Mit Kompressionsstrumpf zur Berufsfeuerwehr?

Hallo
Ich hatte mit 20jahren eine Beckenvenenthrombose und bin jetzt 29jahre, mein Traum war es schon immer zur Berufsfeuerwehr zu gehen. Nun weiss ich nicht genau ob ich mich bewerben soll, da ich einen Kompressionsstrumpf (lange ausführung bis zur Leiste) tragen muß. Ich bin Körperlich fit, treibe Sport und bin auch sonst in einer freiwilligen Feuerwehr tätig, wo ich natürlich auch alle drei Jahre zur G26.3 gehe! Unser Arzt sagt zwar das wäre kein Problem, aber ich weiß nicht wie das die Ärzte der Berufsfeuerwehren sehen?
Kann mir da jemand weiterhelfen??

Hallo,
das ist nicht mit ja oder nein zu beantworten. Für die Einstellung bei einer BF ist einerseits die G 26.3 zu schaffen, aber andererseits auch das okay vom Amtsarzt. Für den ist nicht die Feuerwehrtauglichkeit maßgebend, sondern die Prognose, ob man „gesund bleibt“ (laienhaft ausgedrückt), da der Dienstherr einen für Jahrzehnte beschäftigen soll.
Neben „harten“ Kriterien, die zum Ausschluss führen, gibt es natürlich auch eine Grauzone. Bei uns werden die Bewerber, bei denen es Zweifel gibt, zum Facharzt geschickt, und auf dieser Grundlage fällt der Amtsarzt dann sein Gutachten.
Auf dem Papier ist die G 26.3 zwar überall gleich, auch für FF und BF, aber so kleine Unterschiede werden nach meiner Erfahrung doch gemacht.
Es bleibt wohl nicht anderes übrig, als sich „normal“ zu bewerben, am besten bei mehreren Feuerwehren und bei einer Zusage die Untersuchungen abzuwarten.

Viele Grüße aus Kiel von
Thomas Börner

Hallo,

in Deinem Fall wäre ein Gespräch mit dem jeweilig zuständigen Betriebsarzt sinnvoll. Kannst Du den Kompressionsstrumpf auch im kompletten 24-Stunden-Dienst tragen?

Schöne Grüße

Hartmut

Hallo

Ja den Strumpf die ganze Zeit zu tragen ist kein Problem, ich werde wohl dann am besten vor den Bewerbungen die jeweilige Feuerwehr (bzw. den jeweiligen Arzt) anrufen und mich erkundigen.
Ich weiss ja nicht wie das so bei den jeweiligen feuerwehren ist, ob der Arzt am anfang oder am ende der Einstellungstest ist. Denn sollte ich erst die anderen Test durchlaufen umd am ende zum Arzt müssen und der mir eine Absage erteilt, wäre dies verschenkte Zeit!

Lg

Hallo
Danke ersteinmal für die Antwort.

Mir bleibt dann wohl nichts anderes übrig als es einfach zu probieren!
Ich werde wohl aber zuerst versuchen eine aussage per Telefon zu bekommen von dem jeweiligen Facharzt oder Arbeitsmediziner, wenn der mor hleich sagt das ich es nicht pronieren brauche dann erspare ich mir irgendwelche Hoffnungen!

Lg aus Wolfenbüttel
Torben

Ich weiss ja nicht wie das so bei den jeweiligen feuerwehren
ist, ob der Arzt am anfang oder am ende der Einstellungstest
ist. Denn sollte ich erst die anderen Test durchlaufen umd am
ende zum Arzt müssen und der mir eine Absage erteilt, wäre
dies verschenkte Zeit!

Hallo,

bei den meisten BF dürfte die ärztliche Untersuchung am Ende aller Tests liegen, dann die Bewerber schon „ordentlich gesiebt“ sind. Die Untersuchungen werden damit auf ein kostenmäßiges Minimum reduziert.

Schöne Grüße
Hartmut

Keine Ahnung ob das ein Hindernis ist. Einfach ausprobieren. Aber bald, dein Alter ist schon grenzwertig. Leider… :frowning:
Viel Glück!

Hallo,
eine definitive Antwort wirst Du nur bei einem Amtsarzt bekommmen. Das muss ja nicht der sein, in dessen Stadt Du Dich bewerben würdest…
Meine persönliche Meinung ist, dass Du wohl kaum Chancen hast, das ok zum Beruf Feuerwehrmann zu bekommen. Das liegt daran, dass Feuerwehrleute in einem lebenslangen Beamtenverhältnis beschäftigt werden, so dass der Beamte eben auch trotz einer Erkrankung weiter beschäftigt wird oder mit gekürzten Bezügen in Ruhestand geht.
Bei der Einstellungsuntersuchung prüft der Amtsarzt vor allem, ob der Bewerber so gesund ist, dass er voraussichtlich ohne Probleme bis zum Pensionsalter von heute 60 Jahren leistungsfähig bleibt. Bei einem Bewerber, der mit 20 Jahren aus welchen Gründen auch immer eine Beckenvenenthrombose hatte, wird er das vermutlich nicht voraussetzen können. Das hat mit dem Fitnesszustand und der G26 nichts zu tun, sondern mit dem Prognose über mehr als 30 Jahre. Warum sollte er so ein Risiko für den Dienstherrn eingehen, wenn es genügend gesunde Bewerber gibt. Das hört sich leider hart an, aber so ist es.