ich muss sagen, mir hat es nicht gefallen. Du musst deine Meinung dem Parteibild und dem Bild der Bevölkerung anpassen.
Ich habe das selbst erlebt: Ich war bei einer Jugendpodiumsdiskussion. Alle versprachen alles, und ich hab’s auch vesprochen. Ich konnte gar nicht anders. Mir war aber von Anfang an klar, dass man das alles nie hätte bezahlen können.
Wäre ich ehrlich gewesen, da bin ich mir sicher, die Leute wären enttäuscht gewesen. Dass die Politiker betrügen, liegt nicht an ihnen, sondern daran, dass die Leute keinen Realisten, sondern einen Optimisten an der Macht wollen. Sehe ich so.
Beispiel:

Kandidat Ernie kündigt an:
Wirtschaftlichen Fortschritt (Kostet Geld)
Mehr Geld für Arbeitslose (KG)
Mehr Geld für Familien (KG)
Mehr Geld für Ärzte (KG)
Mehr Geld für Kranke (KG)
Mehr Geld für Künstler (KG)

Kandidat Bert kündigt an:
Wirtschaftlichen Fortschritt (KG)
Mehr Geld für Arbeitslose (KG)
Kürzungen für Familien (Bringt Geld)
Kürzungen bei Ärzten (BG)
Mehr Geld für Kranke (KG)
Kürzungen für Künstler (BG)

Ernie hat also 6 Mehrausgaben, keine Einnahmen. Man muss nicht Wirtschaft sudiert haben um zu wissen, zu was das führt.
Bert dagegen hat eine ausgeglichenen Haushalt 3:3. „Klasse geplant“ sagen die Parteikollegen.

Und jetzt kommt der Wähler an die Reihe.
Der Unternehmer denkt sich: Nun ja, meine Interessen vertreten beide Parteien. Also wähle ich die, die ich besser kenne oder Ähnlich. Manche denken auch noch weiter. Naja, Ernie bietet noch den anderen mehr. Oder aber: Hey, Ernie kann das niemals bezahlen. Im Endeffekt wird das aber auf ein Verhältnis 50:50 hinaus laufen. Er wählt also beide Parteien. Weiter denkt er nicht nach. Schließlich steht sein Geld gar nicht zur Diskussion und hast du schon mal in der Zeitung gelesen, dass vor einer Wahl gewarnt wird („Achtung liebe Unternehmer! Dein Geld, das gar nicht zur Diskussion steht könnte bald angefasst werden!“; Bevor dein Geld angefasst wird, wird man schließlich die zur Diskussion stehenden "Familien-, Arzt- und Küsntlergelder kürzen!)?
Der Arbeitslose denkt ähnlich. Auch er kann sich für beide Parteien entscheiden.
Der Familienvater nun sieht: Hey, Bert will mir was weg nehmen. Und wählt natürlich Ernie. Sein Geld ist unsicher. Es steht zur Diskussion. Er ist sich auch nicht sicher, ob es bei Ernie sicher ist. Aber er hat die Hoffnung. Bei Bert hingegen ist Hopfen und Malz verloren. Er wählt Ernie
Auch der Arzt wählt nach dem gleichen Prinzip Ernie.
Der Kranke könnte ja wählen wen er wolle, aber er sieht direkt: Was den Ärzten fehlt kriegt natürlich der Kranke. Also wählt er Bert. Schließlich wir ihm klar: Was mir nicht weg genommen wird, zahlt der Arzt, der schon immer so viel von mir gekriegt hat.
Der Künstler wird auch ein knallharter Ernie-Wähler.
Schließlich hofft er, dass Ernie ihm nichts weg nimmt.
Das Endergebnis:
Sonntag Abend, 18 Uhr: Der Fernseher steht auf „2“. Forsa hat ermittelt. Knallhart und pünktlich:

Anzahl der Wähler: Ernie Bert
Unternehmer 1 1
Arbeitslose 1 1
Familienväter 2 0
Ärzte 2 0
Kranke 0 2
Künstler 2 0

Insgesamt: 8 4

Unser neuer Bundeskanzler: Ernie.
Seine Parteikollegen feiern ihn mit Champagner.
Und Bert? Er muss sich fragen, was er falsch gemacht hat. Zu schlechte Prognosen? Zu viel Ehrlichkeit? Naja, das nächste Mal müssen wir den Wahlkampf anders strukturieren sagen seine Parteikollegen und er ist weg vom Fenster…

Schon bald kommt aber Ernüchterung: Was? Ernie? Der so gute Ernie will meine Familiengelder, meine Arztgelder, meine Künstlergelder kürzen? Das darf jawohl nicht war sein.
Der ERNIE (unser Kanzler) ist jawohl die reinste WITZFIGUR!!!
Aber bei Bert wären sie sowieso weg gewesen.
Und dann die nächste Wahl. Wer wird gewählt? Etwa Bert’s Parteikollege Samson, der mir die Kürzungen schon wieder verspricht? Nein! Dann doch lieber irgendeine andere Partei, die mir verspricht mein Geld nicht zu kürzen. Oder eben Ernie. Schließlich kündigt er an, dass nicht nochmal bei mir gekürzt wird.
Und die anderen Wähler? naja, wieso die Partei wechseln? Bei mir wurde wie versprochen nichts gekürzt! Klasse! Was stört mich da, dass Bert ne Witzfigur ist?

Nun, ich gebe zu, mein Prinzip ist Comichaft abstrahiert, aber weißt du was ich damit sagen wollte?

Schröder hat uns nicht betrogen, er hat nur gesagt, was viele erhofft haben. Genauso, wie es eine CDU/CSU auch tut.
Fragen an Poltiker müssten niemals lauten: „Was wollen sie?“, sondern: „Was kürzen sie als erstes, streichen sie als erstes weg?“!

Unpolitische Grüße,
Max

PS: Puhh, saß ganz schön lange dran!