Mitarbeiter:wieviel einblick in die Firma erlauben

Moin,

ich habe mal eine rein hypothetische frage.

angenommen man braucht einen mitarbeiter für die steuer, also einen der die belege etc erfasst. der bekommt doch einen rießen einblick in die firma…

muss man mit diesem risiko „leben“ oder wie kann man das risiko minimieren…

ik bin net sicher ob dieses forum richtig ist um sowas zu diskutieren… vielleicht hat ja jemand einen link

danke

daniel

Hallo,

wie wäre es mit einem Steuerberater? Klar ist es so, dass derjenige einen Rundumeinblick in die finanziellen Dinge der Firma hat, und auch sonst dadurch sehr viel mitbekommt. Das lässt sich wohl nicht vermeiden. Was wäre denn daran so wild?

Gruß

Phoebe

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Da würde ich jetzt werst mal differenzieren ob Du einen Mitarbeiter für die Buchhaltung oder für die Steuer brauchst. In vielen Fällen kann es sinnvoll sein das zu trennen, da das bloße einbuchen von Belgen nicht unnbedingt der Job des Steuerberaters ist und über einen Buchhalter günstiger passieren kann. Natürlich bekommen diese Personen dann auch einen gewissen Einblick in die Firmengeschäfte. Der Buchhalter bekommt halt nur die Zahlungsein und Ausgänge mit und kann sich dann seinen Reim machen… der Steuerberater ist normalerweise derjenige der dann tricksen sollte, wenn es um die Verschiebung von Geldern geht. Der sollte dann aber wirklich alles wissen und auch Einblick in weitere private Verhältnisse haben damit er optimal arbeiten kann. Der Steuerberater unterliegt dann auch komplett der Schweigepflicht… wenn man also eher „komische“ Geschäfte macht, keinen vertrauenswürdigen Mitarbeiter findet oder diesen nicht mit reinziehen will, würde ich alles raus geben.

Servus Daniel,

man kann hier, um das Risiko zu minimieren, einen gestandenen Buchhalter einstellen.

Bei dem gehört es (1) zum Beruf, dass er nicht plaudert, genauso wie es beim Kfz-Schrauber zum Beruf gehört, dass er Bremsbeläge nicht „nach Gefühl“ montiert. Und (2) hat er, wenn er mal kleine paar Jährchen im Beruf ist, die Neugierde auf das, was sich von Deiner Sicht aus als höchst dramatische Interna darstellt, weitgehend verloren.

Es ist richtig, dass die Aufgabengebiete StB und internere Buchhalter unterschiedliche Schwerpunkte haben. Aber sie grenzen aneinander und überlappen sich teilweise. Sowohl Probleme als auch Gestaltungsmöglichkeiten müssen erkannt werden, wenn sie ganz frisch sind, und nicht vier Wochen später, wenn dieses oder jenes Kind schon im Brunnen liegt.

Fazit: Genau für den Unternehmer, der relativ neu im Geschäft ist, ist der Buchhalter ab 45 eine ideale Ergänzung. Zumal er auf dem Arbeitsmarkt in Richtung Schrottwert tendiert und von daher nicht nur gut, sondern auch wohlfeil zu haben ist.

Schöne Grüße

MM
dessen allererste Hauptabschlussübersicht vor vielen Jahren ein Imperium von 17 Bordellen betraf…

ich meine schon
Ich rede schon von der Person die die Belege bucht.
Nicht nur das diese Person ohne viel Aufwand sieht an wen verkauft wird zu welchen Preisen. Man gibt dieser Person auch noch die Einkaufsquellen preis welche man teuer bezahlt errungen hat.

Im Moment habe ich ein Problem damit, bei 5000 Buchungen dieses Jahr, und viel mehr nächstes Jahr, jemandem zu zeigen wie „einfach“ man Geld verdienen kann.

Es geht nicht darum ob es tatsächlich einfach ist, wenn man weiss wies geht ist es schon einfacher, aber man lässt schon die Person einen Blick auf den Kuchen werfen.
Und oberflächlich gesehen ist dieser schon recht groß…

Wirbrauchen jemanden der die Rechnungen einbucht, den Steuerberater haben wir uns schon rausgesucht.

daniel

Nach unserer Rechnung liegt folgendes vor.

Der Steuerberater (dem wir vertrauen) kostet ca. 2500€ im Jahr.
Wenn wir eine Steuerfachangestellte auf 400€ Basis einstellen, die noch andere Aufgaben im Unternehmen erledigt, kostet diese uns für die selbe Arbeit keine 300€ Arbeitslohn (plus Stempel,und Buchungssoftware)…

Und wir sind mit ihr/ihm extrem flexibel.

Den Steuerberatern diese Welt vertraue ich, jedenfalls denen die ich kenne. Und die haben auch andere Sachen zu tun.
Eine Intelligenten Mitarbeiterin des Unternehmens jedoch möchte ich ungern in den totalen Informationsfluß setzen.

daniel

Tschä, Daniel,

da könnt Ihr Euch eine Hilfskraft mieten, die das für 7 €/h macht, und bei der das beschriebene „Problem“ durchaus eine Rolle spielen kann, weil sie noch nie einen Riesen in der Hand gehabt hat und weil sie glaubt, es wäre was ganz Seltsames und Dramatisches, wenn jemand fünfstellige Beträge monatlich („unterm Strich“) gut macht.

Für das Doppelte kriegt Ihr jemanden, der Euer Geschäft möglicherweise weniger aufregend findet als Du selber.

It’s up to you… - aber ein Problem sehe ich da überhaupt keines.

BTW: Warum vertraust Du eigentlich einem Wirtschaftsprüfer, und einem Buchhalter nicht? Die Antwort auf diese (gar nicht mal rhetorische) Frage ist die Lösung für Dein Problem.

Schöne Grüße

MM

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Servus nochmal,

hiermit:

Eine Intelligenten Mitarbeiterin des Unternehmens jedoch
möchte ich ungern in den totalen Informationsfluß setzen.

verschenkst Du ziemlich bedeutende Möglichkeiten, die Du hättest, wenn Du - vermutlich Profi in Deinem Geschäft - einen Profi in seinem Geschäft ranließest. Die Kinder fallen mit dem einzelnen Vorgang in den Brunnen, und nicht einen Monat oder ein halbes Jahr später.

Im übrigen könnte ich Dir (darf ich hier öffentlich aber nicht) aus der hohlen Hand ein halbes Dutzend Situationen erzählen, zu denen ein StB oder WP kraft seines Standes nichts anderes sagen kann als „darf man nicht“ oder „geht nicht“. Während der Angestellte bei interner Erledigung der FiBu (sinnvollerweise übrigens nicht bloß Belegerfassung, sondern bis zum fertigen Abschluss, der dann ggf. noch extern geprüft und abgenickt werden kann) sehr viel mehr sagen kann, und eben auch Möglichkeiten kennt, aus diesem oder jenem Schlamassel rauszukommen.

Glaubst Du wirklich, Dein StB würde höchstpersönlich buchen, und seine Angestellten wären alle bloß für Ablage, Kaffeekochen, Nachlieferungen von Loseblattsammlungen einheften und Bilanzen binden eingestellt??

Ob Du von einer 400-€-Kraft das kriegst, was Du brauchst, steht auf einem anderen Blatt: Wer mit Erdnüssen bezahlt, darf sich nicht wundern, wenn er von Affen umgeben ist…

Schöne Grüße

MM

das ist ja so geil
da mit den erdnüssen ist genau die philosophie von meinem geschäftspartner… aber echt geil von dir rüber gebracht. wenn ich ihm diesen satz erzähle bekomme ich ihn bis ans ende meines lebens von ihm erzählt… he he

Hallo Daniel,

ich bin selbst Buchhalterin. Daher kenne ich auch viele Buchhalter :wink:

Mit den Erdnüssen hat mein Vorredner durchaus recht. Es frustriert manchmal durchaus, wenn man um jeden Cent Gehalt kämpfen muss, man andererseits auch sieht, wie viel die Firma abwirft.

Einem Buchhalter musst du voll vertrauen können. Wenn du keinen findest, bei dem dies der Fall ist, gib doch das ganze einem selbständigen Buchhalter ausser Haus. Das ist um einiges günstiger.

Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass einen das nach einer Zeit gar nicht mehr interessiert, wie viel Gewinn der Betrieb mit was macht und das geht vielen in meiner Branche so.

Mein Tip: Suche dir eine/n gestandene/n Buchhalter/in mit einiger Erfahrung und bezahlte ihn/sie leistungsgerecht. Bei einem etwas älteren Semester zahlst du zwar etwas mehr für die Leistung, profitierst aber auch von den Schleichwegen und >legalen

weil
moin,

also folgendes:
wir stehen am Anfang. sozusagen: wir sind jung und brauchen das geld.

weil ein BH zuviel kostet!

ab nächstes Jahr ist die Kombination zwischen Steuerfachangestellte und Steuerberater wahrscheinlich teurer als Buchhalter auf selbstständiger basis…

aber heuer leider nicht. Und ständig 8000€ unserem Steuerberater in den Rachen zu schmeißen dazu haben wir keine lust mehr

Hallo nochmal,

so gut wie jeder selbständige Buchhalter ist Steuerfachangestellter - abgesehen von einigen schwarzen Schafen einerseits und irgendwelchen Quereinsteigern andererseits. Ferner ist die Arbeit mit dem selbständigen Buchhalter im Gegensatz zur Anstellung immer ein Seiltanz auf der Kante zur Überschreitung seiner Kompetenz (z.B. die berühmte Frage „USt-Voranmeldung“, aber auch Einrichten von Kontenrahmen, Kostenrechnung, abschlussnahe Buchungen, unterjährige Abgrenzungen etc.).

Ideal ist die Kombination angestellte/r Steuerfachangestellte/r in Teilzeit, der noch einen Teilzeit- oder Vollzeitjob in einer Steuerkanzlei hat - von selbständigen Buchhaltern hab ich es oft genug erlebt, dass sie fachlich genau da stehen geblieben sind, wo sie sich selbständig gemacht haben. Das ist nicht bloß betreffend Umsatzsteuer eine richtig feiste Katastrophe.

Interne Erledigung der FiBu kostet etwa die Hälfte (plus die Kosten für die Software und das Risiko) der externen Erledigung. Ist vor allem eine Frage der Organisation bei Urlaub, Krankheit und dergleichen.

Schöne Grüße

MM