Mit 37 Jahren noch bei Eltern

Hallo Harwin,

möchte mich mal an dieser Stelle einklinken. Du schreibst

…Vieles wird ihm von meinem Eltern abgenommen…
Seitdem ich ausgezogen bin hatte er keine Partnerin mehr. Das
ist jetzt über 15 Jahre her. Meine Mutter hat mich früher so
Begluckt.
Heute macht sie es bei meinen Bruder.

Du hast es geschafft, Dich vom vereinnahmenden Wesen Deiner Eltern - speziell Deiner Mutter - loszulösen. Warum hast Du das geschafft? Weil Du es wolltest! Dein Bruder hat es bisher nicht geschafft. Warum nicht? Vielleicht weil er es im Grunde gar nicht will.
Es hat auch Vorteile, wenn man alles abgenommen bekommt. Es spart Zeit, Geld, Nachdenken, Entscheidungen treffen, das ist sehr bequem. Der Preis für die Bequemlichkeit ist das vermeintliche „Mitspracherecht“ der Geberseite. Dir, Harwin, war der Preis auf Dauer zu hoch, Deinem Bruder nicht.

Ich glaube nicht, dass er mit einer Doppelhaushälfte - wenn er denn in die Gänge käme - ein anderer Mensch würde. Ich glaube auch nicht, dass die Eltern daran schuld sind, wenn er seit 15 Jahren keine Partnerin mehr hatte. Wäre ihm wirklich daran gelegen, so würde er eine finden (und behalten), auch gegen etwaige Widerstände seiner Mutter.

Dass ihn zögern lässt bzw. ängstigt, was ihm nicht über- und durchschaubar erscheint, ist durchaus nachvollziehbar.
Ob er den Hausbau wirklich will, wage ich zu bezweifeln. Er hat dann zwar ein Haus, aber finanzielle Verpflichtungen und noch immer keine Partnerin. Ausserdem sind die Putz- Koch- und sonstigen Betreuungsdienste von Mama futsch.
Also „behandlungsbedürftig“ finde ich Bedenken gegen einen Hausbau in seiner Situation nicht…

Dein Bruder ist einfach nicht wie Du und viele andere, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen und es nicht anderen überlassen. Er ist halt anders, aber auch davon gibt es viele.

Wenn Ihr - Deine Frau und Du - wollt, dass er nicht ganz „erstarrt“, könntet Ihr ihn eventuell zu einer kleinen Reise ermuntern. Für den Anfang täte es ja auch ein Kurztripp übers Wochenende, z.B. in dem er sich Kollegen oder Vereinskameraden anschliesst.

Grüße
von Mara

Wenn zwei, die mitten im Leben stehen, sich Sorgen um jemand
anderen machen, dann kann ich mir vorstellen, dass sie mehr
Urteilsfähigkeit haben, als jemand, der mit 37 bei seinen
Eltern lebt. Es sei denn er pflegt seine Eltern oder
ähnliches, aber das ist aufgrund des Postings nicht zu
vermuten.
Es geht nicht darum, ob der Bruder unzufrieden ist, ob er und
seine Eltern sich wohlfühlen, oder was normal ist, sondern was
gut für den Bruder ist. Dieser Psychotherapeuten-Mist „jeder
ist für sich selbst verantwortlich“ bringt die Gesellschaft
nicht wirklich weiter. Aber dass man in diesem Brett so denkt,
ist natürlich logisch.

Das ist Deine Sichtweise der Dinge. Es ist ja schön zu wissen, wie schnell jemand beurteilen kann, wer nun mitten im Leben steht und was für andere gut ist. Was ist denn nun gut für den Bruder? Wer darf sich denn Deiner Meinung nach anmaßen darüber zu urteilen, was gut für andere Menschen ist? Bist Du Gott, oder Hellseher?

In vielen südlichen Ländern Europas ist es ÜBLICH, dass die Familie zusammen wohnt. In Deutschland ist gerade zurzeit diese Lebensform wieder angestrebt, alleine schon aus finanziellen Gründen.
Mittlerweile haben wir ja erfahren, dass der Bruder unzufrieden ist, aber zunächst mal finde ich es eine Frechheit aus der Ferne zu beurteilen, wer Urteilsvermögen hat und andere in den Hintern treten darf.

Klar, das ist wichtig zu betrachten. Aber pauschal erstmal die
Motivation in Frage zu stellen find ich engstirnig! Wer gesund
ist, der denkt ganz automatisch an andere! So ist meine
Meinung!

Ist das so? Woher weißt Du das?
Engstirnigkeit heißt für mich auch, dass Du Menschen nach Deinem Lebensbild einordnest. „Es kann ja nicht normal sein, wenn der Bruder noch mit 37 zu Hause wohnt“
„Wenn man gesund ist denkt man automatisch an andere“

So ist das also. Na dann gute Nacht.

Frank

Hallo Harwin,

Sorgen könntest Du Dir ja GLEICHERMAßEN um Deine Mutter machen. Sie „begluckt“- wie Du schreibst einen erwachsenen Menschen. Dein Bruder lässt sich beglucken. Wenn eine Veränderung der Lebensumstände erreicht werden soll, mag es aus meiner Sicht sinnvoll sein alle im Familienverbund damit zu beschäftigen. Bestimmte Aktionen Deiner Eltern (Mutter) rufen immerwieder dieselben Reaktionen bei Deinem Bruder hervor. Das ist über Jahre „eintrainiert“ Das passiert automatisch. Trennung, bzw. der Auszug des Bruders würde viel verändern und wäre bei diesem Hintergrund sicherlich auch zu befürworten!

Wie schwer das für den Bruder sein mag können wir nur erahnen. Bei Deinem Hintergrund kannst Du dies am Ehesten- denn Du hast diese Geschichte ja selbst so erfahren. Wenn also jemanden den Bruder VERSTEHEN kann, dann bist Du das.

Auf der anderen Seite steht ja ein großer Wunsch, ein Ziel- der Hausbau. Das sollte doch Ansporn sein. Die Frage für mich wäre allerdings, ob es Sinn macht jemanden zu unterstützen, dem man bisher alle Entscheidungen abgenommen hat?
Deine Frage könnte lauten, wie verhalte ich mich meinem Bruder gegenüber?
Wie wäre ein gemeinsamer Besuch bei einem Experten? Dein Bruder müsste diesen Schritt nicht alleine gehen und Du könntest ebenso davon profitieren. Sogar die Erste Sprechstunde kann man zusammen besuchen- danach fällt es sicherlich leichter.

LG
Frank

Weil er mein Bruder ist, und weil ich mich um ihn
Sorgen mache
in gewisser Weise. Ich wünschte mir das er seine Ziele
verwirklichen kann ohne das ihn meine Eltern daran
hindern.
Sie reden ihm auch oft etwas aus.

Mir kommt es ein wenig so vor, als machen sich alle so viele Sorgen um ihn, dass er erstickt. Deine Eltern sagen ihm, er soll es so machen und du sagst, er soll es so machen. Und zu guterletzt auch noch deine Frau.

Wenn das seit 37 Jahren so ist, kann man das nicht innerhalb von Wochen oder Monaten ändern.

In gewisser Weise hat deine Frau Recht, aber wie gesagt, du kannst überhaupt nichts machen. Sondern eure Eltern müssen endlich AUFHÖREN etwas für ihn zu machen.
Deine Eltern haben verpasst, mit 20 langsam loszulassen.

Wenn IHR diejenigen seid, die das beste für IHN wollen, dann müsst IHR anfangen, genau DAMIT(das beste wollen) aufzuhören.

Wenn ich mir erlauben darf, den Satz deiner Frau zu erweitern. Tritt deinen Eltern ebenso in den Hintern. Sie behandeln deinen Bruder wie ein Kleidungsstück, was man pflegen muss, waschen und bügeln, bis es langsam aus den Nähten geht.

mfg:smile:
rené

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Er will sich ein Haus
bauen hat Geld angespart kommt aber nicht in die
Gänge.

ich muss noch mal kritisieren…ich kann nicht an mich halten…

Er will ein Haus bauen? Für sich?

Warum kauft seine Mutter für ihn ein und wäscht und macht alles???
klingt nach Hotel…3 Sterne Hotel

Ich weiß im Moment nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Er ist in manchen Dingen einfach zu naiv,

Schauen alle aus deiner Familie von oben herab auf deinen Bruder, der offensichtlich aufgrund hoher Naivität vor Unheil beschützt werden muss?

und hat
Ängste traut
sich aber nicht zum Psychologen.

Ich habe das Gefühl, das wäre für die ganze Familie gut. Ohne das jetzt ins Lächerliche oder Unverschämte ziehen zu wollen, ihr müsst alle(Mutter, Vater, du) begreifen, dass ihr ihn nur loswerdet, wenn ihr aufhört, verbal zu belabern - sondern Taten zeigt - nicht sagen „geh“ und die Kette fester ziehen, sondern die Kette öffnen - dann wird er von ganz alleine gehen.

Meine Mutter hat mich früher so
Begluckt.
Heute macht sie es bei meinen Bruder.

Du siehst, warum er nicht geht. Wenn ihr also für ihn entscheiden wollt, dann macht es ein letztes Mal, indem ihr ihn rauswerft…in der Form, dass es für ihn keinen Grund mehr gibt, nicht alleine zu wohnen.

mfg:smile:
rené

p.s.: sorry für die Kritik, aber mir platzt die Hutschnur, wenn ich das lese…

Bist Du Gott,
oder Hellseher?

Wer so blöd daher redet, mit dem hab ich gar nicht Lust weiterzureden, ganz ehrlich!

Gruß,
Sebastian

Hallo Sebastian,

Moin Tom,

Wie kommst Du darauf? Was ist so „schlimm“ daran, mit 37
Jahren Lebensalter bei bzw. mit den Eltern zu leben? Ich kann
mir aus dem Stegreif etliche Gründe/Motivationen vorstellen,
die nichts Ehrenrühriges haben, um so zu leben.

Ja, ich kenne auch jemanden, der etwas unselbständig ist und zu Hause wohnt, weil seine Mutter in braucht. Es wär bestimmt gut für ihn, wenn er mal rauskäme, aber seine Mutter braucht ihn und deswegen ist es gut, dass er da lebt.

Klar, das ist wichtig zu betrachten. Aber pauschal erstmal die
Motivation in Frage zu stellen find ich engstirnig! Wer gesund
ist, der denkt ganz automatisch an andere! So ist meine
Meinung!

Ist das Deine bisherige Lebenserfahrung? Ich habe bisher
beobachtet und stelle immer wieder fest, dass Menschen, die
als „gesund“ (und erfolgreich) angesehen/eingeschätzt werden,
in erster Linie an SICH bzw. an eigene Vorteile denken.

Ist die Frage, ob das denn gesund ist!

Gruß,
Sebastian

Für mich ist klar wenn man ein Haus bauen will dann muss man
sich informieren, und dann das Risiko abwegen. Und dann wenn
ich mir klar bin ich kann es angehen dann gehe ich das Risiko
ein. Bei meinem Bruder kann ich nur sehen das er darauf wartet
das ich ihm unterstütze und mit ihm ein Haus baue, doch ich
bin bereits versorgt.

Ihn zu unterstützen ist gut, denke ich. Aber muss es denn gleich ein Hauskauf sein? Ist vielleicht eine Nummer zu groß.
Und irgendjemand sagte schon, dass man auch die Eltern „bearbeiten“ sollte, damit die loslassen. Das halte ich auch für sinnvoll. Aber für ihn sind kleinere Schritte bestimmt gut. Und wenn er raus will , dann muss er selbst was dafür tun. Muss halt alles ineinander greifen.

Alles Gute für Euch!
Sebastian

hallo harwin,

ich habe die anderen beiträge nicht gelesen. da mal vorweg.

wenn deine eltern es geschafft haben, deinen bruder all die jahre zu hause zu behalten, verbrigt sich bei ihnen etwas dahinter - und nicht nur bei deinem bruder.

dass du/ihr helfen wollt, mag ja ehrbar sein. aber hilfreich…?
seine ängste halten ihn zurück, da nutzt es gar nichts wenn jemand druck ausübt oder auf logik oder sonstwas basierend einfluss nehmen will.

eure sorge ist übrigens noch dazu euer problem und eure erwartungen auch - die auf seine schultern zu lasten ist nicht sinnvoll.

maximal kann ich mir vorstellen, dass ihr ihm mitteilt, dass ihr ihm gerne behilflich wärt ein eigenes leben zu führen, sofern er diese hilfe eben will, sich immer an euch wenden kann und ihr in dann unterstützt.
leiden mag er zwar auch heute schon lange, aber offenkundig ist der leidensdruck noch zu hause zu wohnen geringer als die ängste es sind,
die ihn vom ausziehen und all dem was für ihn damit verbunden ist.

insofern kann ich mir vorstellen, ginge es hier am wenigsten um praktische hilfe denn mehr um emotionale - aber dafür wäre eher ein profi zustständig - und so ginge es wohl im bedarfsfall (von ihm also selbst erbeten auf grund eures angebotes - und seine frage nach hilfe kann noch lange dauern, das müsstest du also abwarten können)eher darum, eine passende therapie oder gruppe zu finden oder ihn zu motivieren oder dann zu begleiten wenn ihn nach einem ermessen allein der mut verlassen würde.

ich habe mal kontakt zu jemandem gehabt der noch ne ecke älter war als dein bruder und auch noch daheim lebte, inzwischen eine extreme sozialphobie entwickelt hatte. aber seine therapieversuche brach er stets ab, arbeiten konnte er auch nicht mehr, unter menschen gehen wurde ein drama. - ich weiss nicht wie es ausgegangen ist.

stünde mir eine solche oder ähnliche porson nahe, würde ich wohl selbst bei einem profi hilfe suchen - mich dort in mehreren stunden einerseits erkundigen wollen, ob und was ich tun kann und auch um mehr verständnis für die lage zu entwickeln, sie besser zu hinterblicken um keine fehler zu machen. denn das was für dich und deine freundin evtl als normale hilfe betrachtet wird, kann er ganz anders wahrnehmen und es kann ja ggfs. auch genau das gegenteil auslösen.

vielleicht gibts ja sogar selbsthilfegruppen für angehörige oder so, ein ort für erfahrungsaustausch?
andererseits sollte man tunlichst vermeiden sein problem zum eigenen zu machen. gar nicht so einfach hier den rechten weg zu finden…

mein laiengedanke wäre hier - ihn z.b mal einzuladen für ein langes wochenende - gemeinsam wegfahren und das vorher auch ein wenig geplant zu haben, so dass er einblicke in eine andere welt bekommt? - eine party z.b - sofern er in seiner gewohnten lebensumgebung auch sowas meidet aber dennoch gerne wollen würde, würde er sich denn trauen…

naja, dazu müssten man dann doch mal mit ihm reden… ohne das gefühl zu vermitteln es geht um bewertung oder änderung, sondern um seine welt zu betrachten und zu verstehen…ob er euch das aber abnimmt?

lauter ideen von denen ich selbst nicht weiss, ob da gute ansätze dabei sind…

LG
nina

ja, kann sein. Ich habe ihm das schon seit langer Zeit nicht mehr gesagt. Es kam erst vor kurzen wieder auf weil meine Frau meint wir müssten ihm helfen.
Ich habe ihm diese Hilfe auch schon angeboten als ich noch nicht mit meiner Frau zusammen war. Er hat meinen Rat oder meine Hilfe nicht angenommen. Dann habe ich es sein lassen.
Ich selbst tendiere auch zum „sein lassen“. Ich habe ihn auch nicht mehr angesprochen deshalb.
Es geht darum meine Frau meint ich solle ihm ansprechen und auf den Weg bringen.
Ich habe es meiner Frau schon oft gesagt das es wohl nichts bringt solange er selbst nicht erkennt das was faul ist am zu Hause wohnen.

Ich denke meine Mutter hat da selbst ein Problem sie begluckt den Bruder. Anstatt zu sagen geh in die Welt hinaus und probiere dich aus, wir unterstützen dich wenn Du hilfe brauchst, sagen sie bleib zu Hause da geht es dir doch gut.

Ehrlich gesagt ich wohne 40 km weit weg von meinen Eltern. Also meine Aufgabe ist es nicht ihm rauszuwerfen.
Außerdem habe ich ihn das letzte mal darauf angesprochen vor gut einem Jahr. Und das auch nur einmal und dann nicht mehr. Und vor allem im guten.

Also ehrlich gesagt halte ich nicht sehr viel davon jemanden zu drängen oder unter Druck zu setzen.
Vor allem habe ich ihm vor gut einem Jahr das letzte mal auf seine Situation hingewiesen.

Ehrlich gesagt frage ich mich wieso soll ich mich darum kümmern wenn ich es Jahre zuvor schon ein paarmal gesagt habe.

Meine Frau meint halt sie müsste ihm helfen, und will das ich meinem Bruder den Weg weise.

Ich habe ehrlich gesagt keinen Bock das habe ich meiner Frau auch schon gesagt jemanden zu Helfen der meine Hilfe ja nicht einmal annehmen will. Bzw. auch gar keine Anstalten dazu macht.

Ich habe meinen Bruder einfach so gelassen wie er ist, damit bin ich ganz gut gefahren. Ich habe mir selbst gesagt ich kann meine Eltern und meinen Bruder nicht ändern nur mich selbst. Und das habe ich gemacht. Meine Frau ist eher auf dem Trip „Ich will alles verändern oder ändern“. Bzw. andere Menschen ändern, und das geht meiner Meinung nach nicht, nur wenn die anderen auch etwas ändern wollen.

Zwingen geht meiner Meinung nach nicht.

Ich glaube die Eltern sind einfach zu festgefahren in ihrer Art, die kann man nicht dazu bewegen loszulassen. Ich glaube das muss aus ihm kommen er muss es wollen.

Was soll das überhaupt mit dem Hausbau???

Das ist so seine Idee, er will unbedingt ein Haus bauen weil ja ein Bauplatz da ist. Ich habe ihm auch schon geraten das er sich vielleicht eine Eigentumswohnung kauft oder anmietet.
Ich verstehe es auch nicht ganz.

Vielleicht meint er damit wohl auch besser bei Frauen anzukommen.
Er bietet dann ja eine gewisse Sicherheit um Familie gründen zu können.

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Dein Bruder in seiner
momentanen Verfassung ein Projekt wie Hausbau anfangen kann
und will.

Ja, glaube ich auch nicht. Da müsste ich alles in die Hände nehmen.
Ich habe schon gesehen wie er über Finanzierung denkt. Er hat auch Angst das ihm eine Bank übers Ohr haut.

also ich denke wie du…ich wuerde ihn lassen…das problem sind meines erachtens eben auch die eltern…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

also ich will mal ein paar Assoziationen von mir reinschmeissen

  • 37 Jahre -> in der Nähe der so negativ konditionierten „40“
  • wohnt bei Eltern; -> braucht Bezugsperson
  • 15 Jahre keine Partnerin; -> wahrscheinlich „eingerostet“
  • Haus bauen; -> Unsicherheit kompensieren

Ist er ein bisschen soziophob der introvertiertere Typ Mensch? Also ich könnte mir vorstellen, dass das irgendwo das eigentliche Problem ist? Partnerin?? Sind genügend soziale Kontakte da?

Die Sache ist halt die, er ist jetzt doch schon ziemlich lang in dieser festgefahrenen Situation, und deswegen wahrscheinlich umso schwerer davon loszukommen.

Vielleicht kann da ein Psychotherapeut doch etwas beratend zur Seite stehen…? Oder Partnerbörse? Naja aber, das muss er selber wissen, und wollen. Ist halt doch einfacher an Routine festzuhalten, als neue Sachen auszuprobieren.

Naja, ich mein du kannst eigentlich ja nicht mehr tun, als ihm das sagen. Und dass auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt oder so (und nicht mit Sandstrand und Hula-Hula Mädels)…

Und primär muss er das in den Griff bekommen, ich meine vielleicht kannst ihm ja helfen (muss ja nicht gleich Zement kaufen sein), aber dann nur unterstützend (vielleicht aber auch mit leichter Kritik - beispielsweise das mit dem Haus).

Also Initiative muss denke ich von ihm ausgehen weil es sonst zum Scheitern verurteilt ist.

Naja, wünsch ihm was,
mfg
Matze

hi harwin

du schreibst…

Er ist in manchen Dingen einfach zu naiv, und hat Ängste traut
sich aber nicht zum Psychologen.

das wäre doch ein ansatz - ihm evtl ein wenig die angst vor einer
therapie zu nehmen indem du ihm informationen zukommen lässt, die
seine voruteile mindern und damit auch die angst.

das ist zwar keine garantie aber meiner ansicht nach wenn überhaupt
das einzige was man als sog. hilfe für ihn tun kann.
mit allem anderen wäre ohnehin jeder nichtprofi überfordert, da das
nichtausziehen ja nur ein ergebnis von etwas ist und die ursachen
nicht so einfach aus der welt zu schaffen sind - zumindest sehe ich
das so (wie gestern schon in meiner anderen antwort erwähnt).

wenn er einen rechner hat, könntest du ihm doch aufklärendes zukommen lassen (ob unaufgefordert oder erfragt musst du abwägen)

LG
nina