Mittel gegen Angst, Spannungszustände, Nervosität

Mir geht´s zur Zeit etwas merkwürdig und zwar ist mir seit einiger Zeit immer mal wieder leicht übel und ich habe dann auch schnell mal Durchfall. Durch die Appetitlosigkeit habe ich auch schon fast 5 Kilo abgenommen, bei vorher 55 Kilo.

Und seitdem ich das habe, habe ich immer wieder Angst, daß es gleich wieder losgeht und ich höre ständig in mich rein, wie´s mir gerade geht. Natürlich geht´s mir dann meistens gleich wieder schlecht.

Inzwischen bin ich ein richtiges Nervenbündel, total hibbelig und kriege schnell mal herzklopfen, eben so richtig Unruhig und angespannt. Das geht schon beim Aufwachen los und ist am Schlimmsten, wenn ich weiß, ich muss fit sein. Es dreht sich eigentlich momentan alles nur um dieses Thema in meinem Kopf.

Dazu kommt noch, daß wir in 2 Monaten heiraten und ich nun schon so richtig Angst vor dem Tag habe, es könnte mir ja dann wieder schlecht gehen.

Habt Ihr eine Idee, wie ich aus diesem Teufelskreis rauskomme ?

Gibt es evtl. was, was ich nehmen kann ???

Ich vermute (und hoffe) übrigens, daß es evtl. an der Pille liegen könnte, die ich seit ca. 4 Monaten wieder nehme - hat das eine von Euch vielleicht auch gehabt (Minisiston 20 fem). Ich werde sie auf jeden Fall nächsten Monat mal aussetzen.

Bitte helft mir, bevor ich noch durchdrehe.

Danke

Ines

Hallo Ines,

ich sehe Krankheit immer in Zusammenhang mit der Psyche.
Als ich dein posting las, war mein erster Gedanke, dass du Angst hast vor deiner Hochzeit. Und kann mir vorstellen, dass dir der Gedanke nicht abwägig erscheint?! Etwas aus dem Zusammenhang gerissen, aber vielleicht ein Gruß aus dem Unterbewussten?:

daß wir in 2 Monaten heiraten
und ich nun schon so richtig Angst vor dem Tag habe

Schaut man sich die psychosomatische Entsprechung deiner Symptome an, so passt auch dies:

Mir ist seit einiger Zeit immer mal wieder leicht übel

„Übelkeit signalisiert Ablehnung von etwas, was wir nicht haben wollen. (Wenn ich daran denke, wird mir ganz übel)“
„Im Durchfall haben wir einen Hinweis auf eine Angstproblematik. Wenn man Angst hat, nimmt man sich nicht mehr die Zeit, sich mit den Eindrücken analytisch auseinanderzusezen. Man lässt alle Eindrücke unverdaut hindruchfallen. Es bleibt nichts mehr hängen, man zieht sich auf ein stilles Örtchen zurück, wo man den Dingen dann ihren Lauf lassen kann. Dabei verliert man viel Flüssigkeit, jene Flüssigkeit als Sympbol für Flexibilität, die notwendig wäre, um die angstmachende (enge) Ich-Grenze zu erweitern und dadurch die Angst zu überwinden.“
Auch hier findet man umgangssprachlich:
Jemand hat Schiss. Der macht sich vor Angst in die Hosen
(Zitate aus „Krankheit als Weg“ T. Dethlefson)

Habt Ihr eine Idee, wie ich aus diesem Teufelskreis rauskomme?

Vorausgesetzt, du kannst mit meiner Betrachtung etwas anfangen,
solltest du dich fragen, was es ist, wovor du Angst hast.
Ein paar Anregungen:
(Im Unbewussten zu überprüfen)
Hast du Zweifel, ob Er der Richtige ist?
Hast du Angst vor Verlust deiner Freiheit/Angst vor deiner zukünftigen Rolle?
Angst vor dem Unbekannten? Angst vor dem, was kommen wird?

Nun, was den Bund der Ehe betrifft, so gibt es diesbezüglich genügend Aspekte, vor denen man Angst haben kann…

Was deine Pillentheorie betrifft, so wäre diese in meinen Augen nur sinnig, wenn du dir ein Kind wünschst und sich daher dein Körper dagegen wehrt. Passt allerdings nicht zur Angstproblematik :wink:

Alles Gute dir,
liebe Grüße,
jeanne

Danke für Deine ausführliche Antwort.

Also auf die Hochzeit freue ich mich schon, habe eben nur Angst, daß an diesem Tag es mir nicht gut geht und ich schlapp mache. Ansonsten gibt es keinerlei Zweifel :smile:

Hm, was den Rest angeht - da ist schon was Wahres dran, aber den wirklichen Grund für mein Unwohlsein kann ich einfach nicht finden. Wahrscheinlich die Angst vorm Unwohlsein ??? Ein Teufelskreis, denn durch dieses Hineinhorchen fühle ich mich immer wieder bestätigt und denke, das hörte jetzt nie auf. Und das ist echt anstregend und nimmt einem jede Energie.

Wegen der Pille - also ich habe schon einm Kind und momentan ist auch kein 2. geplant, daran sollte es also nicht liegen. Ich habe aber im Zusammenhang mit der Pille schon Einiges von Nebenwirkungen in Richtung Psyche gelesen. Ich werde es auf jeden fall versuchen, sie nächsten Monat mal auszulassen.

Ines

Hallo,

hast Du die Symptome die Du hast mal ärztlich abklären lassen?
Bevor Du etwas auf die Psyche schiebst, lass mal nachschauen, ob sich da nicht etwas organisches dahinter verbirgt.
Mein Tipp wäre daher wenn Du bis jetzt noch nicht warst, geh mal zum Doc und sprich ihn neben den Verdauungsproblemen mit Übelkeit auch auf das Herzklopfen an.

Gruß
Maja

Hi,

Wegen der Pille - also ich habe schon einm Kind und momentan
ist auch kein 2. geplant, daran sollte es also nicht liegen.
Ich habe aber im Zusammenhang mit der Pille schon Einiges von
Nebenwirkungen in Richtung Psyche gelesen. Ich werde es auf
jeden fall versuchen, sie nächsten Monat mal auszulassen.

vielleicht wäre (wenn es an den Hormonen liegt) die Spirale eine Alternative für dich? Da ist die Konzentration der Hormone geringer und der Körper wird damit nicht so sehr belastet, wie es bei der Pille der Fall ist.

Gruß
Sabine

Hm, was den Rest angeht - da ist schon was Wahres dran, aber
den wirklichen Grund für mein Unwohlsein kann ich einfach
nicht finden. Wahrscheinlich die Angst vorm Unwohlsein ???

Wie jetzt? Das Unwohlsein war doch zuerst da, also muss das doch eine Ursache gehabt haben, und zwar nicht die Angst, die erst danach aufgetreten ist.

Ich werde es auf
jeden fall versuchen, sie nächsten Monat mal auszulassen.

Mit Hormonen solltest du nicht umgehen wie mit Smarties. Mal die Pille nehmen und dann mal einen Monat nicht ist totaler Käse und bringt deinen angeschlagenen Körper noch mehr durcheinander. Dann biste zu deiner Hochzeit richtig platt.

Lass dich ruhig mal professionelle beraten. Wir alle sind schließlich die geborenen Verdrängungskünstler. Wie sicher bist du, dass du nicht ganz tief sitzende Ängste hast?

Ich wünsch dir jedenfalls, dass sich bis zu deiner Hochzeit alles klärt.

LG ChrisTine

Hallo, Ines
Ich kann eigentlich nur bestätigen, dass es sich hauptsächlich um einen psychischen Faktor handelt, wie bereits meine Vorgänger richtig beschrieben (im Grunde hast du es ja schon selbst erkannt, indem du die Überschrift „Mittel gegen Angst, …“ auswähltest!) Man kann natürlich nicht sagen, dass „dies psychisch“ und „jenes physisch“ ist, da Körper und Seele immer eine Einheit bilden.
Zu den vorigen Antworten möchte ich dir aber aus eigener Lebenserfahrung etwas wichtiges vermitteln:
Nütze deine jetzige Situation mit Angstzuständen, etc., um dich selbst näher kennenzulernen; finde mit der Zeit heraus, was dir diese Symptome sagen wollen!
Wir leben in einer Zeit von „gut“ oder „schlecht“; das, was wir als angenehm empfinden, ist „gut“, was für uns unangenehm ist, ist „schlecht“; - so ist es kein Wunder, dass wir Krankheit oder unangehme Gefühle als „schlecht“ betrachten und es „bekämpfen“ oder „wegschieben“ wollen. Wie bekämpfen Krankheit mit Medikamenten und unangehme Gefühle werden verdrängt; was wir dabei aber offensichtlich vergessen haben, ist, dass sowohl Krankheit als auch unbewusste Gefühle „Ratgeber“ sind: Sie wollen „dem Chef der Körper-Seele-Einheit“ eine wichtige Information zukommen lassen (eine Information, die er vielleicht früher schon mehrmals ignoriert hat).
Dass du „in dich hineinhörst“, zeugt schon von einer großen geistigen Reife, zu der ich dir nur bestätigen kann, wenn du aber schreibst, dass es dir danach schlechter geht, dann nehme ich an, dass du (bewusst oder unbewusst) diese „schlechten Gefühle“ loswerden willst und zu verdrängen versuchst (wodurch du natürlich diese Gefühle noch verstärkst - ganz nach dem Prinzip: mehr Kraft erzeugt mehr Gegen-Kraft!)
Den Tipp, den ich dir daher geben kann, ist:
Versuche nicht, Gefühle (speziell vom Unterbewusstsein) mit Kraft oder Gewalt zu begegnen, denn mit dieser Methode wirst du immer verlieren - das Unterbewusstsein macht dich zu Brei (wie du teilweise schon selbst erfahren hast)! Eine weitaus bessere Methode ist -so naiv es auch klingen mag- Liebe: Deine Gefühle wollen Dir etwas mitteilen - also verdienen sie fairerweise auch eine Akzeptanz und ein „offenes Ohr“ anstatt einer „Du-bist-mein-Feind-Einstellung“, vestehst du?
Nimm’ dein Gefühl so, wie es ist, ganz ohne Bewertung von „gut“ oder „schlecht“ (so kommst du einmal in die Lage, „ihm in’s Gesicht zu schauen“ - von den alten Römern haben wir da einen schönen Ausdruck: konfrontieren), danach versuche, dir dieses Gefühl „anzusehen“ - ganz so, als betrachtest du in der Natur ein interessantes Geschehen. Durch dieses ungezwungene Betrachten werden dir nach und nach Informationen intuitiv gegeben - diejenigen Infos, die dir deine Symptome von vornherein geben wollten! (Versuche aber keinesfalls, gewaltsam im Unterbewusstsein „herumzukramen“, sonst hast du beileibe Feuer am Dach! - Nimm nur die Informationen, die dir das Unterbewusstsein sozusagen „bereitwillig“ gibt!!!)
Wenn du dann die Informationen aufgenommen hast, hat dein „seelischer Ratgaber“ - deine Angstgefühle - „seinen Dienst erfüllt“ und die Symptome werden verschwinden; - was noch bleibt, ist, dich aufgrund deiner bekommenen Informationen richtig zu entscheiden, was zu tun ist.
Du wirst sicher schon erkannt haben, dass es keine Aufgabe von heute auf morgen ist, sondern dass man viel Geduld mit sich selbst und eine „Ich-bin-mir-selbst-ein-Freund-Einstellung“ verlangt. Wenn du dich nicht von deinen Symptomen „hetzen“ lässt (auch wenn die Zeit knapp erscheint), dann machst du nicht nur große Schritte in Richtung „Selbst-bewusstsein“, sondern ebnest auch deinen Weg für die Zukunft. Eines ist mir selbst klar geworden: Egal, wieviele Ratgeber oder Experten man zu Rate zieht - die perfekteste Anwort liegt in uns selbst!
Alles Liebe und die besten Absichten auf dein Gelingen, Gerhard

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Hallo Ines,

ich glaube ich kann deine Probleme gut nachvollziehen. ich hatte eine Zeit in der ich sehr ähnliche Symptome hatte.

Warst du beim Arzt und hast ihn darauf angesprochen? Erstmal ist es sicher wichtig zu wissen, ob eine behandelbare Krankheit oder Lebensmittelunverträglichkeit o.ä. vorliegt.

Wenn dem nicht so ist: Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es hilft sich an andere Situationen zu erinnern, wo man dachte einem wird schlecht und man kann eine Situation nicht aushalten und dann ging es einem hinterher doch gut und man hat die Situation gut überstanden. Soll heißen mir hat es geholfen mich nicht nur an die Situationen zu erinnern, in denen es mir nicht gut ging.
Das Hineinhorchen in den Körper kann sehr fatale folgen haben. Man steigert sich sozusagen in die Situation, dass einem irgendetwas fehlt hinein und daraus folgt, dass es einem tatsächlich schlecht geht.

In den anderen Postings steht ja auch vielleicht schon etwas hilfreiches, aber ich wollte dir noch zwei Dinge nennen, die eventuell helfen könnten, wenn das unwohlsein psychisch ist oder psychisch verstärkt wird.

Das erste ist ein Buch: http://www.amazon.de/Wenn-Seele-durch-K%C3%B6rper-sp…
Es listet eine Reihe beschwerden auf, die psychischen Ursprungs sein können, aber nicht müssen.

Das zweite kann das Erlernen einer guten Atemtechnik sein (Zwerchfellatmung) Das hilft besonders um den Herzschlag zu beruhigen.

Auch Techniken wie autogenes Training oder Entspannungstechniken (z.B. nach Jacobsen) sollen sehr hilfreich sein.
Autogenes Training richtig zu erlernen dauert recht lange und bedarf professioneller Anleitung, aber es gibt Bücher (mit CD) durch die man einen Einführung in solche Techniken auch selbst erlernen kann.

Vielleicht ist ja einiges dabei, was dich anspricht.
Ich wünsche dir alles Gute
Johanna

Schade das eigentlich gute Artikel durch blöde Fullquotes und dann auch noch unten Anhängen des Postings sehr beeinträchtigt werden… wo es so einfach ist das zu umgehen…

Ali N.

Achtung: absichtlicher Fullquote aus pädagogischen Gründen

Das da unten kann man löschen oder auf einen (wichtigen) Teil beschränken - JEDENFALLS aber UNTEN lassen.

s.u.

oder scrollst DU so gerne?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ali,

was sind denn

Fullquotes

?

Ich nehme an, dass der UP aufgrund dessen, dass er noch recht neu ist, es einfach nicht besser weiß.
Sei doch etwas nachsichtiger :wink:

Grüße, jeanne

dann auch noch unten Anhängen des Postings sehr beeinträchtigt
werden… wo es so einfach ist das zu umgehen…

Ali N.

(Artikel darf gerne vor Archivierung gelöscht werden)

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Hi

Ich nehme an, dass der UP aufgrund dessen, dass er noch recht
neu ist, es einfach nicht besser weiß.
Sei doch etwas nachsichtiger :wink:

ich bin doch nicht unnachsichtig, ich finds nur Schade, was ich ja auch erwähne dass ein guter Artikel dadurch herabgewürdigt wird…
war ich irgendwie böse?

dann tuts mir LEEEEIIID.

Ali N.

Hallo Jeanne

was sind denn

Fullquotes

?

Fullquotes sind wenn (man beachte mein Deutsch scho9n zum Anfang dieses Satzes!) genügend Quotenfrauen dabei sind oder diese am Anfang der jeweiligen Veranstaltung schon ziemlich abgefüllt sind.
Mit vorzüglicher Hochachtung,
Branden

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Lieber Dr. Branden,

herzlichen Dank für die schnelle Stellungnahme!
Noch eine Frage diesbezüglich:
Wenn nun Ali einen

absichtlichen Fullquote aus pädagogischen Gründen

„macht“(???),
meint das:
die Quotenfrauen sind alle Pädagoginnen? oder
war es pädagogisch sinnvoll, sie abzufüllen?
Fragen über Fragen…

Ergebenst,
jeanne

Fullquotes sind wenn
genügend Quotenfrauen dabei sind oder
diese am Anfang der jeweiligen Veranstaltung schon ziemlich
abgefüllt sind.
Mit vorzüglicher Hochachtung,
Branden

Liebe Jeanne

meint das:
die Quotenfrauen sind alle Pädagoginnen?

Teils, teils. Manch sind zwar von Berufs wegen keine, spielen aber gerne Gouvernante

oder
war es pädagogisch sinnvoll, sie abzufüllen?

Das kömmt der Sache schon näher
Mit besten Grüßen,
Dein Dr.Sommer äh
Branden

Es war

Achtung, gezieltquoting:

die Quotenfrauen sind alle Pädagoginnen? oder
war es pädagogisch sinnvoll, sie abzufüllen?
Fragen über Fragen…

eine NOTWENDIGKEIT!

Ergebenst,
Ali N.

Hallo,

es gibt x MÖglichkeiten, diese Spannung zu nehmen.
Am besten wirkt bei mir SCHLAF, ja schlafen. Ein Bier trinken, Augen schliessen und schlafen…

Gruß
MIchael