Hallo zusammen,
ich habe von jemandem gehört, das der Freund trotz schwerer Krankheit (ob es Leukemie oder Krebs ist weiss man nicht so genau, aber eines von beidem ist es) im Auslandseinsatz (also 4 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet) war. Ist das möglich oder flunkert dieser Mensch nur etwas vor? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, das jemand, der Chemo bzw. Dialyse bekommt (also geschwächtes Imunsystem) „Diensttauglich“ ist … oder gilt hier anderes?! Wer weiss hier genaueres bzw. wo kann man da ggf. was nachlesen?
Gruß
h.
Hallo,
wer in der Kindheit, bzw. Jugend eine Krebserkrankung (Leukämie bzw. maligner Tumor) mit Chemotherapie durchgemacht hat und wieder gesund ist, braucht nicht zur Bundeswehr, weil diese Angabe zu seinen Vorerkrankungen zur Ausmusterung führt.
Wer trotzdem zur Bundeswehr möchte und diese Vorerkrankung nicht angibt (nachweisen lässt sie sich nach Remission bei der Musterung nicht) wird eben auch genommen!
Gruß, Renate
Hallo,
wer in der Kindheit, bzw. Jugend eine Krebserkrankung
(Leukämie bzw. maligner Tumor) mit Chemotherapie durchgemacht
hat und wieder gesund ist, braucht nicht zur Bundeswehr, weil
diese Angabe zu seinen Vorerkrankungen zur Ausmusterung führt.
Die Krankheit scheint erst jetzt (kurz vor oder während des Dienstes) erkannt worden zu sein und auch behandelt.
Wer trotzdem zur Bundeswehr möchte und diese Vorerkrankung
nicht angibt (nachweisen lässt sie sich nach Remission bei der
Musterung nicht) wird eben auch genommen!
Also auch bei bestehender Behandlung (1-2 mal die Woche) bleibt der Dienst unbeeinträchtigt UND man wird in den Auslandseinsatz geschickt?
gruß
h.
Hallo,
Die Krankheit scheint erst jetzt (kurz vor oder während des
Dienstes) erkannt worden zu sein und auch behandelt.
Nach Deiner Schilderung nehme ich an, dass die Diagnosestellung erfolgte, als der Betreffende bereits beim Bund eingezogen war. Das ist ja gut möglich. Wie lautet denn die genaue Diagnose?
Also auch bei bestehender Behandlung (1-2 mal die Woche)
bleibt der Dienst unbeeinträchtigt UND man wird in den
Auslandseinsatz geschickt?
Bei einem ALL oder NHL usw., garantiert nicht!
Die meisten Krebsformen von jungen Patienten sind eher aggressiv (hochmaligne) und schnellwachsend und daher im Vergleich mit langsamwachsenen Tumoren zwar glücklicherweise besser durch einen maßgeschneiderten Medikamentencocktail (Chemo) zu beeinflussen, hierbei handelt es sich in der Regel auch um kürzere aber wesentlich härtere Therapien als bei langsamwachsenden Tumoren im etwas höheren Lebensalter.
Den Patienten geht es sehr schlecht, sie nehmen extrem an Gewicht ab, das stets im Cocktail vorhandene Kortison verändert ihr Aussehen (Aufgedunsen, blass, usw.), bei jedem Chemoblock können andere Symptome auftreten, die behandelt werden müssen, beim kleinsten Fieberschub in der zwischenzeitlichen Heimphase heißt es wieder: schnell in die spezielle Klinik und das passende Antibiotikum per Infusion bekommen, usw. usw. Wenn man es schafft etwas zu essen, isst man froh, wenn es auch wirklich drinbleibt, man ist total geschwächt, man steht nicht ohne Motivation auf. Es gibt bessere und sehr schlechte Phasen.
Wenn jemand bei der BW erkrankt und diagnostiziert wird, dann wird er schnellstens einer optimalen Therapie zugeführt, das ist die oberste Pflicht, und der Patient ist dann niemals in der Lage, an etwas anderes zu denken oder es zu tun - er ist extrem geschwächt.
Gruß, Renate
Hallo,
Die Krankheit scheint erst jetzt (kurz vor oder während des
Dienstes) erkannt worden zu sein und auch behandelt.
Nach Deiner Schilderung nehme ich an, dass die
Diagnosestellung erfolgte, als der Betreffende bereits beim
Bund eingezogen war. Das ist ja gut möglich. Wie lautet denn
die genaue Diagnose?
Das versuchen wir gerade noch herauszufinden. Mir ging es erstmal grundsätzlich darum ob jemand mit einer solch schweren Krankheit in ein Krisengebiet (z.B. Stichwort lebensmüde, Kamikazeeinsatz, etc.) geschickt werden würde.
Also auch bei bestehender Behandlung (1-2 mal die Woche)
bleibt der Dienst unbeeinträchtigt UND man wird in den
Auslandseinsatz geschickt?
Bei einem ALL oder NHL usw., garantiert nicht!
Die meisten Krebsformen von jungen Patienten sind eher
aggressiv (hochmaligne) und schnellwachsend und daher im
Vergleich mit langsamwachsenen Tumoren zwar glücklicherweise
besser durch einen maßgeschneiderten Medikamentencocktail
(Chemo) zu beeinflussen, hierbei handelt es sich in der Regel
auch um kürzere aber wesentlich härtere Therapien als bei
langsamwachsenden Tumoren im etwas höheren Lebensalter.
Ok.
Wenn jemand bei der BW erkrankt und diagnostiziert wird, dann
wird er schnellstens einer optimalen Therapie zugeführt, das
ist die oberste Pflicht, und der Patient ist dann niemals in
der Lage, an etwas anderes zu denken oder es zu tun - er ist
extrem geschwächt.
Das war eben auch unsere Überlegung weshalb die Schilderung auch etwas komisch ist. Laut Aussage ist er in behandlung und muss zu einer Therapie. Das bedeutet für mich, das er eiiigentlich nach meinem empfinden weder zu einer Art Wehrdienst noch zu einem Auslandseinsatz Einsatzbereit geschweige denn körperlich noch seelisch fähig wäre noch das es überhaupt zumutbar wäre…
Gruß
h.
HAllo könnte es sein, dass derjenige schon kurz nachdem er zum Bund war erkrankte, dann behandelt wurde, bis er als Reconvalenzent galt, also nicht grad geheilt, aber doch wieder ausreichend fit, um seiner Arbeit nachzugehen und sich aufgrund dieses extrem einschneidenen Erlebnisses kurz vor Schluß seiner Soldatenlaufbahn selbst zum Kamikazeeinsatz als Bürokraft oder ewas ähnlich wenig körperlich anstrengendem in Afghanistan oä. meldete.
Oder er war krank und behandelt (geheilt gilt man erst, nachdem 4 oder 5 Jahre keine erneute Erkrankung auftaucht) und hat dies verschwiegen bei der Musterung. Der Blutbefund war dann wie bei einem gesunden und auch die Leistungsfähigkeit kann schon wieder einem gesunden entsprechen (nicht jeder ist von Anfang an ein starker Kerl)
Ich kann es mir schon vorstellen, solange man nichts genaueres über die genaue Art der Erkrankung und den zeitlichen Verlauf weiß.
Gruß
burli
Gruß burli