ich finde es gut daß du dir überhaupt Gedanken zu dem Thema „Aufklärung“ machst und dich auch noch traust hier im Forum danach zu fragen, da ja oft die Antworten einen echt heftigen Unterton haben. Es ist auf alle Fälle nicht zu spät jetzt mit der Aufklärung zu beginnen, und dein Sohn wird wohl aus der Tatsache dass du ihn nicht schon mit 3 Jahren aufgeklärt hast keinen Schaden genommen haben.
Sachlichkeit ist eben nicht jedermanns Ding, oft reagieren die Antworter in diesem Brett (schließlich gibt es nirgends so viele Experten wie im Bereich Kindererziehung) sehr emotional, nimm dir das nicht so zu Herzen, ich finde du hast auch einige „nette und sachliche“ Antworten bekommen.
Mir fällt das Ganze nicht
leicht, bei uns zu Hause war Sex ein Tabuthema, vielleicht
kein Wunder, wenn man bedenkt, aus welcher Generation meine
Eltern sind, meine Mutter ist 75 und mein Vater wäre, wenn er
noch leben würde, 94 Jahre alt.
meine Eltern waren Jahrgang 1900 un 1911, also auch ziemlich alt. Aber mir (ca. 10 Jahre älter als Du) kam wohl zu Hilfe, dass zu meiner Teenie-Zeit Aufkärung das ganz große Thema war. So habe ich meine Unbefangenheit zu diesem Thema erhalten.
gerade gefunden
Vergesst die alte Leier mit den Bienchen und Blümchen…
Computersprache ist in!
Papa, wie bin ich auf die Welt gekommen’? Na gut mein Sohn, irgendwann hätten wir dieses Gespräch führen müssen: Der Papa hat die Mama in einem „chatroom“ kennengelernt. Später haben der Papa und die Mama
sich in einem „cyber café“ getroffen und, auf der Toilette hat die Mama ein paar „downloads“ von Papas „memory stick“ machen wollen. Als der Papa dann fertig für das „uploaden“ war, merkten wir plötzlich, daß wir keine
„firewall“ installiert hatten. Leider war es schon zu spät um „cancel“ oder „escape“ zu drücken und die Meldung „Wollen Sie wirklich uploaden?“ hatten wir in den „Optionen“ unter „Einstellungen“ schon am Anfang
gelöscht.Mamas Virenscanner war schon länger nicht „upgedateted“ und kannte sich mit Papas „blaster-wurm“ nicht so recht aus. Wir drückten die „Enter-Taste“ und Mama bekam die Meldung „Geschätzte download-Zeit 9 Monate“
Gerade heute wo soviele sexuelle Übergriffe
auf Kinder geschehen sollten sie doch wissen was richtig und
was falsch ist.
Es ist nicht richtig, daß die Zahl der Übergriffe zunimmt oder
zugenommen hat. Diese Zahlen sind seit Jahrzehnten konstant.
Was heute von früher unterscheidet sind die um Quoten
kämpfenden Medien.
Hallo Stefan, herzlichen Dank für diese leider nur zu wahre Aussage, auch wenn das Thema hier ein weinig oT ist. Aber die Panikmache der Medien zu diesem - zum Glück - gegenüber anderen Gefahren die Kindern drohen, eher marginalen Thema ist schon lange nicht mehr zu verantworten und schränkt Eltern und Kinder unnötig ein und macht ihnen unnötig Angst und nimmt ihnen insbesondere auch die Chance zu einem ungezwungenen Umgang mit Sexualität, wie er eigentlich in einer Familie möglich sein sollte. Denn so schlimm auch jeder echte Mißbrauchsfall ist, er ist nicht schlimmer als der angebliche Mißbrauchsfall. Denn die Hatz der Medien auf die angeblich „armen Opfer“ und die selbstverständlich brutalen angeblichen Täter zerstört Familien und Existenzen unabhängig davon, ob es tatsächlich einen Mißbrauch gegeben hat, gleichermaßen.
Warum ich dies so eindringlich formuliere? Weil mir mein Lieblingstest zum Thema immer wieder zeigt, wie erfolgreich eine reißerische Medienlandschaft inzwischen auf diesem Gebiet ist! Der Test:
Wieviel Kinder werden jährlich in Deutschland Opfer eines Sexualmordes?
(Auflösung unten)
Wir bewegen uns recht konstant im Bereich von 4-6 entsprechender Delikte pro Jahr in Deutschland. Daneben getipp? Keine falsche Scham. Auch Kollegen aus dem Juristenumfeld tippen gerne mal in den Bereich um 1000. BTW: Die Gesamtzahl sexuell motivierter Tötungsdelikte in Deutschland hat sich übrigens in den letzten 20 Jahre halbiert. Und was Tötungsdelikte an Kindern angeht, so liegen wir bei rund 50 pro Jahr, d.h. so schlimm es auch ist, wenn ein Kind durch ein Verbrechen ums Leben kommt, so bedeutet dies noch lange nicht, dass dies auch einen sexuellen Hintergrund hat, sondern dieser Zusammenhang nur bei rund 10% der Fälle besteht. Insoweit ist es eine unverantwortliche Panikmache, wenn bei jedem vermissten Kind gleich von einem „wahrscheinlichen Sexualdelikt“ gesprochen wird. Glücklicherweise ist dieser Zusammenhang immer noch die große Ausnahme.
klar kannst du ihn schon aufklären… meine mutter hat mich und meinen bruder
schon aufgeklärt als wir noch kleinkinder waren… allerdings meint sie heute
dass das wohl ein wenig zu früh war, hat uns halt noch net interessiert *g*
aber wenn dein kleiner schon nachfragt, dann ist das doch der beste zeitpunkt
um einen ungezwungenen umgang damit zu lernen…