… Mehl aus den 1930er Jahren vergleichen.
Es geht mir dabei um die „Griffigkeit“ des Mehls, die heute ja durch Typen angegeben wird (z.B. 1150 oder 630)
Mich würde dabei Interessieren, ob diese Typen damals schon so waren, oder erst jetzt gekommen sind.
Hallo Markus,
also die Griffigkeit eines Mehles hat eher wenig mit den Typen zu tun. Wenn der Mueller von der Griffigkeit spricht meint er eher die Granulations spannweite. Je feiner ein Mehl ist je griffiger ist es. Die Typen bezeichung gibt den Mineralstoffgehalt im Mehl welcher oft als Aschegehalt beschrieben wird. Aschegehalt oegen wir aber nicht so gerne denn die Leute koennten denke wir haben Asche im Mehl und keine Lebenswichtigen Mineralien. Wenn du auf das Jahr 1930 zurueck gehst kann ich da leider nur Vermutungen anstellen. Roggen wird so lange ausgemahlen bis man nur noch ein wenig Kleie und viel Mehl hat. Im Jahr 1930 gab es nicht so viel zu futtern also denke ich das es zu dieser Zeit auch nur hohe Mineralstoffgehalte gab. Zusaetzlich wurde der Roggen auf auf Pflanzlicher basis verbessert um einen besseren Backroggen zu bekommen. Dann kommt es darauf an wie das Wetter zu der zeit war. Wenn es viel geregnet hat und es ein feuchtes Jahr war dann war das Mehl garantiert kein gutes Backmehl und die Brote waren sehr flach. Zusaetzlich backt man kaum reines Roggenbrot, meistens ist Weizenmehl zu bestimmten Anteilen enthalten um es beim backen zu staerken.
Meine Meinung: kaufe den dunkelsten Roggenmehl Typ und mische ein wenig Malzmehl unter dann solltest du das Mehl von 1930 haben.
Frage: Wofuer moechtest du das den wissen? Ein spezielles Gebaeck?
Gruss
Muellermeister
Hallo Muellermeister
Vielen Dank für die tolle Erklärung.
Meine Familie und ich machen gerade eine Darmsanierung, wegen einem Pilz im Darm, der die Verdauung beeinflusst.
Dabei gild es besonders auf Zucker, Weizenmehl und Hefe zu verzichten.
Ich hab dann ein paar Kochbücher gewälzt, weil es einfach kaum möglich ist solche Produckte zu bekommen, vorallem Brot und Gebäck.
In einem Kochbuch „Das neue Kochbuch für die Deutsch Küche“ aus dem Jahre 1939 bin ich dann fündig geworden.
Allerdings hab ich mir dann gleich gedacht, das da nicht alle Zutaten wie heute sind.
Dieses Roggenbrot wird nur mit Sauerteig, Roggenmehl, Wasser und Salz gemacht.
Also ideal für uns.
Falls du noch mehr Fragen dazu hast meld dich einfach nochmal.
Vielen Dank, Markus.
Hallo Markus,
das hoert sich ja schrecklich an. Aber gut das Ihr was tun wollt. Ein Unterschied zwischen Rogen und Weizenprodukten liegt im Protein vor. Ich denke mal ihr sollt keinen Gluten zu euch nehmen der in Weizen aber nicht im Roggen existiert.
Es gibt Glutenfreie produkte zu kaufen, fast in jedem guten Supermarkt.
Fuer deine Zwecke ist jede Art von Roggenmehl tauglich.
Gruss
Muellermeister