Wir haben die Rigipswände mit Tiefengrund grundiert und jetzt mit Alpina gestrichen. Das Ergebnis ist fleckig und streifig. Auch nach einem zweiten Versuch, bei dem wir uns noch stärker um eine gleichmäßige Farbverteilung bemüht haben, erhielten wir kein besseres Ergebnis. Man sieht einfach alle auch noch so minimalen Strukturen, Unebenheiten und Farbauftragsspuren, je nach Lichteinfall. Was haben wir falsch gemacht? Oder ist es die falsche Farbe, trocknet sie zu schnell ein?
Hallo Frau Krämmer,
ich empfehle gut eindringenden und Poren-und Unebenheiten ausfüllenden Tiefgrund.
Darauf sollten Sie einen seidenmatten/besser matten Decklack applizieren,der durch seine glanzbestimmende gewollte Rauhheit, das einfallende Licht irregulär streut und nicht gezielt reflektiert.
Damit erhält man eine matte aber nicht von Lichteinflüssen abhängige gleichmäßige Oberfläche und gleichzeitig werden alle noch vorhandenen Fehlstellen des Untergrundes nicht abgebildet.
MfG
Volkmar Thielemann
Hallo Herr Thielemann,
vielen Dank für Ihre Information, können Sie mir sagen ob ich die von Ihnen vorgeschlagenen Produkte: den Tiefengrund und die Wandfarbe in handelsüblichen Baumärkten bekommen kann und wenn ja, welche Produkte geeignet sind. Die Wandfarbe soll einfach nur weiß sein? Kann ich da bspw. die üblichen Dispersionsfarben verwenden oder sind gerade die ungeeignet?
Vielen Dank schon im Vorraus,
mit freundlichen Grüßen, Greta Kämmer
Ich hab das vor Jahren mal genauso gemacht. Erst Tiefgrund zur Sperrung und dann normale Wandfarbe (die man auch für Rauhfaser benutzt) aufgetragen, allerdings in gelb, das Ergebnis war völlig in Ordnung. Ich könnte mir vorstellen, daß entweder der Tiefgrund zu dünn aufgetragen wurde (das würde ein zu schnelles Trocknen der Farbe erklären- da der Tiefgrund das Einziehen der Farbe verhindern soll) oder die Wandfarbe wurde nicht ausreichend aufgerürt (nicht bei „fester Farbe“!!) damit sich die Farbpikmente am Boden gleichmäßig in der Farbe verteilen und die Flecken entstehen durch ungleich verteilte Farbpikmente bzw. die Farbe deckt nicht ausreichend und es sind die Spachtelspuren durchzusehen. In der Hoffnung geholfen zu haben, Jens Clausnitzer
Sie haben bestimmt die Farbe unverdünnt auf die Rigipswand aufgetragen, oder sie haben zum Walzen eine zu billige Walze genommen! Wenn sie eine Walze aus echtem Lammfell verwenden, und sie kurz vor gebrauch mit der Hand leicht naß machen (damit man die Walze wieder schön sauber bekommen). Auf 12 l Alpina max. 750ml Wasser zu geben, dann die Ecken mit einem Pinsel beschneiden, und dann mit der Lammfellwalze gleichmässig durchwalzen. Der Unterschied zu einer billigen Nylonwalze ist, dass man mit einer Lammfellwalze mit einmal eintauchen fast 2m² streichen kann mit der Nylon vielleicht nicht mal eine viertel m². Die Lammfellwalze legt sich auch nicht so an den Walzenkern an, was dann nach dem trocknen eine schöne gleichmässige Stuktur ergibt. Ich hoffe ich konnte ihnen erfolgreich helfen.
Hallo Frau Kämmer,
Ihre Nachfrage wegen zeitlicher Begrenzung des Mail-Servers nur kurz beantwortet.
Auftrag eines handelsüblichen wässrigen Tiefgrundes
auf Reinacrylat oder Styrol-Acrylat-Basis ( Im Baumarkt von diversen Herstellern erhältlich)
Darauf Applikation eines wässrigen Reinacrylat-Mattlackes ( notfalls Seidenmatt-Lack )
Auszubessernde bereits decklackierte Stellen gleichfalls mit Mattlack überarbeiten.
Empfehlenswert: Kleine Probelackfläche vorher in Richtung einfallenden Lichtes aufbringen, um optischen Effekt zu erhalten)
MfG Volkmar Thielemann