Mit dem Zug zum unbekannten Ziel

Hallo Martin,
Mit Deiner Antwort kann ich nur einverstanden sein. Aber ich möchte gerne ins Detail gehen:

Ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen.

das ist in diesem Fall ein Fehler - die Frage ist gelöst, mit
allen Details.

Das glaube ich so mal nicht. Denn ich mache das -selbstverständlich absichtlich- nicht um Zeit zu sparen (das wäre echt blöd), sondern vielmehr wegen des sog. „Brainstorming“: Ich schreibe auf die Ideen, die mir beim Lesen dieser Frage so gekommen sind, ohne mich von den anderen Antworten beeinflüssen zu lassen. So kommen Dinger in Sicht, die man evtl. nicht betrachtet hätte.

Wie es scheint gibt es mindestens ein Mensch -übrigens Danke, unbekannterweise an wer das auch war!- geholfen/gefallen zu haben…

wenn das Dorf so klein sein sollte,

St. Vith (nur die Stadt selber, nicht die größere
administrative Einheit) hat über 3.000 Einwohner.

Na also… Sooooooooo winzig klein wie zB Ultramort in Provinz Girona ist es wohl nicht, um nur einen Beispiel zu nennen…

Neulich hier wollte jemand nach LLoret de Mar mit dem Zug aus
Barcelona fahren: In LLoret gibt es aber keinen Zugbahnhof!

dass es Belgien wenigstens geschafft hat, ein

einheitliches nationales Informationssystem zu bieten, während
man in Spanien nur auf dem Weg über die Autobusstationen einen
relativ guten Überblick erhält, d.h. im Fall Lloret wenigstens
wissen muss, dass es von Barcelona aus bedient wird.

Es war nicht als negative Kritik an den damaligen Fragesteller, sondern eben vielmehr an das was du hier ansprichst. Was die Costa Brava betrifft, sind die Öffentlichen Verkehrsmittel mehr als nur grottenschlecht. Ich habe so immer gedacht und ich konnte Dir viiiele Beispiele nennen, die das bestätigen und Leute nennen, die genauso denken.
Aber zu deinen Einwand bzgl. Informationnetz: Ja, es stimmt durchaus was Du sagst. Daher haben wir uns spanier, einen Weg ausgedacht, das zumindest umzugehen: Nämlich so wie ich das beschrieben habe.
Auf den anderen Seite, man sagt daß pi mal Daume gibt es bei uns ungefähr so viele Internetanschlüssen wie hier in Deutschland. Durchaus möglich daß dies stimmt. Allerdings: Der wird gaaaaaaaanz anders benutzt und greift keineswegs so sehr an das „private Leben“ des Benutzers, wie hier. Will sagen: Hier, wenn ich wissen möchte welche Filme überhaupt laufen, gehe ins web. Dort ruft man im Kino an oder schaut in der Zeitung. Brauch man die Notapotheke um 3 in der Nacht, so ruft man bei der Polizei bzw. Rathaus an und fragt. Ich kenne niemand in Spanien, der das Web nutzt um zB Zeitung zu lesen. usw, usf…
Ich erinnere mich noch mit Belustigung, als jemand mich fragte ob ich wußte was ein bestimmtes Gerät ist, als damals laaaaaange nicht so bekannt waren wie jetzt. Der Tatsache, daß ich in Deutschland lebte verleitete diesen Spanier dazu felsenfest der Überzeugung zu sein, daß ich es doch wußte. Er hatte Recht: Ich kannte schon das Gerät, ein MP3-Player aber weshalb??? Heutzutage jedes KiGa-Kind ist bestens damit vertraut ;o))

Dass man nicht nur Eisenbahnen in einem einheitlichen
Informationssystem zusammenfassen kann, zeigen Deutschland und
die Schweiz:

Durchaus einverstanden!

Diese Systeme sind allerdings nur so gut wie die
Daten, die zur Verfügung stehen

Looooooooool Ja stimmt! Ich lache weil ich an eine für Spanien offenbar typische Anekdote denken muß, die mir geschah: Ich wollte mit meinem Freund ein paar Tage in einem abgelegten Bahnhof verbringen, die aber an das entsprechende spanische/katalanische Verein angeschlossen sein mußte (das war bei mir Bedingung): Ich fand nur im nördlichen Katalonien bestimmt über 500! doch im Jahr 2005 standen die Preise noch in Pesetas!!! Als ich darüber eine Anmerkung machte, war die Antwort: „Ja, wir wissen das. Aber wer kommen will, der ruft eh immer an!“ Natürlich hat den Preis auch nicht gestimmt (wenn man den Wechselkurs betrachtet) Ich fand das typisch und bezeichnend für den Umgang mit der Web in Spanien.

funktionierende zentrale
Fahrplandatei existiert, nicht gut vorstellen kann, dass es in
anderen Ländern den Betreibern irgendwie rentabel scheint,
ihre Fahrpläne international geheim zu halten.

Also geheim ist es sicherlich nicht. Nur es ist zT ein Abenteuer danach zu suchen!

Kurzer Sinn: Nur weil etwas nicht auf Schienen fährt, gibt es
keinen vernünftigen Grund außer der Tradition, die Fahrpläne
geheim zu halten.

Bis auf o.g. ganz deiner Meinung.

Liebe Grüße,
Helena