Missbräuchliche Shopnutzung-eind. IP Adresse

Hallo,
wir betreiben einen Internetshop.
Da wir häufiger Zahlungsausfälle haben, versuchen wir die Anschriften unserer Kunden zu verifizieren. Bei einem Kunden xy ist uns dies nun nicht gelungen, ausserdem hat er keine Tel. Nr. angegeben, was normalerweise verlangt wird und womit auch kein Kunde ein Problem hat.

Unser Shopsystem erfasst die IP Adressen unserer Kunden. Nun ist uns aufgefallen, dass von der gleichen IP Adresse, die Kunde xy hinterlassen hat, schon früher 2 größerer Bestellungen getätigt wurden (immer unter unterschiedlichen Namen und unterschiedlichen Anschriften), die auch noch nicht bezahlt sind.
Nun also die 3. Bestellung, die dann logischerweise auch nicht bezahlt wird. Wir haben zwar gestern den Versand per Email bestästigt, aber das Paket sollte erst heute abgegeben werden.

Das soll nun natürlich nicht geschehen.
Meine Fragen hierzu:

  1. Ist es rechtlich gesehen in Ordnung die Bestellung einfach zu ignorieren? (Obwohl gestern schon Versandbestätigung abgeschickt)
  2. Wie kann ich gegen diesen Betrüger vorgehen, lässt sich da mit der IP Adresse was anfangen?
  3. Ab wann ist das ein Straftatbestand und nicht nur Zahlungsverzug?

Bin für alle Tips und Ratschläge dankbar.

Beste Grüße

Dan

IP-Adressen sind leider nur „Schall und Rauch“.

a) Durch den zu kleinen Adressraum des IP-Systems müssen IP-Adressen immer wieder vergeben werden. Somit kommt es vor, das eine IP-Adresse an einem Tag Kunde A zugeordnet ist und an einem anderen Tag ein anderer Kunde diese IP hat.

b) die IP-Adresse muss nicht die IP des Kundenrechners sein: Es kann sein, das diese IP z.B. von einem Anonymisier-dienst-rechner ist, über den die User surfen.

Durch die Sperrung von IPs im Shop schließt man also möglicherweise Kunden aus, die eine ordentliche Bestellung aufgeben wollen.

Eine erfasste Bestellung hat ja an sich auch noch nicht unbedingt etwas geschäftschädigendes, wenn diese noch nicht ausgeliefert ist.
Deswegen hat sich auch die „Vorkasse“ so weit verbreitet: Zahlt ein Kunde nicht, kann er bestellen, was er will; er bekommt es ja nicht.

Tipp: In Onlineshops immer die Pflichtfelder prüfen, ob diese eingegeben wurden. Wenn eine Bestellung auf den ersten Blick „Quatsch“ ist, löschen.

Hallo,
ich würde erst mal prüfen, ob das wirklich eine feste IP-Adresse ist. Nicht daß es sich um verschiedene Personen handelt, die nur zufällig diese IP vom Provider zugewiesen bekommen haben und sich nicht mal kennen. Im Brett Netzwerk bekommst Du sicher schnell Antwort, wie Du zu einer IP den Hostname bekommst.
cu Rainer

Bringt aber auch nichts
Hallo,

selbst wenn:
Immer dann, wenn mehrere Rechner einen Internetzugang nutzen, was bei jeder Firma oder Behörde und auch bei Internetcafes der Fall ist, bekommt man bestenfalls die IP-Adresse des Routers heraus. Dahinter können sich tausende von Rechnern befinden. Und selbst wenn der Administrator des dahinter liegenden Netzes helfen würde: In der Regel ist es technisch nicht möglich den Rechner zu ermitteln, der für diese Schandtaten verantwortlich ist.

Bringt einen dann auch nicht so richtig weiter.

Gruß

Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]