Hallo,
kurz: ich suche -gute- Infos über das Thema um besser damit klar zu kommen (zB. Tipps, Buch, einen Link etc)
lang:
ich weiß schon seit langem, dass ich bis über ein gesundes Maß hinaus perfektionistisch bin.
Nach Wikipedia ist die Ursache des „schlechten“ Perfektionismus oft zu hohe Erwartungen der Eltern, was ich bei mir für sehr unwahrscheinlich halte.
Mein größtes Problem ist, dass ich mich manchmal an unrelevanter Stelle nicht entscheiden kann bzw. mich festfahre und Hau-Ruck mäßig versuche Sachen zu schaffen.
-> Demotivation und schlechte Laune sind häufig die Folge.
Wer lesen will ein Beispiel heute:
Ich habe 3 Stunden Freizeit und will eigentlich etwas für die Uni tun.
Allerdings will ich mir vorher noch schnell eine externe Festplatte für den PC kaufen (die Dinger kosten um die 100 Euro und haben keine Nennenswerten unterschiede für mich). Keine große Sache im Nachhinein. Allerdings fange ich an bis ins kleinste Detail darüber nachzudenken welche Platte ich nehmen will und auch wo ich sie kaufen möchte. Nämlich im Endeffekt nicht bei einem Anbieter wo ich öfters etwas kaufe und Sie relativ billig ist- nein ich vergleiche eineinhalb Stunden irgendwelche blöden Produkte, bis ich zum Schluss komme bei einem Anbieter zu kaufen wo das gleiche Ding 3 Euronen günstiger ist und ich meine, dass ich nicht so oft schlechte Ware bekomme.
Nunja danach rege ich mich drüber auf und habe schlechte laune wegen der vergeudeten Zeit. Ich fange NICHT an zu lernen da ich in diesem Zustand nicht wirklich was in meine Birne bekomme.
Sowas würde ich gerne Versuchen abzustellen.
Grüße und Danke für viele Tipps!
Philipp
Welcome to my world!
Genau so geht’s mir auch viel zu oft. Das hilft dir zwar nicht wirklich weiter, aber du bist nicht alleine mit dem Problem. Das kann auch manchmal ein Trost sein.
Hört sich an als denkst du viel nach, bevor du eine Entscheidung triffst. Noch ein Trost:
Wusstest du, dass Perfektionismus auch eine Begleiterscheinung von hoher Intelligenz sein kann?
Hier kannst du testen, ob du zu den oberen 2% gehörst 
http://www.mensa.de/index.php?id=65
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Phillip,
im Gegensatz zu Thorben hätte ich auf Narzismus als mögliche Ursache getippt . . .
Vielleicht kannst Du Dich darüber Mal im Netz informieren und schauen, ob Du Dich resp,. Dein Verhalten da wiedererkennst.
Ist das überhaupt Perfektionismus?
Hallo,
meiner Meinung nach gar nicht.
(…)
Mein größtes Problem ist, dass ich mich manchmal an
unrelevanter Stelle nicht entscheiden kann bzw. mich festfahre
und Hau-Ruck mäßig versuche Sachen zu schaffen.
-> Demotivation und schlechte Laune sind häufig die Folge.
Ich sehe darin keine Beziehung zu Perfektionismus, sondern „nur“ einen fehlenden Blick für’s Wesentliche.
Auch dein konkretes Beispiel sagt mir, dass das wenig damit zu tun hat, eine Sache besonders gut zu machen.
Dir fehlt der Blick für’s Wesentliche, und du redest dir den Perfektionismus nur ein, um vor dir selbst besser dazustehen.
Sowas würde ich gerne Versuchen abzustellen.
Bei deinem nächsten „Projekt“ (z.B. USB Stick kaufen) redest du mit jemandem darüber was du haben wilst.
So eine Art Coach, kann aber irgendjemand sein, denn wir reden hier über einfache Dinge, die jeder Normalmensch leicht zustande bringt.
Derjenige sagt dir wie du vorgehen sollst (mit Zeitpensum) und genau so und nicht anders machst du das. Das klingt jetzt ziemlich lächerlich, aber zu diesem Zeitpunkt wird es dir völlig logisch vorkommen, und wenn du schliesslich die sache angehst, wirst du dich daran erinnern, dass der Coach und du selbst diese Vorgehensweise einmal für gut befunden hast.
Probier es doch mal.
Gruss,
TR
Hallo,
ich müsste gerade einen ganzen Haufen anderes Zeug machen, tue ich aber nicht, sondern ich antworte Dir. Das hat aber weniger mit Perfektionismus zu tun als damit, dass ich auf die anderen Sache im Moment relativ wenig Lust habe. So eine Art Vermeidungsverhalten, verstehst Du? Könnte das bei Dir nicht ähnlich sein?
Der Erwerb einer Festplatte ist ja eine sehr klar umrissene Aufgabe, die man schnell und zufriedenstellend zu einem Ende bringen kann, „lernen“ hingegen ist ja ziemlich open end und man hat danach wenig wirlich konkrete Ergebnisse in der Hand. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir die Zeit, die Du für eine bestimmte Tätigkeit einplanst klar strukturierst und in kleinere Einheiten einteilst. Also so, dass Du immer ein ganz konkretes, überprüfbares Lernziel hast.
Viel Erfolg!
Der verlinkte Test - OT
Hi,
Wusstest du, dass Perfektionismus auch eine Begleiterscheinung
von hoher Intelligenz sein kann?
Hier kannst du testen, ob du zu den oberen 2% gehörst 
http://www.mensa.de/index.php?id=65
Ein netter Test! Grad recht zur Mittagspause.
Aber was soll ich von einem Test halten der mir bei gelisteten 30 von 33 Richtigen der Auflösung im Ergebnistestfeld sagt, ich hätte nur 26 von 33 Richtig, sei aber dennoch ein eventueller Mensakandidat und solle mich anmelden zum richtigen Test?
Oder ist das der Intelligenztest dass man merken muss dass das Ergebnis des Tests nicht stimmt?
;o)
Grüße
M (IQ so um die 130 aber kein Perfektionist, sonst hätte ich vielleicht nicht mal eben schnell 5 und 3 zu sieben addiert - weia!)
Hallo,
im Gegensatz zu Thorben hätte ich auf Narzismus als mögliche
Ursache getippt . . .
Ich hab jetzt ein wenig darüber nachgedacht… aber ich glaube
dass das bei mir -auch unterbewusst- nicht besonders ausgeprägt ist.
Würd aber gerne wissen wie du dadrauf kommst. So eine Charaktereigenschaft finde
ich bei anderen Personen ziemlich zum kotzen ^^.
Hallo,
(…)So eine Art
Vermeidungsverhalten, verstehst Du? Könnte das bei Dir nicht
ähnlich sein?
Das mache ich ganz sicherlich, und es spielte auch in meinem
Beispiel eine Rolle. Allerdings hätte ich in meiner Freizeit nicht
wirklich anders gehandelt :/.
Viel mehr möchte ich das endlich abstellen können mir immer Gedanken
darüber zu machen ob jetzt etwas gut gelaufen ist oder nicht.
Sehe ich nämlich die Schuld bei mir bin ich augenblicklich schlecht
drauf und unmotoviert.
Natürlich weiß ich dass jeder Fehler macht. Ich versuchs mir
auch zu sagen in der Situation, aber es brachte bis jetzt nicht viel.
(…) Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir die Zeit, die Du für eine
bestimmte Tätigkeit einplanst klar strukturierst und in
kleinere Einheiten einteilst. Also so, dass Du immer ein ganz
konkretes, überprüfbares Lernziel hast.
Ja das habe ich schon versucht bzw. mache es immernoch in der groben
Tagesplanung. Ich habe aber den Eindruck, dass dies nur die „symptome“ eingrenzt.
Einen zu sehr geplanten Tagesablauf finde ich nur als Übergangslösung in Ordnung,
da ich das nicht als angenehm empfinde. Ich würde mich lieber ändern in meiner Auffassung.
Ich glaube das geht am besten mit mehr Informationen über das Thema.
grüße
Philipp