Liebe/-r Experte/-in,
Im Jahr 2009 hatte meine Mutter einen schweren Verkehrsunfall, sie war nicht die Unfallverursacherin. Auf Empfehlung einer Ihrer Freundinnen sind wir zu einem Anwalt gegangen der sich auf Verkehrsrecht spezialisiert hat. Soweit waren wir mit Ihm zufrieden aber ungefähr ein Monat später hat er uns mitgeteilt das er nun in die Rente geht und sein Kollege sich der Sache annimmt. Auf einmal gings los so wie der Anwalt zuvor die sache behandelt hatte sei seiner Meinung nach nicht möglich der Anspruch auf Schmerzensgeld sei zu hoch gesetzt…und dies und das.
Da wir nicht der gleichen Ansichten waren wie er hatte sich meine Mutter entschlossen den Anwalt zu wechseln. Der weg führte uns zu einem renomierten Anwalt in München, seiner Ansicht nach hatte der noch aktuelle Anwalt den Beruf verfehlt. Er hat sich die ganze Situation angeschaut und uns geraten nicht nachzulassen und auf min. den doppelten Betrag des schmerzengeldes zu bestehen.
Er hätte den Fall gern angenommen aber das Problem war das die Versicherung der Unfallverursacherin den jetzigen Anwalt schon bezahlt hat und der Anwaltwechsel nur auf eigene Kosten möglich gewesen wäre.
Nun ist die Geschichte schon 3 Jahre her und wir sind immer noch beim selben Anwalt und es geht nichts voran im Gegenteil es wird immer schlimmer. Die Sachen die er machen wollte gehn auf einmal nicht mehr und manche Sachen kümmert er sich nun gar nicht mehr. Wir müssen uns selber um die Rechtslage kümmern und uns selbst beibringen was meiner Mutter rechtlich zusteht. Es kann doch auch nicht sein das der Anwalt mit uns ein Termin ausmacht und uns dann ernsthaft fragt wie es nun weitergeht…da frag ich mich doch für was ich dann noch nen Anwalt brauch!?
Nach etlichen weiteren Terminen und Schickanen haben wir mit Ihm drüber geredet und ihm offen gesagt das wir langsam das Gefühl haben das er gegn uns arbeitet und wir nicht das Gefühl haben er sei der Anwalt meiner Mutter. Aber das lässt Ihn anscheinend kalt.
Wie gesagt es ist jetzt schon ein langer Kampf und meine Mutter kann einfach nicht mehr, wir würden die Sache gern der Anwaltskammer melden und falls es nicht reicht würden wir sogar die Medien auf das aufmerksam machen.
Ich würde gern wissen wollen ob diese beiden Schritte zu empfehlen wären und wieviel es wirklich bringt die Kammer darüber zu informieren, oder wäre es besser angebracht die Füsse still zu halten und den Mist irgendwie anders rum zu kriegen?
Danke schon im voraus
MfG