Mister

So
jetzt wurde das Fraeulein abgehandelt.
Folgendes ist mir in den USA passiert ich liess meinen Regenschirm liegen, und prompt rief mir eine Dame* / Mister…! nach, und winkte mit meinem Regenschirm
Im Deutschen fehlt dieses Wort. Wenn ich jemanden …Herr… nachrufe, dann klingt das falsch . aber wenn man den Nachnamen nicht weiss? Und einfach Heee Sie rufen ist zwar in Oesterreich ueblich, wird aber oft nicht als hoeflich empfunden

*Mit Dame ist das auch so eine Sache. Frueher hat man mir beigebracht statt Frau Dame zu sagen. Aber jetzt hat das auch einen anderen Klang…

Servus
Herbert

PS. Ich schreibe gerade auf einer slowaischen Tastatur. Einige Satzzeichen habe ich schon gefunden. Andere zu finden, oder auf deutsche Tastatur umzustellen ist mir yu muehsam

Hi,

natürlich könnte man sehr altmodisch „mein Herr!“ rufen; mit „Hallo!“ gewinnt man aber garantiert auch Aufmerksamkeit. Und eine Frau als Dame zu bezeichnen und nicht als Frau halte ich immer noch für durchaus stilvoll.

Grüße,

Susanne

Hi!

Ich rufe - obwohl Österreicherin *g* - nicht „He, Sie!“, sondern eher „´tschuldigung“ oder schlicht „Hallo!“
Reagiert derjenige nicht und erwisch ich ihn/sie auch nimmer, hat er/sie eben Pech.

alien

Servus Herbert,

ein lautstarkes „Ihr Schirm!“ bringt schon eine ganze Menge!

Ganz ohne „Mister“.
Denn, wie schon Otto der Außerfriesische berichtete, könntest du zur Antwort bekommen: „Ich bin nicht der Mister, ich bin der Melker!“

Gruß aus dem Bergwerk (ist aber auch nicht kühler)
Barney

Hi!

Und
eine Frau als Dame zu bezeichnen und nicht als Frau halte ich
immer noch für durchaus stilvoll.

Die wenigsten Frauen sind heutzutage Damen. Stil mit Stil!

Grüße Dusan

Hi Herbert,

Im Deutschen fehlt dieses Wort.

hier im Rheinland wir, völlig unabhängig vom Alter des Herrn, ‚Junger Mann‘ gerufen.

Gandalf

Hallo Doosun,

Diesen Satz haben wir einfach mal übersehen, denn hier soll man helfen und nicht verletzen !!! Das gehört hier nicht hin !!!

LG Sabine

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Servus Barney,

ein lautstarkes „Ihr Schirm!“ bringt schon eine ganze Menge!

ja, in diesem Fall ist das eine gute Idee… aber was wenn man nicht weiss, was dieses Dings ist, welches der Dings vergessen hat?

Ganz ohne „Mister“.
Denn, wie schon Otto der Außerfriesische berichtete, könntest
du zur Antwort bekommen: „Ich bin nicht der Mister, ich bin
der Melker!“

jaja, also doch nicht so gut, das Mister… muessen sich die Amis und die Grossbritannier was neues einfallen lassen…

Gruß aus dem Bergwerk (ist aber auch nicht kühler)
Barney

Na, dann liebe Gruesse
wie Du vielleicht bemerkt hast / ich kaempfe noch immer mit der slowakischen Tastatur. Das / weiss ich schon wo es ist, dabei brauch ich es gar nicht…
Servus
/Herbert/

Servus Gandalf,
dann sollte ich wohl das Rheinland besuchen und oefters was liegen lassen?
Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus Alf(ine) oder was ist die weibliche Form von Alien Life Form?

das tschuldigung… ich weiss aber nicht wofuer ich mich entschuldigen soll. Und wenn ich „hallo“ rufe, bekomme ich immer oefter die Antwort „der Hallo liegt gleich neman (fuer unsere Deutschen / neben dem) Hearst (hast du das gehoert?)“
Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Servus Susanne,
also, „mein Herr“ keine schlechte Idee, auch wenn man dann in Oesterreich vielleicht als Antwort bekommt> „A wos bin i?“ Aber dann ist man schon im Gespraech…
Aber wenn ich einer Dame „meine Dame“ nachrufe… hmmm… kann man das? Hier kann man sich vielleicht mit „Gnae(dige) Frau“ behelfen. Ausserhalb von Wien ist das allerdings eine Lachnummer (was mich aber noch nie gestoert hat)
Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HAllo,

das tschuldigung… ich weiss aber nicht wofuer ich mich
entschuldigen soll.

Es ist die Entschuldigung, dass man es wagt,
einen Fremden anzusprechen und eventuell zu stören.

Grüße
Elke

Hi!

Genau, und darin sind die Österreicher, speziell die Wiener, groß, in dieser eigentlich übertriebenen Höflichkeit.

Siehe Jörg Mauthes Wiener Knigge.
>>Merke: Gebrauchen sie innerhalb der rotweißroten Zollschranken ungefähr zehnmal so viele Höflichkeitsfloskeln wie zu Hause. Sie werden mit dieser Dosierung noch immer weit unter dem landesüblichen Niveau bleiben – aber man wird Sie, vor allem, wenn Sie ununterbrochen „bitte“ und „danke“ murmeln, immerhin für einen besonders gut erzogenen Ausländer halten.

Hi!

Bitte klär mich auf, was an meiner Aussage verletzend war.

Grüße Dusan

Servus, darf ich Dich Alfi nennen?
Hmmm, ich weiß nicht.
Das ist oft nur eine scheinbare Höflichkeit. Wenn z.B. jemand ‚derre…’ sagt (Habe die Ehre) Dann steckt meist nicht viel dahinter. Und, da gibt es etwas, was ich ‚Hinterlustigkeit’ nenne. Wenn Du Ostösterreicher bist, merkst Du zumeist die feinen Hintertöne. Als Westösterreicher oder gar Deutscher hast Du keine Chance…
Und vielleicht trotzdem…
Ein bisschen auf öffentlichen Plätzen Fußball zugesehen… Man hält auf keinen Fall zu den Deutschen. Ich habe mal einen Fußballbegeisterten die Frage gestellt, was er denn gegen die Deutschen habe. Seine Antwort: ‚Gegen de .……* hob i gor nix, oba nojo, griassn kennans hoid ned…’ (Für unsere deutschen Freunde: Er habe nichts gegen Deutsche, aber grüßen können sie halt nicht) Vielleicht ist es ja auch, dass sich manche hierzulande von den Deutschen von oben herab behandelt fühlen.

*ein lustig gemeintes Wort für Deutsche, welches aber als diskriminierend empfunden werden könnte. Es wurde deswegen von mir zensuriert.

Servus und liebe Grüsse
Herbert

Genau, und darin sind die Österreicher, speziell die Wiener,
groß, in dieser eigentlich übertriebenen Höflichkeit.

Siehe Jörg Mauthes Wiener Knigge.
>>Merke: Gebrauchen sie innerhalb der rotweißroten
Zollschranken ungefähr zehnmal so viele Höflichkeitsfloskeln
wie zu Hause. Sie werden mit dieser Dosierung noch immer weit
unter dem landesüblichen Niveau bleiben – aber man wird Sie,
vor allem, wenn Sie ununterbrochen „bitte“ und „danke“
murmeln, immerhin für einen besonders gut erzogenen Ausländer
halten.

Hi!

Also wenn´s schon sein muß, dann Alfine. AKannst aber auch Ulrike sagen. *g*

Natürlich sind viele Höflichkeitsfloskeln leere Formeln, das ändert aber nichts daran, daß sie üblich sind und ihr Fehlen negativ auffällt.
Drüber nachdenken, warum man sich bei der Thekenkraft bedankt, wenn sie die Wurst überreicht, oder bei der Kassierin, wenn man das Wechselgeld entgegennimmt, darf man nicht. Man macht´s einfach, vermutlich weil einem nichts besseres einfällt.
Gibt schlimmmere Gewohnheiten, find ich.

Übrigens widmet Mauthe auch der Kunst des Grüßens ein Kapitel.

Die Wiener und seine Abneigung gegen alles Deutsche: das ist ein manchmal witziges, oft aber schon peinliches Thema für sich.

alien

Servus Ulrike :smile:

Hi!

Also wenn´s schon sein muß, dann Alfine. AKannst aber auch
Ulrike sagen. *g*

Natürlich sind viele Höflichkeitsfloskeln leere Formeln, das
ändert aber nichts daran, daß sie üblich sind und ihr Fehlen
negativ auffällt.
Drüber nachdenken, warum man sich bei der Thekenkraft bedankt,
wenn sie die Wurst überreicht, oder bei der Kassierin, wenn
man das Wechselgeld entgegennimmt, darf man nicht. Man macht´s
einfach, vermutlich weil einem nichts besseres einfällt.
Gibt schlimmmere Gewohnheiten, find ich.

Also, ich finde es rein gefühlsmäßig gut sich dafür zu bedanken. Natürlich ist es Aufgabe der Thekenkraft gewünschte Dinge zu überreichen, oder der Kassiererin uns das Wechselgeld zu geben, man ‚müsste’ es also nicht. Allerdings sind das die Kleinigkeiten die persönliches aufbauen. Wir sind ja nicht nur das was wir beruflich machen, also Kassiererin usw. Wir wollen auch als Menschen betrachtet werden. Und da hilft das kleine ‚Bitte’ und ‚Danke’. Außerdem können so Gespräche beginnen (die natürlich die Leute weiter hinten in der Warteschlange nerven)

Übrigens widmet Mauthe auch der Kunst des Grüßens ein Kapitel.

Ja, recht interessant, auch wenn ich so manches ein wenig anders empfinde.

Die Wiener und seine Abneigung gegen alles Deutsche: das ist
ein manchmal witziges, oft aber schon peinliches Thema für
sich.

Meist nur peinlich… ich unterlasse seit meiner Kindheit diese Kindereien… außer ein Deutscher schwärmt mir wieder vor, was alles in Deutschland besser ist/besser funktioniert. Oder sich darüber lustig macht, dass sie bei der FussballWM jedes mal mitmachen und wir nicht. Dann kann ich wieder ganz schnell kindisch werden.

Servus
Herbert

Servus!

Also, ich finde es rein gefühlsmäßig gut sich dafür zu
bedanken. Natürlich ist es Aufgabe der Thekenkraft gewünschte
Dinge zu überreichen, oder der Kassiererin uns das Wechselgeld
zu geben, man ‚müsste’ es also nicht. Allerdings sind das die
Kleinigkeiten die persönliches aufbauen. Wir sind ja nicht nur
das was wir beruflich machen, also Kassiererin usw. Wir wollen
auch als Menschen betrachtet werden. Und da hilft das kleine
‚Bitte’ und ‚Danke’. Außerdem können so Gespräche beginnen
(die natürlich die Leute weiter hinten in der Warteschlange
nerven)

Stimmt natürlich. Und steht auch so im Wiener Knigge. *g*

Meist nur peinlich… ich unterlasse seit meiner Kindheit diese
Kindereien… außer ein Deutscher schwärmt mir wieder vor, was
alles in Deutschland besser ist/besser funktioniert. Oder sich
darüber lustig macht, dass sie bei der FussballWM jedes mal
mitmachen und wir nicht. Dann kann ich wieder ganz schnell
kindisch werden.

Ich habe eine ganz liebe deutsche Freundin durch Blödeln über „gepflegte Vorurteile“ kennengelernt. DAFÜR eignen sie sich hervorragend.
Eben dieser Freundin hab ich den Wiener Knigge zukommen lassen, da sie sich in Wien verliebt hat (das wär was für Harrys Thread weiter oben), sie bezeichnet ihn als hilfreich.
Daß sie immer wieder unerfreuliche Begegnungen mit dem „Goldenen Wienerherz“ hat (Schalterbeamte, die auf tiefsten Dialekt umsteigen und sich diebisch freuen, wenn sie sie nicht versteht und ähnliches), ist die andere Seite.

LG

Ulrike

Servus Ulrike,

ich kürze jetzt ganz unhöflich :wink:

Ich habe eine ganz liebe deutsche Freundin durch Blödeln über
„gepflegte Vorurteile“ kennengelernt. DAFÜR eignen sie sich
hervorragend.
Eben dieser Freundin hab ich den Wiener Knigge zukommen
lassen, da sie sich in Wien verliebt hat (das wär was für
Harrys Thread weiter oben), sie bezeichnet ihn als hilfreich.
Daß sie immer wieder unerfreuliche Begegnungen mit dem
„Goldenen Wienerherz“ hat (Schalterbeamte, die auf tiefsten
Dialekt umsteigen und sich diebisch freuen, wenn sie sie nicht
versteht und ähnliches), ist die andere Seite.

Dazu passt wohl auch was auf unseren Universitäten passiert ist. Die sind ja für EU-Bürger jetzt offen. Da vor allem die medizinische Fakultät vor allem an Deutsche viele Plätze weggingen, und Österreicher abgelehnt werden mussten, hat man eine Prüfung eingeführt. Eine Prüfung die man nur schwer bestehen konnte, wenn man den Wiener Dialekt nicht verstanden hat. Das ist, was ich mit ‚Hinterlustig‘ meine.

Ich hätte gerne die Fragen gesehen :wink:

Servus und lg
Herbert

Hi!

Daß es tatsächlich eine Prüfung mit „österreichischen“ Fragen gegeben hat, ist mir neu.
Ich kenn nur die Fragen aus den Salzburger Nachrichten.

Ulrike