Hallo,
früher (vor dem Jugoslawienkriegen) bin ich relativ häufig mit dem Auto nach Istanbul gefahren.
Allerdings haben wir es uns sehr schnell abgewöhnt in der Hauptreisezeit über Bulgarien-Kapikule zu fahren. Dort stauten sich die wartenden Fahrzeuge (die damals noch ein Triptik benötigten - nachfragen ob es das auch noch gibt) so lange, dass locker ein Tag verloren ging.
Inzwischen soll es einen neuen Grenzübergang in Richtung Edirne geben.
Wir sind damals öfters die etwas weitere, dafür trotzdem schnellere, Strecke über Griechenland gefahren. Sie bot zusätzlich Abwechslung an der griechischen Küste entlang. Außerdem ist man dem großen Strom der türkischen Heimaturlaubern etwas entronnen.
Achtung: damals benötigten türkische Mitreisende für Griechenland ein Visum.
Generell haben wir versucht, dem Autoput (also die übliche Strecke durch Jugoslawien) auszuweichen. Erforderte Umwege (z. B. über Wien, Ungarn, Griechenland), war aber meist trotzdem schneller. Ein kleiner Autounfall, konnte auf dem Autoput viele Autos in der Schlange zu ewiger Warterei verdonnern.
Die Restaurants nahe des Autoput waren damals auf das Abzocken spezialisiert.
Auch waren damals viele Heimaturlauber-Autos technisch nicht so einwandfrei, dass sie die oft steileren Pässe der Ausweichstrecken fahren konnten. Sie blieben auf der Standardroute und wir hatten abseits vom Autoput schnelle Grenzübertritte und viel freie Fahrt.
Allerdings haben wir dabei nie eine Strecke über Tschechien genommen.
Wichtig ist, dass man sich unterwegs genau an das jeweilige Tempolimit hält. Wir wurden in Bulgarien - trotz genauer Einhaltung des Limits - angehalten und mussten eine recht saftige Strafe (für nichts) bezahlen.
In Istanbul für den dortigen Aufenthalt das Auto lieber auf dem Hotelparkplatz lassen. Autos in Istanbul zu parken ist ein Drama für sich. Oft werden diese so eng „geschlichtet“, dass man aus eigener Kraft nicht mehr wegfahren kann. Damit werden dann auch andere Parker behindert und man gibt den Autoschlüssel bei dem Parkwächter ab, der dann für andere Parker den Weg frei macht, während man selber auf Shopping ist.
Ich halte das Hergeben von Autoschlüsseln in der Türkei für sehr gefährlich. Man weiß nie, was in der Zwischenzeit irgendwo im Auto versteckt wird. Auch in Werkstätten das Auto nie ohne Beobachtung lassen.
In Istanbul besser Taxen nehmen. Sie kosten nicht viel - auch wenn sie die Touristen besch…
Wenn Ihr Glück habt und ihr habt zum Beginn des Aufenthaltes mal einen Fahrer der Deutsch kann (ist nicht selten), dann macht am Besten mit ihm Pauschalpreise für den ganzen Tag und für die zukünftigen Tage aus. Das kann am Praktischsten sein. Dabei daran denken, dass man runterhandeln muss.
Gruß und einen schönen Aufenthalt
Ingrid