Hallo,
wer von Euch hatte schon mal eines dieser Mitarbeitergespräche und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?
Dort werden ja einige Fragen über die Selbsteinschätzung gestellt und hinterher soll das ganze von beiden Seiten unterschrieben werden.
Der Sinn der Unterschrift entzieht sich mir, denn dieses Gespräch soll ja nur einer Einschätzung dienen.
Ich befürchte eher, das der AG dort Ziele vorgibt, auf die der AN in der Praxis keinen Einfluss hat und dies dem AN im Nachhinein nachteilig ausgelegt wird.
Meine Befürchtungen stützen sich leider auf Erfahrungen mit der GF.
Ein schnell wachsender Betrieb mit Geschäftsführern, die alle absolut Null Ahnung von Mitarbeiterführung haben.
Dies hatte in den letzten Jahren eine hohe Personalfluktuation zur Folge.
Nun sucht man eine Lösung in Mitarbeitergesprächen. Ansich vorbildlich, wenn ich nicht im Laufe der Jahre schlechte Erfahrungen machen musste.
Teilweise wurden MA zum Abteilungsleiter ernannt, in der Praxis wurden dann aber Anordnungen der Abteilungsleiter ohne deren Wissen von der GF widerrufen. Kritik an der GF (auch das gehört m.E. zur Aufgabe eines
Abteilungsleiters) wurde grundsätzlich vom Tisch gewischt.
Teilweise wurden MA eine Woche nach ihrer Beförderung zum Abteilungsleiter entlassen.
Folglich gab es permanenten Ärger, Kündigungen und Misstimmung.
Jetzt wird das Mitarbeitergespräch als Allheilmittel gepriesen (ich denke, das könnte einen guten Anfang abgeben, mehr nicht) und alle wird super und toll. Ich bin skeptisch.
Danke für alle Erfahrungsberichte.
Gruss Sebastian
Hi Sebastian,
bei mir in der Firma haben wir alle 3-4 Monate solche Mitarbeitergespräche. Die Vereinbarungen werden bei uns in sogenannten Zielvereinbarungen festgehalten.
Da ich im Kundenservice tätig bin, stehen dann so sachen drin wie z.B:
Kunde öfters mit dem Namen ansprechen
mehr Kundenanliegen pro Tag bearbeiten
Teamintegrationen
Vorgesetzenverhalten
etc
oder es steht halt drinnen, das alles ok ist.
Falls negative Sachen im Gespräch oder in Test’s aufgefallen sind,wird bei uns darin festgehalten, dass der Mitarbeiter mit seiner Unterschrift zusichert, dieses besser zu machen.
Stellt sich nun heraus, das er doch nicht diese Vereinbarungen angehalten hat, gibt es ein erneutes Gespräch wieso diese Vereinbarungen nicht eingehalten wurden oder ne Abmahnung.
Ich persönlich finde dieses rehct fair, weil dann jeder genau weiß, was der Chef will,wo man selbst als Mitarbeiter steht und man hat seinen Job in gewisser Weise selbst in der Hand…
Gruß
Blue
Hi BlueSin,
Stellt sich nun heraus, das er doch nicht diese Vereinbarungen
angehalten hat, gibt es ein erneutes Gespräch wieso diese
Vereinbarungen nicht eingehalten wurden oder ne Abmahnung.
Was aber nun, wenn der MA auf die Einhaltung dieser Vereinbarung keinen Einfluss hat?
Ich persönlich finde dieses rehct fair, weil dann jeder genau
weiß, was der Chef will,wo man selbst als Mitarbeiter steht
und man hat seinen Job in gewisser Weise selbst in der
Hand…
Fair wäre es, wenn auch der AG Verpflichtungen eingeht an denen er gemessen wird (z.B. durchg Schaffung von Freiräumen in denen vereinbarte Ziele überhaupt möglich werden).
In meinem konkreten Fall wurde ich vor 3 Jahren (schriftlich)zum Leiter der Sachbearbeitung ernannt. Jetzt steht unter dem Punkt „Funktion im Unternehmen“ Sachbearbeiter.
Man hat sich wohl im stillen Kämmerlein umentschieden, mir das jedoch nie mitgeteilt. In der Praxis entscheide ich auch nichts, werde aber regelmässig zur Verantwortung gezogen. Genauso wird es nach dem Mitarbeitergespräch weiterlaufen. Ich habe in die GF nach nunmehr 8 Jahren und sehr schlechten Erfahrung einfach keinen Funken Vertrauen mehr. Zu oft haben wir Veranstaltungen mit aussenstehenden Fachleuten gehabt, die die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben als sie mitbekommen haben was in dem Laden so abgeht.
Das ging von lautstarken Pöbeleien unter den GF (während ich mit Kunden telefonierte) bis hin zu Kommentaren „Du mit Deinem Spatzenhirn begreifst das sowieso nicht“.
Kannst Du Dir vorstellen, was unter solchen Gegebenheiten ein Mitarbeitergespräch bringen soll? Die haben jetzt einfach nur Panik, das ihnen die Leute sonst weglaufen. In unserer Branche sind gute Leute verdammt schwer zu finden.
Nur glaube ich der GF, egal was sie verspricht, nichts mehr.
Man erwähnte beiläufig, das man mich zum Abteilungsleiter in einem anderen Bereich ernennen will.
Würdest Du das nach diesen Vorfällen glauben?
Gruss Sebastian
Gruß
Blue
Hi BlueSin,
Stellt sich nun heraus, das er doch nicht diese Vereinbarungen
angehalten hat, gibt es ein erneutes Gespräch wieso diese
Vereinbarungen nicht eingehalten wurden oder ne Abmahnung.Was aber nun, wenn der MA auf die Einhaltung dieser
Vereinbarung keinen Einfluss hat?
Hat er teilweise recht viele - Arbeit ist bei uns genug da und wenn er z.B: die Telefonbetreuung betreut, so kann er entscheiden ob er einen Anruf annimmt oder nicht bzw. im Schriftverkehr, ob er nun das nächste Schreiben macht oder nicht. Von daher gab es innerhalb der letzten 4 Jahre nie die Thematik „keine Arbeit da“
Merkt nun unsere Chefin, dass die Zielvorgaben nicht eingehalten werden können, weil sich z.B: die Ansprüche geändert haben gibt es eine neue Vereinbarung…
Ich persönlich finde dieses rehct fair, weil dann jeder genau
weiß, was der Chef will,wo man selbst als Mitarbeiter steht
und man hat seinen Job in gewisser Weise selbst in der
Hand…Fair wäre es, wenn auch der AG Verpflichtungen eingeht an
denen er gemessen wird (z.B. durchg Schaffung von Freiräumen
in denen vereinbarte Ziele überhaupt möglich werden).
Da hast Du recht. Bei uns konnt ich mich aber über diese Freiräume etc nicht beklagen. Ich hab mein Tagesoll - wie ich das erreiche bzw. was ich nebenher mache kann ich entscheiden, ich darf es nur nicht übertreiben ( bin auch grad @work *g)
In meinem konkreten Fall wurde ich vor 3 Jahren
(schriftlich)zum Leiter der Sachbearbeitung ernannt. Jetzt
steht unter dem Punkt „Funktion im Unternehmen“
Sachbearbeiter.
Je nachdem wie groß der Betrieb ist frag doch mal im Betriebsrat an, ob da nicht leitender Sachbearbeiter o.ä. stehen müsste.
Hast Du Dir mal eventl. ein Zwischenzeugniss geholt und geschaut was darin vermerkt wurde ?!
Man hat sich wohl im stillen Kämmerlein umentschieden, mir das
jedoch nie mitgeteilt. In der Praxis entscheide ich auch
nichts, werde aber regelmässig zur Verantwortung gezogen.
Unfair
Genauso wird es nach dem Mitarbeitergespräch weiterlaufen. Ich
habe in die GF nach nunmehr 8 Jahren und sehr schlechten
Erfahrung einfach keinen Funken Vertrauen mehr. Zu oft haben
wir Veranstaltungen mit aussenstehenden Fachleuten gehabt, die
die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben als sie
mitbekommen haben was in dem Laden so abgeht.
Das geht doch eigentlich in jeder Firma - Aussenstehende,die Branchenintern arbeiten denken immer " Was für ein Saftladen". Ich arbeite für nen Provider, mein Bruder direkt beim Netzbetreiber - da kommen oft solche Sätze.
Das ging von lautstarken Pöbeleien unter den GF (während ich
mit Kunden telefonierte)
Sollte eigentlich ein GF wissen, das man des nicht macht *kopfschüttel*
bis hin zu Kommentaren „Du mit Deinem Spatzenhirn begreifst das sowieso nicht“.
Aua
Kannst Du Dir vorstellen, was unter solchen Gegebenheiten ein
Mitarbeitergespräch bringen soll? Die haben jetzt einfach nur
Panik, das ihnen die Leute sonst weglaufen. In unserer Branche
sind gute Leute verdammt schwer zu finden.
Wieso Panik ? Ich denk mal ein Gespräch unter 4/6/8 Augen hilft da oftmals so etwas zu klären bzw. die Punkte sachlich & konstruktiv an den Tag zu legen. Falls dieses nicht hilft, hilft oft ein Brief wiederum an den Betriebsrat - der ist nicht nur für Mitarbeiter sondern auch für Vorgesetzte da
Nur glaube ich der GF, egal was sie verspricht, nichts mehr.
Dann solltest Du Dir eventl. überlegen, Dich andersweitig zu orientieren.
Man erwähnte beiläufig, das man mich zum Abteilungsleiter in
einem anderen Bereich ernennen will.
Würdest Du das nach diesen Vorfällen glauben?
Nein eigentlich weniger - da geb ich Dir Recht. Ich pers. wär da recht skeptisch was dieses „Beförderung“ dann angeht.
Gruss Sebastian
Gruß
Blue
Hi BlueSin,
Hat er teilweise recht viele - Arbeit ist bei uns genug da und
wenn er z.B: die Telefonbetreuung betreut, so kann er
entscheiden ob er einen Anruf annimmt oder nicht bzw. im
Schriftverkehr, ob er nun das nächste Schreiben macht oder
nicht. Von daher gab es innerhalb der letzten 4 Jahre nie die
Thematik „keine Arbeit da“
Das ist ja das Problem:
Arbeit gibts mehr als genug. Nur kaum habe ich eine Arbeit angefangen, werde ich schon wieder mit anderen Aufgaben betraut. Das führt teilweise bei komplexen Arbeiten dazu, dass diese Arbeiten deutlich länger dauern als sie eigentlich müssten/dürften.
Letztlich fange ich bei diversen Arbeiten ab der Hälfte wieder von vorne an, weil ich mich zwischenzeitlich um zig andere Dinge kümmern musste sodass ich nicht mehr genau weiss wieweit ich eigentlich war 
Merkt nun unsere Chefin, dass die Zielvorgaben nicht
eingehalten werden können, weil sich z.B: die Ansprüche
geändert haben gibt es eine neue Vereinbarung…
Das ist dann ja auch ok.
Fair wäre es, wenn auch der AG Verpflichtungen eingeht an
denen er gemessen wird (z.B. durchg Schaffung von Freiräumen
in denen vereinbarte Ziele überhaupt möglich werden).
Da hast Du recht. Bei uns konnt ich mich aber über diese
Freiräume etc nicht beklagen. Ich hab mein Tagesoll - wie ich
das erreiche bzw. was ich nebenher mache kann ich entscheiden,
ich darf es nur nicht übertreiben ( bin auch grad @work *g)
Das war ich bis vor kurzem auch. Nur fehlt mir langsam die Perspektive und die Motivation. Das Unternehmen wächst nicht schlecht, nur ausser deutlich mehr Arbeit habe ich davon nichts 
Auch ich habe mein Tagessoll. Hier heisst es nur „Wie Du das erreichst ist uns egal und wenn Du die Nacht durcharbeiten musst“.
Mit Verlaub, das kann es nicht sein.
Je nachdem wie groß der Betrieb ist frag doch mal im
Betriebsrat an, ob da nicht leitender Sachbearbeiter o.ä.
stehen müsste.
Autsch. Ein Betriebsrat ist der grösste Alptraum der Geschäftsführung.
Wir sind 25 MA.
Hast Du Dir mal eventl. ein Zwischenzeugniss geholt und
geschaut was darin vermerkt wurde ?!
Nein, aber das werde ich tun. Allein aus dem Grund das ich mich wohl umorientieren werde.
Obwohl ich kaum Hoffnung habe das es noch Unternehmen gibt in denen sich Fleiss und Leistung auszahlt. Die Tendenz geht ja eher in Richtung der Softskills. Teamgeist und soziale Kompetenz sind die Zauberwörter. Ich sehe das etwas emotionsloser. Arbeit ist Arbeit und kein Happening 
Ich arbeite um zu leben, nicht umgekehrt. Was nicht heissen soll das ich meine Arbeit nicht ernst nehme und gewissenhaft und verantwortungsbewusst erledige.
Genauso wird es nach dem Mitarbeitergespräch weiterlaufen. Ich
habe in die GF nach nunmehr 8 Jahren und sehr schlechten
Erfahrung einfach keinen Funken Vertrauen mehr. Zu oft haben
wir Veranstaltungen mit aussenstehenden Fachleuten gehabt, die
die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben als sie
mitbekommen haben was in dem Laden so abgeht.
Das geht doch eigentlich in jeder Firma - Aussenstehende,die
Branchenintern arbeiten denken immer " Was für ein Saftladen".
Naja 
Ausschlaggebend war u.a., das ein (wir haben zu allemn übel auch noch drei) sich auf der Weihnachtsfeier hingestellt hat und verkündete, das es dieses Jahr keine Prämien geben würde.
Am nächsten Tag stand der neue Firmenwagen (Porsche 911) auf dem Hof.
Hat man da Worte?
Ich arbeite für nen Provider, mein Bruder direkt beim
Netzbetreiber - da kommen oft solche Sätze.
Diese „Aussenstehenden“ waren aber engagierte Leute die Betriebe beraten. Als diese ob der Personalpolitik Kritik übten wurden sie nicht mehr engagiert 
Das ging von lautstarken Pöbeleien unter den GF (während ich
mit Kunden telefonierte)
Sollte eigentlich ein GF wissen, das man des nicht macht
*kopfschüttel*
Mir war das oftmals mehr als unangenehm. Auch wenn neue MA sowas am ersten Tag mitbekamen.
bis hin zu Kommentaren „Du mit Deinem Spatzenhirn begreifst das sowieso nicht“.
Aua
Die Devise heisst „Ich Chef, Du nix“.
Kannst Du Dir vorstellen, was unter solchen Gegebenheiten ein
Mitarbeitergespräch bringen soll? Die haben jetzt einfach nur
Panik, das ihnen die Leute sonst weglaufen. In unserer Branche
sind gute Leute verdammt schwer zu finden.
Wieso Panik ? Ich denk mal ein Gespräch unter 4/6/8 Augen
hilft da oftmals so etwas zu klären bzw. die Punkte sachlich &
konstruktiv an den Tag zu legen. Falls dieses nicht hilft,
hilft oft ein Brief wiederum an den Betriebsrat - der ist
nicht nur für Mitarbeiter sondern auch für Vorgesetzte da
Siehe oben. Das Gespräch wird unter 4 Augen mit einem GF stattfinden.
Andere MA, die dieses Mitarbeitergespräch bereits hinter sich haben, meinten das sie mehr oder weniger genötigt wurden die Wünsche der GF schriftlich zu fixieren und zu unterschreiben.
Von „gemeinsamen Zielen“ war überhaupt nicht die Rede.
Nur glaube ich der GF, egal was sie verspricht, nichts mehr.
Dann solltest Du Dir eventl. überlegen, Dich andersweitig zu
orientieren.
Siehe oben.
Man erwähnte beiläufig, das man mich zum Abteilungsleiter in
einem anderen Bereich ernennen will.
Würdest Du das nach diesen Vorfällen glauben?
Nein eigentlich weniger - da geb ich Dir Recht. Ich pers. wär
da recht skeptisch was dieses „Beförderung“ dann angeht.
Ich habe nun einige Erfahrung, auch aus anderen Betrieben. Als unsere Firma noch klein war hat es auch Spass gemacht. Die Arbeit war ok und zu bewältigen, das Gehalt stimmte und es gab Prämien.
Jetzt ist der Laden deutlich grösser (Anzahl der MA und Umsatz hat sich verfünffacht) und es nur noch Maloche.
Aus lauter Geldgier wurde jetzt schon in den Toiletten der Warmwasserbereiter abgestellt (verbraucht zuviel Strom).
Dafür werden die Firmenwagen der GF immer exklusiver (mehr geht eigentlich kaum).
Das Verhältnis stimmt eben einfach nicht mehr. Unter diesen Rahmenbedingungen befürchte ich daher deutlich mehr Nach- als Vorteile durch dieses Mitarbeitergespräch.
Gruss Sebastian
Kündige!
Hallo Sebastian
Wenn ich diesen Thread verfolge, kann ich Dir keinen anderen Rat
geben: Schmeiss hin und such Dir was anderes.
Du schreibst, dass in Deiner Branche gute Leute gesucht sind. Also
packk die Gelegenheit beim Schopf und lasse Deinen Frust mit einer
Kündigung raus.
Die Geschäftsführung wird Dir eh keine Chance lassen, wenn sie schon
bisher ihr Wort nicht gehalten hat. Und einfach zuschauen, wie die
911er der anderen sich vermehren, das möchtest Du ja bestimmt nicht.
Es gibt auch in der heutigen Zeit noch anständige und vernünftige
Arbeitgeber, sicher auch in Deiner Branche.
Viel Glück
Heinz
Hallo Sebastian,
wer von Euch hatte schon mal eines dieser Mitarbeitergespräche
und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?
Gott, in jedem besseren Konzern hast Du die mindestens 1x im Jahr. Und manchmal wird Deine Leistungszulage nach Erreichung der Ziele gemessen. Manchmal auch nicht, da ist man sich selbst innerhalb eines Konzerns nicht einig. Aber wie willst Du einen Mitarbeiter ohne konkrete Ziele führen?
Ob Du die Ziele mitbeeinflussen kannst? Manchmal ja, häufig nein, da der Prozess in der Regel kaskadisch erfolgt und Ziele heruntergebrochen werden.
Ob es wichtig ist? Also mein Leben hängt nicht davon ab …
Der Sinn der Unterschrift entzieht sich mir, denn dieses
Gespräch soll ja nur einer Einschätzung dienen.
Meine Güte. Deine Unterschrift heißt schlicht, dass Du Deine Zielstellung akzeptierst. Wenn Du sie nicht akzeptierst, aber Dein Chef eben diese Ziele für sein Team hat => Gute Nacht, egal wie recht Du haben magst(?!).
Ich befürchte eher, das der AG dort Ziele vorgibt, auf die der
AN in der Praxis keinen Einfluss hat und dies dem AN im
Nachhinein nachteilig ausgelegt wird.
Nun ja, in den Gespräch kannst Du Dich wehren. Ich habe durchaus solche idiotischen Ziele schon gebügelt. Sollte es mit dem Bügeln nicht klappen: Bei uns gibt es immer einen Bereich der „freien Rede“. Dort kannst Du Deinen Unwillen für die Personalakte dokumentieren. Ob das sinnvoll ist, musst Du entscheiden.
Teilweise wurden MA zum Abteilungsleiter ernannt, in der
Praxis wurden dann aber Anordnungen der Abteilungsleiter ohne
deren Wissen von der GF widerrufen.
Schlechter Stil, aber durchaus gängig. Ober sticht Unter, vor allem wenn Ober ggf. persönlich für die Arbeit des Unter haftet …
Kritik an der GF (auch das
gehört m.E. zur Aufgabe eines
Abteilungsleiters) wurde grundsätzlich vom Tisch gewischt.
Kritik am Chef gehört ehrlich gesagt nur sehr wohl dosiert zu den „Aufgaben“ eines ANs, vor allem, wenn er selber Führungskraft ist. Ziemlich gefährliches Spiel, bei dem der AN eigentlich nur verlieren kann.
- er hat i.d.R. kein vollständiges Hintergrundwissen über die Strategien
- er ist eingestellt, um die Ziele des Chefs zu erreichen und nicht, sie zu diskutieren oder gar zu kritisieren.
- die Gegenargumente sollten sehr(!) gut fundiert sein
- der Chef sollte als kritikfähig und -begeistert bekannt sein.
Alle mal besser ist es, bei unrealistischen Zielen den Gap aufzuzeigen und konstruktive(!) Vorschläge zu bringen, wie der Gap betriebswirtschaftlich sinnvoll zu schließen ist. Als Führungskraft sollte das zumindest möglich sein und wird dementsprechend schlicht auch als Eigenleistung erwartet …
Teilweise wurden MA eine Woche nach ihrer Beförderung zum
Abteilungsleiter entlassen.
Nun ja, soll es selbst auf Vorstandsebene geben. Je höher, desto ruppiger …
Mein Standardspruch, da ich immer wieder über die gezeigte „Begeisterung“ über den eigenen Arbeitgeber hier verwundert bin: Accept it, change it or leave it.
Wenn der Laden so Sch*** ist: Was tust Du da bitte 8(!) lange Jahre? Auf die Rente (hohoho) warten?
Grüße
Jürgen
Hallo Sebastian,
wer von Euch hatte schon mal eines dieser Mitarbeitergespräche
und kann mir seine Erfahrungen mitteilen?Gott, in jedem besseren Konzern hast Du die mindestens 1x im
Jahr. Und manchmal wird Deine Leistungszulage nach Erreichung
der Ziele gemessen. Manchmal auch nicht, da ist man sich
selbst innerhalb eines Konzerns nicht einig. Aber wie willst
Du einen Mitarbeiter ohne konkrete Ziele führen?
Hmm. Nun ja, bei uns geht das jetzt seit 14 Jahren ohne.
Und konkrete Ziele wurden nie genannt. Obwohl ich seit Jahren mit der GF im Gespräch darüber bin. Es wird von der GF immer wieder bemängelt, dass die MA „nicht an einem Strang ziehen“. Ziele werden aber nicht vorgegeben. Und leider sind sich nicht einmal die 3 GF einig was sie eigentlich wollen. Was der eine heute anweist wird morgen vom anderen widerrufen.
Der Sinn der Unterschrift entzieht sich mir, denn dieses
Gespräch soll ja nur einer Einschätzung dienen.Meine Güte. Deine Unterschrift heißt schlicht, dass Du Deine
Zielstellung akzeptierst. Wenn Du sie nicht akzeptierst, aber
Dein Chef eben diese Ziele für sein Team hat => Gute Nacht,
egal wie recht Du haben magst(?!).
Das ist mir soweit klar. Würdest Du den Laden kennen dann würdest Du meine Skepsis sicher teilen.
Ich befürchte eher, das der AG dort Ziele vorgibt, auf die der
AN in der Praxis keinen Einfluss hat und dies dem AN im
Nachhinein nachteilig ausgelegt wird.Nun ja, in den Gespräch kannst Du Dich wehren. Ich habe
durchaus solche idiotischen Ziele schon gebügelt. Sollte es
mit dem Bügeln nicht klappen: Bei uns gibt es immer einen
Bereich der „freien Rede“. Dort kannst Du Deinen Unwillen für
die Personalakte dokumentieren. Ob das sinnvoll ist, musst Du
entscheiden.
Das eigentliche Problem ist, das es die GF im Prinzip überhaupt nicht interessiert ob irgendwas praktikabel ist. Die meisten Gespräche enden mit dem Satz „Der Laden muss eben irgendwie laufen“.
Das „irgendwie“ keine klare Vorgabe ist scheint nicht deutlich zu sein.
Der Laden ist in den letzten Jahren eindeutig viel zu schnell und leider völlig unkoordiniert gewachsen. Fehlende Vorgaben und Strukturen sowie unklare Positionen der MA im Unternehmen machen ja nicht nur mir zu schaffen. Momentan herrscht unter den MA eisige Rsignation. Wie gesagt: Es kann nicht angehen das Geschäftsführer B eine Anweisung von Geschäftsführer A nach 5 Minuten revidiert.
Sowas ist unproduktiv. Und wer eine Mannschaft haben will, die an einem Strang zieht sollte als GF zumindest mit gutem Beispiel vorangehen. Streitereien unter den GF gehören nicht vor den MA ausgetragen. Das ist m.E. ganz schlechter Stil.
Kritik an der GF (auch das
gehört m.E. zur Aufgabe eines
Abteilungsleiters) wurde grundsätzlich vom Tisch gewischt.Kritik am Chef gehört ehrlich gesagt nur sehr wohl dosiert zu
den „Aufgaben“ eines ANs, vor allem, wenn er selber
Führungskraft ist. Ziemlich gefährliches Spiel, bei dem der AN
eigentlich nur verlieren kann.
- er hat i.d.R. kein vollständiges Hintergrundwissen über die
Strategien
Weiss aber oft besser, was machbar ist. Ich sehe einen Abteilungsleiter nicht als jemanden der nur von oben nach unten durchreicht sondern sich auch mal für die MA bei der GF stark machen sollte.
Ein Abteilungsleiter muss oft zwischen MA und GF vermitteln.
- er ist eingestellt, um die Ziele des Chefs zu erreichen und
nicht, sie zu diskutieren oder gar zu kritisieren.
Wenn man mich nach meiner fragt, dann sage ich die.
Ansonsten soll man mich nicht fragen. Das ist nunmal meine Einstellung.
- die Gegenargumente sollten sehr(!) gut fundiert sein
Sind sie. Gerade wenn es um den täglichen Arbeitsanfall und die jeweilige Belastung der einzelnen MA geht.
- der Chef sollte als kritikfähig und -begeistert bekannt
sein.
Wenn der Chef Kritik nicht verträgt muss er sich nicht über fehlendes Engagement wundern oder hohen Krankenstand.
Wer meint, das nur der GF den Laden voranbringt liegt voll daneben.
Alle mal besser ist es, bei unrealistischen Zielen den Gap
aufzuzeigen und konstruktive(!) Vorschläge zu bringen, wie der
Gap betriebswirtschaftlich sinnvoll zu schließen ist. Als
Führungskraft sollte das zumindest möglich sein und wird
dementsprechend schlicht auch als Eigenleistung erwartet …
Tja, wie gesagt, man kann nicht jemanden als Führungskraft nur dazu benutzen den Willen der GF durchzusetzen. Diese Methode ist antiquiert und längst überholt. Das hätte lediglich zur Folge das der Abteilungsleiter bei den Kollegen unbeliebt ist und sich irgendwann das Team gegen ihn stellt.
Die modernere Unternehmensstruktur sieht auch Vorgesetztenbewertungen vor.
Teilweise wurden MA eine Woche nach ihrer Beförderung zum
Abteilungsleiter entlassen.Nun ja, soll es selbst auf Vorstandsebene geben. Je höher,
desto ruppiger …
Naja, in einem Unternehmen mit 25 MA stösst sowas den Kollegen sauer auf. Gestern noch als „employee of the month“ gelobt und morgen gefeuert? Die GF sollte vorsichtiger sein wenn sie jemanden befördert.
Sowas schürt nur Unruhe, Gerüchte, Unsicherheit und schadet damit dem Klima und der Produktivität.
Mein Standardspruch, da ich immer wieder über die gezeigte
„Begeisterung“ über den eigenen Arbeitgeber hier verwundert
bin: Accept it, change it or leave it.
Wenn der Laden so Sch*** ist: Was tust Du da bitte 8(!) lange
Jahre? Auf die Rente (hohoho) warten?
Den Schuh muss ich mir anziehen. Ich habe sicher zu lange gewartet.
Da hast Du sicher recht. Aber der Laden war ja nicht immer so.
Gruss Sebastian
sollte ich wohl tun
Hallo Heinz,
die 911er der GF sind mir ziemlich schnurzpiepe.
Ich lege keinen Wert auf Titel auf der Visitenkarte, Firmenwagen etc.
Nur habe ich dummerweise einen (vielleicht zu hohen) Anspruch an meine Arbeit.
Ich bin nicht der grosse Theoretiker, der endlos diskutiert bevor er ein Ergebnis hat (was dann meist zu spät oder schon wieder überholt ist). Ich weiss aber sehr gut was in der Praxis machbar ist, welche Arbeit wieviel Zeit und Aufwand benötigt.
Und ich vertrage es partout nicht wenn ein Kollege von einem schlecht gelaunten GF „runtergeputzt“ wird, obwohl der Fehler in einer viel zu schwammig formulierten Anweisung der GF bestand.
Ich habe überhaupt nichts gegen Mitarbeitergespräche. Im Gegenteil.
Aber nach den bisher stattgefundenen Gesprächen mit anderen MA zeigt sich sehr deutlich, dass die GF den Sinn eines Mitarbeitergespräches nicht ansatzweise begriffen hat.
Ein Aspekt des Mitarbeitergespräches sollte auch die Machbarkeit der Ziele sein. Solange ohne diesen Aspekt überhaupt zu berücksichtigen solche Gespräche stattfinden werden diese nichts bringen.
Mitarbeiter müssen auch hier und da motiviert werden.
Jeder MA fragt sich doch:
Warum soll ich mehr als der Durchschnitt leisten? Warum soll ich Überstunden machen?
Warum soll ich mich über das normale Mass hinaus engagieren?
Zumindest in unserem Betrieb wird Leistung nicht honoriert, nicht mal in Form von Anerkennung in jeglicher Art. Überstunden werden nicht bezahlt und dürfen nicht abgebummelt werden, werden aber vorausgesetzt.
Engagement wird nicht einmal mit einem „Danke“ belohnt.
Da bleibt wirklich nur der Wechsel.
Gruss Sebastian