Deine blauen Augen
Hallo Sebastian,
Wenn zwei, die mitten im Leben stehen, sich Sorgen um jemand
anderen machen, dann kann ich mir vorstellen, dass sie mehr
Urteilsfähigkeit haben, als jemand, der mit 37 bei seinen
Eltern lebt . . .
Wie kommst Du darauf? Was ist so „schlimm“ daran, mit 37 Jahren Lebensalter bei bzw. mit den Eltern zu leben? Ich kann mir aus dem Stegreif etliche Gründe/Motivationen vorstellen, die nichts Ehrenrühriges haben, um so zu leben. Mir sind auch einige vergleichbare Fälle bekannt, bei denen ich gar nciht auf die Idee käme, dass da was nicht stimmen könnte. Heute mag es ungewöhnlich sein, allerdings muss es deshalb doch nicht verkehrt oder schlecht sein?!
. . . Es sei denn er pflegt seine Eltern oder
ähnliches, aber das ist aufgrund des Postings nicht zu
vermuten.
Warum sollte ein erwachsener Mensch eine solche Begründung brauchen, um mit 37 Lenzen im Elternhaus „leben zu dürfen“? Oder „ticken“ die Eltern ggf. nicht richtig, weil sie ihren erwachsenen Sohn (noch) nicht rausgeworfen haben?
Es geht nicht darum, ob der Bruder unzufrieden ist, ob er und
seine Eltern sich wohlfühlen, oder was normal ist, sondern was
gut für den Bruder ist.
Wurde der denn gefragt?
Dieser Psychotherapeuten-Mist „jeder
ist für sich selbst verantwortlich“ bringt die Gesellschaft
nicht wirklich weiter. Aber dass man in diesem Brett so denkt,
ist natürlich logisch.
???
Klar, das ist wichtig zu betrachten. Aber pauschal erstmal die
Motivation in Frage zu stellen find ich engstirnig! Wer gesund
ist, der denkt ganz automatisch an andere! So ist meine
Meinung!
Ist das Deine bisherige Lebenserfahrung? Ich habe bisher beobachtet und stelle immer wieder fest, dass Menschen, die als „gesund“ (und erfolgreich) angesehen/eingeschätzt werden, in erster Linie an SICH bzw. an eigene Vorteile denken. Dass man dabei auch an andere denkt, sei es, weil sie einem nützlich sein könnten oder weil sie einem im Wege sind, ist klar, hat aber eine ganz andere Motivation.