Mittelalterliches ESSEN <<>> !DRING

Kennt jemand Gerichte / Rezepte aus dem Mittelalter bzw. typische Gänge die die Menschen im Mittelalter gegessen haben?

Oder habt ihr sonst noch was zum Thema Mittalalterliches Essen ?

Dieser Artikel ist sehr dringend!!!
Bis spätestens Mit. 14 schreiben, danach nicht mehr!!!

KNUTSCHA

Euer Marius

PS: Ich war lang nicht merh on !! SORRY

Hallo Marius,

schau mal hier nach:

http://www.mittelalterlich-kochen.de/

http://www.chefkoch.de/rezeptsammlung/91311/Rezepte-…

http://www.kirchenweb.at/kochrezepte/mittelalter/his…

http://www.culinaria-antiqua.de/rezeptbuch.html

http://www-x.nzz.ch/format/facts/135/rezept/mittelal…

Google weiß noch viel mehr… :wink:

Gruß,
Maja

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Rezepte habe ich nicht - aber einige anbdere Anmerkungen:
Es ging damals auch vornehmen leuten recht rustikal zu. Man kannte noch keine Gabeln, das besteck beschränkte sich eigentlich auf Löfffel und die waren zumindest beim normalen Volk auch noch aus Holz.
Und da es dort eh aus Geldmangel fast nie Fleich gab und die Kartoffel noch nicht in Europa angekommen war, gab es mehr oder weniger meistens nur Brei bzw. Mahlzeiten, die auch mit dem LKöffel gegessen werden konnten.
Bei vornehmeren Leuten waren dann auch Messer im Gebrauch - speziell beim Adel, der ja auf Grund des Privileges, jagen zu dürfen, recht oft größere Braten auf dem Tisch hatte. Da nahm dann jeder seinen eigenen Dolch und säbelte dran rum.
Ansonsten nahm man dann einfach die Finger zu Hilfe - es ging wirklich sehr sehr rustikal zu.
Etwas feiner wurden die Sitten wirklich erst gegen Ende des Mittelalters, so ab dem 13./14. Jahrhundert.
Wir sehen heute oft ein sehr schiefes Bild. Das Mittelalter rechnet man ja üblicherweise nur bis etwa zur Entdeckung Amerikas, also ca 1500 - danach beginnt die Neuzeit.
Was wir aber meist heute sehen und im Kopf haben, wenn wir an Königshöfe denken, das sind in der regel die Bilder des Absolutismus im 18. Jahrhundert. Und genau so sehen wir auch vieles im normalen Stadtbürgertum erst aus dieser späteren Zeit.
In Wirklichkeit war das tatsächliche Mittelalter viel primitiver. Es war die zeit der ungebildeten Ritter, die in der regel nicht mal lesen und schreiben konnten, die Zeit der dunkelen Burgen und finsteren Klöster, die Zeit der kleinen Bauerndörfer mit ihren Katen. Und was damals Stadt war, daß waren noch längst nicht prunkvollen Marktplätze und reichen bürgerhäuser. das waren die kleinen windschiefen Fachwerkhäusen, die man da gelegendlich noch in den Hinterstraßen alter Städte sieht.

Gernot Geyer

Hay

Vielen Dank, Gernot Geyer Danke das du so schnell und auch eine Antwort die mir sehr geholfen hat geschrieben hast!
Mit freundlicher Hochachtung :wink: Marius

Thyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy

Hi Marius,

das es viele heute selbstverständliche Sachen wie KArtoffeln, Reis oder Nudel nicht gab, wurde schon geschrieben.

Andererseits war die Vielzahl der Gemüse weitaus größer als heute, viele Sorten sind schlicht ausgestorben oder werden nicht mehr bewust als solche wahrgenommen.
Ein alter Bekannter, den es früher sehr viel häufiger gab, war z.B. der Portulak oder der Mangold. Diese Pflanzen gewinnen langsam wieder an Bedeutung.
EInen (kleinen) Überblick an essbaren Pflanzen, die früher häufig kultiviert wurden findest Du hier
http://de.wikipedia.org/wiki/Wildgem%C3%BCse

Das Hauptnahrungsmittel war aber Getreide. Entweder in Form von Brot, Brei oder als Bier, das allerdings weit dünner war als das heutige.

Fleisch gab es, wenn überhautp, nur im Herbst oder Winter, Eier, Käse und andere Milchprodukte waren wertvolle und selten gegessene Spezialitäten.
Sie wurden zwar von der Oberschicht regelmäßig verzehrt, das gemeine Volk hatte aber nur an den Festtagen etwas davon.

Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen waren wertvolle Proteinlieferanten, Mais war damals noch nicht bekannt.

So finster wie es häufig dargestellt wurde, war das Mittelalter aber nicht, weil das Klima deutlich wärmer war als gegenwärtig, erst um ddas Jahr 1500 wurde es deutlich kälter.
Im Mittelalter war die Versorgung mit Nahrungsmitteln eher besser als in den späteren Jahrhunderten, weil die Bevölkerungsdichte nicht so hoch war und wie gesagt wärmer.
Neuere Funde auf einem alten Friedhof, der weit über tausend Jahre benutzt wurde zeigten dies deutlich.
Der größte Mangel herrschte im 17. und 18. Jahrhundert, als die kleine Eiszeit ihren Höhepunkt hatte.

Gandalf

Kennt jemand Gerichte / Rezepte aus dem Mittelalter bzw.
typische Gänge die die Menschen im Mittelalter gegessen haben?

Auch guten Tag.

In erster Linie wurde gegessen, was der heimische Boden so hergab. Das waren Erbsen, Bohnen, Linsen, Kohl, Rüben und Zwiebeln sowie alles, was sich mit ein wenig Fantasie aus Mehl und Wasser herstellen lässt. Brot wurde aus Getreide(abfällen) oder Zwiebeln gebacken. Fleisch gab es selten, nicht nur, weil teuer, sondern auch, weil so ab 30+ a) die Zähne rar wurden und b) die Konservierungsmöglichkeiten begrenzt waren. Salz war nicht ohne weiteres verfügbar, man konnte aber nix einfrieren, sondern nur trocknen oder einsalzen. An Fisch zu kommen, war nicht so ganz legal möglich, da die Fischfangrechte ähnlich restriktiv gehandhabt wurden wie das Jagdrecht (allerdings mit der Einschränkung, dass einfache Leute Fischer werden durften).

Die Viehhaltung beschränkte sich, je nach den Bodenverhältnissen, auch meist auf Schafe und/oder Ziegen - Rinder waren, wenn der „normale Bauer“ tatsächlich solche hatte (und dann war er schon eher dem niederen Adel zuzurechnen), als Nutztiere (zum Pflügen bspw.) viel zu wertvoll, um sie einfach zu schlachten und zu verspachteln. Abgesehen davon waren die meisten Rinderrassen auch wesentlich kleiner als unsere heutigen Turbomichaelmuhmachers. Pferde konnte sich der einfache Mann schon gar nicht leisten. Schweinehaltung war wegen der Ernährung ein Problem : Schweine sind Nahrungskonkurrenten des Menschen, also erfordert ihre Haltung einen gewissen Überfluss an Lebensmittel(abfälle)n. Eine Ziege kann zur Not auch mal einen strengen Winter mit Heu und Baumabfällen überstehen - ein Schwein stellt doch etwas höhere Ansprüche.

Vögeln (lach nicht! das war im Mittelalter gleichbedeutend mit „Vögel fangen“! kannst Du in Dein Referat als kleinen Gag mit einbauen!) durfte auch nur der Adel oder aber ein von diesem Beauftragter; bestenfalls waren Hühner (ebenfalls kleiner und anspruchsloser, aber auch weniger „ertragreich“ als heute) oder Gänse als Eigentum einer Dorfgemeinschaft verfügbar. Ein Huhn wanderte aber auch erst in die Suppe, wenn niemand mehr lebte, der sich an das entsprechende Ei erinnerte :wink: also, wenn es zu nix mehr zu gebrauchen war denn Brühe.

Der überwiegende Anteil der täglichen Nahrung, und zwar meine ich das im Bereich von über 95%, war aber das Gemüse und Getreide aus dem ersten Absatz; alles andere war an 360 von 365 Tagen schon eine Gnade.

Gruß Eillicht zu Vensre

Servus,

eine ganz wichtige Sache noch zur Ergänzung: Bis ins 13. Jahrhundert hinein, also während des größten Teils des Mittelalters, wurden im Gebiet des heutigen D im Vergleich zu heute riesige Mengen Fleisch verzehrt, quer durch alle Stände. Das hat mit dem sehr wenig ertragreichen Ackerbau und mit der Bevölkerungsdichte (= verfügbares Land pro Kopf) zu tun. Zahlenmaterial dazu u.a. bei Walter Achilles, dessen Schwerpunkt zwar auf der Frühen Neuzeit (16. Jahrhundert) liegt, aber auch allerhand zum Thema Hoch- und Spätmittelalter hergibt.

Schöne Grüße

MM

Ergänzend noch …
Holla.

Die Feldwirtschaft bestand vor der Einführung der Kartoffel durch den Alten Pomm Fritz aus Sommergetreide, Wintergetreide, Hackfrüchten und Hülsenfrüchten. Das Ganze wurde in Form der Dreifelderwirtschaft betrieben (ein Jahr Winterfrucht, ein Jahr Sommerfrucht, ein Jahr Brache). Gegenüber der Zweifelderwirtschaft der Antike war das schon eine wesentliche Effizienzsteigerung und führte tatsächlich zu einem starken Bevölkerungswachstum, das erst mit der Pestepidemie im 14.Jh. zum Stillstand kam. Unrationell ist es natürlich allemal, ein Drittel der Nutzfläche brachliegen zu haben. Erst mit dem Aufkommen von Weidewirtschaft gab es eine Alternative zur Brache : Weidewirtschaft führt dem Boden wieder Nährstoffe zu.

Guckst Du http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtfolge

Gruß Eillicht zu Vensre

Ich sag nur danke @n alle!!!
Ihr habt mir super geholfen muss nur noch einen dialog [10 S] Schreiben -.- also ^^
thanks

euer marius