ich frage mich ob es besser fuer jemanden ist wenn er sich mit anderen Personen abgibt die in aehnlichen Situationen sind wie die Person selbst (z.B. andere schlechte Studenten, depressive Menschen, desorganisierte Menschen…) oder ob es fuer das Individuum besser ist sich mit Menschen abzugeben die eher als Vorbild in einem Bereich dienen (z.B. gute Studenten, nicht depressive Menschen, gut organisierte Personen…).
Einerseits hat man das Gefuehl nicht allein mit seinen Problemen zu sein wenn man sich mit anderen Problemmenschen abgibt - andererseits wird man davon auch heruntergezogen.
Beim Umgang mit normalen Menschen hat man oft das Gefuehl anders und somit ausgeschlossen und allein mit seinen Problemen zu sein - dafuer hat man aber die Chance von den „normalen“ Menschen hochgezogen zu werden indem man z.B. die Stimmung annimmt.
Wer hat Erfahrung oder Tipps was einer Person langfristig besser bekommt?
Ich denke man sucht sich oft intuitiv einen Gegenüber, bei dem man sich gerade am „aufgehobendsten“ fühlt!
In Zeiten, bei denen es mir nicht gut ging, waren mir Menschen, die selber nicht unbelastet waren, sondern tiefe Gespräche möglich-- sehr das, was ich gesucht habe!
Wirklich lustige, optimistische Menschen-- dagegen eher ein Greuel…
Die Besten waren die, die einerseits mal lachen konnten- andererseits auch mal in Tiefen abschweifen…
Von einer Bekannten, die Borderliner ist- weiss ich, daß sie in einer WG lebte, von denen die 2 anderen Frauen extreme Esstörungen hatten-- und das phasenweise allen gut tat…„gemeinsames Leid“- aber auch genau das immer wieder massive Probleme gab, da es dann auch jedem damit dann wieder zuviel wurde!!
Denke also- man wird sich wenig bewusst positiv polen können, wenn man nicht auch den Wunsch danach hat…-- zB mal lachen und locker drauf sein!
Vorbildfunktion von Menschen, die gut drauf sind, fleissige Lerner etc…-- weiss nicht…
Ich glaube, wer nur ein Ziel gezeigt bekommt- den Weg dahin aber noch nicht kann – der kann dadurch erst recht runtergezogen werden…
Frustrierter, weil er das doch „eh nie schaffen wird“…