Hallo Zusammen !
Schreibe diese Frage aus den Philippinen wo ich wohne. Ein Freund von mir hat mit Immobilien hier zu tun. Die philippinischen Landvermesser arbeiten durch die Bank weg etwas „altmodisch“, also dementsprechend ungenau. Gibt es GPS Geräte mit einer Software die in der Lage ist sich Standorte zu merken und Entfernungen zwischen diesen Standorten auszurechen? Würde Ihm schon für den Anfang genügen die Abstände zwischen den Grenzsteinen in teilweise schwer zugänglichem Gelände sicher festzustellen. Bin Laie was GPS Anwendungen betrifft. Danke im Voraus für jeden Tipp.
Christoph Schwab
www.alternativephilippines.de
Hallo Christoph
ich küsse Deine Stirn: endlich die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
Vermessen-vermessen-vermessen.
Soweit der lustige Teil.
Nun zu meinen Tipps …
Über die philippinischen Verhältnisse bin ich nur unzureichend informiert. Fand z.B. hier etwas
http://eprint.uq.edu.au/archive/00003565/
Aus anderen Quellen entnehme ich, dass für Grenz- oder Liegenschaftsvermessungen schon die Zentimeter gefordert werden. Es kann aber auch Genauigkeitsabstufungen geben. Ich bilde mal drei Klassen.
Klasse 1:
Metergenauigkeit mit Handheld-GPS so im 200-500 Euro-Bereich.
http://www.busse-yachtshop.de/index.html
Damit könnten z.B. FLÄCHEN-Erhebungen durchgeführt werden für Bewirtschaftungs-Statistiken.
Klasse 2:
Submetergenauigkeit mit GPS-Empfängern über 1.000 Euro
http://www.topconeurope.com/index.asp?pageid=d8e5279…
(Da ist ne Digicam mit drin)
Damit könnte man genauere Messungen machen.
Klasse 3:
Zentimetergenauigkeiten mit Vermesser-GPS über 10.000 Euro.
Wobei da Relativmessungen zwischen zwei eigenen Empfängern oder einem eigenen und einer (staatlichen) Referenzstation notwendig sind. Ob es diese Referenzstationen auf den Philippinen schon gibt, weiss ich nicht. In Thailand gibt es diese.
Das sind Empfänger von Trimble, Leica-Geosystems, Ashtech oder TOPCON.
GPS ist wie im obigen Artikel gesagt im Wald (wie sieht der philippinische Wald denn aus) auch nur eingeschränkt einsetzbar.
Ich werde jetzt mal nachlesen, was die „compas and chain“-Methode ist.
P.S. Mit dem Aufbau eines Liegenschaftswesens ist es mit einer gewissen Unschuld au den Philippinen dann bald vorbei …
Grüße Roland