Mit Laub mulchen

Liebe Wissende,

ich habe im Herbst ganz stolz mein Beet mit Walnußlaub gemulcht, bis mich ein freundlicher Nachbar aufklärte, dass das eher wegen der Gerbsäure ein Griff ins Klo war…

Nun hatte ich dasselbe mit Laub von einer Roteiche vor - zum Teil in „reiner“ Form, zum Teil von den Hühnern ein Jahr lang kleingescharrt und mit Grasschnitt und eben Hühnerkot vermengt.

Da Eichen ja auch Gerbsäure enthalten, frage ich mich, ob das nun so eine gute Idee ist - was sagt Ihr?

Herzlichen Dank!
fshbb

Hallo,

mulchen tut man doch, um auch den Unkrautwuchs einzudämmen. Und das geht nicht nur durch Luft- und Lichtabschluss, sondern durch die Gerbsäure, die im Rindenmulch steckt.
Ich weis nicht, ob Blätter und Hühnerkacke funktionieren; ich nehme dazu Rindenmulch. Der riecht auch besser.

Haelge

Moin,

Nun hatte ich dasselbe mit Laub von einer Roteiche vor - zum
Teil in „reiner“ Form, zum Teil von den Hühnern ein Jahr lang
kleingescharrt und mit Grasschnitt und eben Hühnerkot
vermengt.

wenn Du das reine Laub nehmen würdest, wäre das vielleicht eine Möglichkeit, nur wird der Hühnerdreck einen vorzüglichen Dünger abgeben, den auch die Beikräuter dankend annehmen werden.

Gandalf

Walnuss
Hallo !

Gerbstoffe sind in allen Rinden und Laub enthalten, sie wirken wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze. Deshalb verrottet Rinde nur sehr langsam und Laub zerfällt mehr zu Fasern, als das es völlig verschwindet. Beim Mulchen ist das nicht schlimm, weil da ja eine Abdeckung z.B. gegen Frost oder Austrocknung gebildet werden soll.
Die Walnuss gibt aber durch die Wurzeln Juglon in den Boden ab, das das Wurzelwachstum anderer Pflanzen hemmt. Sie hält sich so Konkurrenten fern. Das Juglon wird auch beim Verrotten der Blätter frei, deshalb ist Walnusslaub im Kompost nicht so doll.
Anderes Laub ist gut, weil die nicht verrotteten Teile Struktur bilden, also Hohlräume schaffen.

J.