Hallo Katka!
Du möchtest also, daß dein Partner etwas für Dich tut, von dem Du denkst, daß Du in einer Partnerschaft ein Anrecht darauf hast, und weil er das nicht tut, wirst Du ihm gegenüber aggressiv?
Ich bin meinem Freud gegenüber sehr agressiv, zur Zeit nur
verbal.
Gewalt hat in einer Beziehung nicht zu suchen - und auch verbale Aggression ist eine Form von Gewalt. Darüner musst Du dir klar werden.
Er hilft nicht von sich alleine
Bittest Du ihn manchmal um Hilfe? Und wenn ja, hilft er Dir dann? Oder geht es gar nicht um die konkrete Hilfe, sondern darum, daß er da „von alleine“ draufkommen soll - als Zeichen seiner Liebe und Aufmerksamkeit? Und warum ist das so wichtig?
Eigentlich der Grund von den ganzen Streitereien liegt in
seiner passiver Haltung.
Menschen sind frei - auch in einer Beziehung. Er kann soviel passiv sein, wie er mag. Er MUSS Dir auch nicht helfen oder dich unterstützen, genausowenig wie Du irgendetwas für ihn tun MUSST. Die Betonung liegt auf: MUSST. Wir können an unsere Partner nur Wünsche richten - und wir können entscheiden, ob wir die Partnerschaft führen oder beenden. Darüber entscheiden, ob uns die Wünsche erfüllt werden, können wir nicht.
Paradoxerweise verhindert gerade Aggressivität das, was man eigentlich ereichen. Je mehr ein Partner MECKERT, um so schwerer wird es für den Partner, die Wünsche zu erfüllen. Das ist eine banale psychologische Tatsache, die in nahezu jeder Beziehung missachtet hat. Man möchte, durch Aggressivität und Meckerei, den Partner zu einer Verhaltensänderung zwingen, es ihm so ungemütlich machen, bis er klein beigibt - aber Menschen lassen sich ungern zwingen. Das geht grundsätzlich in die Hose, so wie bei Dir jetzt auch.
Respekt gegenüber seiner Freiheit bedeutet nicht, daß man nichts sagen darf und alles hinnehmen muß. Du kannst mit ihm reden, und Du kannst ihn verlassen. Aber zwingen kannst Du ihn nicht. Dann verlierst Du ihn.
Gruß,
Max
Ich bin normalerweise sehr zufrieden mit meinem Leben und
meine Tage sind fröhlich gestaltet, wir lachen viel. Doch
machnmal kommt es zu extremen Situationen, wenn die Kids krank
sind, und z.B. beide auf einmal weinen/schreinen.
Mein Partner ist extrem passiv, apatisch und ego-orientiert.
Ich beurteile das nicht negtiv. Seine Passivität und innere
Ruhe ist normalerweise ein schöner Ausgleich zu meinem wildem
Temperament.
Bloß in diesen besonderen Situationen erwarte ich eine aktive
Haltung, die er mir nicht geben kann.
Mein Partner lebt nicht mit uns. Er besucht uns jede zweite
Woche, da er in Skandinavien wohnt.
Ich habe keinen der mich unterstützt. Meine Familie lebt im
Ausland und eigentlich keiner meiner Freunde ist so scharf
darauf, die Betreuung von 2 kleinen Kindern auch stundenweise
zu übernehmen.
Der Vater von den beiden hat angefangen, sich mehr
einzubringen und mir zu helfen. Seit kurzem habe ich jedes
zweite WE für mich.
Ich habe wenig Ruhe und Freizeit. Ich habe es akzeptiert und
bin damit glücklich. Ich suche nur eine Art und Weise, wie ich
noch diese besondere Streßsituation in Griff bekomme, wie ich
mich selber in Griff bekomme.
Lg
Kat