der große Wurf
Hi,
danke dir für das nette Feedback 
… woher weißt du das bzw. wie kommst du darauf ?
Naja, nenne es „Berufskrankheit“ 
Man ist halt ein wenig herumgekommen in der Menschwelt und im Universum menschlicher Gefühle … und es gibt in den Persönlichkeitsentwicklungen tatsächlich ein paar Dinge, die sowas ähnliches wie „Naturgesetze“ sind. Aber auch wenn man mit denen nach und nach vertraut ist: Es gibt immer noch eine grenzenlose Mannigfaltigkeit von Rätseln 
in der tat ist es so das ich mich nicht als mann sehe, ich
sehe mich als kind und ein kind hat eben keine richtige
freundin zu haben ( spielkameraden eher ). ICh hab ein Problem
damit mich als Erwachsenen Mann zu sehen für den es ganz
normal sein muss eine Freundin zu haben. Doch wie kann cih das beheben ?
Irgendetwas hat offenbar einen Entwicklungschritt in deinem Selbstbild etwas verzögert … könnte schon sein, das das irgendwo in deiner Familiensituation seine Ursachen hat, wie schon angedeutet.
Der Schritt, den du also wohl noch vor dir hast, ist sowas wie ein Sprung ins Wasser: Wenn du das Selbstbild, Mann zu sein, nicht aus deiner Familienkommunikation holen konntest, dann kannst du es dir genau daher holen, wo du jetzt das Peinlichkeitsgefühl am stärksten empindest: MIT deiner Freundin - und IN der Öffentlichkeit.
Du bist ja nämlich andererseits auch stolz auf sie, von deiner Verliebtheit ganz abgesehen. Du könntest dir z.B. klar werden lassen, daß es umgekehrt bei IHR ja ebenso ist. SIE ist vielleicht auch stolz darauf, sich MIT DIR zu zeigen. Niemand anders kann einem Mann das Gefühl geben, Mann zu sein, als eben eine Frau.
Und wenn es deine erste Frau ist, dann ist SIE deine „Lehrerin“ in dieser Hinsicht. Du brauchst also nur noch ein „guter Schüler“ zu sein und IHRE Impulse aufzunehmen … Sieh dich selbst so, wie sie dich sieht! Das bist du umgekehrt auch ihrer Verliebtheit schuldig.
In Schillers „Ode an die Freude“ heißt es:
Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein,
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Und es ist ein „großer Wurf“, das, was dir aktuell passiert. Und das ist es wert, daß du das Selbstbild aus dem Rahmen deiner Erziehung bzw. Familie, das du offenbar noch mitschleppst, restlos fallen läßt. Das ist ein Schuh, von dem du selbst nun BESTIMMEN mußt, daß er dir nicht mehr paßt. Ebenso, wie der Schuh, den du mit 9 Jahren trugst, dir jetzt nicht mehr paßt.
Mit anderen Worten: Des Rätsels Auflösung liegt in deiner Entscheidung, in deinem Entschluß , deinem Selbstbild ein neues Gesicht zu geben - und in dem Entschluß , dich von deinem bisherigen Selbstbild (und von den Menschen, die dich darin festhielten), zu lösen.
Schönes Wochenende mit deiner Freundin mitten auf dem Marktplatz!
Metapher