Ich habe neulich ein altes Foto aus den 50ern von 3 jungen Männern gesehen, die mit Ihren Hollandrädern in Rom auf dem Petersplatz standen. Sie sollen in 16 Tagen von Delft nach Rom gefahren sein, nähere Informationen hab ich leider nicht. Aber ich finde es ist eine echte Herausforderung. Liebe wwwler habt ihr Ideen zum Streckenverlauf? Ich vermute das sie bis zum Bodensee am Rhein entlang gefahren sind - aber dann?
Gruß von einem Hollandfietsenfan
Robert
Hallo Robert,
was in den 1950ern vielleicht noch nicht so bedeutend war, aber heute hauptsächlich zählt: Suche nach einem Pass mit wenig Autoverkehr.
Von den „großen“ Pässen: Der Splügen?
Würde dann heißen: (Lindau) - Chur - Thusis - Via Mala - Splügenpass - Lago di Como
Für den italienischen Teil keine gescheite Idee.
Schöne Grüße
MM
Hi,
sowas war in den 50ern und 60ern durchaus eine beliebte Art seinen Urlaub zu verbringen. Mein Vater ist damals mit dem Rad quer durch Deutschland und das angrenzende Ausland gefahren.
Da der Autoverkehr damals ganz andere Dimensionen hatte als heute war das zu der Zeit viel weniger problematisch als wenn man sowas heute machen wollte. Es war damals kein großes Problem so ziemlich jede Landstraße zu benutzen.
Schönen Gruß,
MecFleih
Hallo Robert,
von Delft bis Rom dürften es etwa 1600 km sein. Also 100 am Tag.
Das ist mit einem modernen Touren- oder Rennrad gar kein Problem und sicher auch mit einem Hollandrad machbar.
Die günstigste Strecke den Rhein hoch uber Lindau, Chur und Mailand wurde schon benannt. In Deutschland gibt es mittlerweile überall Radwanderwege, so daß man mit den Autos nicht so arg viel zu tun hat, das aber auf Kosten von Komfort und Geschwindigkeit. Diese Wege sind für schnelles Fahren nicht gemacht.
Allerdings halte ich es mit einem Hollandrad für fast unmöglich, den Splügenpass zu fahren, den wird man schieben müssen.
Liebe Grüße,
Max
Hallo,
welcher Pass war damals - ist heute mit einem klassischen Tourenrad fahrbar - ein Hollandrad wiegt etwa 21 - 23 Kg, eine damals übliche 3Gang Schaltung kommt mit einem 26er Ritzel (größere gab und gibt es AFAIK nicht für Nabenschaltungen) auf eine minimale Entfaltung von 1:2,7 eine moderne 7Gang Schaltung auf 1:2 oder 1:2,35.
Die Streckenlänge ist also untergeordnet, vielmehr darf die Route keine oder nur wenige kräftige Steigungen haben.
Vielleicht sind die Jungs damals auch mit dem Zug über die Alpen gekommen, genaue Angaben zu dem Foto hab ich leider nicht.
Gruß Robert